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Die Präfektur Kanagawa (jap. 神奈川県, Kanagawa-ken) ist eine der Präfekturen Japans und liegt in der Region Kantō auf Honshū. Die Präfektur ist Teil des Ballungsraumes Tokio. Sitz der Präfekturverwaltung ist Yokohama. Seit Mai 2006 liegt Kanagawa hinter der Präfektur Tokio an Position 2 der japanischen Präfekturen nach Einwohnerzahl.

Kanagawa-ken
神奈川県
SüdkoreaNordkoreaRusslandChinaPräfektur OkinawaPräfektur KagoshimaPräfektur KumamotoPräfektur MiyazakiKurilen (de-facto Russland - beansprucht von Japan als Teil der Region Hokkaido)Präfektur KagoshimaPräfektur MiyazakiPräfektur KumamotoPräfektur SagaPräfektur NagasakiPräfektur FukuokaPräfektur ŌitaPräfektur YamaguchiPräfektur HiroshimaPräfektur ShimanePräfektur TottoriPräfektur OkayamaPräfektur HyōgoPräfektur OsakaPräfektur KyōtoPräfektur ShigaPräfektur NaraPräfektur WakayamaPräfektur MiePräfektur AichiPräfektur FukuiPräfektur GifuPräfektur IshikawaPräfektur ToyamaPräfektur NaganoPräfektur ShizuokaPräfektur YamanashiPräfektur KanagawaPräfektur TokioPräfektur SaitamaPräfektur ChibaPräfektur IbarakiPräfektur GunmaPräfektur TochigiPräfektur NiigataPräfektur FukushimaPräfektur YamagataPräfektur MiyagiPräfektur AkitaPräfektur IwatePräfektur AomoriHokkaidōPräfektur KagawaPräfektur EhimePräfektur KōchiPräfektur TokushimaLage der Präfektur Kanagawa in Japan
Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Yokohama
Region: Kantō
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 2.416,17 km²
Wasseranteil: 2,3 %
Einwohner: 9.179.835
(1. Oktober 2018)
Bevölkerungsdichte: 3799 Einw. pro km²
Landkreise: 6
Gemeinden: 33
ISO 3166-2: JP-14
Gouverneur: Yūji Kuroiwa
Website: www.pref.kanagawa.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Kanagawa
Präfekturbaum: Ginkgo
Präfekturblume: Lilium auratum
Präfekturvogel: Sturmmöwe
Präfekturlied: Hikari arata ni
(„Ein frischer Lichtstrahl“)

Kanagawa und Baden-Württemberg pflegen seit 1989 eine bilaterale Partnerschaft.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des NamensBearbeiten

Kanagawa bezeichnete ursprünglich das Gebiet von Kuraki-gun (久良岐郡) im Osten der Provinz Musashi (heute Stadt Yokohama). Das Gebiet war ein sehr wichtiger Schiffshafen und Handelsumschlagplatz und hat auch heute noch eine große Hafenanlage. 1854 schloss die japanische Regierung nach Ankunft der amerikanischen Flotte unter Commodore Matthew Perry hier den Vertrag von Kanagawa mit den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig wurde eine zentrale Handelsstelle gegründet, genannt Kanagawa Bugyō-sho. 1868 wurde der Name Kanagawa für die neu gegründete Präfektur übernommen.

GeographieBearbeiten

Die Präfektur Kanagawa liegt im südwestlichen Teil der Kantōebene, etwa im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshū. Die Präfektur Kanagawa stößt im Norden an die Hauptstadt Tokio, im Osten und Süden grenzt sie ans Meer. Im Westen grenzt sie an die Präfekturen Yamanashi und Shizuoka.

Die geografische Ausdehnung reicht von

  • 139° 47′ 58″ bis 138° 55′ 8″ östlicher Länge und von
  • 35° 7′ 32″ bis 35° 40′ 10″ nördlicher Breite.

Das Gebiet kann in drei verschiedene Zonen eingeteilt werden. Die Berge und Hügel im Westen und Nordwesten mit den Höhenzügen von Hakone und Tanzawa (höchste Erhebung: Hirugatake 1673 m). Im Zentrum die flachen Ebenen mit dem Sagami-Fluss, einem wichtigen Wasserspender für die ganze Region. Im Süden und Osten Hügel. Die Präfektur hat insgesamt 426 km Küste zur Sagami-Bucht im Süden und zur Bucht von Tokio im Nordwesten. Die beiden Buchten sind durch die ganz zur Präfektur gehörenden Miura-Halbinsel voneinander getrennt.

