Steven Spielberg

US-amerikanischer Filmregisseur, -produzent, Drehbuchautor, Schauspieler, Videospieldesigner, Studiounternehmer

Steven Allan Spielberg KBE (* 18. Dezember 1946 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent, Drehbuchautor und Schauspieler. Mit seinen Filmen spielte Spielberg bisher mehr als zehn Milliarden US-Dollar ein und gilt als kommerziell erfolgreichster Regisseur der Welt.[1]

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Steven Spielberg (2017)

Neben seinem Debütfilm Duell (1971) gehören zu Spielbergs bekanntesten Filmen Der weiße Hai (1975), Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977), E.T. – Der Außerirdische (1982), Jurassic Park (1993), Schindlers Liste (1993), Der Soldat James Ryan (1998), Catch Me If You Can (2002), Lincoln (2012), Ready Player One (2018) und die vierteilige Indiana-Jones-Reihe (1981–2008). Als Produzent war Spielberg u. a. für die jeweils dreiteiligen Filmreihen Zurück in die Zukunft und Men in Black verantwortlich.

Der 19-fach für den Oscar nominierte Spielberg erhielt den begehrten Filmpreis für seine Regiearbeiten bei Schindlers Liste und Der Soldat James Ryan sowie als Produzent für Schindlers Liste. Insgesamt erhielten seine Filme 140 Oscar-Nominierungen und konnten 35 Mal die weltweit wichtigste Filmtrophäe gewinnen.[2] Der Mitbegründer der Filmproduktionsfirmen Amblin Entertainment und Dreamworks ist zudem mehrfacher Golden-Globe-, BAFTA- und Emmy-Preisträger. Außerdem wurde Spielberg mit zahlreichen Ehrungen für seine philantrophischen Bemühungen außerhalb des Filmgeschäfts bedacht.

BiografieBearbeiten

Familie und Privates

Steven Allan Spielberg wurde am 18. Dezember 1946 im Jewish Hospital in Cincinnati, Ohio geboren.[3] Sein Vater war der Elektroingenieur und Computer-Pionier Arnold Meyer Spielberg (1917–2020), seine Mutter Leah Posner (1920–2017) wirkte bis zu ihrer Heirat 1945 als studierte Konzertpianistin. Spielbergs Eltern gehörten dem orthodoxen Judentum an. Spielbergs väterliche Vorfahren stammen aus der damals zum russischen Kaiserreich gehörenden Ukraine; sein Großvater Samuel Spielberg stammte aus Kamjanez-Podilskyj, seine Großmutter Rebecca (geb. Chechik) aus Sudylkiw[4]. Er hat drei jüngere Schwestern: Anne[5] (* 1949), Susan (1953) und Nancy (1956).[6] Spielbergs Eltern ließen sich am 20. April 1966 scheiden. Die Mutter heiratete 1967 Bernard Adler (1919–1995), einen ehemaligen Assistenten von Arnold Spielberg.[7] Arnold Spielberg heiratete 1997 Bernice Goldsmith Colner (1920–2016).[8]

Spielberg heiratete 1985 die Schauspielerin Amy Irving, mit der den gemeinsamen Sohn Max Spielberg (* 1985) hat. Nach der Scheidung im Februar 1989 heiratete er im Oktober 1991 die Schauspielerin Kate Capshaw, die er bei den Dreharbeiten zu Indiana Jones und der Tempel des Todes kennenlernte. Das Paar lebt in Hollywood. Zusammen mit Kate Capshaw hat Spielberg die Stieftochter Jessica Capshaw (* 1976), die drei leiblichen Kinder Sasha Spielberg (* 1990), Sawyer Spielberg (* 1992), Destry Allyn Spielberg (* 1996), sowie die beiden Adoptivkinder Theo Spielberg (* 1996) und Mikaela George Spielberg (* 1996). Spielbergs Patenkinder sind die Schauspielerinnen Drew Barrymore und Gwyneth Paltrow.

