Moraas

Gemeinde in Deutschland

Moraas ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Hagenow-Land mit Sitz in der Stadt Hagenow verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moraas
Moraas
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moraas hervorgehoben

Koordinaten: 53° 25′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Hagenow-Land
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 16,78 km2
Einwohner: 491 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19230
Vorwahl: 03883
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 099
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstr. 25
in 19230 Hagenow
Website: www.amt-hagenow-land.de
Bürgermeister: Ingo Prehn
Lage der Gemeinde Moraas im Landkreis Ludwigslust-Parchim
BrandenburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis NordwestmecklenburgBanzkowPlatePlateSukowBengerstorfBesitz (Mecklenburg)BrahlstorfDersenowGresseGreven (Mecklenburg)Neu GülzeNostorfSchwanheideTeldauTessin b. BoizenburgBarninBülow (bei Crivitz)CrivitzCrivitzDemenFriedrichsruheTramm (Mecklenburg)ZapelDömitzGrebs-NiendorfKarenz (Mecklenburg)Malk GöhrenMallißNeu KalißVielankGallin-KuppentinGehlsbach (Gemeinde)Gehlsbach (Gemeinde)GranzinKreienKritzowLübzObere WarnowPassow (Mecklenburg)Ruher BergeSiggelkowWerder (bei Lübz)Goldberg (Mecklenburg)DobbertinGoldberg (Mecklenburg)MestlinNeu PoserinTechentinGoldberg (Mecklenburg)BalowBrunowDambeckEldenaGorlosenGrabow (Elde)Karstädt (Mecklenburg)KremminMilow (bei Grabow)Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim)MuchowPrislichGrabow (Elde)ZierzowAlt ZachunBandenitzBelschBobzinBresegard bei PicherGammelinGroß KramsHoortHülseburgKirch JesarKuhstorfMoraasPätow-SteegenPicherPritzierRedefinStrohkirchenToddinWarlitzAlt KrenzlinBresegard bei EldenaGöhlenGöhlenGroß LaaschLübesseLüblowRastowSülstorfUelitzWarlowWöbbelinBlievenstorfBrenz (Mecklenburg)Neustadt-GleweNeustadt-GleweCambsDobin am SeeGnevenPinnow (bei Schwerin)Langen BrützLeezen (Mecklenburg)Pinnow (bei Schwerin)Raben SteinfeldDomsühlDomsühlObere WarnowGroß GodemsZölkowKarrenzinLewitzrandRom (Mecklenburg)SpornitzStolpe (Mecklenburg)ZiegendorfZölkowBarkhagenGanzlinGanzlinGanzlinPlau am SeeBlankenbergBorkowBrüelDabelHohen PritzKobrowKuhlen-WendorfKloster TempzinMustin (Mecklenburg)SternbergSternbergWeitendorf (bei Brüel)WitzinDümmer (Gemeinde)HolthusenKlein RogahnKlein RogahnPampowSchossinStralendorfWarsowWittenfördenZülowWittenburgWittenburgWittenburgWittendörpGallinKogelLüttow-ValluhnVellahnZarrentin am SchaalseeBoizenburg/ElbeLudwigslustLübtheenParchimParchimParchimHagenowKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Moraas liegt etwa sieben Kilometer östlich von Hagenow. Durch das Gemeindegebiet bzw. an dessen Grenzen fließen die Sude, der Klüßer Mühlenbach, der Strohkirchener Bach und weitere kleine Fließgewässer. Der Ort liegt innerhalb des Gleisdreiecks SchwerinLudwigslust – Hagenow. Der nächste Bahnhof befindet sich in Strohkirchen.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt von 1227. Hier wurde der Ort in einer Schenkungsurkunde der Grafen von Schwerin an die Komturei Kraak erwähnt.[2] Frühere Ortsnamen waren Mratzu (slawisch für Finsternis), Moraz (1227), Moratz(e) (1397), Morats (1500), Moratze (1520).[3] Von der Siedlungsform war der Ort ein Rundling. Moraas war von je her landwirtschaftlich geprägt. Eine zentrale Abwasserentsorgung wurde im 20. Jahrhundert geschaffen, und es folgte der Anschluss der Gemeinde an die Erdgastrasse.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten; vorn in Gold ein widersehender schwarzer Lindwurm; hinten in Rot ein halbes silbernes Malteserkreuz am Spalt.“[4]

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet. Es wurde am 2. April 1998 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 159 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: Das Wappen vereinigt die Symbole der beiden mittelalterlichen Grundherren des Ortes. So sollen der aus dem gräflichen Siegel entlehnte Lindwurm an den Grafen zu Schwerin und das Malteserkreuz an den Johanniterorden erinnern.

FlaggeBearbeiten

 
  Flagge der Gemeinde Moraas

Die Flagge wurde am 24. Oktober 2001 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Rot und Gelb gestreift. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge des roten und des gelben Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[5]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE MORAAS • LANDKREIS LUDWIGSLUST-PARCHIM“.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dorfkirche

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Moraas

  • Backsteinkirche mit Satteldach und Holzturm als Dachreiter
  • Niederdeutsches Hallenhaus von 1785 mit Walmdach; ursprünglich Durchgangshaus mit Mittelküche, im 19. Jahrhundert umgebaut.

InfrastrukturBearbeiten

Im Dorfzentrum liegt das Gemeindehaus und die Feuerwehr. Diese sind gleichzeitig Zentrum für das Vereins- und Kulturleben in der Gemeinde.

WeblinksBearbeiten

Commons: Moraas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Georg Christian Friedrich Lisch: Urkunden der Comthurei Kraak und der Priorei Eixen. In: Jahrbücher des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 1, 1836, ISSN 0259-7772, S. 197–232, (Digitalisat).
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, S. 3–168, hier S. 97.
  4. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 136.
  5. a b Hauptsatzung § 1 (PDF).