KlimaBearbeiten

Warme Meeresströmungen bewirken ein mildes Klima. In den Küstengebieten ist der Sommer nicht ganz so heiß, der Winter nicht ganz so kalt wie im Landesinnern. Übers ganze Jahr verteilt gehen die Temperaturen jedoch auch unter 0 °C im Winter und weit über 30 °C im Sommer.

  • Durchschnittstemperatur: 16,9 °C
  • Maximaltemperatur: 36,5 °C
  • Minimaltemperatur: −0,7 °C
  • durchschnittliche Regenmenge pro Jahr: 1932 mm

(Quelle: Yokohama Local Meteorological Observatory, 2004)

GeschichteBearbeiten

Eine erste Präfektur Kanagawa entstand in der Meiji-Restauration 1868 als Nachfolger der Shōgunatsverwaltung Kanagawa (Kanagawa bugyōsho), die den 1859 von den Kolonialmächten geöffneten Vertragshafen Yokohama verwaltet hatte, zunächst am 19.3. (gregorianisch 11. April) als Yokohama saibansho, einen Monat später als Kanagawa saibansho und am 17.6. (greg. 5. Aug.) 1868 als [Stadt-]Präfektur (-fu) Kanagawa. Noch im gleichen Jahr (21.9./greg. 5.11.) wurde Kanagawa aber schließlich in eine gewöhnliche Präfektur (-ken) umgewandelt; der Status von -fu war ab 1869 für die drei Hauptstadtpräfekturen Kyōto, Osaka und Tokio reserviert. Bei der Abschaffung der Fürstentümer (-han) und der ersten Konsolidierung der Präfekturen 1871/72 kamen neben der Bereinigung von Ex-/Enklaven die aus dem gleichnamigen Fürstentum (-han) hervorgegangene Präfektur (-ken) Mutsuura und weitere Teile der ehemaligen Shōgunatsdomäne zu Kanagawa. Danach umfasste die Präfektur Territorium längs beiderseits der Grenze zwischen den Provinzen Musashi und Sagami – etwa die östliche Hälfte ihres heutigen Gebiets und zusätzlich den westlichen Hauptteil (Tama-Gebiet) des Kreises Tama.[2] Im Westen des heutigen Kanagawa und dem Ostteil des heutigen Shizuoka entstand in den Provinzen Sagami und Izu die Präfektur Ashigara aus den Fürstentümern Ogino-Yamanaka und Odawara und den zuvor in der Präfektur Nirayama zusammengefassten Shōgunatsländern. 1876 wurde Ashigara an der Provinzgrenze von Izu und Sagami zwischen Shizuoka und Kanagawa geteilt. 1893 erfolgte die Übertragung des Tama-Gebiets von Kanagawa an Tokio.[3] Damit erreichte Kanagawa abgesehen von kleineren Änderungen durch präfekturübergreifende Gemeindefusionen sein heutiges Territorium, das im Wesentlichen der gesamten antiken Provinz Sagami und drei Kreisen (Tsuzuki, Tachibana, Kuraki) der Provinz Musashi entspricht.

PolitikBearbeiten

Fraktionsstärken im Präfekturparlament
(Stand: 25. September 2017; 2 Vakanzen)[4]
      
Insgesamt 103 Sitze
  • LDP: 49
  • Kanagawa Minshintō („Dem. Fortschrittspartei Kanagawa“): 26
  • Kōmeitō: 10
  • Kenseikai (~„Präfekturpolitikversammlung“): 9
  • KPJ: 6
  • Drei weitere Fraktionen (inkl. Netzwerkbewegung Kanagawa): 3
 
Das 1928 eröffnete Gebäude der Präfekturverwaltung im Naka-ku von Yokohama.
 
Das Parlament von Kanagawa tagt seit 1966 im Neubau der Präfekturverwaltung.

Seit 2011 ist der ehemalige Nachrichtensprecher Yūji Kuroiwa Gouverneur von Kanagawa, der bei den einheitlichen Regionalwahlen im April 2015 als nicht kommunistischer Allparteienkandidat gegen nur einen kommunistischen Herausforderer für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde. Ebenfalls bei den einheitlichen Regionalwahlen wurde das Parlament neu gewählt: Die Liberaldemokratische Partei blieb mit Abstand stärkste Partei.

