Bresegard bei Picher

Gemeinde in Deutschland

Bresegard bei Picher ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Hagenow-Land mit Sitz in der Stadt Hagenow verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bresegard bei Picher
Bresegard bei Picher
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bresegard bei Picher hervorgehoben

Koordinaten: 53° 21′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Hagenow-Land
Höhe: 32 m ü. NHN
Fläche: 16,58 km2
Einwohner: 288 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19230
Vorwahl: 038751
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 019
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstr. 25
in 19230 Hagenow
Website: Bresegard auf www.amt-hagenow-land.de
Bürgermeisterin: Marianne Röckseisen
Lage der Gemeinde Bresegard bei Picher im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Bresegard bei Picher liegt in der Griesen Gegend, einem waldreichen Gebiet zwischen den Flüssen Sude, Elde und Elbe. Das flachwellige Gebiet fällt westlich von Bresegard etwa 20 Meter zum Tal der Sude hin ab. Der Zusatzname „bei Picher“ dient der Unterscheidung von der Gemeinde Bresegard bei Eldena, dieser Ort liegt nur 15 Kilometer entfernt und ebenfalls im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Durch den Ort fließt der Mühlenbach in Richtung Sude.

Umgeben wird Bresegard bei Picher von den Nachbargemeinden Kuhstorf im Norden, Strohkirchen im Nordosten, Picher im Osten, Alt Krenzlin im Südosten, Groß Krams im Südwesten sowie Redefin im Westen.

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname leitet sich aus dem Slawischen ab und bedeutet so viel wie „Birkenberg“. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1421. Zu der Zeit ließ Albrecht V. Herzog zu Mecklenburg schriftlich die Verpfändung der Einkünfte von Bresegard (damals „Brezegure“) und acht weiteren Dörfern an Jasper Halberstadt festhalten. Im 15. und 16. Jahrhundert muss es im Ort eine Holländermühle gegeben haben. Im Dreißigjährigen Krieg wurden 17 von 32 Höfen verwüstet. Mitte des 18. Jahrhunderts begann die Ansiedlung von Kleinstbauern.

PolitikBearbeiten

Wappen und FlaggeBearbeiten

Blasonierung: In Silber auf rotem Hügel eine grüne Birke mit neun silbernen Früchten.

Das Wappen wurde nach einem Vorschlag des Berliners Paul-Gerhard Schult von dem Barsbütteler Heraldiker Hans-Frieder Kühne gestaltet. Es wurde am 12. März 1998 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 158 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.[2]

In dem Wappen versinnbildlichen die Figuren als redende Zeichen den aus dem Slawischen stammenden Ortsnamen (breza = Birke; góra = Berg). Mit den Früchten soll von der Anzahl her die historisch gewachsene Ortslage mit den neun Hausgruppen symbolisiert werden. Die Tingierung verweist auf die Zugehörigkeit Bresegards zum einstigen Territorium der Grafen von Dannenberg.

 
  Flagge der Gemeinde Bresegard bei Picher

Die Flagge wurde von dem Barsbütteler Heraldiker Hans-Frieder Kühne gestaltet und am 1. November 1999 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge besteht aus weißem Tuch. Es ist in der Mitte mit den Figuren des Gemeindewappens belegt: mit einem roten Hügel, darauf eine grüne Birke mit neun weißen Früchten. Die Figuren nehmen acht Neuntel der Höhe des Flaggentuchs ein. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 3:2.[3]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE BRESEGARD BEI PICHER • LANDKREIS LUDWIGSLUST-PARCHIM“.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Zwei Kilometer südlich von Bresegard führt die Bundesstraße 5 von Ludwigslust nach Boizenburg/Elbe vorbei (vor 1990 Transitstraße von Berlin nach Hamburg). Die nächstgrößeren Städte sind Ludwigslust (15 km entfernt) und Hagenow (zwölf Kilometer), von diesen Orten besteht Bahn- und Autobahnanschluss (A 24 Berlin-Hamburg).

WeblinksBearbeiten

Commons: Bresegard bei Picher – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 118/119.
  3. a b Hauptsatzung § 2 (PDF).