Zu seinem beruflichen Freundeskreis zählen – beziehungsweise zählten – Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Barbra Streisand, Richard Attenborough, Chris Columbus, Peter Jackson und Barry Levinson sowie die Schauspieler Tom Hanks und Tom Cruise. Eine enge Freundschaft verbindet Spielberg zudem seit 1974 mit dem amerikanischen Filmmusikkomponisten John Williams. Spielberg betont immer wieder, dass Williams der größte musikalische Geschichtenerzähler überhaupt sei. Aus der Zusammenarbeit zwischen Spielberg und Williams entstanden bislang 26 Werke, deren erstes der Film „Sugarland Express“ war. Mit Ausnahme von Die Farbe Lila (1985) hat Williams bis zum Jahr 2012 für alle unter der Regie von Spielberg entstandenen Filme die Musik komponiert. Im Jahr 2015 arbeitete Spielberg, aufgrund gesundheitlicher Probleme von Williams,[9] erstmals wieder mit einem anderen Komponisten zusammen: Thomas Newman schrieb die Musik für Bridge of Spies – Der Unterhändler.

Laut dem Wirtschaftsinformationsdienst Bloomberg verfügt Spielberg – Stand 2022 – über ein Vermögen von 7,25 Milliarden US-Dollar.[10]

Kindheit und Jugend

Spielberg verbrachte seine frühe Kindheit zunächst in seiner Geburtsstadt Cincinnati. Im Juni 1949 nahm der frisch von der Universität graduierte Vater ein Angebot des von David Sarnoff geleiteten Elektronikkonzerns RCA an und die Familie Spielberg zog nach Camden (New Jersey), einem Vorort von Philadelphia, an der Ostküste der USA. 1952 folgte ein weiterer Umzug in das nur wenige Meilen entfernte Viertel Haddon Township.[11] Nach der Geburt seiner dritten Schwester zog die Familie im Februar 1957 aufgrund eines beruflichen Wechsels des Vaters zu General Electric in Richtung amerikanischer Westküste nach Scottsdale, einem exklusiven Vorort von Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Spielberg wuchs gutsituiert, war ein durchschnittlicher Schüler, entwickelte bereits als Kind eine ausgeprägte Leidenschaft für Film, Fernsehen und Filmsoundtracks, las Science-Fiction-Comichefte und spielte jahrelang Klarinette in der Ingleside Thunderbird Band. Für Sport hingegen zeigte er keinerlei Interesse. Spielberg litt während seiner Kindheit bis hinein in die Jugend unter den zunehmenden Spannungen und Streits seiner Eltern, die 1966 in einer Scheidung mündete. Laut eigener Aussage hatte er zu seinen drei Schwestern und seinem beruflich bedingt häufig abwesenden Vater bis hinein ins Erwachsenenalter ein vorwiegend schwieriges Verhältnis.[12] Zudem hatte er in den verschiedenen Schulen an denen er im Laufe seiner Kindheit und Jugend unterrichtet wurde, aufgrund seines schmächtigen Körpers und seiner jüdischen Herkunft in unreglmäßigen Abständen Probleme mit Mitschülern, die sich über ihn lustig machten, beleidigten oder physisch angingen. Nichtsdestotrotz fand Spielberg an allen Schulen auch Freunde, Gleichgesinnte und Verbündete.

Als Zehnjähriger erhielt er von seinem Vater dessen 8-mm-Filmkamera. Spielbergs Vater war der Kritik seines Sohnes überdrüssig, da Steven ständig die Qualität der von ihm gedrehten Familienfilme bemängelte. Fortan übertrug der Vater an Steven die Aufgabe die Familienfilme zu drehen.[13] 1958 drehte Spielberg im Alter von zwölf Jahren seinen ersten Kurzfilm, der die Kollision zweier Züge seiner Spielzeugeisenbahn zeigte. Im selben Jahr erhielt er von den Pfadfindern ein Verdienstabzeichen für den von ihm gedrehten 8-mm-Film The Last Gunfight. Mit vierzehn Jahren spannte er seine Nachbarskinder und Klassenkameraden für die Dreharbeiten des 40-minütigen Kriegsfilms Escape to Nowhereein. Der Kriegsfilm zeigt den Kampf von Generalfeldmarschall Erwin Rommel und den deutschen Truppen gegen die Amerikaner.[14] Spielberg gewann mit dem Werk das Arizona Amateur Film Festival und erhielt als Preis eine 16mm-Kodak-Filmkamera und eine umfangreiche Sammlung mit Fachliteratur für Filmemacher. Auf Anraten seines Vaters verkaufte Spielberg die Kamera und kaufte stattdessen eine vollausgestattete 8mm-Bolex H-8 de luxe mit mehreren Filmoptiken, einem 400-Fuß-Magazin, Stop-Motion- und Zeitlupenfunktion, so dass Spieberg in der Lage war, alles so drehen zu können, wie er es wollte. Zusätzlich spendierte der Vater ihm noch einen passenden Bolex-Projektor und ein gerade auf dem Markt gekommenes Bolex-Sonerizer-Tonsystem, mit dem es Spielberg erstmals möglich war, seine Filme mit Ton aufzunehmen.[15][16] Spielberg experimentierte von nun an mit allen Einstellungsgrößen, Stop-Motion und Zeitlupen. Die intensiven Kosten für Negative und Entwicklung übernahm der Vater.[17] Zeitzeugen erinnern sich, dass Spielberg fest davon überzeugt und gewillt war Filmregisseur zu werden. In seiner Zeit als Teenager drehte Spielberg insagesamt 15 Kurzfilme.[18]

