Kreien

Gemeinde in Deutschland

Kreien ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte
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Kreien
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kreien hervorgehoben

Koordinaten: 53° 24′ N, 12° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Eldenburg Lübz
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 24,9 km2
Einwohner: 375 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19386
Vorwahl: 038733
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 075
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 22
19386 Lübz
Website: www.gemeinde-kreien.de
Bürgermeister: Alexander Leetz
Lage der Gemeinde Kreien im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Geografie und VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa sechs Kilometer südlich von Lübz, in den Niederungen östlich der Müritz-Elde-Wasserstraße und nördlich des Gehlsbachs. Das Tal des Baches steht unter Naturschutz. Nördlich des Tales befindet sich das Waldgebiet Wilsener Tannen. Höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der Schwarze Berg mit 89,3 m ü. NHN im Waldgebiet Kreiener Tannen im Nordwesten der Gemeinde. Im Norden befindet sich das Waldgebiet Kreiener Holz. Einziger nennenswerter See ist der Dorfsee bei Kreien.

OrtsteileBearbeiten

  • Hof Kreien
  • Kolonie Kreien
  • Kreien
  • Kreien Ausbau
  • Wilsen[2]

GeschichteBearbeiten

Das Gemeindegebiet war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, wie aus archäologischen Funden ersichtlich ist.

Kreien wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname stammt vom altslawischen kraj für Land ab und bedeutet so ländlicher Ort.[3]

Wilsen wurde als Wilssne 1293 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname stammt vermutlich vom altslawischen vlŭg für feucht ab und bedeutet so feuchter Ort.[4]

Die Gemarkung Wilsener Mühle wurde 1939 mit der 8. Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen in das Gemeindegebiet eingegliedert; sie hatte zuvor zu Jännersdorf gehört.[5]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Hof Kreien (auch Kreien, Hof) und Wilsen eingegliedert.

PolitikBearbeiten

Gemeindevertretung und BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeister) aus 6 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende Ergebnisse[6]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
Wählergruppe Kreiener Schweiz 100,00 6

Bürgermeister der Gemeinde ist Alexander Leetz, er wurde mit 74,66 % der Stimmen gewählt.[7]

Wappen, Flagge, DienstsiegelBearbeiten

Die Gemeinde verfügt seit dem 20. September 2021 über amtlich genehmigte Hoheitszeichen.

Das Wappen der Gemeinde wird wie folgt beschrieben: Über blauem Wellenschildfuß in Gold eine schwarze flügelschlagende Krähe überhöht bogenförmig nach oben von fünf fünfstrahligen blauen Sternen.

Die Flagge der Gemeinde wird wie folgt beschrieben: In der Mitte der asymmetrisch von Blau und Gelb längsgestreiften Flagge der Gemeinde Kreien liegt, 2/3 der Höhe des Flaggentuches einnehmend, das Gemeindewappen. Die Teilungslinie zwischen Blau und Gelb in der Flagge wird vom Wellenschildfuß im Wappen bestimmt. Die Höhe des Flaggentuches verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.[8]

Das bis 2021 gültige Dienstsiegel zeigte das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg, einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone, und die Umschrift „GEMEINDE KREIEN“.[9]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Söhne und TöchterBearbeiten

WilsenBearbeiten

Max Frick (1863–1942), deutscher Jurist und Politiker der DNVP

WeblinksBearbeiten

Commons: Kreien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 152 kB) der Gemeinde
  3. Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg in Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. - Bd. 46 (1881), S. 76, digitalisiert auf mvdok.lbmv.de
  4. Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg in Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. - Bd. 46 (1881), S. 158
  5. 8. Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen, Artikel II.: Eingliederung der Gemarkung Wilsener Mühle in das Land Mecklenburg
  6. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)
  7. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)
  8. Aktuelle Pressemitteilungen - Regierungsportal M-V. Abgerufen am 21. September 2021.
  9. Hauptsatzung § 1