Im nationalen Parlament ist die Präfektur durch 18 direkt gewählte Abgeordnete im Shūgiin vertreten und ist Teil des Verhältniswahlblocks Süd-Kantō; ins Sangiin wählt Kanagawa seit 2013 vier statt zuvor drei Vertreter pro Teilwahl, wird also seit 2016 von acht Abgeordneten vertreten. Die 18 Shūgiin-Wahlkreise wurden 2017 von 13 Liberaldemokraten, drei Konstitutionellen Demokraten und je einem Mitglied von Demokratischer Fortschrittspartei (ohne Parteinominierung) und Partei der Hoffnung gewonnen. Den Sangiin-Wahlkreis Kanagawa vertreten nach den Wahlen 2013, 2016 und seitherigen Parteiumbildungen drei Liberaldemokraten (inkl. Kenji Nakanishi, der als Unabhängiger kandidierte, aber am Wahltag nachnominiert wurde), je zwei Mitglieder von Demokratischer Fortschrittspartei und Kōmeitō und der ehemalige Gouverneur Shigefumi Matsuzawa für die Partei der Hoffnung.

PolizeiBearbeiten

 
Das Hauptquartier der Präfekturpolizei von Kanagawa (Kanagawa-ken-keisatsu honbu) und der Sitz der Kommission für öffentliche Sicherheit
 
Der Hubschrauber Ōyama (Kawasaki BK 117 B-2), einer von vier[5] Hubschraubern der Polizei von Kanagawa

Die Präfekturpolizei von Kanagawa (神奈川県警察, Kanagawa ken-keisatsu) ist mit über 15.000 Polizisten die drittgrößte Präfekturpolizei des Landes. Wie in allen Präfekturen untersteht sie der Präfekturkommission für öffentliche Sicherheit (ken kōan iinkai), die in Kanagawa (wie in allen Präfekturen mit designierten Großstädten oder Sonderbezirken) fünf Mitglieder für dreijährige Amtszeiten hat; drei werden vom Gouverneur mit Zustimmung des Präfekturparlaments ernannt, zwei auf Vorschlag der Bürgermeister und Parlamente der designierten Großstädte in Kanagawa. Präfekturweit gibt es 54 Polizeireviere. Zur nationalen Koordination und Ausstattung ist die Polizei von Kanagawa dem Polizeiregionalbüro Kantō (Kantō kanku keisatsu-kyoku) der nationalen Polizeibehörde zugeordnet.[6][7][8]

 
Die Gliederung der Präfektur Kanagawa
  • regierungsdesignierte Großstadt
  • kreisfreie Stadt (-shi)
  • Kleinstadt (-chō)
  • Dorf (-mura)
  • VerwaltungsgliederungBearbeiten

    Bei der Einführung der preußisch geprägten Gemeindeordnungen 1889 wurde Kanagawa in 321 Gemeinden eingeteilt darunter als (erste und bis 1907) einzige kreisfreie Stadt Yokohama sowie weitere 27 kreisangehörige Städte — verteilt auf 15 Landkreise.
    Die Zahl der Gemeinden sank in fast 100 Jahren von 200 (1920), über 117 (1950), 58 (1955) und 39 (1960) auf derzeit (seit November 2007) 33. Die aktuelle Gliederung weist 19 kreisfreie (-shi) und 13 kreisangehörige Städte (-machi) sowie ein Dorf (-mura) auf. Die Zahl der Landkreise (-gun) beträgt sechs, von denen zwei nur aus je einer Gemeinde bestehen.
    Neun der kreisfreien Städte sind in Sonderformen für Großstädte organisiert :

