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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stralendorf
Stralendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stralendorf hervorgehoben

Koordinaten: 53° 34′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Stralendorf
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 12,02 km2
Einwohner: 1377 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19073
Vorwahlen: 03865, 03869
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 130
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfstr. 30
19073 Stralendorf
Website: www.stralendorf.de
Bürgermeister: Helmut Richter
Lage der Gemeinde Stralendorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Stralendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Sitz des Amtes Stralendorf, dem weitere acht Gemeinden angehören.

Geografie und VerkehrBearbeiten

Stralendorf liegt etwa zehn Kilometer südwestlich von Schwerin. Die Bundesstraßen 321 und 106 sind in etwa fünf bzw. zehn Kilometern zu erreichen.

GeschichteBearbeiten

In Stralendorf wurde 1964 die mit 125 m längste Megalithanlage Mecklenburgs vom Typ Hünenbett ohne Kammer von Ewald Schuldt ausgegraben. Das Großsteingrab von Stralendorf stammt aus der Jungsteinzeit.

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1334 zurück. Aufgrund von Funden und Grabmälern geht man jedoch von einer wesentlich früheren Besiedlung aus. Ein ursprünglich holsteinisches Adelsgeschlecht, welches im Familienwappen drei nach rechts gerichtete Pfeile (=Strale) führte, gründete in einer unbestimmten Zeit nach 1160 den Ort. Claus von Stralendorff wurde um 1230 fürstlicher Rat bei Nicolaus von Werle. Nach dem 14. Jahrhundert war Stralendorf ein Rittergut, welches spätestens ab 1520 in dem Besitz der Herzöge zu Mecklenburg war. Zu leiden hatte die Bevölkerung unter dem Dreißigjährigen Krieg. Durch Brandstiftungen wurden die Kirche, die Schmiede und zwei Bauernhöfe zerstört.

Östlich der Ortslage befindet sich eine ehemalige Hausmülldeponie, die von 1978 bis 1996 betrieben wurde. Nach 1990 entstand ein etwa 15 Hektar großes Gewerbegebiet. Die Stadtflucht aus Schwerin sorgte wie im restlichen Umland für steigende Einwohnerzahlen nach der Wende.

PolitikBearbeiten

Die 2019 gewählte Gemeindevertretung setzt sich wie folgt zusammen:[2]

  • Freie Wählergemeinschaft Stralendorf: 6 Sitze
  • CDU: 1 Sitz
  • Linke: 1 Sitz
  • Allianz Bauern und ländlicher Raum: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Schacht

WappenBearbeiten

Das vom Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltete Wappen wurde am 3. März 2009 durch das Innenministerium genehmigt und unter Nr. 321 in der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Gespalten; vorn in Gold drei rote, schräg liegende Pfeile pfahlweise; hinten in rot über einem goldenen Jagdhorn mit goldenem Tragriemen, eine goldene Rapsblüte“.[3]

FlaggeBearbeiten

„Die Flagge der Gemeinde ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuchs von rot und gelb gestreift. In der Mitte des Flaggentuches liegt auf jeweils ein Drittel der Länge der beiden Querstreifen übergreifend, das Wappen der Gemeinde. Die Höhe des Flaggentuches verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.“[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dorfkirche
  • Dorfkirche Stralendorf mit einem Altargemälde von Friedrich Lange (1869 gestiftet von Graf Schack), mit freistehendem Glockenstuhl.
  • Zahlreiche niederdeutsche Hallenhäuser und Scheunen.
  • Schack-Mausoleum auf dem Friedhof sowie eine Fremdarbeitergrabstätte.

LiteraturBearbeiten

  • Ewald Schuldt: Die mecklenburgischen Megalithgräber. Deutscher Verlag der Wissenschaft, Berlin 1972.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stralendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Endgültige Wahlergebnisse der Kommunalwahl 2019. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  3. a b § 2 der Hauptsatzung (PDF; 22 kB) der Gemeinde