Als Teenager drehte Spielberg zahlreiche Kurzfilme mit einer Länge von rund 15 Minuten. Hauptthema war zumeist der 2. Weltkrieg, die in Filmen wie Fighter Squad gespickt mit Flugzeugen, deutschen Soldaten und deutschen Nazis waren.[19] Als begeisterter Filmemacher ging Spielberg jeden Samstagnachmittag mit seinen Freunden ins Kiva Theatre-Kino in Scottsdale. Hier sah er neben den Filmen von John Ford und John Huston zahlreiche B-Movie-Western, Tarzan-Filme, Zorro-Filme und Cartoons, die ihn nachhaltig inspirieren sollten. Zu seinen Lieblingsfilmen zählten Hitchcocks Psycho, Ben Hur und insbesondere Die Brücke am Kwai sowie der mit sieben Oscars prämierte Historienfilm Lawrence von Arabien aus dem Jahr 1962.[20] Im Garten seiner Eltern veranstaltete er für die Kinder aus der Nachbarschaft mit Unterstützung seiner Familie Kinovorführungen mit einem 16-mm-Projektor, den sein Vater ihm geschenkt hatte. Die hier erzielten Einnahmen investierte er wieder in seine zunehmend aufwendigeren Filmprojekte.[21]

Bereits 1960 hatte er sich als 13-Jähriger in Phoenix einen Namen als Nachwuchsfilmemacher gemacht und seine Dreharbeiten wurden ab und an vom lokalen Fernsehsender besucht. Nachdem der mittlerweile dauerhaft mit Filmemachen beschäftige Spielberg im September 1961 auf die Arcadia High School in Scottsdale wechselte, folgte im Alter von 17 Jahren sein 1963 innerhalb von sechs Monaten realisierter, aufwendig gedrehter 140 Minuten langer Science-Fiction-Film Firelight, im Wesentlichen eine Amateurfilmfassung der 1977 von Spielberg gedrehten Unheimlichen Begegnung der dritten Art. Beide Filme sind inspiert durch die meist sternenklaren Nächte Arizonas und den zahlreichen dort zu sehenden Sternschnuppen. Sie weckten bereits als Kind Spielbergs Begeisterung für Astronomie und riefen bei ihm gleichzeitig Fantasien und Sehnsüchte über UFOs hervor. Der von seinen Eltern mit weniger als 600 US-Dollar finanzierte Spielfilm Firelight wurde einmalig am 24. März 1964 in dem von seinem Vater angemieteten Phoenix Little Theatre vor ausverkauften Haus aufgeführt. Die Zuschauer zahlten jeweils 75 Cent Eintritt und Spielberg konnte einen kleinen Gewinn erwirtschaften. An den Dreharbeiten beteiligten sich erneut zahlreiche Schulkameraden seiner High School und Spielbergs Familienmitglieder. Im Vorfeld hatte Spielberg während eines Besuchs in Universal Studios den Kontakt zum Universal-Mitarbeiter Chuck Silvers aufgenommen, der ihm fortan als Mentor beratend zur Seite stand und bereits das außergewöhnliche Potential des Filmemachers erkannte. Spielberg hoffe, dass der Film seine Eintrittskarte für Hollywood werden würde und das Universal seine Amateurproduktion mit großem Budget wiederverfilmen würde – mit Spielberg als Regisseur.[22]