    In nachstehender Tabelle sind die Landkreise (, -gun) kursiv dargestellt, darunter jeweils (eingerückt) die Kleinstädte (, -machi) und das Dorf (, -mura) innerhalb dieser. Am Anfang der Tabelle stehen die kreisfreien Städte (, -shi). Im Gebietskörperschaftscode (1. Spalte) sind die ersten beiden Stellen die Präfektur (Kanagawa ist 14), die 3. Stelle die Art der Gebietskörperschaft: Präfektur/-ken 0, designierte Großstadt/[seirei]-shi und ihre [Verwaltungs-]Bezirke/[gyōsei]-ku 1, sonstige kreisfreie Stadt/-shi 2, [kreisangehörige/Land-]Stadt/-machi oder Dorf/-mura 3 bis 7. In den letzten beiden Stellen wurden -machi und -mura eines ehemaligen Landkreises als fortlaufende Gruppe zusammengestellt, die in der letzten Ziffer mit 1 beginnt; dabei sind aber durch Gemeindefusionen/Eingemeindungen in/Aufwertung zu kreisfreien Städten später vielerorts Lücken entstanden. Obwohl der Gebietskörperschaftscode in dieser Form erst Jahrzehnte nach der Abschaffung der Kreise/-gun als Verwaltungseinheit eingeführt wurde, wurden auch ihnen damit für geographische und statistische Zwecke nutzbare durch 10 teilbare, runde Schlüssel zugewiesen: die 0 vor den zugehörigen Gemeinden; diese Kreisschlüssel werden etwa beim staatlichen Vermessungsamt verwendet (Kokudo Chiriin; damals von der Behörde selbst noch als "Geographical Survey Institute", GSI, heute als "Geospatial Information Authority of Japan" ins Englische übersetzt, wörtlicher „geographische/-s (chiri) Institut/-ion (-in) [für das] Staatsgebiet/Land (kokudo)“).

    Liste der Gemeinden in der Präfektur Kanagawa
    Code Name Fläche (in km²) Bevölkerung Bevölkerungs-
    dichte (Ew./km²)3
    Rōmaji Kanji 1. Oktober 20171 1. Oktober 20182 1. Oktober 20153
    14100 Yokohama-shi 横浜市 437,56 3.740.172 3.724.844 8512,76
    14130 Kawasaki-shi 川崎市 143,01 1.516.483 1.475.213 10315,45
    14150 Sagamihara-shi 相模原市 328,91 723.012 720.780 2191,42
    14201 Yokosuka-shi 横須賀市 100,82 397.618 406.586 4032,79
    14203 Hiratsuka-shi 平塚市 67,82 258.004 258.227 3807,53
    14204 Kamakura-shi 鎌倉市 39,67 172.306 173.019 4361,46
    14205 Fujisawa-shi 藤沢市 69,56 431.286 423.894 6093,93
    14206 Odawara-shi 小田原市 113,81 191.181 194.086 1705,35
    14207 Chigasaki-shi 茅ヶ崎市 35,70 242.003 239.348 6704,43
    14208 Zushi-shi 逗子市 17,28 57.125 57.425 3323,21
    14210 Miura-shi 三浦市 32,05 43.163 45.289 1413,07
    14211 Hadano-shi 秦野市 103,76 165.393 167.378 1613,13
    14212 Atsugi-shi 厚木市 93,84 225.204 225.714 2405,31
    14213 Yamato-shi 大和市 27,09 235.846 232.922 8598,08
    14214 Isehara-shi 伊勢原市 55,56 102.470 101.514 1827,11
    14215 Ebina-shi 海老名市 26,59 132.641 130.190 4896,20
    14216 Zama-shi 座間市 17,57 129.425 128.737 7327,09
    14217 Minamiashigara-shi 南足柄市 77,12 42.311 43.306 561,54
    14218 Ayase-shi 綾瀬市 22,14 84.229 84.460 3814,81
    14300 Miura-gun 三浦郡 17,04 32.096 1883,57
    14301 Hayama-machi 葉山町 17,04 31.858 32.096 1883,57
    14320 Kōza-gun 高座郡 13,34 47.936 3593,40
    14321 Samukawa-machi 寒川町 13,34 48.232 47.936 3593,40
    14340 Naka-gun 中郡 26,25 59.928 2282,97
    14341 Ōiso-machi 大磯町 17,18 31.467 31.550 1836,44
    14342 Ninomiya-machi 二宮町 9,08 27.919 28.378 3125,33
    14360 Ashigarakami-gun 足柄上郡 303,28 65.620 216,37
    14361 Nakai-machi 中井町 19,99 9453 9679 484,19
    14362 Ōi-machi 大井町 14,38 16.973 17.033 1184,49
    14363 Matsuda-machi 松田町 37,75 10.975 11.171 295,92
    14364 Yamakita-machi 山北町 224,61 9923 10.724 47,74
    14366 Kaisei-machi 開成町 6,55 17.734 17.013 2597,40
    14380 Ashigarashimo-gun 足柄下郡 140,87 44.145 313,37
    14382 Hakone-machi 箱根町 92,86 11.389 11.786 126,92
    14383 Manazuru-machi 真鶴町 7,05 6960 7333 1040,14
    14384 Yugawara-machi 湯河原町 40,97 24.165 25.026 610,84
    14400 Aikō-gun 愛甲郡 105,52 43.557 412,78
    14401 Aikawa-machi 愛川町 34,28 39.772 40.343 1176,87
    14402 Kiyokawa-mura 清川村 71,24 3143 3214 45,12
    Shi-bu (All Shi, Anteil der kreisfreien Städte) 市 部 1809,86 8.889.872 8.832.932 4880,45
    Gun-bu (All Gun, Anteil der Landkreise) 郡 部 606,31 289.963 293.282 483,72
    14000 Kanagawa-Ken (Präfektur Kanagawa) 神奈川県 2416,17 9.179.835 9.126.214 3777,14
    • Es gibt Gebiete mit ungeklärtem Verlauf der Gemeindegrenzen.

