Muchow

Gemeinde in Deutschland

Die Gemeinde Muchow gehört zum Amt Grabow im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Muchow
Muchow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Muchow hervorgehoben

Koordinaten: 53° 19′ N, 11° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Grabow
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 19,05 km2
Einwohner: 265 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19300
Vorwahl: 038752
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 100
Adresse der Amtsverwaltung: Berliner Straße 8a
19297 Grabow
Website: www.grabow.de
Bürgermeister: Karsten Grimm
Lage der Gemeinde Muchow im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Geografie und VerkehrsanbindungBearbeiten

Die von Feldern umgebene Gemeinde liegt in dem nur dünn besiedelten Gebiet jeweils zehn Kilometer südöstlich von Neustadt-Glewe und nordöstlich von Grabow. Die Müritz-Elde-Wasserstraße verläuft an der Westgrenze des Gemeindegebietes. Hindurch fließt der kleine Fluss Tarnitz südlich in Richtung Löcknitz. Die Bundesautobahn 24 ist über die Anschlussstelle Neustadt-Glewe in zirka zehn Kilometern zu erreichen.

GeschichteBearbeiten

 
Dorfkirche Muchow

Die erste urkundliche Erwähnung Muchows stammt aus dem Jahre 1377. Eine Besiedlung der Gemarkung hat es aber schon vor Beginn der Zeitrechnung gegeben. Wie in der Region üblich, spielte zeitweise die Eisengewinnung aus Raseneisenstein eine Rolle. Von 1407 bis ins 17. Jahrhundert hinein gab es im Dorf 33 Hauswirte und 32 Katen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden 20 Höfe verwüstet. Insgesamt drei Großbrände in den Jahren 1531, 1903 und 1938 sind bekannt. Muchow war bis 1989 vor allem durch die Landwirtschaft geprägt.

Die neugotische Backsteinkirche mit kreuzförmigem Grundriss wurde von 1890 bis 1892 von Gotthilf Ludwig Möckel erbaut. Das Altarbild stammt von dem Düsseldorfer Maler Ernst Christian Pfannschmidt.[2]

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold zwei schräggekreuzte blaue Sensenklingen mit der Schneide nach außen, darüber eine rote Fliege mit goldenen Flügeln.“[3]

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet. Es wurde zusammen mit der Flagge am 13. Februar 2001 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 236 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: In dem Wappen soll mit der Fliege als redendes Zeichen der bildliche Bezug zu dem aus dem Slawischen stammenden Ortsnamen (mucha = Fliege) hergestellt werden. Die Sensenblätter symbolisieren die traditionelle Landwirtschaft als Haupterwerbszweig der Einwohner, erinnern aber auch an die Fertigung von Sensenblättern in der einstigen Dorfschmiede. Die Tingierung des Wappens verweist auf die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landesteil Mecklenburg.

FlaggeBearbeiten

 
  Flagge der Gemeinde Muchow

Die Flagge ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Gelb, Rot und Gelb gestreift. Die gelben Streifen nehmen je ein Viertel, der rote Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des roten Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe und ein Drittel der Länge des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[4]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE MUCHOW“.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Neogotische Dorfkirche mit Klinkerfassaden
  • Gefallenendenkmal 1914/1918 und 1939/45

PersonenBearbeiten

  • Ernst Bardey (1828–1897), deutscher Mathematiker und Lehrer
  • Gustav Bardey (1826–1905), Gärtner, Kurdirektor von Bad Stuer, Ehrenbürger von Plau am See
  • Karl Türk (1800–1887), Rechtsgeschichtler und Politiker

WeblinksBearbeiten

Commons: Muchow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Die Amtsgerichtsbezirke Hagenow, Wittenburg, Boizenburg, Lübtheen, Dömitz, Grabow, Ludwigslust, Neustadt, Crivitz, Brüel, Warin, Neubukow, Kröpelin und Doberan. III. Band. Schwerin 1899, S. 225 (Digitalisat im Internet Archive [abgerufen am 23. Juli 2015]).
  3. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 136/137.
  4. a b Hauptsatzung § 2 (PDF).