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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Uelitz
Uelitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Uelitz hervorgehoben

Koordinaten: 53° 29′ N, 11° 26′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Ludwigslust-Land
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 15,07 km2
Einwohner: 449 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19077
Vorwahl: 03868
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 141
Adresse der Amtsverwaltung: Wöbbeliner Straße 5
19288 Ludwigslust
Website: www.gemeinde-uelitz.de
Bürgermeister: Klaus-Otto Meyer
Lage der Gemeinde Uelitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Uelitz ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Ludwigslust-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Ludwigslust verwaltet.

Geografie und VerkehrBearbeiten

Uelitz liegt zwischen den Gemeinden Rastow und Lübesse etwa 16 Kilometer südlich von Schwerin am Rande der Lewitz. Zum Gemeindegebiet gehört ein großer Kiefernforst westlich der Ortslage. Der Kraaker Mühlenbach tangiert das Gemeindegebiet.

Die Landesstraße 72 (ehemals Bundesstraße 106) befindet sich in etwa zwei Kilometer Entfernung. Die Bundesautobahn 24 wird über die Anschlussstelle Wöbbelin in neun Kilometern erreicht.

Der nächste Bahnhof befindet sich in zwei Kilometern Entfernung in Rastow.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1218. In diesem Jahr verkaufte die Grafschaft Schwerin das Dorf an das Zisterzienserkloster Reinfeld in Holstein. Durch die Reformation im 16. Jahrhundert kam das Dorf in den Herrschaftsbereich der Herzöge zu Mecklenburg (Domanium). Ursprünglich besaß Uelitz zwölf Gehöfte, welche um die Kirche herum angeordnet waren. In Uelitz befand sich im 19. Jahrhundert am ehemaligen Weg nach Hoort eine Windmühle.

Im Waldgebiet westlich des Bahndammes befand sich im Dritten Reich die Luftwaffenmunitionsanstalt (Muna) Pulverhof/Uelitz auf einer Fläche von ca. 500 ha. Dort wurde Munition gelagert und repariert.[2]

Uelitz gehörte von 1952 bis 1994 zum ehemaligen Kreis Schwerin-Land. Die im Ort von der ehemaligen LPG errichteten und genutzten Stallanlagen sind nach 1990 vollständig stillgelegt und abgerissen worden. Im Bereich des Langen Weges entstand ab 1995 ein neues Wohngebiet.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 21. September 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 230 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Rot ein rot-silbern geschachteter Schräglinksbalken, begleitet: oben von einem goldenen Wetterhahn, unten von einem goldenen Flügelkreuz einer Windmühle.“[3]

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

Der Schrägbalken steht symbolisch für die Zisterzienser, das Flügelkreuz für die nicht mehr vorhandene Windmühle aus dem 19. Jahrhundert und der Wetterhahn für die Dorfkirche mit neugotischem Turm. Die Farben rot-gold waren die der Grafschaft Schwerin.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge der Gemeinde ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Rot, Gold (Gelb) und Rot gestreift. Die roten Streifen nehmen jeweils ein Viertel, der goldene (gelbe) Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des goldenen (gelben) Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe und ein Drittel der Länge des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

siehe auch: Liste der Baudenkmale in Uelitz

 
Dorfkirche in Uelitz

Die Dorfkirche, erbaut 1745/54 unter Verwendung mittelalterlichen Baumaterials, ist ein einschiffiger, flachgedeckter Backsteinbau mit polygonalem Ostschluss. Im Innenraum befindet sich eine kostbare und für norddeutsche Dorfkirchen einmalige barocke Deckenbemalung aus dem Jahr 1750, die 2007 restauriert wurde. 1893/94 wurde der Kirchturm mit achtseitigem, schieferbedecktem Helm errichtet, in ihm befindet sich eine der ältesten mittelalterlichen Kirchenglocken Mecklenburgs.

Das Pfarrhaus ist ein Fachwerkbau aus dem Jahre 1786. Zum Pfarrhof gehören neben dem Wohnhaus eine Scheune, ein Stall und das Toilettenhaus. Gegenüber dem Pfarrhof und nahe der Kirche steht das alte Spritzenhaus.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Uelitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Luftwaffenmunitionsanstalt (Muna) Pulverhof 7/XI
  3. a b § 1 der Hauptsatzung (Memento des Originals vom 1. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/daten.verwaltungsportal.de (PDF; 181 kB) der Gemeinde