    QuellenBearbeiten


    1Flächenangaben von 2017[9]
    2Geschätzte Bevölkerung (Estimated Population) 2018[10]
    3Ergebnisse der Volkszählung 2015[11]

    Größte OrteBearbeiten

    Bestehende Städte (-shi)
    Volkszählungsergebnisse vom 1. Oktober
    VZ-Jahr[12] Einwohner
    2015 2010 2005 2000
    Yokohama 3.724.844 3.688.773 3.579.628 3.426.651
    Kawasaki 1.475.213 1.425.512 1.327.011 1.249.905
    Sagamihara 720.780 717.544 628.698 605.561
    Fujisawa 423.894 409.657 396.014 379.185
    Yokosuka 406.586 418.325 426.178 428.645
    Hiratsuka 258.227 260.780 258.958 254.633
    Chigasaki 239.348 235.081 228.420 220.809
    Yamato 232.922 228.186 221.220 212.761
    Atsugi 225.714 224.420 222.403 217.369
    Odawara 194.086 198.327 198.741 200.173
    Kamakura 173.019 174.314 171.158 167.583
    Hadano 167.378 170.145 168.317 168.142
    Ebina 130.190 127.707 123.764 117.519
    Zama 128.737 129.436 128.174 125.694
    Isehara 101.514 101.039 100.579 99.544
    Ayase 84.460 83.167 81.767 81.019
    Zushi 57.425 58.302 58.033 57.281
    Miura 45.289 48.352 49.861 52.253
    Minamiashigara 43.306 44.020 44.134 44.156
    • Im benannten Zeitraum (2000–2015) gab es lediglich zwei Grenzänderungen bei den Städten: Die Eingliederung von zwei Gemeinden in die Stadt Sagamihara (März 2006 und März 2007).
    • Die Zahl der Städte ist seit November 1978 unverändert: Erhebung von Ayase zur Stadt.

    PartnerschaftenBearbeiten

    Kanagawa unterhält internationale Partnerschaften mit folgenden Regionen:[13]

    • dem Staat Maryland in den USA,
    • der Provinz Liaoning in der Volksrepublik China,
    • dem Land Baden-Württemberg in Deutschland,
    • der Provinz Gyeonggi in der Republik Korea,
    • dem Gebiet Odessa in der Ukraine,
    • dem Staat Penang in Malaysia,
    • der Provinz Västra Götaland in Schweden und
    • der Stadt Gold Coast in Queensland, Australien – diese Partnerschaft wurde gemeinschaftlich mit 13 Gemeinden Kanagawas an der Sagami-Bucht geschlossen und ist somit im Kern eine Regionalpartnerschaft zwischen der Sagamiküste und der Goldküste.