Ein letzter Versuch die kriselnde Ehe der Eltern zu retten, sollte mit einem beruflichen Wechsel des Vaters zu IBM in eine neue, unbelastete Lebensumgebung einhergehen und so zog die Familie Ende März 1964 ins Silicon Valley in die Kleinstadt Saratoga in unmittelbarer Nähe zu San Francisco.[23] Im Sommer 1964 folgte Spielbergs erster Schritt nach Hollywood. Als unbezahlter Assistent arbeitete er mit Unterstützung von Chuck Silvers in den Ferien in der Schnittabteilung der damals zu den weltweit größten TV- und Filmproduktionsstätten zählenden Universal Studios.[24] Am 18. Juni 1965 erlangte Spielberg an der hervorragend beleumundeten Saratoga High School seinen High School-Abschluss und verbrachte die darauffolgenden Monate erneut in der Schnittabteilung bei Universal. Kurz darauf trennten sich seine Eltern endgültig. Während seine drei Schwestern mit der Mutter und ihrem neuen Mann Bernard Adler zurück nach Phoenix zogen, ging Spielberg mit seinem Vater nach Brentwood (Los Angeles)/Los Angeles, mit dem er mittlerweile ein gutes Verhältnis hatte.[25] Nachdem er sich aufgrund seiner mittelmäßigen Abschlussnoten erfolglos an den privaten Universitäten USC und UCLA für ein Filmstudium bewarb, schrieb er sich im September 1965 für ein Studium an der California State University, Long Beach in der Nähe der Universal Studios ein, nicht zuletzt um damit nicht in den Vietnam-Krieg eingezogen werden zu können. Doch die Ablehnung an den Filmuniversitäten trotz Intervention von Universals Chuck Silvers nagte an Spielberg. Schließlich studierten hoffnungsvolle Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Bob Gale und John Milius an der USC und spätere Meisterregisseure wie Francis Ford Coppola zur selben Zeit an der UCLA.[26] Spielberg besuchte die Vorlesungen nur sehr selten und war nicht an seinem Studium interessiert. Stattdessen verbrachte er drei Tage die Woche in den Universal Studios, um anderen Regisseuren bei der Arbeit zuzuschauen und Kontakte zu knüpfen. Einige Wochen assistierte er dem Independent-Filmemacher John Cassavetes bei den Dreharbeiten seines Filmes Faces.[27] Am 20. April 1966 ließen sich seine Eltern scheiden. Seine Bemühungen, als Regisseur ernst genommen zu werden stagnierten. Als er einigen Verantwortlichen bei Universal vorschlug, sich seine bisherigen 8mm-Filme anzuschauen, lehnten die mit der Begründung ab, dass die Expertisen zumindest auf 16mm-Film und besser noch auf 35mm-Film gedreht sein müssen.[28] 1966 gründete Spielberg mit seinem Vater eine Filmproduktionsfirma mit dem Namen Playmount Productions – in englischsprachiger Anlehnung an den Familiennamen.[29] Im Frühjahr 1967 stand die erste Produktion an. Der zuvor exmatrikulierte Jura-Student Ralph Morris hatte sich 3.000 US-Dollar (2022: ca. 20.000 US-Dollar)von seinen Eltern geliehen und wollte nun als Produzent mit Spielberg als Regisseur seinen ersten professionellen Film auf 35 mm in Farbe drehen. Der Film hieß Slipstream und handelte von zwei verfeindeten Radrennfahren, die sich mit ihren High-End-Hochgeschwindigkeitsrädern Downhill die Serpentinen auf den Highways rund um Los Angeles einen Rennen liefen. Als einer der beiden im engen Windschatten eines LKW fährt, stößt sein Rivale ihn gegen das Heck des LKW, schlägt ihn dann zusammen und schmeißt ihn schlussendlich von der Straße. Als Kameramann konnte Spielberg Allen Daviau gewinnen, mit dem er später E.T. drehen sollte. Der Film blieb letztlich unvollendet, da das Budget für Equipment und Personal vor der Ferigstellung ausgeschöpft war und sich keine weiteren Geldgeber mehr fanden. Spielberg bezeichnet Slipstream als seine unvollendete Symphonie.[30] Spielberg fehlte damit weiterhin ein Projekt, dass er bei Universal als 35mm-Referenzprojekt präsentieren konnte.

