Kogel

Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern

Kogel ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Zarrentin mit Sitz in der Stadt Zarrentin am Schaalsee verwaltet. Zu ihr gehören die Ortsteile Kogel, Fliegenhof, Holzkrug und Vietow, die bis Ende 1972 selbständigen Gemeinden Kölzin, Krohnshof und Pamprin[2] sowie die Siedlung Schaalmühle.

Wappen Deutschlandkarte
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Kogel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kogel hervorgehoben

Koordinaten: 53° 30′ N, 10° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Zarrentin
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 29,9 km2
Einwohner: 659 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19246
Vorwahlen: 038843, 038851
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 073
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsstr. 4–5
19246 Zarrentin
Website: Kogel auf amt-zarrentin.de
Bürgermeister: Henning Werner
Lage der Gemeinde Kogel im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Kogel liegt etwa 6,5 Kilometer südöstlich von Zarrentin am Schaalsee und des Biosphärenreservats Schaalsee. Die Bundesautobahn 24 quert das Gemeindegebiet und ist über die Anschlussstelle Zarrentin befahrbar. Die Schaale fließt in südlicher Richtung zur Sude.

Umgeben wird Kogel von den Nachbargemeinden Zarrentin am Schaalsee im Norden, Wittenburg im Osten, Vellahn im Süden, Gallin im Westen sowie Lüttow-Valluhn im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Kogel wird 1230 unter seinem damaligen Namen Cowale erstmals urkundlich im Ratzeburger Zehntregister erwähnt. Der Ort gehörte der Parochie Camin im Lande Wittenburg an. Eine Lebensgrundlage der Bewohner war der Fluss Schaale, der im 16. Jahrhundert schiffbar gemacht wurde. Bis heute ist der Ort land- und forstwirtschaftlich geprägt.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteils Kölzin findet sich im Isfriedschen Teilungsvertrag aus dem Jahr 1194. Unter dem damaligen Namen Culsin war es Stiftsgut des Domkapitels Ratzeburg und gehörte seit 1230 zur Parochie Zarrentin. Im 15. Jahrhundert existierte in dem Ort eine Walkmühle, die der Bearbeitung von Tuchen diente. Diese wurde jedoch mit der Schiffbarmachung der Schaale zu einem Zollhaus umgebaut.

Der Ortsteil Pamprin taucht unter dem Namen Pampurine erstmals 1230 schriftlich im Ratzeburger Zehntregister auf.

PolitikBearbeiten

Gemeindevertretung und BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeister) aus 8 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende Ergebnisse[3]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
Einzelbewerber Werner 14,63 1
Einzelbewerberin Krottenthaler 10,88 1
Einzelbewerber M. Germer 10,60 1
Einzelbewerber Bült 9,69 1
Einzelbewerber Jakobs 9,69 1
Einzelbewerber Voß 9,41 1
Einzelbewerber Greve 9,05 1
Einzelbewerber Frömter 8,14 1

Bürgermeister der Gemeinde ist Henning Werner, er wurde mit 65,40 % der Stimmen gewählt.[4]

DienstsiegelBearbeiten

Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift GEMEINDE KOGEL.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
denkmalgeschützte Fachwerkscheune in Kogel
 
Schaale bei Kogel

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Karl Löwith (1897–1973), arbeitete 1923 als Hauslehrer bei August Freiherr von Flotow in Kogel
  • Jörn-Ulrich Bachmann (1925–1989), Oberkreisdirektor im Landkreis Soltau, geboren auf Gut Kronshof

WeblinksBearbeiten

Commons: Kogel – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 1 der Hauptsatzung (PDF; 38 kB) der Gemeinde
  3. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)
  4. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)
  5. Hauptsatzung § 1 Abs.3