    Daneben unterhalten die einzelnen Gemeinden in Kanagawa zahlreiche internationale Städtepartnerschaften.[14]

    WirtschaftBearbeiten

    Nach Angaben des Kabinettsamts betrug das Bruttoinlandsprodukt von Kanagawa im Fiskaljahr 2014 30,3 Billionen Yen, das entsprach rund 5,9 % der gesamten japanischen Wirtschaftsleistung.[15]

    Der gesetzliche Mindestlohn in Kanagawa beträgt von Oktober 2018 bis 2019 983 Yen und ist damit nach Tokio (¥ 985) der zweithöchste landesweit.[16]

    DemographieBearbeiten

     
    Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinden in Kanagawa zwischen den Volkszählungen 2005 und 2010
    Zunahme
  • >10,0 %
  • 7,5–10,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 0,0–2,5 %

  • Abnahme
  • 0,0–2,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 7,5–10,0 %
  • >10,0 %
  • Kanagawa verzeichnet als stark urbanisierte und wirtschaftlich entwickelte Präfektur in der Metropolregion Kantō auch im begonnenen landesweiten demographischen Wandel derzeit noch etwas Bevölkerungswachstum. Nach der Volkszählung 2015 hatte Kanagawa 9.126.214 Einwohner in 3.979.278 Haushalten, ein Bevölkerungsanstieg um 0,9 % gegenüber der Volkszählung 2010.[17] Besonders in einigen ländlicheren Gebieten im Westen schrumpft die Bevölkerung bereits deutlich, so sank zum Beispiel die Einwohnerzahl der Stadt Yamakita zwischen den Volkszählungen 1995 und 2015 von über 14.000 auf unter 11.000, die der Stadt Hakone von über 18.000 auf unter 12.000.

    Zum 1. Januar 2018 gab es 198.504 in Kanagawa gemeldete Ausländer, davon rund 65.000 aus China (Volksrepublik), 27.500 aus Korea (Republik), 21.000 aus den Philippinen und rund 16.000 aus Vietnam.[18] Deutlich gestiegen ist zuletzt die Zahl der Einwohner aus Nepal, Vietnam und Sri Lanka.[19]

    Bevölkerungsentwicklung der PräfekturBearbeiten

    Census-Bevölkerung[20]
    Census-
    Jahr
    Gesamt-
    Bevölkerung
    männliche
    Bevölkerung
    weibliche
    Bevölkerung
    Geschlechter-
    verhältnis
    Männer auf 1000 Frauen
    Fläche
    in km²
    Bevölkerungs-
    dichte
    Einw. je km2
    1920 1.323.390 689.751 633.639 1089 2351,63 562,8
    1925 1.416.792 739.699 677.093 1093 2351,63 602,5
    1930 1.619.606 839.309 780.297 1076 2353,48 688,2
    1935 1.840.005 951.348 888.657 1071 2352,81 782,1
    1940 2.188.974 1.137.936 1.051.038 1083 2352,81 930,4
    1945 1.865.667 922.522 943.145 978 2352,81 793,0
    1950 2.487.665 1.247.934 1.239.731 1007 2361,13 1053,6
    1955 2.919.497 1.470.415 1.449.082 1015 2361,37 1236,4
    1960 3.443.176 1.746.926 1.696.250 1030 2361,37 1458,1
    1965 4.430.743 2.280.926 2.149.817 1061 2374,62 1865,9
    1970 5.472.247 2.822.212 2.650.035 1065 2384,72 2294,7
    1975 6.397.748 3.287.118 3.110.630 1057 2390,80 2676,0
    1980 6.924.348 3.536.021 3.388.327 1044 2397,10 2888,6
    1985 7.431.974 3.804.081 3.627.893 1049 2402,07 3094,0
    1990 7.980.391 4.098.147 3.882.244 1056 2412,11 3308,5
    1995 8.245.900 4.209.525 4.036.375 1043 2413,58 3416,5
    2000 8.489.974 4.308.786 4.181.188 1031 2415,41 3514,9
    2005 8.791.597 4.444.555 4.347.042 1022 2415,84 3639,2
    2010 9.048.331 4.544.545 4.503.786 1009 2415,86 3745,4
    2015 9.126.214 4.558.978 4.567.236 998 2415,83 3777,7

    TourismusBearbeiten

    YokohamaBearbeiten

    In Yokohama befindet sich das bis 2010 höchste Gebäude Japans, der 296 m hohe Yokohama Landmark Tower. Durch die größte Chinatown Japans sowie weiterer Ausländer, die in Yokohama leben, verfügt die Stadt über ein multikulturelles Flair.

