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ASV Hamm 04/69 Handball

deutscher Handballverein
(Weitergeleitet von ASV Hamm-Westfalen)

Der ASV Hamm-Westfalen e.V. ist ein Handballverein aus der Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen. Der ASV ist der klassenhöchste Verein der Lippestadt. Der ASV Hamm-Westfalen (bis 2017 noch ASV Hamm 04/69 Handball) ist Inhaber der Spielberechtigung für den Handball-Bundesligisten Handballspielgemeinschaft Ahlen-Hamm in der Saison 2010/11 gewesen und tritt seit der Saison 2011/12 als ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga an. Spielort der Mannschaft ist die Westpress-Arena in Hamm.

ASV Hamm-Westfalen
Logo
Voller Name ASV Hamm 04/69 Handball
Abkürzung(en) ASV
Gegründet 1904
Vereinsfarben Rot-Weiß
Halle Westpress-Arena
Plätze 2.650 Plätze
Präsident Friedhelm Degen (ASV Hamm Handball e. V.)
Geschäftsführer Franz Dressel (Marketing-GmbH)
Trainer Kay Rothenpieler
Liga 2. Handball-Bundesliga
2018/19
Rang 4. Platz
DHB-Pokal 1. Runde
Website asv-hamm-westfalen.de
Heim
Auswärts


EntwicklungBearbeiten

Der ASV Hamm (Allgemeiner Sport Verein Hamm) wurde im Jahre 1904 gegründet und konnte im Jahre 2004 seinen 100. Geburtstag feiern. Er gehört damit zu den Traditionsvereinen im westfälischen Hamm.

Erste Erfolge erzielten Hammer Handballer noch auf Handball-Großfeldern ortsansässiger oder ortsnaher Vereine. Mit Beginn der 1960er Jahre wurde der Handballsport dann zunehmend in die Sporthallen der Städte und Gemeinden verlagert, die heute die Großstadt Hamm bilden. Vereine wie der TuS Werries oder der SV Ostwennemar waren schon zwischen 1946 und 1951 in der damals höchsten Spielklasse – der sogenannten Gauliga – aktiv. Wiederholte Erfolge der Hammer Handballclubs begünstigten die Entwicklung zu einer Handball-Hochburg, mit einer vergleichbar langen Tradition wie die in den benachbarten Handballzentren Ostwestfalen-Lippes.

Der Aufstieg zum heutigen Bundesligisten begann mit der Vereinigung von TV Eintracht Ostwennemar, Germania Mark Werries und TuS Werries zum ASV 04/69 Hamm, der die Kräfte der Vereine im Hammer Osten bündelte. 1998 erfolgte eine weitere Verselbständigung der verschiedenen Sportabteilungen des Vereins. Diese war notwendig um den Abteilungen mehr Freiheit bei der Entwicklung zu gewähren und um zu vermeiden das die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der ASV Hammer Eisbären den Gesamtverein ASV Hamm beeinträchtigten. Die Eisbären spielten die Saison 1997/1998 nicht mehr zu Ende und wurden aufgelöst. Im Rahmen der Trennung erhielt der Verein seinen heutigen Namen ASV Hamm 04/69 Handball e.V.

Die von Ex-Nationalspieler Kay Rothenpieler trainierte erste Herrenmannschaft stieg zu Beginn der Saison 2003/04 in die Regionalliga auf. Nach zwei Jahren in der Regionalliga stieg der ASV 2005 erneut auf und spielte seit der Saison 2005/2006 in der 2. Handball-Bundesliga. Im Jahr 2010 gelang der Mannschaft als Meister der 2. Handball-Bundesliga Nord[1] der Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga.

Schon zuvor am 16. Oktober 2009 hatten die Vereine ASV Hamm und Ahlener SG die Bildungen einer Spielgemeinschaft für die Bundesligen bekanntgegeben, um die Kräfte der Region zu bündeln.[2] Die erhofften wirtschaftlichen und sportlichen Effekte trafen nicht in dem Umfang ein, wie sich das die Verantwortlichen versprochen hatte. Zwar fehlte sportlich nur ein magerer Zähler zum Klassenerhalt – auch ein immer ausverkauftes Haus sorgte für positive Schlagzeilen – dennoch erwies sich das ehrgeizige Projekt am Ende als eine Nummer zu groß. Denn der sportliche Druck angesichts des immensen Leistungsunterschiedes zwischen 1. und 2. Handball-Bundesliga und der zu Gunsten eines möglichst schlagkräftigen Kaders ausgereizte Etat sowie die über lange Jahre gepflegte Rivalität stellten die Verantwortlichen von Beginn der Saison an vor Probleme. Diese Schwierigkeiten wurden durch eine wirtschaftliche Schieflage verschärft, die dank des Engagements der Partner und eines Gehaltsverzichts der Spieler und der Dienstleister nicht zur Insolvenz führte. Aber das Projekt HSG war aufgrund der vielen Schwierigkeiten im Sommer gescheitert. Schlusspunkt war am 29. Juni 2011 die Auflösung der HSG Ahlen-Hamm.[3] Beide Vereine traten in der Saison 2011/12 wieder mit eigenen ersten Mannschaften an. Die Ahlener SG, die das Spielrecht für die Drittliga-Mannschaft der HSG (HSG Youngsters) besaß, trat in der 3. Liga West an.[3] Der ASV Hamm startete in der 2. Handball-Bundesliga unter dem Namen ASV Hamm-Westfalen.

