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Das Résiatal oder Resia (furlanisch Rèsie, slowenisch Rezija) ist ein Gebirgstal und eine Gemeinde mit 1000 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in den westlichen Julischen Alpen im italienischen Friaul, das von Resiutta im Fellatal (Eisental) nach Osten in das Ucceatal führt. Sitz der Gemeinde ist in der Fraktion Prato di Resia. Das obere Ucceatal gehört ebenfalls noch zur Gemeinde Resia.

Resia
Kein Wappen vorhanden.
Resia (Italien)
Resia
Staat Italien
Region Friaul-Julisch Venetien
Provinz Udine (UD)
Koordinaten 46° 23′ N, 13° 18′ OKoordinaten: 46° 23′ 0″ N, 13° 18′ 0″ O
Höhe 492 m s.l.m.
Fläche 119,19 km²
Einwohner 1.000 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 8 Einw./km²
Postleitzahl 33010
Vorwahl 0433
ISTAT-Nummer 030092
Volksbezeichnung Resiani
Schutzpatron San Pietro
Website comune.resia.ud.it
Resiatal gegen Westen bei San Giorgio
Straße ins Resiatal
Resiatal
Ortschaft Stolvizza

Inhaltsverzeichnis

FraktionenBearbeiten

  • Gniva (Njiva)
  • Oseacco (Osoane)
  • Prato di Resia (Ravanca)
  • San Giorgio (Bila)
  • Stolvizza (Solbica)
  • Uccea (Učja)

NachbargemeindenBearbeiten

Ethnische BesonderheitBearbeiten

Im Resiatal leben etwa 800 Menschen, die slawischer Herkunft sind. Die Einwohner leiten den Namen „Resianer“ von „Russen“ ab. Ihr Dialekt Resianisch hat jedoch gemeinsame Wurzeln mit den slowenischen Dialekten Kärntens, lehnte sich aber später, nachdem die sprachliche Verbindung zum Kanaltal durch friulanische und deutsche Kolonisation unterbrochen wurde, an die Küstendialekte (primorsko) des Slowenischen an.

Vom Resiatal führt ein Fahrweg über den Carnizzasattel ins Ucceatal, das ebenfalls von Resianern besiedelt ist, und weiter nach Zaga im Sočatal sowie nach Slowenien.

Musik und TanzBearbeiten

Durch die isolierte Lage bildeten bzw. hielten sich im Resiatal sehr eigenständige musikalische Traditionen: von Bedeutung sind vor allem die Tanzmelodien mit ihrem geringen Tonumfang und häufigen metrischen Unregelmäßigkeiten, gespielt meist im Wechsel zwischen zwei quintverwandten Tonarten. Gängige Besetzung sind zwei (seltener nur eine) Geigen („Citira“), die die Melodien unisono spielen, sowie ein dreisaitiges Cello („Bunkula“), das als Bassinstrument eine einfache Bordunbegleitung beisteuert. Besonders in der Karnevalszeit sowie am 15. August (Mariä Himmelfahrt) sind diese Traditionen nach wie vor lebendig. Wegen ihrer Besonderheiten und des mutmaßlich hohen Alters haben Tanzmusik und Lieder aus Resia eine herausragende Bedeutung im Repertoire des Folkrevivals in Slowenien und im Friaul bekommen (Gruppen wie Katice oder La Sedon Salvadie).

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Scherenschleifer-Museum
  • Kalk-Brennöfen
  • Kirche Mariä Himmelfahrt in Prato
  • Freskenmalerei Kreuzigung an der Seitenwand eines alten Hauses in Stolvizza

LiteraturBearbeiten

  • Julijan Strajnar: Citira. La musica strumentale in Val di Resia. Instrumentalna glasba v Reziji. Pizzicato, Udine 1988, ISBN 88-7736-101-8
  • Kurt F. Strasser, Harald Waitzbauer: Über die Grenzen nach Triest. Wanderungen zwischen Karnischen Alpen und Adriatischem Meer. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 1999
  • G. Pilgram, W. Berger, W. Koroschitz, A. Pilgram-Ribitsch: Die letzten Täler – Wandern und Einkehren in Friaul. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec 2008, ISBN 978-3-85435-532-8

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.