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Die Präfektur Fukushima ([ɸɯˈkɯɕima], jap. 福島県, Fukushima-ken) ist eine Präfektur in Japan. Sie liegt in der Region Tōhoku auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Fukushima.

Fukushima-ken
福島県
SüdkoreaNordkoreaRusslandChinaPräfektur OkinawaPräfektur KagoshimaPräfektur KumamotoPräfektur MiyazakiKurilen (de-facto Russland - beansprucht von Japan als Teil der Region Hokkaido)Präfektur KagoshimaPräfektur MiyazakiPräfektur KumamotoPräfektur SagaPräfektur NagasakiPräfektur FukuokaPräfektur ŌitaPräfektur YamaguchiPräfektur HiroshimaPräfektur ShimanePräfektur TottoriPräfektur OkayamaPräfektur HyōgoPräfektur OsakaPräfektur KyōtoPräfektur ShigaPräfektur NaraPräfektur WakayamaPräfektur MiePräfektur AichiPräfektur FukuiPräfektur GifuPräfektur IshikawaPräfektur ToyamaPräfektur NaganoPräfektur ShizuokaPräfektur YamanashiPräfektur KanagawaPräfektur TokioPräfektur SaitamaPräfektur ChibaPräfektur IbarakiPräfektur GunmaPräfektur TochigiPräfektur NiigataPräfektur FukushimaPräfektur YamagataPräfektur MiyagiPräfektur AkitaPräfektur IwatePräfektur AomoriHokkaidōPräfektur KagawaPräfektur EhimePräfektur KōchiPräfektur TokushimaLage der Präfektur Fukushima in Japan
Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Fukushima
Region: Tōhoku
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 13.782,76 km²
Wasseranteil: 0,9 %
Einwohner: 1.844.173
(1. Oktober 2019)
Bevölkerungsdichte: 134 Einw. pro km²
Landkreise: 13
Gemeinden: 59
ISO 3166-2: JP-07
Gouverneur: Yūhei Satō
Website: www.pref.fukushima.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Fukushima
Präfekturbaum: Japanische Zelkove
Präfekturblume: Rhododendron brachycarpum
Präfekturvogel: Narzissenschnäpper
Tag der Bürger: 21. August

GeografieBearbeiten

 
topografische Karte der Präfektur

Fukushima ist die südlichste Präfektur der Region Tōhoku und selber wiederum in drei Regionen unterteilt: Hamadōri (浜通り), Nakadōri (中通り) und Aizu (会津).

Hamadōri mit einer Fläche von 2971 km² bildet den Ostteil und erstreckt sich vom Pazifischen Ozean bis zum Gebirgskamm des Abukuma-Hochlandes (阿武隈高地, Abukuma-kōchi). Die Region ist die flachste und besitzt ein warmes Meeresklima.[1] Der nördliche Teil mit dem Landkreis Sōma, der Stadt Minamisōma, sowie der zentrale Teil mit dem Landkreis Futaba, werden zusammen auch als Region Sōsō (相双) bezeichnet.

Daran schließt sich die Region Nakadōri mit 5366 km², die sich bis zum Gebirgskamm des Ōu-Gebirges erstreckt. Sie ist nicht nur das geografische, sondern auch das wirtschaftliche Zentrum mit Kōriyama, sowie politische und kulturelle Zentrum mit der Präfekturhauptstadt Fukushima.[2]

Die westliche Region ist Aizu mit 5342 km². Sie besteht zu einem großen Teil aus Hochgebirge und gilt daher seit alters her als abgelegen. Allerdings befinden sich im Osten größere Becken wie das langgestreckte Aizu-Becken (会津盆地, Aizu-bonchi) mit dem Regionalzentrum Aizu-Wakamatsu oder das benachbarte Inawashiro-Becken (猪苗代盆地, Inawashiro-bonchi) zwischen dem Fuß des Bandai und dem Inawashiro-See – mit 103 km² Japans viertgrößter See. Von hier bis zum Norden der Region erstreckt sich der Bandai-Asahi-Nationalpark, während sich im Südwesten der Nikkō-Nationalpark mit dem Ozegahara-Gebirgshochmoor befindet. Zudem befindet sich in Aizu der Hiuchi, der mit 2356 m höchste Berg von Tōhoku.[3]

