Antonio Banderas

spanischer Schauspieler

Antonio Banderas (* 10. August 1960 in Málaga als José Antonio Domínguez Bandera) ist einer der bekanntesten spanischen Schauspieler der Gegenwart, der auch als Filmregisseur und teilweise als Sänger und Gitarrist arbeitet.

Antonio Banderas bei der Premiere von The Expendables 3 im August 2014
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Antonio Banderas (1997)

LebenBearbeiten

Antonio Banderas ist der ältere von zwei Söhnen des Polizisten José Domínguez Prieto (1920–2008) und der Lehrerin Ana Bandera Gallego (1933–2017). Er wollte Fußballer werden, erlitt aber im Alter von vierzehn Jahren eine Beinverletzung. Stattdessen begann Banderas zu schauspielern, was bald seine neue Leidenschaft wurde. Nach einer Schauspielausbildung an der Málagaer Schauspielschule ESAD spielte er zunächst an verschiedenen Bühnen in Madrid, später erhielt er auch Filmrollen. Er spielte in einigen nationalen Film- und Fernsehproduktionen, teilweise unter der Regie von Pedro Almodóvar. 1992 hatte er eine Hauptrolle im Film Mambo Kings und siedelte danach in die Vereinigten Staaten über.

Dem Nachnamen seiner Mutter, Bandera („Flagge“), fügte er nach eigenen Angaben für den Abspann seines allerersten Films im Jahr 1981 (Laberinto de pasiones (1982), R: Pedro Almodóvar) ein „s“ aus politischen Motiven hinzu, um neben der spanischen Nationalflagge auch Katalonien, das Baskenland und Andalusien – seine Herkunftsregionen – anzuerkennen. („Damals war das mit der spanischen Flagge eine große Sache für mich, und ich war kein Zentralist, so hängte ich das s an.“, New York, Mai 2004)

Gelegentlich arbeitet Banderas auch als Filmregisseur. 1999 inszenierte er seinen Debütfilm Verrückt in Alabama mit Melanie Griffith und anderen Schauspielern. Sein zweites Werk, „El camino de los ingleses“, eine Geschichte über das Heranwachsen in den 1970er Jahren, war 2007 bei der Berlinale zu sehen.[1]

Banderas wurde 2010 „Goodwill“-Botschafter bei den Vereinten Nationen, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen für Kampagnen gegen die Armut, für den Umweltschutz und die Sicherung von Frauenrechten.[2]

Von 1988 bis 1996 war er mit Ana Leza verheiratet. Nach seiner Scheidung heiratete er im Mai 1996 die US-Schauspielerin Melanie Griffith, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Griffith trennte sich im Frühjahr 2014 von ihm und reichte im Sommer 2014 die Scheidung ein.[3] Seit Dezember 2015 ist die Scheidung rechtskräftig.


Am 26. Januar 2017 erlitt Banderas einen Herzinfarkt, woraufhin ihm in einem Schweizer Krankenhaus drei Stents eingesetzt wurden.[4]

2020 brachte ihm die Hauptrolle des gealterten Filmregisseurs Salvador Mallo in Pedro Almodóvars Spielfilm Leid und Herrlichkeit Nominierungen für den Oscar und Golden Globe Award ein.

TriviaBearbeiten

Auf der Liste der „sexiest film stars“ des Empire Magazin belegte er 1995 den 24. Platz, und 1996 wurde er vom amerikanischen People Magazin unter die „50 most beautiful people in the world“ gewählt.

2003 spielte er erfolgreich am Broadway in dem Musical Nine an der Seite von Chita Rivera, wofür er eine Nominierung für den Tony Award erhielt.

Er sang mit Sarah Brightman einige Jahre zuvor das Lied Phantom of the Opera aus dem gleichnamigen Musical[5] sehr erfolgreich ein. Auch in dem Film Evita sang er alle Passagen selbst, sagte aber in einem Interview der Zeitschrift „You+me“, dass er kein professioneller Sänger sei und auch niemals werde. Zwischenzeitlich erschien lediglich eine CD, auf der nur Instrumentalmusik zu hören ist.[6]

Am 18. Oktober 2005 durfte Antonio Banderas seinen eigenen Stern (Nummer 2294) auf dem Bürgersteig des Hollywood Walk of Fame enthüllen.

Banderas’ deutsche Synchronstimme stammt üblicherweise von Bernd Vollbrecht.[7]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

Internationale Filmfestspiele von Cannes

Filmfest München 2019

Europäischer Filmpreis

WeblinksBearbeiten

Commons: Antonio Banderas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutscher Titel: „Sommerregen“. Vgl. Banderas-Film zur Berlinale, in Nordsee-Zeitung - Sonnabend, 6. Januar 2007, Seite 4A
  2. Antonio Banderas wird UN-Botschafter
  3. Griffith lässt sich von Antonio Banderas scheiden
  4. Antonio Banderas: Herzinfarkt! Nimmt er seine Gesundheit auf die leichte Schulter? von jlö (Kürzel) in den News auf www.gala.de (Gala (Zeitschrift)), 27. März 2017, abgerufen am 25. Juli 2019
  5. Banderas ready to star in „The Phantom of the Opera“-Movie
  6. Antonio Banderas auf discogs.com
  7. Antonio Banderas in der Deutschen Synchronkartei
  8. Filmfest München: Der gestiefelte Spanier: Antonio Banderas erhält CineMerit Award. Artikel vom 4. Juni 2019, abgerufen am 5. Juni 2019.