Strohkirchen

Gemeinde in Deutschland

Strohkirchen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Hagenow-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Hagenow verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Strohkirchen
Strohkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Strohkirchen hervorgehoben

Koordinaten: 53° 24′ N, 11° 19′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Hagenow-Land
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 14,78 km2
Einwohner: 317 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19230
Vorwahl: 038751
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 131
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstraße 25
19230 Hagenow
Website: www.amt-hagenow-land.de
Bürgermeisterin: Bärbel Romanowski
Lage der Gemeinde Strohkirchen im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Geografie und VerkehrBearbeiten

Strohkirchen liegt etwa 20 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Schwerin und sieben Kilometer östlich von Hagenow am Nordrand der Griesen Gegend. Durch das Gemeindegebiet fließen der Neue Kanal, der in den Strohkirchener Bach übergeht, sowie weitere kleine Fließgewässer. Der Ort besitzt einen Haltepunkt für Nahverkehrszüge an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg.

GeschichteBearbeiten

Von der Siedlungsform her ist Strohkirchen ein Straßendorf. Bauern, Büdner und Häusler erbauten ihre Häuser entlang verschiedener Wege. Ein räuberischer Müller namens Strohkark soll dem Ort seinen Namen gegeben haben.[2] Einst wurde das Bauerndorf, welches von je her von der Landwirtschaft geprägt war, von den Domanialämtern Neustadt und Hagenow verwaltet.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt durch einen erniedrigten goldenen Wellenfaden; oben in Rot eine goldene Giebelfront eines niedersächsischen Bauernhauses mit schwarzem Fachwerk und schwarzen Giebelbrettern mit abgewendeten Pferdeköpfen; unten in Grün ein unterhalbes, achtspeichiges, achtschaufeliges goldenes Mühlrad.“[3]

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet. Es wurde am 23. September 1999 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 194 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: Im Wappen symbolisieren der Wellenfaden die Jasnitz und der Giebel die das Dorfbild prägenden niedersächsischen Bauernhäuser. Mit dem Mühlrad soll zum einen die an der Jasnitz gelegene Wassermühle versinnbildlicht, zum anderen auf die Sage von der Entstehung des Ortes verwiesen werden. Der Sage nach sollen die ersten fünf Ansiedler ihre Häuser so dicht aneinander gebaut haben, um sich vor dem in der Gegend sein Unwesen treibenden Müller Strohkark wirksam zu schützen. Dieser betrieb sozusagen als Verschleierung für sein eigentliches Tun – Raub und Wegelagerei – an der Jasnitz eine Wassermühle. Als seinem jahrelangen verbrecherischen Treiben durch seine Gefangennahme ein Ende bereitet werden sollte, hatte er zuvor die Flucht ergriffen. Später errichteten die Bewohner der in der Nähe liegenden Häuser unterhalb der verfallenen Mühle eine neue Mühle. Der Name des Müllers jedoch ging auf die kleine Siedlung über.

FlaggeBearbeiten

 
  Flagge der Gemeinde Strohkirchen

Die Flagge wurde am 18. April 2007 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Grün, Gelb und Grün gestreift. Die grünen Streifen nehmen je sieben Dreißigstel, der gelbe Streifen nimmt sechzehn Dreißigstel der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des gelben Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.[4]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE STROHKIRCHEN • LANDKREIS LUDWIGSLUST-PARCHIM“.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Strohkirchen

  • Büdnerei aus Raseneisenstein, Waldweg 6

WeblinksBearbeiten

Commons: Strohkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Giese, J. J. J.: Der räuberische Müller an der Jasnitz, einem Nebenflüsschen der Sude, zwischen Ludwigslust und Hagenow. In: Niederhöffer, Albert (Hrsg.): Mecklenburg's Volkssagen. Band 2. Leipzig 1859.
  3. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 146.
  4. a b Hauptsatzung § 2 (PDF).