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet von Fukushima wurde nicht früher als im 4. Jahrhundert in den japanischen Staatsverband eingegliedert. Die Präfektur Fukushima geht in ihrer Ausdehnung auf die 718 gegründeten Provinzen Iwaki und Iwase zurück. Erstere erstreckte sich über die Küste (Hamadōri) und letztere über das Hinterland (Nakadōri und Aizu) des heutigen Fukushima. Beide gingen bereits wieder 724 in der Provinz Michinoku auf, aus der sie vorher herausgelöst wurden. Allerdings dienten diese als Vorbild der 1869 gegründeten Provinzen Iwaki und Iwashiro (Iwashiro soll auch der vermutete korrekte Name des früheren Iwase sein). Innerhalb dieser Provinzen gab es mehrere Lehen (Han), die schon 1869 als Verlierer im Boshin-Krieg oder 1871 bei der landesweiten Abschaffung der Han durch Präfekturen ersetzt wurden. Bei der ersten Welle von Präfekturfusionen 1871/72 entstanden die drei Präfekturen Fukushima, Wakamatsu (若松県, -ken) und Iwamae (磐前県, -ken). Die Präfektur Fukushima erhielt ihren Namen dabei von deren Hauptstadt Fukushima, deren Namen schließlich von der heute nicht mehr vorhandenen Burg stammt, die Sitz des früheren Lehens Fukushima war. Am 21. August 1876[4] wurden letztere beide Präfekturen der Präfektur Fukushima zugeschlagen, die dadurch ihre heutige Form erhielt.[5]

 
Lage des Kernkraftwerks Fukushima I in Bezug zu sieben Regionen der Präfektur Fukushima[6]

Beim schwersten Erdbeben seit Beginn der Messungen in Japan, dem Tōhoku-Erdbeben vom 11. März 2011, gehörte die Präfektur zu den am gravierendsten betroffenen Gegenden mit der zweithöchsten Intensitätsstufe 6-stark auf der JMA-Skala. Dieses Beben und ein dadurch ausgelöster Tsunami führte auch zu schweren Störfällen bis zu Kernschmelzen und Unfällen bei den Kernkraftwerken Fukushima I und Fukushima II, in deren Folge erstmals in der Geschichte Japans der nukleare Notstand ausgerufen wurde. Der nach dem Atomunfall ausgewiesene Evakuierungsradius um das Kraftwerk Fukushima I von 20 km wurde am 21. April 2011 in eine Sperrzone umgewandelt, die nur noch mit behördlicher Ausnahmegenehmigung betreten werden darf.[7]

PolitikBearbeiten

Fraktionen im Präfekturparlament
(Stand: 20. November 2019)[8]
    
Insgesamt 58 Sitze

Gouverneur von Fukushima ist seit 2014 der ehemalige Vizegouverneur Masao Uchibori. Bei der Gouverneurswahl 2018 wurde er mit über 90 % der Stimmen für eine zweite Amtszeit bestätigt. Die Wahlbeteiligung sank auf 45,04 %, den zweitniedrigsten Wert nach 2010.[9] Das Präfekturparlament mit regulär 58 Mitgliedern wurde zuletzt im November 2019 neu gewählt. Die Liberaldemokratische Partei gewann zwei Sitze auf 31 hinzu und damit eine absolute Mehrheit. Die Demokratische Volkspartei erhielt zehn Sitze (−1), die Kommunistische Partei Japans unverändert fünf. Die Wahlbeteiligung sank gegenüber der Wahl 2015 um rund fünf Punkte auf ein neues Rekordtief von 41,68 %.[10]