FilmkarriereBearbeiten

1968 bis 1974Bearbeiten

Ab dem 6. Juli 1968 drehte Spielberg mit einem Gesamtbudget von 20.000 US-Dollar (2022: ca. 150.000 US-Dollar) an zehn Drehtagen den von ihm geschriebenen 35-mm-Technicolor-Kurzfilm Amblin’. Erneut mit Allen Daviau an der Kamera. Die 26-minütige dialogfreie Liebesgeschichte eines trampenden Hippiemädchens und eines Trampers, der sich lediglich als Hippie ausgibt, konnte nach seiner Premiere am 18. Dezember 1968 im Loews Crest Theater in Westwood mehrere Filmpreise gewinnen und wurde für Spielberg die Eintrittskarte nach Hollywood.[31] Zunächst nahm ihn der Künstleragent Mike Medavoy unter Vertrag.[32] Durch Spielbergs Universal-Mentor Chuck Silvers gelangte eine Kopie des Filmes an den überaus einflussreichen, erst 33-jährigen Universal-Television-Vize- Sidney Sheinberg. Sheinberg war voller Begeisterung für Spielbergs Werk und stattete das erst 21-jährige Regietalent im Dezember 1968 mit einem Siebenjahresvertrag als TV-Regisseur und einem monatlich garantierten Gehalt in Höhe von 1200 US-Dollar (2022: ca. 10.000 US-Dollar) aus.[33] Nie zuvor hatte ein Major-Studio einen jüngeren Regisseur engagiert. Fortan inszenierte Spielberg für Universal-Produktionen vertragsgemäß einzelne Episoden verschiedener Fernsehserien, mitunter in Spielfilmlänge.

Seine erste Produktion wurde die im Februar 1969 gedrehte Episode Eyes aus der dreiteiligen Pilotfolge für die neue NBC-Serie Night Gallery des renommierten Twilight Zone-Erfinders- und -Produzenten Rod Serling mit der berüchtigten Hollywood-Diva Joan Crawford in der Hauptrolle. Sheinberg warf – in Absprache mit dem ebenfalls von Spielberg überzeugten Produzenten William Sackheim – den Regieneuling Spielberg somit direkt ins kalte Wasser. Als man Crawford darüber informierte, dass der erst 22-jährige Spielberg Regie führen würde, war sie „zuerst sprachlos und dann entsetzt“ bei dem Gedanken an einen jungen und unerfahrenen Neuankömmling, der sie als Regisseur leiten würde. Spielberg versuchte seine zumeist arrivierten Universal-Kollegen mit ausgefallenen Kameraeinstellungen und außergewöhnlicher Choreographie zu beeindrucken. Aber die Führungskräfte des Studios befahlen ihm stattdessen schnell und effektiv zu drehen. Spielbergs innovative Arbeitsweise wurde bei den anderen Filmschaffenden, die noch in den seit Jahrzehnten bewährten Arbeitsabläufen verharrten, nicht gut aufgenommen. Die Hauptdarstellerin Joan Crawford, die sich Spielberg gegenüber am Set unerwartet sehr zugewandt zeigte, sagte jedoch:

„Mir und wahrscheinlich allen anderen war sofort klar, dass hier ein junges Genie am Werk ist. Ich dachte zunächst, vielleicht wäre mehr Erfahrung wichtig. Aber dann musste ich an all die erfahrenen Regisseure denken, die eben nicht Stevens intuitive Einfälle hatten und die immer wieder nur die gleiche alte Routine wiederholten. Das nannte man wohlwollend ‚Erfahrung‘. Da wusste ich, dass Steven Spielberg eine glänzende Zukunft vor sich haben würde. Hollywood erkennt Talente nicht immer, aber Stevens Talent konnte einfach nicht übersehen werden. All dies teilte ich Steven in einem Brief mit, den ich ihm im Anschluss an die Dreharbeiten schrieb. Dasselbe habe ich auch Rod Serling geschrieben. Ich war einfach nur dankbar, dass er Steven als Regisseur genehmigt hatte und sagte ihm, dass er mit seiner Wahl im Nachhinein vollkommen Recht gehabt habe.“

Joan Crawford über ihre Dreherfahrung mit Steven Spielberg

Bei den Universal-Mitarbeitern war mittlerweile bekannt, dass Sheinberg sich stark um den mitunter skeptisch beäugten Spielberg und seine Entwicklung als Regisseur kümmerte. Des Weiteren galt Spielberg vor allen bei den zahlreichen älteren Mitarbeitern als Jüngling, der zwar alles über Filmoptiken wusste und Dolly-Fahrten liebte, aber von Schauspiel und Schauspielerführung wenig Ahnung hatte. Dementsprechend kursierte für Spielberg auf dem Studiogelände der Spitzname „Sheinbergs Folly“ (dt.: „Sheinbergs Narr“).[34] Doch Spielberg hatte auch etliche Fürsprecher aus den progressiven Reihen der Universal-Welt und viele schätzten Spielbergs Enthusiasmus, Kreativität und seine entspannte, unaufgeregte, aber bestimmte Art sowie vor allem seine technischen Fachkenntnisse im Bereich Bildgestaltung.

