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Werner Buchstaller

deutscher Verlagsmanager und Politiker (SPD), MdB

Werner Buchstaller (* 4. November 1923 in Rosenheim; † 19. Oktober 1989 in Koblenz) war ein deutscher Verlagsmanager und Politiker (SPD).

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Buchstaller eine kaufmännische Ausbildung, die er mit der Prüfung zum Holzkaufmann abschloss. Er nahm als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, wurde an der Ostfront schwer verwundet und anschließend aus der Wehrmacht entlassen. Seit 1944 arbeitete er wieder in der holzverarbeitenden Industrie.

Nach dem Kriegsende besuchte Buchstaller politische und gewerkschaftliche Akademien in mehreren Ländern. Er wurde im Verlagswesen tätig und war später Geschäftsführer des Jugendforum-Verlags sowie des Deutschen Heimat-Verlags.

ParteiBearbeiten

Buchstaller trat der SPD und den Jungsozialisten bei. Von 1949 bis 1959 war er vom SPD-Parteivorstand als Zentralsekretär und Vorsitzender der Jusos eingesetzt und von 1959 bis 1961 deren Bundesgeschäftsführer. Er war von 1954 bis 1961 Präsidiumsmitglied der Internationalen Union Sozialdemokratischer Jugendverbände, zeitweise Vizepräsident des Europäischen Jugendparlaments und Vorsitzender des Hauses Steineck, einem Institut für staatsbürgerliche Bildung. Buchstaller war Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Koblenz, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Bezirks Rheinland/Hessen-Nassau und Mitglied im Landesvorstand der SPD Rheinland-Pfalz.

AbgeordneterBearbeiten

Buchstaller gehörte dem Deutschen Bundestag von 1961 bis 1980 an und war stets über die Landesliste der SPD Rheinland-Pfalz ins Parlament eingezogen. Im Februar 1975 scheiterte er als Kandidat bei der Wahl zum Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags sowohl auf fraktionsinterner, als auch auf parlamentarischer Ebene. 1975/76 war er Vorsitzender und von 1976 bis 1980 stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses.

EhrungenBearbeiten

WerkeBearbeiten

  • Wie arbeitet die kommunistische FDJ? Ein Bericht über den Organisationsaufbau der Freien Deutschen Jugend. Ring Politischer Jugend, Bonn 1951 (gemeinsam mit Helmut Ziegler und Theodor Baarfuss).
  • Frohe Fahrt in bessere Zeiten. Bonn 1953.
  • Jungsozialistenarbeit 1958–59. Bonn 1959.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten