Golden Globe Awards 2012

Jährliche Preisverleihung für Kino- und Fernsehfilme
Ricky Gervais, Gastgeber der 69. Golden Globe Awards

Die Golden Globe Awards 2012 wurden von der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), einer Vereinigung internationaler Filmjournalisten, am 15. Januar 2012 zum 69. Mal vergeben. Die Auszeichnung wurde in insgesamt 25 Kategorien für herausragende Leistungen in den Bereichen Film und Fernsehen verliehen. Die Verleihung fand im Rahmen eines Galadiners im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills statt.

Die Moderation übernahm im dritten Jahr in Folge, nach der Preisverleihung im Jahr 2010 und jener des Jahres 2011, der Komiker Ricky Gervais.

FavoritenBearbeiten

Die Nominierungen in den 25 Kategorien waren am 15. Dezember 2011 bekanntgegeben worden. Diese Aufgabe hatten die Schauspieler Woody Harrelson, Sofía Vergara, Gerard Butler und Rashida Jones übernommen. Berücksichtigt wurden Spielfilme und Fernsehprogramme, die erstmals zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2011 aufgeführt wurden. Fremdsprachige Filme mussten im Ursprungsland zwischen dem 1. November 2010 und dem 31. Dezember 2011 uraufgeführt worden sein.

Mit insgesamt sechs Nominierungen galt die The Artist von Michel Hazanavicius als Favorit in der Sparte Film. Die Stummfilm-Hommage konnte ihrem Favoritenstatus gerecht werden und gewann drei Preise (Beste Komödie/Musical, Beste Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical – Jean Dujardin, Beste Filmmusik). Zwei Golden Globe Awards erhielt Alexander Paynes Tragikomödie The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (Bestes Drama, Bester Hauptdarsteller in einem Drama – George Clooney), die fünf Nominierungen erhalten hatte. Auf die gleiche Anzahl an Nennungen war das Rassismus-Drama The Help von Tate Taylor gekommen, dass in der Kategorie Nebendarstellerin (Octavia Spencer) honoriert wurde. Woody Allens viermal nominierte Liebeskomödie Midnight in Paris wurde mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet. Auf je vier Nominierungen aber keine Auszeichnung kamen der Polit-Thriller The Ides of March – Tage des Verrats von George Clooney und Bennett Millers Sportler-Drama Die Kunst zu gewinnen – Moneyball.

Ryan Gosling (The Ides of March, Crazy, Stupid, Love.) und Kate Winslet (Der Gott des Gemetzels, Mildred Pierce) wurden in je zwei Kategorien für ihre schauspielerischen Leistungen nominiert. Winslet gewann den Preis für Mildred Pierce. Auf ebenfalls zwei Nominierungen kam die Schauspielerin Glenn Close (Albert Nobbs), die auch den Text zum Filmsong beisteuerte. Der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender, der für seine Rolle in Shame bereits bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet worden war, wurde in der Kategorie Bester Hauptdarsteller – Drama nominiert, hatte aber gegenüber George Clooney das Nachsehen.

In der Sparte Fernsehen hatten die bereits mit dem Emmy ausgezeichnete Serie Downton Abbey und der Fernsehmehrteiler Mildred Pierce die meisten Nominierungen erhalten (je vier). Zweimal wurde die Fernsehserie Homeland prämiert (Beste Fernsehserie – Drama, Beste Serien-Hauptdarstellerin in einem Drama – Claire Danes).

Preisträger und Nominierte im Bereich FilmBearbeiten

Statistik
(aufgeführt werden Filme mit mehr als einer Nominierung)
N=Nominierung; G=Gewonnen
Film N G
The Artist 6 3
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten 5 2
The Help 5 1
Midnight in Paris 4 1
Die Kunst zu gewinnen – Moneyball 4 0
The Ides of March – Tage des Verrats 4 0
Hugo Cabret 3 1
My Week with Marilyn 3 1
Albert Nobbs 3 0
W.E. 2 1
Brautalarm 2 0
Der Gott des Gemetzels 2 0
50/50 – Freunde fürs (Über)Leben 2 0
Gefährten 2 0
Verblendung 2 0
 
Ausgezeichnet für die beste Regie: Martin Scorsese
 
Bester Hauptdarsteller in einem Drama: George Clooney
 
Für ihr Porträt als Margaret Thatcher preisgekrönt: Meryl Streep
 
Bester Komödiendarsteller: Jean Dujardin
 
Ausgezeichnet für ihre Darstellung der Marilyn Monroe: Michelle Williams

Bester Film – DramaBearbeiten

präsentiert von Harrison Ford

The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants) – Regie: Alexander Payne

Bester Film – Komödie/MusicalBearbeiten

präsentiert von Jane Fonda

The Artist – Regie: Michel Hazanavicius

Beste RegieBearbeiten

präsentiert von Angelina Jolie

Martin ScorseseHugo Cabret (Hugo)

