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Sagrado (vollständiger Name: Sagrado d’Isonzo; Sagrât auf Furlanisch; Zagraj auf slowenisch) ist eine Gemeinde mit 2183 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien.

Sagrado
Wappen
Sagrado (Italien)
Sagrado
Staat Italien
Region Friaul-Julisch Venetien
Koordinaten 45° 53′ N, 13° 29′ OKoordinaten: 45° 52′ 30″ N, 13° 29′ 0″ O
Höhe 32 m s.l.m.
Fläche 14 km²
Einwohner 2.183 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 156 Einw./km²
Postleitzahl 34078
Vorwahl 0481
ISTAT-Nummer 031017
Schutzpatron Hl. Nikolaus
Website Sagrado

GeografieBearbeiten

Sagrado liegt am linken Ufer des Flusses Isonzo am Fuße des Monte San Michele auf dem Karst und umfasst vier Ortsteile: Peteano, Poggio Terza Armata (veraltet: Sdraussina/Sdraučina), San Martino del Carso (slow. Vrk), Stazione Gradisca-San Martino. Nachbargemeinden sind Doberdò del Lago, Farra d’Isonzo, Fogliano Redipuglia, Gradisca d’Isonzo und Savogna d’Isonzo.

GeschichteBearbeiten

Der Monte San Michele (275 m s.l.m.) war im Ersten Weltkrieg ein schwer umkämpfter Hügel an der Isonzofront. Am 7. August 1916 gelang es italienischen Truppen im Laufe der Sechsten Isonzoschlacht nach wiederholten Versuchen die Erhebung einzunehmen. Die in den Karstfelsen gesprengten Kasematten sind noch vorhanden, museal aufbereitet worden und können besichtigt werden, so die Gen.-Lukacich-Höhle, der Schönburg-Tunnel und die Galleria della Terza Armata. Unterhalb eines Vorsprungs, von dem aus die österreichisch-ungarischen Truppen das Isonzo-Tal und die Stadt Görz kontrollierten, lag der Schützengraben der ersten Frontlinie der Italiener, gegen den am Morgen des 29. Juni 1916 ein Gasangriff erfolgte,[2][3] dem rund 7.000 Italiener zum Opfer fielen und 2.500 sofort das Leben kostete.[4]

Der Ortsteil Poggio Terza Armata (Stützpunkt 3. Armee) liegt im Osten von Sagrado in einem engen flachen Streifen zwischen dem Isonzo und dem Karst unterhalb vom Monte San Michele. Bis nach dem Ersten Weltkrieg hieß der Ort noch Sdraussina bzw. Sdraučina, was auf slawisch-keltische Wurzeln deutet. Umbenannt wurde er während des Faschismus zum Gedenken an das während der Isonzoschlachten hier liegende Hauptquartier der italienischen 3. Armee.

San Martino del Carso ist ein Dorf auf dem Karstplateau, das während der Kampfhandlungen stark beschädigt wurde. Die völlig zerstörte Kirche wurde 1925 an derselben Stelle wiedererrichtet.

TriviaBearbeiten

Der Monte San Michele wird namentlich erwähnt im Gedicht Sono una creatura des italienischen Dichters Giuseppe Ungaretti, der als Soldat hier kämpfte. Ein weiteres Gedicht von ihm ist nach dem Ort San Martino del Carso benannt.

PartnerschaftenBearbeiten

Mit den Städten Branik in Slowenien und Győrság in Ungarn besteht eine Städtepartnerschaft. Ebenso besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Poggersdorf in Kärnten.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Hintergrund zu den „Friedenspfaden“. Fremdenverkehrsverein Fogliano (italienisch) abgerufen am 6. Januar 2008
  3. Monte Grappa, Italy’s Thermopylae (englisch) abgerufen am 6. Januar 2008
  4. Gas am San Michele. (italienisch) abgerufen am 6. Januar 2008