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Massa (Toskana)

italienische Gemeinde

Massa ist eine italienische Stadt mit 69.037 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Toskana 114 km westlich von Florenz. Sie ist der Hauptort der Provinz Massa-Carrara.

Massa
Wappen
Massa (Italien)
Massa
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Massa-Carrara (MS)
Koordinaten 44° 2′ N, 10° 8′ OKoordinaten: 44° 2′ 0″ N, 10° 8′ 0″ O
Höhe 65 m s.l.m.
Fläche 94 km²
Einwohner 69.037 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 734 Einw./km²
Postleitzahl 54100
Vorwahl 0585
ISTAT-Nummer 045010
Volksbezeichnung massesi
Schutzpatron San Francesco d'Assisi (4. Oktober)
Website Massa
Piazza degli Aranci mit Palazzo Cybo-Malaspina
Strand von Marina di Massa

Massa, Sitz des römisch-katholischen Bistums Massa Carrara-Pontremoli, liegt an der Via Francigena, der alten Pilgerstraße von England nach Rom.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Massa erstreckt sich von der ligurischen Küste bis in die Apuanischen Alpen. Den höchsten Punkt der Gemeinde bildet der Monte Tambura mit 1890 m über dem Meeresspiegel. Etwa die Hälfte des Gemeindegebiets liegt in der Küstenebene, die andere Hälfte bilden Hügel- und Bergland.

NachbargemeindenBearbeiten

Direkt nördlich von Massa liegt die Stadt Carrara. Die anderen Nachbargemeinden sind Fivizzano, Minucciano, Montignoso, Seravezza, Stazzema und Vagli Sotto.

StadtgliederungBearbeiten

Massa ist in fünf Verwaltungsbezirke (circoscrizioni) eingeteilt.

  1. Zona Montana
  2. Destra Frigido
  3. Centro Città
  4. Largo Viale Roma
  5. Marina di Massa

Die zahlreichen Fraktionen (Ortsteile) sind zum Teil Stadtteile von Massa und Marina di Massa, zum Teil Dörfer im Gebirge: Altagnana, Alteta, Antona, Baita, Bargana, Bergiola, Borgo del Ponte, Bozzone, Caglieglia, Campareccia, Canevara, Capaccola, i Capuccini, Casette, Castagnara, Castagnetola, Castagnola, Cervara, cinque vie, Ciremea, Codupino, Cupido, Forno, Le Grazie, Gronda, Grondini, Guadine, Le Iare, Lavacchio, Marina di Massa, Mirteto, Monte Pepe, Ortola, Pariana, La Partaccia, Pian della Fioba, Poggiolo, Poggioletto, il Ponte, Poveromo, Poveromo Macchie, Quercioli, Redicesi, Resceto, Ricortola, Rinchiostra, Rocca, Romagnano, Ronchi, San Carlo Terme, San Cristoforo, Santa Lucia, Il Santo, Sei ponti, Turano, Vergheto, Volpigliano, Zecca.

Zur Zeit des italienischen Faschismus wurde Massa 1938 mit den Orten Carrara und Montignoso zur Gemeinde Apuania zusammengefasst. Die Gemeinde wurde 1946 wieder aufgelöst,[2] seitdem ist der Ort wieder selbständig.

AltstadtBearbeiten

Die Altstadt von Massa liegt etwa zweieinhalb Kilometer von der Küste entfernt am Fluss Frigido, der beim Seebad Marina di Massa in das Tyrrhenische Meer mündet. Zum historischen Massa gehören der von der Burg dominierte Ortskern der Oberstadt sowie die im 16. Jahrhundert angelegte Unterstadt mit dem Dom, der auf eine Kirche von 1389 zurückgeht. Das Zentrum ist die von Orangenbäumen gesäumte Piazza degli Aranci. An der Südseite des Platzes steht der Palazzo Cybo-Malaspina mit einer in barocker Manier rot-gelb-weiß akzentuierten Fassade. Das imposante Bauwerk zeugt von der einstigen Stadtherrschaft der Malaspina-Familie aus dem Cinquecento.

VerkehrBearbeiten

Die schmale Ebene zwischen den Apuanischen Alpen und dem Mittelmeer war schon immer ein wichtiger Verkehrsweg an der italienischen Westküste. Hier verlief die römische Via Aurelia, die heutige Staatsstraße 1. Im 19. Jahrhundert wurde die Bahnstrecke Pisa–Genua gebaut. Auch die Autobahn A12 führt durch Massa. Ganz in der Nähe befindet sich der Flugplatz Massa-Cinquale für die allgemeine Luftfahrt.

KulturBearbeiten

Die Nationale Esperanto Bibliothek Italiens wurde 1972 gegründet. Seit 1994 ist sie öffentlich nutzbar.

SportBearbeiten

Marina di Massa war 1988, 1996 und 2007 Etappenziel des Giro d’Italia.

PolitikBearbeiten

Roberto Pucci (La Sinistra – L’Arcobaleno) wurde im April 2008 zum Bürgermeister gewählt.

PartnerstädteBearbeiten

Bad Kissingen und Vernon unterhalten ebenfalls miteinander eine Partnerschaft.

WirtschaftBearbeiten

Massa ist neben der Region von Carrara Hauptplatz für den toskanischen Marmorabbau.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Massa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. massacarrara-live.it, abgerufen am 26. Februar 2010
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