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VfL Lübeck-Schwartau

deutscher Sportverein

VfL Lübeck-Schwartau ist der Name der 1. Handball-Männermannschaft des VfL Bad Schwartau, die seit der Saison 2017/18 unter ihrem aktuellen Namen antritt. Die Abteilung ist seit 2002 in die HM Handball Marketing Spielbetriebs GmbH & Co. KG (vormals HM Handball Marketing GmbH) mit Sitz in Lübeck ausgegliedert. Ihre voll haftende und zur Geschäftsführung berechtigte Komplementärin ist die HM Handball Marketing GmbH.[1] Ihr Geschäftsführer ist Michael Friedrichs.

VfL Lübeck-Schwartau
Voller Name HM Handball Marketing Spielbetriebs GmbH & Co. KG
Abkürzung(en) VfL
Gegründet 1863 (VfL Bad Schwartau)
2002 (GmbH & Co. KG)
Vereinsfarben blau / weiß
Halle Hansehalle, Lübeck
Plätze 3200
Geschäftsführer Thomas Görß
Trainer Piotr Przybecki
Liga 2. Bundesliga
2018/19
Rang 5. Platz
DHB-Pokal 1. Runde
Website schwartau-bundesliga.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National DHB-Pokalsieger
2001

Die Mannschaft spielte bis zur Auflösung der „SG VfL Bad Schwartau-Lübeck“ und dem Umzug als HSV Hamburg nach Hamburg in der Bundesliga und gewann 2001 den DHB-Pokal. Fortan spielte der Verein in der drittklassigen Regionalliga Nordost und spielt seit der Saison 2008/09 in der 2. Bundesliga. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele in der Hansehalle in Lübeck aus.

Gründung des VfL Bad SchwartauBearbeiten

Gegründet wurde er im Jahre 1863 als Männerturnverein Bad Schwartau. Im Laufe der Zeit fusionierten damit der Schwartauer ATSV Eichenkranz von 1898, die Schwartauer Turnerschaft von 1910 und der Schwartauer Ballspielclub von 1912. Der VfL Bad Schwartau ist mit etwa 2.700 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein im Kreis Ostholstein.

Geschichte der HandballabteilungBearbeiten

1966 qualifizierte sich der VfL Bad Schwartau hauchdünn (nur über den besseren Heimspiel-Torquotienten) nach zwei engen Viertelfinalspielen gegen den Polizei SV Hildesheim in der Norddeutschen Meisterschaft[2] für die erste Spielzeit der Handball-Bundesliga, welche damals noch zweigleisig war.[3] Nach zwei Spielzeiten stiegen die Schwartauer wieder ab, schafften jedoch in der folgenden Saison den sofortigen Wiederaufstieg.[4] Der höchsten deutschen Liga gehörte der VfL bis 1976 an, nach der die Mannschaft in der Relegationsspielrunde Frisch Auf Göppingen unterlag.[5]

1980 stiegen die Schwartauer aus der zweitklassigen Regionalliga in die Oberliga ab, es gelang jedoch der direkte Wiederaufstieg in die ab 1981 wegen der Einführung der 2. Bundesliga allerdings nur noch drittklassige Regionalliga Nord. 1986 stieg der VfL in die 2. Bundesliga auf, schaffte jedoch nicht den Klassenerhalt. In der darauffolgenden Saison stieg der VfL mit dem neuen Trainer Vlado Stenzel nochmals auf. Nach der Verpflichtung von Erhard Wunderlich schaffte der VfL, sich in der 2. Bundesliga zu etablieren.[5]

1989 übernahm Zvonimir Serdarušić das Traineramt. Unter seiner Leitung stieg der VfL 1990 wieder in die 1. Bundesliga auf. Nach der erfolgreichen Zweitligasaison verließ „Noka“ jedoch den Verein.[6]

Nach zwei Spielzeiten stieg die Mannschaft aus der Marmeladenstadt wieder ab. Trotz des Abgangs von 14 Spielern schafften die Schwartauer umgehend die unerwartete Rückkehr in die höchste Spielklasse.[5] Hier verblieb das Team bis 1996. Nach zweijähriger Bundesligaabstinenz kehrten die Handballer anschließend erneut in die Eliteliga zurück.

Ab 1999 spielte die erste Mannschaft in einer Spielgemeinschaft mit dem eigens hierfür gegründeten HSV Lübeck als SG VfL Bad Schwartau. In der Saison 2000/01 gewannen die Schwartauer den DHB-Pokal. Zur Saison 2002/03 wurde die Spielgemeinschaft gelöst und der HSV Lübeck übernahm den Bundesligaplatz des VfL Bad Schwartau nach einem Standortwechsel als HSV Hamburg. Die bisherige zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau war nun die neue erste. Sie trat in der drittklassigen Regionalliga Nordost an. Im Sommer 2006 scheiterte der VfL nur knapp (ein Punkt fehlte) am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ab dem Sommer 2007 wurde die Mannschaft vom Spielertrainer Thomas Knorr trainiert. Unter seiner Leitung schaffte der VfL in der Saison 2007/2008 den Aufstieg in die 2. Bundesliga und qualifizierte sich 2011 für die eingleisige 2. Bundesliga. Im Oktober 2011 übernahm Tobias Schröder nach einem missratenen Saisonstart den Trainerposten. Nach nur drei Monaten Amtszeit trat er aus privaten Gründen zurück.[7] Anschließend übernahm Torge Greve das Traineramt.[8]

Seit dem 1. Juli 2017 tritt die 1. Männermannschaft aus Vermarktungsgründen unter den Namen VfL Lübeck-Schwartau an.[9]

TriviaBearbeiten

Der VfL Bad Schwartau ist mit fünf Abstiegen (inklusive des Rückzugs 2002) gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke 'Rekordabsteiger' aus der 1. Handball-Bundesliga.

