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Mirjana Lučić-Baroni

kroatische Tennisspielerin
Mirjana Lučić-Baroni Tennisspieler
Mirjana Lučić-Baroni
2013 bei den Australian Open
Nation: KroatienKroatien Kroatien
Geburtstag: 9. März 1982
Größe: 181 cm
Gewicht: 65 kg
1. Profisaison: 1997
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Marin Bradarić
Preisgeld: 4.253.458 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 401:326
Karrieretitel: 3 WTA, 4 ITF
Höchste Platzierung: 20 (1. Mai 2017)
Aktuelle Platzierung: 341
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 85:87
Karrieretitel: 3 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 19 (26. Oktober 1998)
Aktuelle Platzierung: 1148
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
29. Oktober 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Mirjana Lučić-Baroni (* 9. März 1982 in Dortmund, Deutschland) ist eine kroatische Tennisspielerin. Am 15. November 2010 heiratete sie Daniele Baroni, seitdem trägt sie den Doppelnamen.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Lučić begann im Alter von vier Jahren mit dem Tennisspielen, 1997 wurde sie Profi. Sie dominierte die Juniorinnen-Tour und gewann dort 1996 die US Open und 1997 die Australian Open. Bereits als 13-Jährige stand sie 1996 im Halbfinale des Mädchen-Wettbewerbs der Australian Open. Ihr erstes Profiturnier spielte sie bei einem ITF-Turnier in Salzburg; sie erreichte auf Anhieb das Endspiel, das sie gegen Chanda Rubin verlor. An der Seite von Rubin gewann sie das Doppelfinale.

Bei ihrem ersten WTA-Turnier in Bol konnte sie als erste Spielerin gleich bei ihrem Debüt den Titel gewinnen, wobei sie mit Amanda Coetzer auch eine Top-Ten-Spielerin besiegte. Außerdem siegte sie im Doppelwettbewerb. Bei ihrem zweiten Turnier in Straßburg stand sie ebenfalls im Finale und musste sich erst Steffi Graf geschlagen geben. Ihr Grand-Slam-Debüt gab sie bei den US Open, wo sie nach zwei deutlichen Siegen in den Auftaktrunden knapp gegen Jana Novotná verlor.

Zwischen April 1996 und April 1998 spielte sie 17 Partien für die kroatische Fed-Cup-Mannschaft. Dabei musste sie im Einzel in 13 Partien nur eine Niederlage hinnehmen (Doppel 2:2).

Als sie sich mit der damaligen Weltranglistenersten Martina Hingis 1998 den Doppeltitel bei den Australian Open sicherte, war sie mit 15 Jahren die jüngste Spielerin, die jemals einen Major-Titel gewonnen hatte. Das Endspiel gegen Lindsay Davenport und Natallja Swerawa endete 6:4, 2:6 und 6:3. In Wimbledon feierte Lučić 1999 ihren größten sportlichen Erfolg, als sie nach einem sensationellen Sieg über Monica Seles das Halbfinale erreichte, in dem sie sich Steffi Graf mit 7:6, 4:6 und 3:6 knapp geschlagen geben musste.

Nach persönlichen Problemen infolge massiver körperlicher Gewalt von Seiten ihres Vaters fiel Lučić im Jahr 2000 in der Weltrangliste weit zurück.[1] 2004 und 2005 bestritt sie jeweils nur eine Partie, in der Saison 2006 ging sie überhaupt nicht an den Start.

2007 spielte sie zunächst wieder auf ITF-Turnieren, später auch auf der WTA Tour. 2010 gewann sie in den USA zwei ITF-Titel im Einzel. In Wimbledon besiegte sie 2012 als Qualifikantin in der zweiten Runde mit Marion Bartoli die Vorjahresfinalistin; in Runde drei schied sie gegen Roberta Vinci aus.

Lučić konnte sich nie länger in den Top 100 etablieren; erst im Alter von 32 Jahren feierte sie Ende 2014 ihr großes Comeback. Bei den US Open stand sie erstmals seit 15 Jahren wieder im Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers und sorgte mit ihrem Sieg über die Weltranglistenzweite Simona Halep für eine große Überraschung. Beim Coupe Banque Nationale in Québec sicherte sie sich im September 2014 dann gleich in beiden Konkurrenzen den Titel. Im Einzelfinale besiegte sie in zwei Sätzen Venus Williams; das Endspiel im Doppel gewann sie an der Seite von Lucie Hradecká gegen Julia Görges und Andrea Hlaváčková ebenfalls in zwei Sätzen.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 4. Mai 1997 Kroatien  Bol WTA Tier IV Sand Vereinigte Staaten  Corina Morariu 7:5, 6:7, 7:6
2. 3. August 1997 Kroatien  Makarska ITF $75.000 Sand Osterreich  Sandra Dopfer 6:1, 6:4
3. 3. Mai 1998 Kroatien  Bol WTA Tier IV Sand Vereinigte Staaten  Corina Morariu 6:2, 6:4
4. 11. April 2010 Vereinigte Staaten  Jackson ITF $25.000 Sand Vereinigte Staaten  Jamie Hampton 7:5, 6:3
5. 26. September 2010 Vereinigte Staaten  Albuquerque ITF $75.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Lindsay Lee-Waters 6:1, 6:4
6. 13. Oktober 2013 Frankreich  Joué-lès-Tours ITF $50.000 Hartplatz (Halle) Belgien  An-Sophie Mestach 6:4, 6:2
7. 14. September 2014 Kanada  Québec WTA International Teppich (Halle) Vereinigte Staaten  Venus Williams 6:4, 6:3

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 15. Dezember 1996 Osterreich  Salzburg ITF $25.000 Teppich (Halle) Vereinigte Staaten  Chanda Rubin Deutschland  Adriana Barna
Deutschland  Anca Barna
6:3, 6:2
2. 30. Januar 1998 Australien  Australian Open Grand Slam Hartplatz Schweiz  Martina Hingis Vereinigte Staaten  Lindsay Davenport
Weissrussland 1995  Natallja Swerawa
6:4, 2:6, 6:3
3. 7. Februar 1998 Japan  Tokio WTA Tier I Teppich (Halle) Schweiz  Martina Hingis Vereinigte Staaten  Lindsay Davenport
Weissrussland 1995  Natallja Swerawa
7:5, 6:4
4. 4. November 2012 Vereinigte Staaten  New Braunfels ITF $50.000 Hartplatz Russland  Jelena Bowina Kolumbien  Mariana Duque Mariño
Venezuela  Adriana Pérez
6:3, 4:6, [10:8]
5. 10. Februar 2013 Vereinigte Staaten  Midland ITF $100.000 Hartplatz (Halle) Ungarn  Melinda Czink Brasilien  Maria Fernanda Alves
Vereinigtes Konigreich  Samantha Murray
5:7, 6:4, [10:7]
6. 14. September 2014 Kanada  Québec WTA International Teppich (Halle) Tschechien  Lucie Hradecká Deutschland  Julia Görges
Tschechien  Andrea Hlaváčková
6:3, 7:68

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003-2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Karriere
Australian Open 2 1 1 1 1 1 1 1 HF 2 HF
French Open 1 1 3 2 1 1 1 1 3 2 1 3
Wimbledon 2 HF 2 1 1 3 2 1 2 1 1 HF
US Open 3 3 2 1 1 2 2 1 1 AF 1 2 2 AF

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die schlimmen Tennisväter