Nach der von Spielberg aufgrund der Einschränkungen seiner Kreativität eher als negativ wahrgenommenen Erfahrung bei den Dreharbeiten zu Night Gallery legte Spielberg eine kurze Pause vom Studio ein und gründete seine eigene Filmproduktionsfirma Amblin Production Company, die er nach seinem Kurzfilm Amblin benannte. 1970 drehte Spielberg lediglich die Episode The Daredevil Gesture der überaus populären ABC-Serie Dr. med. Marcus Welby, dem seinerzeit größten Einschaltquotenhit im US-Fernsehen. 1971 brachte dann die erhoffte Wende für den weiterhin mit den kreativen Beschränkungen des Fernsehproduktionsbetrieb hadernden Spielberg. Nachdem er 1971 fünf weitere Episoden für verschiedene Serien inszenierte, drehte Spielberg die Premierenfolge Tödliche Trennung aus der für die NBC-Mystery-Movie-Reihe produzierten Kriminalfilmserie Columbo. Für die 72-minütigen Episode erntete Spielberg von allen Seiten viel Lob.[35]

Im Anschluss an den allseits äußerst positiv bewerteten Columbo-Dreh erhielt Spielberg von Universal die Chance seinen ersten Spielfilm zu realisieren. Im Herbst 1971 drehte Spielberg für das samstagabendliche Hauptprogramm des US-TV-Senders ABC den Movie of the Weekend-Fernsehfilm Duell. Der von Spielberg minimalistisch inszenierte und virtuos in Szene gesetzte Thriller wurde ein riesiger Publikums- und Kritikererfolg und sollte über die Jahre zum Filmklassiker mit Kultcharakter avancieren. Universal war von dem Fernsehfilm derart überzeugt, dass man ihn in einer mit Zusatzszenen verlängerten Fassung ab Oktober 1972 weltweit im Kino vermarktete. Spielbergs Werk spielte an den Kinokassen stattliche acht Millionen Dollar (2022: ca. 41.390.000 US-Dollar) ein und machte erstmals die internationale Filmszene auf den Nachwuchsregisseur aufmerksam.[36] Obwohl Spielberg einen Festvertrag bei Universal besaß, wurde für Duell gemäß den Vorgaben der Directors Guild of America ein gesonderter Kontrakt aufgesetzt. Spielberg erhielt zunächst eine separate Gage in Höhe von 5000 US-Dollar (2022: ca. 30.000 US-Dollar). Des Weiteren wurden zusätzliche Vergütungen für TV-Wiederholungen und einer eventuellen Kinoauswertung vereinbart.[37]

Nach dem einschlagenden Erfolg von Duell änderte sich alles für Spielberg. Er erhielt nun zahlreiche Angebote Kinofilme zu drehen. Nach insgesamt elf TV-Produktionen wird 1973 Spielbergs Festvertrag bei Universal einvernehmlich aufgelöst. Trotzdem blieben Universal und Spielberg bis heute weiterhin persönlich und geschäftlich engstens miteinander verbunden. 1974 begeisterte er im Alter von 27 Jahren mit seinem ersten als Kinofilm produzierten The Sugarland Express die internationalen Kritiker, die ihn trotz des kommerziell eher enttäuschenden Ergebnis als Wunderkind betrachten. Es folgten zwischen Mai und Oktober 1974 die nervenaufreibenden Dreharbeiten für seinen zweiten Kinofilm: Die Verfilmung von Peter Benchleys Bestsellerromans Der weiße Hai.