PersonalBearbeiten

Kader für die Saison 2019/20Bearbeiten

Nr. Nat. Name Position Geburtstag seit Letzter Verein
1 Deutscher  Marino Mallwitz TW 20.09.1996 2004
32 Deutscher  Dennis Klockmann TW 02.09.1982 2014 Eintracht Hildesheim
2 Deutscher  Thees Glabisch LA 08.01.1994 2013 SC Magdeburg
6 Pole  Paweł Genda RL 06.02.1994 2018 MMTS Kwidzyn
7 Deutscher  Fynn Gonschor LA 27.01.2000 2019 VfL Gummersbach
9 Deutscher  Mex Raguse RL 07.12.1999 2019 ASV Hamm-Westfalen
10 Serbe  Nikola Potić RR 07.01.1994 2019 RK Zagreb
11 Deutscher  Markus Hansen LA, RM 20.05.1992 2015 TV 1893 Neuhausen
15 Deutscher  Fynn Ranke KM 05.01.1993 2015 THW Kiel
18 Deutscher  Martin Waschul RL 02.08.1988 2012 Wilhelmshavener HV
19 Deutscher  Jan Schult RL 22.09.1986 2007 HSV Hamburg
22 Deutscher  Steffen Köhler KM 05.11.1988 2017 Wilhelmshavener HV
23 Deutscher  Janik Schrader RA 21.09.1999 2017 eigene Jugend
24 Deutscher  Finn Kretschmer RA 02.06.1994 2018 TVB 1898 Stuttgart
28 Deutscher  Tim Claasen RM, LA 02.08.1996 2011 NTSV Strand 08
31 Isländer  Sigtryggur Daði Rúnarsson RM 20.06.1996 2018 HBW Balingen-Weilstetten
72 Deutscher  Marcel Möller KM 25.07.1990 2018 TSV Altenholz
77 Deutscher  Jasper Bruhn RA 14.08.1996 2012 NTSV Strand 08

Zugänge 2019/20Bearbeiten

Abgänge 2019/20Bearbeiten

Abgänge 2020/21Bearbeiten

Die Saisonbilanzen seit 2007/08Bearbeiten

Saison Spielklasse Platz Spiele Tore Diff. Punkte
2007/08 Regionalliga Nordost 01 30 1046:0795 215 53:07
2008/09 2. Bundesliga Nord 08 34 1067:1016 052 36:32
2009/10 2. Bundesliga Nord 06 32 1042:1030 012 35:29
2010/11 2. Bundesliga Nord 04 32 0948:0881 067 41:23
2011/12 2. Bundesliga 12 38 1064:1075 −11 35:41
2012/13 2. Bundesliga 05 36 0984:0953 031 39:33
2013/14 2. Bundesliga 09 36 0992:0974 018 39:33
2014/15 2. Bundesliga 11 38 0975:0961 014 40:36
2015/16 2. Bundesliga 13 40 1016:1027 −11 34:46
2016/17 2. Bundesliga 6 38 0994:0936 058 46:30
2017/18 2. Bundesliga 3 38 0981:0910 071 52:24
2018/19 2. Bundesliga 5 38 0980:0929 051 50:26
Aufstieg in die 2. Bundesliga

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Siehe die Vereinsstruktur auf schwartau-bundesliga.de, abgerufen am 6. September 2017.
  2. www.bundesligainfo.de: Saison 1966/67
  3. www.bundesligainfo.de: Saison 1966/67
  4. www.bundesligainfo.de: Alle Vereine der Bundesliga
  5. a b c Chronik der Handballabteilung (Memento vom 21. Juni 2009 im Internet Archive)
  6. archiv.thw-handball.de: Zvonimir Serdarusic, abgerufen am 23. Mai 2019
  7. shz.de: VfL: Schröder-Nachfolge schnell geregelt, abgerufen am 11. April 2016
  8. handball-world.com: Torge Greve verlässt Altenholz und wechselt in Liga 2
  9. ln-online.de: Der VfL hat ein großes Ziel: 1. Bundesliga bis 2020, abgerufen am 27. November 2016
  10. handball-world.news: Erster Neuzugang: VfL Lübeck-Schwartau holt 19-jähriges Talent vom ASV Hamm-Westfalen vom 13. April 2019, abgerufen am 14. April 2019
  11. VfL verpflichtet Talent Fynn Gonschor. In: Lübecker Nachrichten. 24. April 2019, S. 21.
  12. handball-world.news: VfL Lübeck-Schwartau verpflichtet Rückraumspieler aus Zagreb vom 17. Mai 2019, abgerufen am 17. Mai 2019
  13. handball-world.news: HC Erlangen verpflichtet Juniorennationalspieler, abgerufen am 24. Oktober 2018
  14. handball-world.news: Wechsel in die 1. Bundesliga: Sebastian Damm verlässt VfL Lübeck-Schwartau, abgerufen am 19. Februar 2019
  15. Jens Kürbis: Nach zehn VfL-Jahren: Papa „Podde“ geht in Handball-Rente In: Lübecker Nachrichten. 3./4. März 2019, S. 27.
  16. Raguse kommt, Ottsen geht. In: Lübecker Nachrichten. 14./15. April 2019, S. 27.
  17. Jens Kürbis: VfL-Umbruch? Köhler hört auf, zehn weitere Verträge laufen aus In: Lübecker Nachrichten. 12. Dezember 2019, S. 21.