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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Witzin
Witzin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Witzin hervorgehoben
Koordinaten: 53° 43′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Sternberger Seenlandschaft
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 18,79 km2
Einwohner: 459 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19406
Vorwahl: 038481
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 155
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
19406 Sternberg
Website: www.amt-ssl.de
Bürgermeister: Hans Hüller
Lage der Gemeinde Witzin im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Witzin ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Sternberger Seenlandschaft mit Sitz in der Stadt Sternberg verwaltet.

Geografie und VerkehrBearbeiten

 
Glammsee

Die Gemeinde liegt in einer waldreichen hügeligen Landschaft östlich von Sternberg. Im Westen grenzt die Gemeinde an den Trenntsee und den Groß Radener See, kleinere Seen finden sich entlang des Müllerbaches mit dem Ortmannsee, Kemladesee und den Mühlensee. Im Süden liegt der Glammsee. Im Osten befindet sich im Waldgebiet Herrenholz die höchste Erhebung mit 76,8 m ü. NHN. Die nächstgrößeren Städte sind Sternberg (8 Kilometer) und Güstrow (20 Kilometer).

Durch den Ort Witzin führt die Bundesstraße 104 von Schwerin nach Güstrow.

Ortsteile der Gemeinde sind Loiz und Witzin.[2]

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1270 wurde Witzin als Kirchdorf, das zum Bützower Archidiakonat gehörte, erstmals urkundlich erwähnt.[3] 1309 belehnte Fürst Heinrich II. von Mecklenburg den Ritter Ludolf von Ganzow mit einer Hebung von 20 Mark Bede aus dem Dorf für ein von ihm geliehenes Kapital.[4] Im 14. Jahrhundert gehörte durch Vetternwirtschaft der größte Teil des Ortes der Familie von Ganzow. Auch die von Pressentin hatten dort zwei Höfe und acht Hufen. Im Jahr 1408 ging durch Kauf der gesamte Besitz der Pressentins an das Kloster Tempzin, zwei Jahre später auch der Ganzowsche Besitz. Im Zuge der Säkularisation wurde das Gebiet an die Herren von Pedersdorf belehnt. 1625 war das Domanialgut noch in Pfandbesitz des herzoglich-braunschweigischen Rates und Hofmarschalls Hans von Petersdorff. Danach gehörte der Domanial-Pachthof und das Bauerndorf Witzin zum Großherzogtum Mecklenburg und zum Amt Warin-Neukloster-Sternberg-Tempzin. Nach 1945 gehörte der Ort erst zum Land Mecklenburg und dann von 1952 bis 1990 zum Bezirk Schwerin.

Der Name bezieht sich auf das slawische Wort vitŭ für Gewinn. Der Name bezieht sich auf den slawischen Lokator des Ortes und bedeutet Ort des Vitek.[5]

Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ortsteil Loiz am 31. März 1328, als der mecklenburgische Fürst Heinrich II. der Stadtkirche Sternberg eine Vikarie stiftet. Diese wurde mit Einkünften aus dem Ort ausgestattet.[6]

Am 1. Juli 1950 wurde die bisher eigenständige Gemeinde Loiz eingegliedert.

PolitikBearbeiten

Seit dem 20. September 2005 führt die Gemeinde ein Wappen und eine Flagge.[7]

WappenBearbeiten

Das vom Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltete Wappen wurde am 11. August 2005 vom Innenministerium genehmigt und unter Nr. 299 in der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau eingezogene goldene Spitze, belegt mit einem blauen Mühlrad; vorn zwei gekreuzte goldene Giebelbretter mit nach außen gewendeten Pferdeköpfen; hinten ein aufrecht stehender mit der Krümme nach innen weisender goldener Abtstab.“[8]

FlaggeBearbeiten

Die Flagge ist gleichmäßig längsgestreift von Gold (Gelb) und Blau. In der Mitte des Flaggentuches liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des goldenen (gelben) und des blauen Streifens übergreifend das Gemeindewappen. Die Höhe des Flaggentuches verhält sich zur Länge wie 3:5.[8]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dorfkirche Witzin

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Witzin

QuellenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Witzin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 9 der Hauptsatzung (PDF; 350 kB) der Gemeinde
  3. MUB II. Schwerin 1864, Nr. 1178.
  4. MUB V. (1869) Nr. 3337.
  5. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 98.
  6. MUB VII. (1872) Nr. 4363, 4912
  7. Informationen zum Wappen auf in-witzin.de
  8. a b § 1 der Hauptsatzung (PDF; 350 kB) der Gemeinde