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IG Bergbau, Chemie, Energie

Gewerkschaft

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) entstand 1997 durch Fusion der IG Bergbau und Energie (IG BE) mit der IG Chemie-Papier-Keramik (IG CPK) und der Gewerkschaft Leder (GL). Sie hat ihren Sitz am Königsworther Platz in Hannover.

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
(IG BCE)
IG BCE Logo.svg
Zweck: Gewerkschaft
Vorsitz: Michael Vassiliadis
Gründungsdatum: 1997
Mitgliederzahl: 637.623[1]
Sitz: Hannover
Website: www.igbce.de
Logo der Jugendorganisation
Sitz in Hannover
Links IG BCE-Gebäude am Königsworther Platz und am Zubringer zum Westschnellweg
Gedenktafel am Sitz der IG Bergbau, Chemie, Energie in Bochum

Die IG Bergbau, Chemie, Energie ist sowohl Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) als auch im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland. Sie ist die drittgrößte Einzelgewerkschaft im DGB. 2016 gehörten ihr rund 637.600 Mitglieder an. Die Gewerkschaft deckt Berufe in den Branchen Bergbau, Chemie, Gas, Glas, Kautschuk, Keramik, Kunststoffe, Leder, Mineralöl, Papier, Pharma, Sanierung/Entsorgung, Steinkohle und Wasserwirtschaft ab.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau der OrganisationBearbeiten

Die Basis der Organisation bilden die Ortsgruppen und Vertrauenskörper, die auf ihrer Ebene gleichberechtigt nebeneinander stehen. Hierauf bauen weitere Einheiten wie der Bezirk, der Landesbezirk und der Hauptvorstand auf. Die Betreuung der Mitglieder erfolgt über die räumliche Aufteilung von insgesamt 44 Bezirken,[2] so dass die zuständige Bezirksleitung für die Mitglieder ohne großen Zeit- und Reiseaufwand erreichbar ist. Die gewerkschaftlichen und politischen Themen der einzelnen Bezirke werden durch die acht Landesbezirke Baden-Württemberg, Bayern, Hessen/Thüringen, Nord, Nordost, Nordrhein, Rheinland-Pfalz/Saarland und Westfalen koordiniert. In Hannover befinden sich der Sitz der Gewerkschaft und der geschäftsführende Hauptvorstand mit insgesamt fünf Bereichen.

Der Frauenanteil in den Spitzengremien wie dem geschäftsführenden Hauptvorstand liegt bei 2 Frauen zu 3 Männern, der Anteil der hauptamtlichen Gewerkschafterinnen an von der IG BCE zu besetzenden Aufsichtsratsmandaten soll auf 30 Prozent erhöht werden.[3]

Für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit stehen drei Bildungszentren in Bad Münder, Haltern am See und Grünheide (Mark) zur Verfügung.[4]

GeschichteBearbeiten

In einer Vorgängerorganisation, dem Fabrikarbeiterverband, waren 1930 fast eine halbe Millionen Beschäftigte organisiert. 1959 wurde erreicht, dass im Bergbau erstmals branchenweit eine 5-Tage-Woche galt. Der Kohleausstieg wurde gebremst und die Konsolidierung der bundesdeutschen Steinkohleförderung in der Ruhrkohle AG befördert.[5]

TochterunternehmenBearbeiten

Die Gesellschaft für Bildung, Wissen, Seminar der IG BCE mbH (Kurzname: IG BCE BWS GmbH), mit Sitz in der Hauptverwaltung der IG BCE, ist der für Betriebsräteschulung verantwortliche Bildungsträger der IG BCE.[6] Sie führt hauptsächlich Seminare gemäß § 37(6) BetrVG durch.

Als Besonderheit gilt die Führungskräfteakademie für BR-Vorsitzende und Freigestellte.[7]

Die IG BCE ist mit 26,8 % an der Wohnungsgesellschaft Vivawest beteiligt.

VorstandBearbeiten

Auf dem 6. ordentlichen Gewerkschaftskongress in Hannover wurde Michael Vassiliadis im Oktober 2017 erneut zum Vorsitzenden gewählt. Als weitere Mitglieder des geschäftsführenden Hauptvorstandes wurden Edeltraud Glänzer als stellvertretende Vorsitzende, Petra Reinbold-Knape und Ralf Sikorski bestätigt sowie Francesco Grioli als neues Mitglied gewählt.[8]

Vorsitzende

stellvertretende Vorsitzende

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: IG Bergbau, Chemie, Energie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 22′ 41,5″ N, 9° 43′ 17″ O