Martina Trevisan

italienische Tennisspielerin
Martina Trevisan Tennisspieler
Martina Trevisan
Martina Trevisan (2018)
Nation: ItalienItalien Italien
Geburtstag: 3. November 1993 (27 Jahre)
Größe: 1,60 cm
1. Profisaison: 2008
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Matteo Catarsi
Preisgeld: 726.766 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 214:114
Karrieretitel: 0 WTA, 9 ITF
Höchste Platzierung: 83 (12. Oktober 2020)
Aktuelle Platzierung: 83
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 19:15
Karrieretitel: 0 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 288 (22. Mai 2017)
Aktuelle Platzierung: 387
Letzte Aktualisierung der Infobox:
2. November 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Martina Trevisan (* 3. November 1993 in Florenz, Italien) ist eine italienische Tennisspielerin. Ihr älterer Bruder Matteo ist ebenfalls Tennisprofi.

KarriereBearbeiten

Trevisan, die im Alter von fünf Jahren mit dem Tennisspielen begann, gab 2008 ihren Einstand auf der ITF Women’s World Tennis Tour, auf der sie bislang neun Einzel- und zwei Doppeltitel gewinnen konnte. 2009 folgte ihr Debüt auf der WTA Tour, nachdem sie von den Veranstaltern des Premier 5-Turniers in Rom eine Wildcard für die Qualifikation erhalten hatte. Dort scheiterte sie jedoch bereits in der Auftaktrunde.

Nach einer erfolgreichen Laufbahn als Juniorin, bestritt Trevisan, die 2009 jeweils im Doppel das Halbfinale bei den Nachwuchskonkurrenzen der French Open und von Wimbledon erreichte, zwischen 2010 und 2013 aufgrund psychischer Probleme keine offiziellen Turniermatches. Während dieser Zeit litt sie nach eigener Aussage wegen familiärer Schwierigkeiten und steigendem Erfolgsdruck an Essstörungen und gab sich in psychologische Behandlung.[1]

2014 kehrte Trevisan auf die ITF Tour zurück und errang ihre ersten beiden Profititel. Im Jahr darauf siegte sie erstmals bei einem Turnier der $25.000-Kategorie, 2016 stand sie im Finale des hochdotierten $100.000-Turniers in Biarritz, unterlag dort aber Rebecca Šramková. Bei den Internazionali BNL d’Italia 2017 erhielt Trevisan zusammen mit ihrer Doppelpartnerin Sara Errani eine Wildcard und erreichte das Viertelfinale.[2] Im Einzel scheiterte sie hingegen schon in der ersten Runde der Qualifikation. Im selben Jahr trat Trevisan in Wimbledon erstmals in der Qualifikation zu einem Grand-Slam-Turnier an, schied aber in der ersten Runde aus. Anschließend stand sie in Gstaad zum ersten Mal im Hauptfeld eines WTA-Turniers, verlor aber in der Auftaktrunde gegen Anett Kontaveit.

2019 errang Trevisan in Charleston mit einem Auftakterfolg über Nadija Kitschenok ihren ersten Hauptrundensieg auf der WTA Tour. Im Jahr darauf überstand sie bei den Australian Open erstmals die Qualifikation zu einem Grand-Slam-Turnier, bevor sie in der ersten Runde gegen die spätere Siegerin Sofia Kenin ausschied. Der mit Abstand größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere gelang ihr nach der coronabedingten Saisonunterbrechung mit dem Einzug ins Viertelfinale der French Open. Dort schlug sie nach Siegen über Cori Gauff und Maria Sakkari mit Kiki Bertens im Achtelfinale erstmals eine Spielerin aus den Top-10 der Weltrangliste, ehe sie in der Runde der letzten Acht der späteren Gewinnerin Iga Świątek unterlag. Durch den Erfolg rückte Trevisan im Ranking erstmals unter die besten 100 der Welt vor.

2017 gab Trevisan bei der 2:3-Viertelfinalniederlage gegen die Slowakei ihren Einstand für die italienische Fed-Cup-Mannschaft. Seitdem hat sie für ihr Land sieben Begegnungen im Einzel und Doppel bestritten, von denen sie fünf gewinnen konnte (Einzelbilanz 1:2). Im Doppel blieb sie bislang bei vier Auftritten ohne Niederlage.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 14. September 2014 Italien  Santa Margherita di Pula ITF $10.000 Sand Italien  Cristiana Ferrando 6:4, 6:3
2. 21. September 2014 Italien  Santa Margherita di Pula ITF $10.000 Sand Belgien  Marie Benoît 6:4, 6:3
3. 17. Mai 2015 Italien  Santa Margherita di Pula ITF $10.000 Sand Norwegen  Ulrikke Eikeri 6:3, 3:6, 6:1
4. 1. August 2015 Italien  Rom ITF $25.000 Sand Schweiz  Lisa Sabino 6:1, 6:3
5. 4. Oktober 2015 Italien  Santa Margherita di Pula ITF $10.000 Sand Italien  Anastasia Grymalska 7:5, 3:6, 6:1
6. 28. August 2016 Italien  Bagnatica ITF $25.000 Sand Polen  Katarzyna Piter 6:1, 5:7, 7:5
7. 9. Oktober 2016 Italien  Santa Margherita di Pula ITF $25.000 Sand Brasilien  Beatriz Haddad Maia 6:3, 6:4
8. 25. Juni 2017 Polen  Warschau ITF $25.000+H Sand Ukraine  Olha Jantschuk 6:2, 6:4
9. 22. September 2019 Italien  Santa Margherita di Pula ITF $25.000 Sand Australien  Seone Mendez 6:4, 5:7, 7:5

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 15. August 2009 Italien  Pesaro ITF $10.000 Sand Italien  Anastasia Grymalska Italien  Alice Balducci
Italien  Federica Di Sarra
6:2, 6:2
2. 17. April 2015 Italien  Santa Margherita di Pula ITF $10.000 Sand Italien  Alice Matteucci Italien  Giorgia Marchetti
Italien  Anna-Giulia Remondina
6:2, 6:3

WeblinksBearbeiten

Commons: Martina Trevisan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Martina Trevisan e la rinascita dopo l’anoressia: «Decisivo chiedere aiuto». In: corrieredellosport.it. 3. Oktober 2020, abgerufen am 2. November 2020 (italienisch).
  2. Internazionali d'Italia: Errani e Trevisan superano primo turno. In: corrieredellosport.it. 17. Mai 2017, abgerufen am 19. Januar 2018 (italienisch).