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Gomené (bretonisch: Gouvene) ist eine französische Gemeinde mit 546 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Saint-Brieuc und zum Kanton Broons. Die Bewohner nennen sich Gomenéens/Gomenéennes.

Gomené
Gouvene
Wappen von Gomené
Gomené (Frankreich)
Gomené
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Saint-Brieuc
Kanton Broons
Gemeindeverband Loudéac Communauté – Bretagne Centre
Koordinaten 48° 10′ N, 2° 29′ WKoordinaten: 48° 10′ N, 2° 29′ W
Höhe 104–221 m
Fläche 25,37 km2
Einwohner 546 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 22230
INSEE-Code
Website http://gomene.fr/

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Gomené liegt etwa 43 Kilometer südöstlich von Saint-Brieuc und rund 60 Kilometer westnordwestlich von Rennes im Süden des Départements Côtes-d’Armor.

GeschichteBearbeiten

Der etwa 6,0 m hohe Menhir de la Pellionaye aus der Jungsteinzeit, die Megalithanlagen von Gomené und Reste aus der gallo-römischen Zeit belegen eine frühe menschliche Besiedlung.

Die erste namentliche Erwähnung von Gomené als Gomene erfolgte im Jahr 1256.

Im Oktober 1817 kam es zu einem Gebietsaustausch mit der Gemeinde Ménéac in Morbihan.

Am 15. Juni 1944 wurden als Warnung an die Résistance zwei junge Männer (17 und 18 Jahre alt) auf dem Dorfplatz von der Wehrmacht hingerichtet.

Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Broons. Zudem war sie von 1793 bis 2015 Teil des Kantons Merdrignac. Von 1801 bis 1926 war Gomené verwaltungstechnisch dem Arrondissement Loudéac zugeteilt. Seit 1926 ist die Gemeinde Teil des Arrondissements Dinan.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1793 1821 1831 1861 1911 1921 1936 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 1.096 1.112 1.058 1.385 1.247 1.119 1.069 841 718 647 596 535 539 585 561
Quellen: Cassini und INSEE

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und die hohe Anzahl Gefallener des Ersten Weltkriegs führten zu einem Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefststände in neuerer Zeit.

Sehenswürdigkeiten[1]Bearbeiten

  • Schloss Château de la Hersonnière aus dem 19. Jahrhundert
  • Dorfkirche Notre-Dame (erbaut 1857–1863)
  • Kapelle Saint-Gwenaël (erbaut 1875)
  • Kapelle Sainte-Anne (erbaut 1876)
  • zahlreiche Kreuze und Wegkreuze, die Ältesten aus dem Hochmittelalter
  • die Herrenhäuser Manoir des Aulnays (auch als Schloss bezeichnet; 14.–17. Jahrhundert) und Manoir de Roquetton
  • das ehemalige Pfarrhaus
  • alte Häuser und Bauerngüter in La Ville-Haye (18. Jahrhundert), La Ville-ès-Pies (1739) und La Hingandière
  • Brunnen in Les Aulnays und Brunnen Sainte-Anne in Roquetton (erbaut 1876)
  • 6 Wasser- und Windmühlen in La Courbe, Aulnais, d’A-haut, Tertre-Gloret, Roquetton und Couëlan
  • Denkmal für die Gefallenen[2]
  • Menhir von La Pellionnaie/Pellionaie
  • eine Allée couverte (Galeriegrab) in La Ville-Menot
  • ein Granitblock in Les Aulnays mit einer altbretonischen Inschrift aus dem 6. Jahrhundert
  • ein rechteckiger Taubenschlag aus dem 19. Jahrhundert

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 695–699.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beschreibung der Sehenswürdigkeiten (französisch) (Memento des Originals vom 17. September 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.topic-topos.com
  2. Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege