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Saskia Esken

deutsche Politikerin (SPD), MdB
alternative Beschreibung
Saskia Esken (2019)
Video-Vorstellung (2014)

Saskia Esken (* 28. August 1961 in Stuttgart als Saskia Hofer) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages, wo sie der Parlamentarischen Linken angehört.[1]

LebenBearbeiten

Esken erlangte 1981 ihr Abitur am Johannes-Kepler-Gymnasium in Weil der Stadt. Ein Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Stuttgart brach sie ab und absolvierte anschließend an der Akademie für Datenverarbeitung Böblingen eine Ausbildung zur staatlich geprüften Informatikerin, die sie 1990 abschloss. Danach arbeitete sie in der Softwareentwicklung, verzichtete aber zugunsten ihrer 1994, 1996 und 1999 geborenen Kinder auf ihre Berufstätigkeit.[2] Über die ehrenamtliche Elternvertretung kam sie zur Bildungspolitik und war von 2012 bis 2014 als stellvertretende Vorsitzende des Landeselternbeirats Baden-Württemberg tätig.

ParteiBearbeiten

Esken trat 1990 in die SPD ein. Sie war von 2008 bis 2015 Vorsitzende des Ortsvereins Bad Liebenzell und ist seit 2010 Vorsitzende des Kreisverbands Calw.

Im August 2019 gab sie bekannt, zusammen mit dem ehemaligen Finanzminister Nordrhein-Westfalens, Norbert Walter-Borjans, für die Wahl zum SPD-Vorsitz kandidieren zu wollen.[3] Das Team erlangte im ersten Wahlgang des SPD-Mitgliederentscheids mit 21 % den zweithöchsten Stimmenanteil und geht somit in die Stichwahl mit dem Team Olaf Scholz und Klara Geywitz, das im ersten Wahlgang 22,7 % der Stimmen erreichte.[4]

AbgeordneteBearbeiten

Esken war von 2007 bis 2014 Mitglied des Gemeinderats von Bad Liebenzell und ist seit 2009 Mitglied des Kreistags des Landkreises Calw.

Bei der Bundestagswahl 2009 kandidierte sie auf Platz 28 der Landesliste Baden-Württemberg und im Wahlkreis Calw, verpasste aber den Einzug in den Deutschen Bundestag.

Bei der Bundestagswahl 2013 zog sie über Platz 18 der Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag ein. Im Wahlkreis Calw unterlag sie erneut Hans-Joachim Fuchtel von der CDU. In der 18. Wahlperiode war sie Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, im Ausschuss Digitale Agenda und im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung. Außerdem war sie stellvertretende Sprecherin der Fraktionsarbeitsgruppe Digitale Agenda.

Bei der Bundestagswahl 2017 zog sie über Platz 15 der Landesliste Baden-Württemberg erneut in den Deutschen Bundestag ein. Im Wahlkreis Calw unterlag sie erneut Hans-Joachim Fuchtel von der CDU. In der 19. Wahlperiode ist sie Mitglied im Ausschuss für Inneres und Heimat, im Ausschuss Digitale Agenda und in der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz. Außerdem ist sie stellvertretende Sprecherin der Fraktionsarbeitsgruppe Digitale Agenda.

Politische PositionenBearbeiten

Nach der Bundestagswahl 2017 bezeichnete Esken die Agenda 2010 als Sündenfall, für den die SPD noch immer die Rechnung bezahle. Zugleich erklärte sie, die SPD müsse „endlich damit aufhören, ihre Personalentscheidungen in Hinterzimmern auszubaldowern und uns dann zu präsentieren.“[5]

Nachdem das Bundesverfassungsgericht Kürzungen des Arbeitslosengelds II für teilweise verfassungswidrig erklärt hatte, forderte Esken im November 2019 die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen.[6]

MitgliedschaftenBearbeiten

Esken ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[7] Außerdem ist sie Mitglied von BUND, Greenpeace, Campact, D64, ver.di und den Naturfreunden.[8][9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitglieder der Parlamentarischen Linken parlamentarische-linke.de
  2. Unsere Kandidatin für den Bundestag: Saskia Esken spd-kreis-freudenstadt.de, 11. Dezember 2008
  3. Walter-Borjans und Esken wollen SPD-Vorsitzende werden: Bewerbung um SPD-Vorsitz. Abgerufen am 28. August 2019.
  4. Mitgliederentscheid: Scholz/Geywitz gegen Walter-Borjans/Esken in Stichwahl um SPD-Vorsitz. In: Spiegel Online. 26. Oktober 2019 (spiegel.de [abgerufen am 26. Oktober 2019]).
  5. Irgendwo zwischen Frust und Lust schwarzwaelder-bote.de, 27. Oktober 2017
  6. Wie die SPD mit der Hartz-Ohrfeige umgeht tagesspiegel.de 6. November 2019
  7. Saskia Esken europa-union.de
  8. Über mich saskiaesken.de
  9. D64-Profil von Saskia Esken. In: D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt. D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt e.V., abgerufen am 27. Oktober 2019.