Bester Hauptdarsteller – DramaBearbeiten

präsentiert von Natalie Portman

George ClooneyThe Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants)

Beste Hauptdarstellerin – DramaBearbeiten

präsentiert von Colin Firth

Meryl StreepDie Eiserne Lady (The Iron Lady)

Bester Hauptdarsteller – Komödie/MusicalBearbeiten

präsentiert von Jessica Biel und Mark Wahlberg

Jean DujardinThe Artist

Beste Hauptdarstellerin – Komödie/MusicalBearbeiten

präsentiert von Kate Beckinsale und Seth Rogen

Michelle WilliamsMy Week with Marilyn

Bester NebendarstellerBearbeiten

präsentiert von Mila Kunis und Gerard Butler

Christopher PlummerBeginners

Beste NebendarstellerinBearbeiten

präsentiert von Bradley Cooper

Octavia SpencerThe Help

Bestes DrehbuchBearbeiten

präsentiert von Nicole Kidman und Clive Owen

Woody AllenMidnight in Paris

Beste FilmmusikBearbeiten

präsentiert von Jimmy Fallon und Adam Levine

Ludovic BourceThe Artist

Bester FilmsongBearbeiten

präsentiert von Jimmy Fallon und Adam Levine

„Masterpiece“ aus W.E.Julie Frost, Jimmy Harry, Madonna

„The Living Proof“ aus The HelpMary J. Blige, Harvey Mason junior, Damon Thomas, Thomas Newman
„Hello Hello“ aus Gnomeo und Julia (Gnomeo and Juliet)Elton John, Bernie Taupin
„The Keeper“ aus Machine Gun PreacherChris Cornell
„Lay Your Head Down“ aus Albert NobbsBrian Byrne, Glenn Close

Bester AnimationsfilmBearbeiten

präsentiert von Jessica Alba und Channing Tatum

Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn (The Adventures of Tintin) – Regie: Steven Spielberg

Bester fremdsprachiger FilmBearbeiten

präsentiert von Madonna

Nader und Simin – Eine Trennung (Dschodai-ye Nader az Simin), Iran – Regie: Asghar Farhadi

Preisträger und Nominierte im Bereich FernsehenBearbeiten

Statistik
(aufgeführt werden Fernsehprogramme mit mehr als einer Nominierung)
N=Nominierung;S=Sieg(e)
Fernsehprogramm N S
Downton Abbey 4 1
Mildred Pierce 4 1
Homeland 3 2
Modern Family 3 1
Boardwalk Empire 3 0
Cinema Verite – Das wahre Leben 3 0
The Hour 3 0
Too Big to Fail – Die große Krise 3 0
American Horror Story – Die dunkle Seite in dir 2 1
Boss 2 1
Enlightened 2 1
Episodes 2 1
Game of Thrones 2 1
New Girl 2 0
30 Rock 2 0

Beste Serie – DramaBearbeiten

präsentiert von Melissa McCarthy und Paula Patton

Homeland

Bester Serien-Hauptdarsteller – DramaBearbeiten

präsentiert von Melissa McCarthy und Paula Patton

Kelsey GrammerBoss

Beste Serien-Hauptdarstellerin – DramaBearbeiten

präsentiert von Dustin Hoffman

Claire DanesHomeland

Beste Serie – Komödie oder MusicalBearbeiten

präsentiert von Salma Hayek und Antonio Banderas

Modern Family

Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder MusicalBearbeiten

präsentiert von Tina Fey und Jane Lynch

Matt LeBlancEpisodes

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie oder MusicalBearbeiten

präsentiert von Ashton Kutcher und Elle Macpherson

Laura DernEnlightened

Beste Mini-Serie oder FernsehfilmBearbeiten

präsentiert von Julianne Moore und Rob Lowe

Downton Abbey

Bester Hauptdarsteller – Mini-Serie oder FernsehfilmBearbeiten

präsentiert von Katharine McPhee und Debra Messing

Idris ElbaLuther

Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder FernsehfilmBearbeiten

präsentiert von Julianne Moore und Rob Lowe

Kate WinsletMildred Pierce

Bester Nebendarsteller – Serie, Mini-Serie oder FernsehfilmBearbeiten

präsentiert von Sarah Michelle Gellar und Piper Perabo

Peter DinklageGame of Thrones

Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder FernsehfilmBearbeiten

präsentiert von Felicity Huffman und William H. Macy

Jessica LangeAmerican Horror Story – Die dunkle Seite in dir (American Horror Story)

Cecil B. DeMille AwardBearbeiten

präsentiert von Sidney Poitier

Morgan Freeman

Miss Golden GlobeBearbeiten

Rainey Qualley (Tochter von Andie MacDowell)

WeblinksBearbeiten