Der Verein führt eine intensive Jugendarbeit im Damen- und Herrenbereich durch, was zu seinen sportlichen Erfolgen beiträgt. Der ASV ist dadurch weit über die westfälischen Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Zu den errungenen Titeln gehören etwa der Westfalenmeister der männlichen C-Jugend 1987 und der Deutsche Meister der männlichen B-Jugend 1989. Das Damen-Team des ASV hat sich in der Oberliga etabliert. Seit Sommer 2014 treten nun ASV Hamm und HSE Hamm gemeinsam als SG handball hamm im Spielbetrieb an. Dies zahlreichen Erwachsenen- und Jugendteams bilden seither den Unterbau des Bundesligisten ASV Hamm-Westfalen.

2-5-1 ClubBearbeiten

Zu der 2. Liga Saison 2014/15 gründete der ASV den 2-5-1 Club.[4] Dahinter steckt die Idee, den momentan in der 2. Handball-Bundesliga spielenden ASV Hamm-Westfalen binnen 5 Jahren zurück in die 1. Handball-Bundesliga zu bekommen. Daher kommt auch der Name: von der 2 Bundesliga, in 5 Jahren, in die 1 Bundesliga. Hiermit sucht der Verein Unterstützung und Sponsoren um sich auf einen möglichen Aufstieg vorzubereiten.

Saisonbilanzen seit 2000Bearbeiten

Saison Spielklasse Platz Sp S U N Tore Diff. Punkte
2000/01 Oberliga Westfalen 06 26 - - - 0598:0601 −3 26:26
2001/02 Oberliga Westfalen 06 28 17 1 10 0793:0712 +81 35:21
2002/03 Oberliga Westfalen 01 24 21 2 1 0702:0568 +134 44:04
2003/04 Regionalliga West 06 28 14 3 11 0824:0750 +74 31:25
2004/05 Regionalliga West 01 30 25 0 05 0966:0796 +170 50:10
2005/06 2. Bundesliga Nord 06 38 22 3 13 1144:1086 +58 47:29
2006/07 2. Bundesliga Nord 05 34 17 3 14 0987:0979 +8 37:31
2007/08 2. Bundesliga Nord 03 34 22 4 08 1072:0994 +78 48:20
2008/09 2. Bundesliga Nord 03 34 25 4 05 1089:0934 +155 54:14
2009/10 2. Bundesliga Nord 01 32 27 3 02 1006:0827 +179 57:07
2010/11 1 1. Bundesliga 17 34 06 3 25 0923:1038 −115 15:53
2011/12 2. Bundesliga 06 38 21 2 15 1111:1017 +94 44:32
2012/13 2. Bundesliga 15 36 11 6 19 1003:1030 −27 28:44
2013/14 2. Bundesliga 08 36 18 3 15 1051:1027 +24 39:33
2014/15 2. Bundesliga 09 38 17 8 13 1105:1057 +48 42:34
2015/16 2. Bundesliga 05 40 22 4 14 1095:1083 +12 48:32
2016/17 2. Bundesliga 11 38 17 2 19 1043:1014 +29 36:40
2017/18 2. Bundesliga 06 38 20 5 13 1067:1001 +66 45:31
2018/19 2. Bundesliga 04 38 23 6 09 1029:0960 +69 52:24
  • Aufstieg
  • Abstieg
    • 1 In die Spielzeit 2010/11 der HBL startete der ASV mit dem Ahlener SG als HSG Ahlen-Hamm. Diese Spielgemeinschaft löste sich zur Saison 2011/12 wieder auf.[5]

    SpielstätteBearbeiten

     
    Spielfeld in der Maxipark-Arena

    In der Nähe der alten Spielstätte, der Turnhalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Hamm, wurde Anfang Juli 2008 eine neue Halle mit dem Handball-Länderspiel Deutschland gegen Ägypten eröffnet. Sie trägt heute den Namen Westpress-Arena und liegt zwischen dem Maxi-Center (Einkaufszentrum) und der Maximilian-Eissporthalle im Hammer Stadtteil Werries (Stadtbezirk Hamm-Uentrop). Die alte Spielstätte wurde zu klein und bot nicht mehr ausreichend Trainingskapazitäten für den Profisport. Die neue Arena umfasst 2.650 Plätze, davon sind ca. 2.000 Sitzplätze und ca. 650 Stehplätze (bis zum Sommer 2014 waren es 2.500, dann erfolgte eine Neuberechnung der Fluchtwege und damit höhere Kapazitäten im Stehplatzbereich). Sie erfüllt die Ansprüche für den Bundesligabetrieb. Die HSG Ahlen-Hamm verlegte in der Saison 2010/11 ein Spiel in die Dortmunder Westfalenhalle, dieses war mit 11.000 Zuschauern ebenso wie alle anderen Heimspiele der Saison 2010/11 in der Maxipark-Arena (mit 2.500) ausverkauft. Der Schnitt von 3.000 Zuschauern brachte der HSG eine Platzierung unter den deutschen Top 100 der Sportstätten in Bezug auf die Zuschauerzahlen im Jahr 2010 ein.

