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Präfektur Niigata

Präfektur Japans

Die Präfektur Niigata (jap. 新潟県, Niigata-ken) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in der Region Chūbu auf der Insel Honshū. Die gleichnamige Stadt Niigata (Niigata-shi) ist Sitz der Präfekturverwaltung.

Niigata-ken
新潟県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Niigata
Region: Chūbu
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 12.583,81 km²
Wasseranteil: 0,2 %
Einwohner: 2.251.256
(1. April 2018)
Bevölkerungsdichte: 179 Einw. pro km²
Landkreise: 9
Gemeinden: 30
ISO 3166-2: JP-15
Gouverneur: Hideyo Hanazumi
Website: www.pref.niigata.lg.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Niigata
Präfekturbaum: Camellia japonica var. decumbens
Präfekturblume: Tulpe
Präfekturvogel: Nipponibis
Präfekturlied: Kenminka
(„Lied der Bürger der Präfektur“)

Niigata ist berühmt für seinen ausgezeichneten Reis und entsprechend auch für seinen Sake.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Bis zur Meiji-Restauration lagen in der heutigen Präfektur die Provinzen Japans Echigo und Sado. Letztere sowie ab 1843 auch eine Shōgunatsdomäne (bakuryō) um die Stadt Niigata wurden direkt von den Tokugawa kontrolliert. Zu den Fürstentümern (-han) in der Provinz Echigo gehörten in der späten Edo-Zeit unter anderem Murakami unter den Naitō, Nagaoka unter den Makino, Shibata unter den Mizoguchi und Takada (mit Fürstensitz in der heutigen Stadt Jōetsu) unter den Sakakibara.[1]

In der Meiji-Restauration entstand aus der ehemaligen Shōgunatsverwaltung Niigata (Niigata bugyōsho) 1868 die [Stadt-]Präfektur (-fu) Echigo, von der später zeitweise die Präfektur (-ken) Kashiwazaki abgetrennt wurde. Echigo wurde noch im gleichen Jahr in Niigata umbenannt und 1869 in eine gewöhnliche Präfektur (-ken) umgewandelt. Aus der Shōgunatsverwaltung Sado ging die Präfektur Sado hervor, die später in Aikawa umbenannt wurde. Nach der Abschaffung der Fürstentümer wurden Niigata und Kashiwazaki mit den aus den Fürstentümern in der Provinz Echigo entstanden Präfekturen vereinigt. 1873 wurde die Präfektur Kashiwazaki nach Niigata eingegliedert, 1876 Aikawa. Mit der Übertragung des Landkreises (-gun) Higashi-Kambara („Ost-Kambara“) von Fukushima 1886 erhielt Niigata im Wesentlichen seine heutigen Grenzen.

Vor der Modernisierung der Präfektur-, Kreis- und Gemeindeordnungen ab 1889 gab es in Niigata einen Stadtkreis (-ku), den Verwaltungssitz Niigata, und 18 Landkreise.[2] 1889 wurde die Hauptstadt Niigata zur ersten kreisfreien Stadt (-shi) in der Präfektur ernannt, bevor beginnend mit Nagaoka-shi 1906 im 20. Jahrhundert weitere Städte folgten. Nach den großen Gebietsreformen der Nachkriegszeit gibt es heute zwar immer noch neun Landkreise in Niigata, von denen die meisten aber nur noch aus einer einzigen Gemeinde bestehen.

In den Siebziger- und Achtzigerjahren fanden an der Küste Niigatas die meisten Entführungen japanischer Staatsbürger durch die Demokratische Volksrepublik Korea statt.

Am 23. Oktober 2004 erschütterte ein schweres Erdbeben Niigata: Das Chūetsu-Beben erreichte die Stärke 6+ der japanischen Intensitätsskala und traf besonders das Gebiet um Ojiya. Ohne Strom und Gas verbrachten Tausende wochenlang die kalten Nächte sicher vor Nachbeben in Privatwagen auf großen Parkplätzen. Am 16. Juli 2007 fand das Niigata-Chūetsu-Küstenerdbeben statt.