Im nationalen Parlament wird Fukushima durch fünf direkt gewählte Abgeordnete im Abgeordnetenhaus vertreten – 2017 gewann die LDP drei der fünf Wahlkreise in Fukushima, die ohne Parteinominierung kandidierenden Demokraten Emi Kaneko und Kōichirō Genba gewannen die Wahlkreise 1 und 3. Ins Rätehaus wählt die Präfektur seit 2013 nur noch einen statt bisher zwei Abgeordnete, und gehört damit nun zu den oft wahlentscheidenden Einmandatswahlkreisen. 2016 gewann Demokrat Teruhiko Mashiko Fukushima knapp gegen den zweiten bisherigen Amtsinhaber Mitsuhide Iwaki, 2019 setzte sich die Liberaldemokratin Masako Mori gegen die Oppositionskandidatin Sachiko Mizuno durch.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

 
Eine Regionaleinteilung der Präfektur
Hamadōri:
  • Sōma (相馬, in manchen Zusammenhängen mit Futaba als 相双, sinojapanisch Sōsō gelesen)
  • Futaba (双葉, ggf. mit ma als Sōsō)
  • Iwaki (いわき)

  • Nakadōri:
  • Fukushima (福島, ggf. mit Adachi zum „Präfekturnorden“, 県北, kenpoku)
  • Adachi (安達, ggf. mit Fukushima zum „Präfekturnorden“)
  • Kōriyama (郡山)/„Präfekturmitte“ (県中, kenchū)
  • Shirakawa (白河)/„Präfektursüden“ (県南, kennan)

  • Aizu:
  • Kitakata (喜多方), ggf. mit Wakamatsu aber ohne Süd-Aizu als Aizu
  • Aizu-Wakamatsu (会津若松), ggf. mit Kitakata aber ohne Süd-Aizu als Aizu
  • „Süd-Aizu“ (南会津, Minami-Aizu)
  • Seit 2008 gibt es noch 59 Gemeinden in Fukushima: 13 [kreisfreie] Städte (-shi) – davon drei in einer Sonderform für Großstädte –, 31 [kreisangehörige] Städte (-machi) und 15 Dorfgemeinden (-mura). Nach der Einführung der heutigen Gemeindeformen in der Großen Meiji-Gebietsreform 1889 waren es zunächst über 400 Gemeinden in 21 Kreisen[11] und keine kreisfreie Stadt, die erste wurde 1899 die Stadt Wakamatsu (seit umfangreichen Eingemeindungen 1955 Aizu-Wakamatsu) aus dem Kreis Nord-Aizu (Kita-Aizu). Die Hauptstadt Fukushima wurde 1907 aus dem Kreis Shinobu herausgelöst. Vor der großen Shōwa-Gebietsreform der 1950er Jahre gab es in Fukushima immer noch über 350 Gemeinden, im Jahr 2000 vor der Großen Heisei-Gebietsreform noch 90.

    Anmerkungen:

    • Im Sinne der Lesbarkeit wurden mehrteilige Orts- und Kreisnamen (Doppelorte, zur Unterscheidung vorangestellte Provinz-/Regional-/Lehens-/Präfektur-/Kreisnamen, Himmelsrichtungen u. ä.) und Gebietskörperschaftssuffixe hier durch Bindestrich getrennt, die sonstige Romanisierungspraxis ist uneinheitlich.
    • Es gibt Gebiete mit ungeklärtem Verlauf der Gemeindegrenzen.
    Liste der Gemeinden in Fukushima (Stand: 2018)
    Name Suffix/Typ Kreis (-gun) Fläche
    (1. Oktober 2017)[12]
    Einwohner­zahl
    (1. Oktober 2019)
    Gebiets­körperschafts­schlüssel
    (07…-[Prüfziffer])
    Region
    Fukushima
    (Sitz der Präfekturverwaltung)
    -shi, „Kernstadt“ 767,72 km² 286.742 201 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Aizu-Wakamatsu -shi 382,97 km² 119.820 202 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Kōriyama -shi, „Kernstadt“ 757,20 km² 331.838 203 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Iwaki -shi, „Kernstadt“ 1.232,02 km² 340.231 204 Hamadōri/Iwaki
    Shirakawa -shi 305,32 km² 59.730 205 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Sukagawa -shi 279,43 km² 75.822 207 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Kitakata -shi 554,63 km² 46.592 208 Aizu/Kitakata
    Sōma -shi 197,79 km² 37.425 209 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Nihonmatsu -shi 344,42 km² 55.332 210 Nakadōri/kenpoku/Adachi
    Tamura -shi 458,33 km² 35.955 211 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Minami-Sōma -shi 398,58 km² 53.643 212 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Date -shi 265,12 km² 59.441 213 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Motomiya -shi 88,02 km² 30.546 214 Nakadōri/kenpoku/Adachi
    Koori -machi Date 42,97 km² 11.671 301 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Kunimi -machi Date 37,95 km² 8881 303 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Kawamata -machi Date 120,70 km² 13.017 308 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Ōtama -mura Adachi 79,44 km² 8947 322 Nakadōri/kenpoku/Adachi
    Kagamiishi -machi Iwase 31,30 km² 12.266 342 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Ten’ei -mura Iwase 225,52 km² 5273 344 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Shimogō -machi Minami-Aizu 317,04 km² 5259 362 Aizu/Minami-Aizu
    Hinoemata -mura Minami-Aizu 390,46 km² 559 364 Aizu/Minami-Aizu
    Tadami -machi Minami-Aizu 747,56 km² 4178 367 Aizu/Minami-Aizu
    Minami-Aizu -machi Minami-Aizu 886,47 km² 14.752 368 Aizu/Minami-Aizu
    Kitashiobara -mura Yama 234,08 km² 2571 402 Aizu/Kitakata
    Nishi-Aizu -machi Yama 298,18 km² 5802 405 Aizu/Kitakata
    Bandai -machi Yama 59,77 km² 3406 407 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Inawashiro -machi Yama 394,85 km² 13.801 408 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Aizu-Bange -machi Kawanuma 91,59 km² 15.373 421 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Yugawa -mura Kawanuma 16,37 km² 3038 422 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Yanaizu -machi Kawanuma 175,85 km² 3177 423 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Mishima -machi Ōnuma 90,81 km² 1497 444 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Kaneyama -machi Ōnuma 293,92 km² 1974 445 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Shōwa -mura Ōnuma 209,46 km² 1218 446 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Aizu-Misato -machi Ōnuma 276,33 km² 19.588 447 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Nishigō -mura Nishi-Shirakawa 192,06 km² 20.571 461 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Izumizaki -mura Nishi-Shirakawa 35,43 km² 6245 464 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Nakajima -mura Nishi-Shirakawa 18,92 km² 4831 465 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Yabuki -machi Nishi-Shirakawa 60,40 km² 16.969 466 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Tanagura -machi Higashi-Shirakawa 159,93 km² 13.551 481 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Yamatsuri -machi Higashi-Shirakawa 118,27 km² 5517 482 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Hanawa -machi Higashi-Shirakawa 211,41 km² 8401 483 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Samegawa -mura Higashi-Shirakawa 131,34 km² 3112 484 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Ishikawa -machi Ishikawa 115,71 km² 14.695 501 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Tamakawa -mura Ishikawa 46,67 km² 6502 502 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Hirata -mura Ishikawa 93,42 km² 5949 503 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Asakawa -machi Ishikawa 37,43 km² 6146 504 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Furudono -machi Ishikawa 163,29 km² 4802 505 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Miharu -machi Tamura 72,76 km² 17.568 521 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Ono -machi Tamura 125,18 km² 9729 522 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Hirono -machi Futaba 58,69 km² 3982 541 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Naraha -machi Futaba 103,64 km² 0 542 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Tomioka -machi Futaba 68,39 km² 0 543 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Kawauchi -mura Futaba 197,35 km² 1872 544 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Ōkuma -machi Futaba 78,71 km² 0 545 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Futaba -machi Futaba 51,42 km² 0 546 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Namie -machi Futaba 223,14 km² 0 547 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Katsurao -mura Futaba 84,37 km² 0 548 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Shinchi -machi Sōma 46,70 km² 8156 561 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Iitate -mura Sōma 230,13 km² 0 564 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Summe Fukushima -ken
    13 -shi, 31 -machi, 15 -mura
    13 -gun 13.783,90 km² 1.844.173 000