    KamakuraBearbeiten

    Die ehemalige Hauptstadt Kamakura verfügt über eine Anzahl buddhistischer Tempel und Shintō-Schreinen. Bekannt ist die 13,35 m hohe bronzene Statue des Amida-Buddha, die seit einem Tsunami im 15. Jahrhundert, der den umgebenden Tempel zerstörte, im Freien steht.

    LiteraturBearbeiten

    • Neil L. Waters: The Second Transition: Early to Mid-Meiji in Kanagawa Prefecture. In: The Journal of Asian Studies, Jg. 49, Nr. 2, 1990, S. 305–322.

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Kanagawa prefecture – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Gouverneur der japanischen Provinz Kanagawa besucht anlässlich 20-jähriger Partnerschaft Baden-Württemberg. In: Landesportal Baden-Württemberg. 12. Juni 2009, abgerufen am 14. Juni 2009.
    2. Tadamitsu Saitō (Nihon chizu gakkai/日本地図学会/Japanische Kartographische Gesellschaft): Karte der Präfekturen im 11. Monat des Jahres Meiji 4 (greg. Dez. 1871/Jan. 1872) in 北関東3県は「宇都宮県」に 幻の28道府県案. In: Nihon Keizai Shimbun, elektronische Ausgabe. 25. September 2015, abgerufen am 14. März 2017 (japanisch).
    3. Präfekturverwaltung Kanagawa: Namensherkunft, „Gründungsgedenktag“ (ritchō kinenbi), Entstehung (japanisch)
    4. Präfekturparlament Kanagawa: Abgeordnete nach Fraktion
    5. Präfekturpolizei Kanagawa: Fliegerkorps (kōkūtai)
    6. Präfekturpolizei Kanagawa (japanisch, englisch)
    7. Präfekturkommission für öffentliche Sicherheit Kanagawa (japanisch)
    8. Regionalbüro Kantō der nationalen Polizeibehörde (japanisch)
    9. Kokudo Chiriin (GSI — Geospatial Information Authority of Japan), 平成29年全国都道府県市区町村別面積調 (Landesweite Flächenerhebung aller Präfekturen und Gemeinden 2017), S. 43: 14 Niigata-ken (japanisch), abgerufen am 28. Februar 2019
    10. 簡単検索・詳細検索・検索サンプル, abgerufen am 28. Februar 2019 (japanisch)
    11. e-stat (englisch), abgerufen am 28. Februar 2019
    12. e-Stat Datenbank, abgerufen am 1. April 2019 (englisch)
    13. Präfekturverwaltung Kanagawa (Kanagawa-kenchō), „(Präfektur-)Bürgeramt“ (kenmin-kyoku), „Abteilung für Leben und Bürger“ (kurashi-kenmin-bu), „[Unter-]Abteilung für Internationales“ (kokusai-ka): 国際交流の推進>神奈川県と友好交流先等との交流 (japanisch, englisch)
    14. Präfekturverwaltung Kanagawa: Liste und Karte der internationalen Städtepartnerschaften der Gemeinden in der Präfektur (japanisch, englisch (nur Liste))
    15. Naikaku-fu, keizai shakai sōgō kenkyūjo (経済社会総合研究所, „Allgemeines Forschungsinstitut für Wirtschaft und Gesellschaft“), kenmin keizai kessan (県民経済計算, „Präfekturvolkswirtschaftliche Gesamtrechnung“), 26. Mai 2017: 平成26年度県民経済計算について, abgerufen am 30. Juli 2018.
    16. MHLW: Liste der Mindestlöhne in allen Präfekturen
    17. Kanagawa kenchō (Präfekturverwaltung von Kanagawa), tōkei center (Statistikcenter): 平成27年国勢調査人口等基本集計結果(神奈川県の確定数)
    18. Kanagawa kenchō (Präfekturverwaltung von Kanagawa), kokusai-bunka-kankō-kyoku (Amt für Internationales, Kultur, Tourismus): 県内外国人統計(外国人登録者統計, 市(区)町村別主要国・地域別外国人数(2018(平成30)年1月1日現在) (pdf)
    19. 神奈川の外国人居住者6.8%増、アジア新興国伸びる. In: nikkei.com. 18. April 2018, abgerufen am 30. Juli 2018 (japanisch).
    20. e-Stat-Datenbank, abgerufen am 1. April 2019 (englisch)

    Koordinaten: 35° 26′ N, 139° 30′ O