PolitikBearbeiten

Fraktionen im Präfekturparlament
(Stand: 14. Juli 2017; 2 Vakanzen)[3]
     
Insgesamt 51 Sitze

Niigatas Gouverneur Ryūichi Yoneyama trat im April 2018 zurück. Bei der Neuwahl am 6. Juni 2018 unterstützten die wichtigsten nationalen Regierungs- und Oppositionsparteien verschiedene Kandidaten: Der von LDP und Kōmeitō unterstützte, aber im Wahlkampf Abstand zu Parteien (und der skandalbelasteten Regierung Abe) suchende Hideyo Hanazumi, ehemaliger Vizegouverneur und stellvertretender Leiter der nationalen Küstenwache, setzte sich knapp gegen die ehemalige Präfekurparlamentsabgeordnete Chikako Ikeda durch, die von Oppositionsparteien (KDP, DVP, KPJ, LP, SDP) unterstützt wurde. Mit rund vier Prozent der Stimmen abgeschlagen war der ohne Empfehlung größerer Parteien kandidierende Unabhängige Satoshi Annaka, ein ehemaliger Stadtparlamentsabgeordneter in Gosen. Wie schon bei der Gouverneurswahl 2016 war die geplante Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa ein Hauptwahlkampfthema. Die Wahlbeteiligung stieg auf über 58 %.[4][5][6]

Im Parlament verteidigte die LDP bei den Wahlen im April 2015 eine absolute Mehrheit.

Im nationalen Parlament ist Niigata durch sechs direkt gewählte Abgeordnete im Shūgiin vertreten – nach der Wahl 2017 und seitherigen Parteiumbildungen zwei Liberaldemokraten, darunter Ex-Gouverneur Izumida, drei ehemalige Minshintō-Mitglieder, davon (Stand: Mai 2018) zwei fraktionslos, einer zur Mushozoku no Kai, und eine Abgeordnete der KDP –, im Sangiin wird die Präfektur seit der Wahl 2016 nur noch durch einen statt vorher zwei Abgeordnete pro Teilwahl vertreten: 2013 gingen die beiden Sitze an den Liberaldemokraten Ichirō Tsukada vor dem Demokraten Naoki Kazama (später zur Minshintō), bei der ersten Sangiin-Wahl in Niigata als Einmandatswahlkreis 2016 setzte sich Yūko Mori (zur LP) als Einheitskandidatin der Opposition knapp gegen den Liberaldemokraten Yaichi Nakahara durch.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Die kreisfreien Städte (, shi) und Landkreise (, gun), sowie deren Städte (, machi) und Dörfer (, mura) sind nach „Regionen“ (地方, chihō) angegeben.

Jōetsu-chihō (上越地方)

Kreisfreie Städte:

Landkreise: keine

Chūetsu-chihō (中越地方)

Kreisfreie Städte:

Landkreise:

Kaetsu-chihō (下越地方)

Kreisfreie Städte:

Landkreise:

Sado-chihō (佐渡地方)

Kreisfreie Stadt:

Landkreise: keine

Größte OrteBearbeiten

Gemeinde Einwohner
1. Oktober 2000
Einwohner
1. Oktober 2005
Niigata 808.969 813.780
Nagaoka 237.718 236.355
Jōetsu 211.870 208.083
Sanjō 107.662 104.748
Shibata 106.016 104.633
Kashiwazaki 97.896 94.644
Sado 72.173 67.384
Minamiuonuma 65.492 63.329
Tōkamachi 65.033 62.055
Itoigawa 53.021 49.844
Agano 48.456 47.043
Uonuma 45.386 43.554
Tsubame 43.480 43.255
Mitsuke 43.526 42.668

Verkehr und WirtschaftBearbeiten

EisenbahnBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Präfektur Niigata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ishida Satoshi, 地理データ集: 版籍奉還から廃藩置県まで(中部地方)
  2. Ishida Satoshi, 地理データ集: 郡区町村編制法下の郡・区(1889年1月)
  3. Präfekturparlament Niigata: Abgeordnete
  4. 新潟県知事選 自民・公明支援の花角氏 当選確実. In: NHK News Web (zeitlich begrenzte Online-Verfügbarkeit, allerdings werden Wahlergebnisse und einige -berichte später bei NHK Senkyo Web langfristig zugänglich gemacht). 10. Juni 2018, abgerufen am 10. Juni 2018 (japanisch).
  5. 新潟知事選:自公支持の花角英世氏が初当選確実に. In: Mainichi Shimbun. 10. Juni 2018, abgerufen am 10. Juni 2018 (japanisch).
  6. 新潟県知事選、花角英世氏の当選確実. In: Niigata Nippō. 10. Juni 2018, abgerufen am 10. Juni 2018 (japanisch).

Koordinaten: 37° 37′ N, 138° 52′ O