    PolizeiBearbeiten

     
    Das heutige, 1954 errichtete (Anbau 1971) Hauptgebäude der Präfekturverwaltung von Fukushima in Sugimatsuchō in der Stadt Fukushima
     
    Bell 412EP der Präfekturpolizei

    Die Präfekturpolizei Fukushima (福島県警察, Fukushima-ken-keisatsu) gehört zu den kleineren landesweit, ist aber mit rund 3.500 Polizisten die zweitgrößte Polizei in der Polizeiregion Tōhoku nach der von Miyagi. Sie verfügt über 22 Polizeireviere/-bezirke: elf in Nakadōri, sechs in Hamadōri und fünf in Aizu.[13] Das Polizeihauptquartier wie die Präfekturkommission für öffentliche Sicherheit haben ihren Hauptsitz im Hauptgebäudekomplex der Präfekturverwaltung.[14][15]

    Größte Orte nach den Volkszählungen 2000 und 2005Bearbeiten

    Gemeinde Einwohner
    1. Oktober 2000
    Einwohner
    1. Oktober 2005
    Iwaki 360.138 354.403
    Kōriyama 334.824 338.830
    Fukushima[Anm. 1] 291.121 290.867
    Aizu-Wakamatsu[Anm. 2] 135.415 131.402
    Sukagawa[Anm. 3] 79.409 80.383
    Minamisōma[Anm. 4] 75.246 72.837
    Shirakawa[Anm. 5] 66.048 65.711
    Nihonmatsu[Anm. 6] 66.077 63.179
    Kitakata[Anm. 7] 58.571 56.396
    Tamura[Anm. 8] 45.052 43.253
    Sōma[Anm. 9] 38.842 38.630

    Anmerkungen

    1. Vergrößerung durch Eingemeindung 2008
    2. Vergrößerungen durch Eingemeindungen 2004, 2005
    3. Vergrößerung durch Eingemeindungen 2005
    4. Summe der Einwohnerzahlen der Vorläufergemeinden, die 2006 zur Stadt Minami-Sōma fusionierten; Zerstörungen durch das Erdbeben und den Tsunami am 11. März 2011, zweite Evakuierungszone: knapp 20 km vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi entfernt
    5. 2005 mit anderen Gemeinden zu einer neuen Stadt Shirakawa fusioniert
    6. 2005 mit anderen Gemeinden zu einer neuen Stadt Nihonmatsu fusioniert
    7. 2006 mit anderen Gemeinden zu einer neuen Stadt Kitakata fusioniert
    8. Summe der Einwohnerzahlen der Vorläufergemeinden aus dem Kreis Tamura, die 2005 zur Stadt Tamura fusionierten
    9. Zerstörungen durch das Erdbeben und den Tsunami am 11. März 2011

    PartnerschaftenBearbeiten

    DemographieBearbeiten

     
    Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinden in Fukushima zwischen den Volkszählungen 2005 und 2010
    Zunahme
  • >10,0 %
  • 7,5–10,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 0,0–2,5 %

  • Abnahme
  • 0,0–2,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 7,5–10,0 %
  • >10,0 %
  • Bei der Volkszählung 1995 erreichte die Präfekturbevölkerung mit 2,13 Millionen ein Maximum und ist seitdem bei jeder Volkszählung gesunken. Nach Statistik der Präfekturverwaltung lag die Einwohnerzahl von Fukushima zum 1. Januar 2018 bei 1.877.876 in 746.003 Haushalten. Der Anteil der über 65-jährigen erreichte 2017 30,2 %. In einigen ländlichen Gemeinden vor allem in Aizu übersteigt er 40 %. Zusätzlich zur natürlichen demographischen Entwicklung (seit 2003 abnehmend) und der Abwanderung vor allem in städtischere Präfekturen (die Wanderungsbilanz ist durchgehend seit 1995 negativ) verstärkten in den letzten Jahren die Folgen des Erdbebens von 2011 den Bevölkerungsrückgang. 2011 verließen netto mehr als 33.000 Menschen oder mehr als 1,6 % der Einwohner die Präfektur, 2012 nochmal mehr als 13.000 – in den Jahren vor der Katastrophe waren es jährlich um 7.000 gewesen. In den Folgejahren sank dieser Wert zeitweise auf unter 2.000 pro Jahr. 2017 lag das Wanderungssaldo wieder bei −7.408, die natürliche Geburtenbilanz erreichte mit −11.474 einen neuen Tiefstwert. Insgesamt verzeichneten 2017 mit Ausnahme von drei kleinen, kreisangehörigen Gemeinden (Ōtama, Nishigō, Shinchi) alle Gemeinden in Fukushima eine Abnahme der Einwohnerzahl.[16]