    Saison 2019/20Bearbeiten

    Aktueller KaderBearbeiten

    Nr. Name Position Nationalität Geburtsdatum im Verein seit vorheriger Verein
    1 Felix Storbeck TW Deutscher  26. März 1992 2016 SC DHfK Leipzig Handball
    12 Jan Wesemann TW Deutscher  26. März 1996 2018 TuS N-Lübbecke
    23 Oliver Krechel TW Deutscher  24. November 1990 2018 HSC 2000 Coburg
    3 Fabian Huesmann LA Deutscher  11. Juni 1993 2012 Eintracht Recklinghausen
    4 Oliver Milde RL Deutscher  9. Juli 1993 2018 Füchse Berlin
    5 Jan Brosch KM Deutscher  22. September 1991 2013 HC TuRa Bergkamen
    6 Markus Fuchs RL Deutscher  25. August 1991 2013 GWD Minden
    10 Alex Rubiño Fernández LA Spanier  6. November 1995 2019 TUSEM Essen
    11 Jakob Schwabe (C)  KM Deutscher  25. April 1989 2010 Ahlener SG
    13 Stefan Lex RR Deutscher  15. November 1989 2018 HSC 2000 Coburg
    14 Ivar Stavast RL Niederländer  13. Januar 1998 2019 Limburg Lions
    17 Sören Südmeier RM Deutscher  29. März 1991 2018 GWD Minden
    22 Vyron Papadopoulos LA Grieche  22. Februar 1986 2017 HC Empor Rostock
    24 Merten Krings RM Deutscher  29. Juli 1989 2019 TV Emsdetten
    26 Jan Pretzewofsky RA Deutscher  20. August 1998 2015 TuS Eintracht Overberge
    55 Marten Franke RA Deutscher  13. September 1995 2019 TV Emsdetten
    95 Jan von Boenigk RR Deutscher  11. August 1995 2018 VfL Eintracht Hagen

    Legende:

    Wechsel zur Saison 2019/20Bearbeiten

    Zugänge Abgänge

    Trainer- und Betreuerstab in der Saison 2019/20Bearbeiten

    Name Funktion
    Trainerstab
    Kay Rothenpieler Cheftrainer
    Christof Reichenberger Co-Trainer
    Torsten Friedrich Co-Trainer
    Thomas Johannpeter Fitnesstrainer
    Thomas Isdepski Athletiktrainer
    Helmut Bühlhoff Teamarzt
    Hermann Schlummer Teamarzt
    Christopher Altehenger Physiotherapeut

    Bekannte SpielerBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. „Handballer des ASV Hamm steigen in die erste Liga auf“, www.wa.de, 15. Mai 2010, abgerufen am 21. Oktober 2011
    2. „Wir erfahren eine breite Unterstützung - Hamm und Ahlen vor der Fusion“, www.handball-world.com, 6. November 2009, abgerufen am 6. November 2009
    3. a b Aus HSG Ahlen-Hamm wird ASV Hamm-Westfalen
    4. 2-5-1 Club (Memento vom 27. August 2014 im Internet Archive) vom 8. August 2014, abgerufen am 18. August 2014
    5. asv-hamm-westfalen.de: Über den Verein, abgerufen am 21. August 2018
    6. handball-world.news: Wer kommt im Sommer - und wer geht? Die große Wechselbörse der 2. Handball-Bundesliga vom 20. Februar 2019, abgerufen am 20. Februar 2019
    7. handball-world.news: Hamm verpflichtet Rückraumspieler von den Limburg Lions vom 4. April 2019, abgerufen am 4. April 2019
    8. wa.de: Olé! ASV holt dieses spanische Talent aus Essen nach Hamm vom 18. April 2019, abgerufen am 3. August 2019
    9. handball-world.news: Marten Franke wechselt im Sommer zum ASV Hamm-Westfalen, Urgestein ab Sommer Stand-by-Profi vom 26. Februar 2019, abgerufen am 3. August 2019
    10. handball-world.news: Gummersbach verpflichtet Linkshänder aus der zweiten Liga vom 9. April 2019, abgerufen am 9. April 2019
    11. handball-world.news: Erster Neuzugang: VfL Lübeck-Schwartau holt 19-jähriges Talent vom ASV Hamm-Westfalen vom 13. April 2019, abgerufen am 14. April 2019
    12. hb-fr.handball-world.com: Vincent Sohmann kehrt zum Dessau-Roßlauer HV zurück vom 14. Juni 2019, abgerufen am 3. August 2019
    13. wa.de: Dieser Spieler verlässt den Zweitliga-Kader des ASV Hamm-Westfalen vom 28. Mai 2019, abgerufen am 3. August 2019