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Peter Mattli

Schweizer Unternehmer, Politiker und Autorennfahrer

UnternehmerBearbeiten

Der Grossvater von Peter Mattli betrieb in den 1930er Jahren in Wassen an der Gotthardstrasse ein Pferdefuhrwerk-Unternehmen. 1931 erwarb er den ersten Lastwagen. Sein Sohn Otto, der Vater von Peter Mattli, gründete 1945 ein eigenes Transportunternehmen. 1949 wurden die letzten Pferde verkauft und der Fuhrbetrieb ausschliesslich mit Lastwagen geführt. Das Unternehmen wuchs stetig und profitierte in den 1970er Jahren vor allem vom Bau des Gotthard-Strassentunnels. 1981 übernahm Peter gemeinsam mit seinem Bruder Ruedi das Unternehmen, das heute neben dem Baustellentransport und dem Materialverkauf unter anderem auch ein Betonwerk betreibt.

Nach seinem Einstieg in die Politik stieg Peter Mattli sukzessive aus der Geschäftsführung des Unternehmens aus, das heute in dritter Generation von seinem Neffen Pascal geführt wird.

PolitikerBearbeiten

Peter Mattli ist Mitglied der FDP.Die Liberalen und wurde 1987 in die Regierung des Kantons Uri gewählt. Zwischen 1998 und 2000 amtierte er als Landammann und war damit Vorsitzender der Kantonsregierung.[1] 2004 wurde er nicht wiedergewählt.[2] Einige Jahre sass er im Vorstand des Eishockey-Vereins HC Ambrì-Piotta.[3]

Karriere als RennfahrerBearbeiten

Peter Mattli war in den 1960er und 1970er Jahren als Rennfahrer aktiv. Er bestritt Bergrennen und fuhr ab 1971 einige Jahre Sportwagenrennen. Zweimal war er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am Start. 1971 wurde er gemeinsam mit Walter Brun auf einem Porsche 907 Siebter in der Gesamtwertung. Diese Platzierung war gleichbedeutend mit dem Sieg in der Klasse für Prototypen bis 2 Liter Hubraum. 1972 beendete er das Rennen an der 18. Stelle der Gesamtwertung.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung
1971 Schweiz  Wicky Racing Team Porsche 907 Schweiz  Walter Brun Rang 7 und Klassensieg
1972 Schweiz  Wicky Racing Team Porsche 907 Schweiz  Walter Brun Frankreich  Hervé Bayard Rang 18

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
1965 Peter Mattli Alfa Romeo Giulia Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  BOL Italien  MON Italien  MON Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Italien  MUG Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Italien  BOZ Deutschland  FRE Italien  CCE Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI
30
1966 Peter Mattli Alfa Romeo TZ Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MUG Italien  CCE Deutschland  HOK Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Osterreich  ZEL
DNF
1971 Wicky Racing Porsche 908
Porsche 907
Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
10 7
1972 Wicky Racing Porsche 907 Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
4 18

WeblinksBearbeiten

  Commons: Peter Mattli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Mattli kandidiert nochmals. In: Urner Wochenblatt. 7. November 2003.
  2. Vier neue Köpfe in der Urner Regierung. In: news.ch. 21. März 2004.
  3. NLA: HC Ambri-Piotta in den roten Zahlen. (Memento des Originals vom 6. September 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hockey-news.info In: Hockey News. 6. August 2012.