    Die Zahl der in den Gemeinden präfekturweit gemeldeten Ausländer lag zum Jahresende 2017 bei 12.794. Das entspricht einem Ausländeranteil von knapp 0,7 %. Die meisten davon kommen aus China (Volksrepublik), den Philippinen, Vietnam und Korea (beide Staaten).[17]

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Präfektur Fukushima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Hama-dori. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. Dezember 2011 (englisch).
    2. Naka-dori. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. Dezember 2011 (englisch).
    3. Aizu. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. Dezember 2011 (englisch).
    4. Präfekturverwaltung Fukushima: Zum Tag der Präfekturbürger (kenmin no hi) 21. August (japanisch)
    5. History and Tradition. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
    6. Tetsuo Ishikawa, Seiji Yasumura, Kotaro Ozasa, Gen Kobashi, Hiroshi Yasuda, Makoto Miyazaki, Keiichi Akahane, Shunsuke Yonai, Akira Ohtsuru, Akira Sakai, Ritsu Sakata, Kenji Kamiya, Masafumi Abe: The Fukushima Health Management Survey: estimation of external doses to residents in Fukushima Prefecture. In: Scientific Reports. Band 5, Nr. 12712, 2015, S. 1–11, doi:10.1038/srep12712. (Online veröffentlicht am 4. August 2015), hier: S. 5, Figure 3 ("Map showing the location of the Fukushima Dai-ichi NPP in relation to seven areas of Fukushima Prefecture"); Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0).
    7. Regierung richtet Sperrzone um Fukushima ein. In: Die Zeit, 21. April 2011.
    8. Präfekturparlament Fukushima: Abgeordnete nach Fraktion, abgerufen am 23. November 2019.
    9. 福島県知事選 現職の内堀氏 2回目の当選. In: NHK Senkyo Web. 29. Oktober 2018, abgerufen am 23. März 2019 (japanisch).
    10. 2019福島県議選 各党議席. In: NHK Senkyo Web. 10. November 2019, abgerufen am 11. November 2019 (japanisch).
    11. Ishida Satoshi: 郡区町村編制法下の郡・区(1889年1月)7 福島県
    12. Kokudo Chiriin: 平成29年全国都道府県市区町村別面積調, 07 福島県
    13. Präfekturpolizei Fukushima: 福島県の警察署 30.7.1 („Polizeireviere der Präfektur Fukushima 1.7.[Heisei 30 [=2018]“)]
    14. Präfekturpolizei Fukushima (japanisch), Informationen für Ausländer (englisch, chinesisch, koreanisch)
    15. Präfekturverwaltung Fukushima: Kommission für öffentliche Sicherheit (japanisch)
    16. Präfekturverwaltung von Fukushima (Fukushima kenchō), Statistikabteilung (tōkei-ka): 福島県現住人口調査年報, 福島県の推計人口 (福島県現住人口調査年報) 平成29年版 (pdf), abgerufen am 11. August 2018.
    17. Präfekturverwaltung Fukushima, Abteilung für Internationales (kokusai-ka): 福島県の国際化の現状, 01 在住外国人等の状況 (pdf), S. 2. Abgerufen am 11. August 2018.

    Koordinaten: 37° 24′ N, 140° 28′ O