1975 bis 1992Bearbeiten

 
Steven Spielberg (1990)

Am 20. Juni 1975 lief Der weiße Hai in den amerikanischen Kinos an und entwickelte sich in wenigen Monaten zum bis dato gewinnträchtigsten Film aller Zeiten mit einem weltweiten Einspielergebnis von 260 Millionen US-Dollar (2022:1.232.380.000 US-Dollar).[38] Nie zuvor hatte ein Film einen derartig großen Publikumszuspruch und damit kommerziellen Erfolg erfahren. Der weiße Hai gilt seither als erster Blockbuster der Filmgeschichte.[39]

Für Spielberg folgten nach dem Weißen Hai dutzende weltweit erfolgreiche Kinohits, wie zunächst 1977 die Unheimliche Begegnung der dritten Art. 1979 folgte jedoch ein erster erheblicher Rückschlag für Spielberg mit der Komödie 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood, die von der Kritik durchweg negativ rezensiert wurde. Spielberg hatte plötzlich Probleme Produzenten für weitere Projekte zu finden. Erst 1981 gab ihm sein Freund George Lucas eine weitere Chance und so führten die beiden im Duett Regie bei der ersten Indiana-Jones-Verfilmung Jäger des verlorenen Schatzes. Lucas und Spielberg hatten zuvor die Figur des Indiana Jones entwickelt und durch ihre gemeinsame Faszination das Genre des Abenteuerfilms neu belebt. Durch den Welterfolg war Spielberg zurück im Geschäft. 1982 folgte mit E. T. – Der Außerirdische ein weiterer weltweiter Kinohit und blieb elf Jahre lang der umsatzstärkste Film der Kinogeschichte. Sein Horrorfilm Poltergeist aus dem Jahr 1982 und die Mystery-Fernsehreihe Twilight Zone aus dem Jahr 1983 verfestigten sein Image als Disney-Erbe. 1980 wurde seine bisherige Unternehmung Amblin Production Company zunächst in Amblin Productions umbenannt, um dann 1984 ein weiteres Mal zu dem bis heute bestehenden Namen Amblin Entertainment mit den weiteren Teilhabern Kathleen Kennedy und Filmproduzent Frank Marshall umfirmiert zu werden. Der Firmensitz liegt bis heute auf dem Gelände der Universal Studios.

Nachdem er im Jahr 1984 Indiana Jones und der Tempel des Todes als Regisseur erneut zu einem Multimillionen-Dollar-Welterfolg machte, führte er in seiner Eigenschaft als Produzent den Schauspieler Michael J. Fox und den Film Zurück in die Zukunft und seine beiden Fortsetzungen ebenfalls zu weltweiten Kassenschlager. 1987 schlossen Universal-Präsident Sid Sheinberg und Steven Spielberg einen Vertrag, der Spielberg für den Rest seines Lebens an Universal bindet. Dafür erhält Steven Spielberg von den Universal Studios alljährlich 2 % aller Erlöse aus den verkauften Eintrittskarten der Universal Themen Parks in Florida und Japan. Dadurch generiert Spielberg seither jährliche Einnahmen von mehr als 30 Millionen US-Dollar.[40][41]

1980 wurde seine bisherige Unternehmung zunächst in Amblin Productions umbenannt, um dann 1984 ein weiteres Mal zu dem bis heute bestehenden Namen Amblin Entertainment mit den weiteren Teilhabern Kathleen Kennedy und Filmproduzent Frank Marshall umfirmiert zu werden. Der Firmensitz liegt bis heute auf dem Gelände der Universal Studios.

1993 bis 2006Bearbeiten

1993 sollte für Spielbergs das bisher erfolgreichste Jahr seiner Karriere werden: In diesem Jahr wurden sowohl sein Blockbuster Jurassic Park und als auch der für ihn sehr persönliche Schindlers Liste veröffentlicht. Während Jurassic Park erneut zahlreiche Box-Office Rekorde brach und mit 920 Mio. eingespielten Dollar über fünf Jahre lang als erfolgreichster Film der Welt galt, war Schindlers Liste auch der ersehnte Kritikererfolg. In Schindlers Liste setzt sich Spielberg erstmals offen mit seiner jüdischen Identität und dem Antisemitismus in ganz Europa auseinander und konnte diesen mit einfach gehaltenen Dreharbeiten, keinerlei Kranfahrten und lediglich der Benutzung von Handkameras erfolgreich inszenieren. Seine Eltern, Arnold Spielberg und Leah Posner, sind Nachfahren jüdischer Flüchtlinge, die aus Furcht vor russischen Pogromen nach Amerika auswanderten. Diese Geschichte verarbeitete er zudem verschlüsselt in dem von ihm produzierten Zeichentrickfilm Feivel, der Mauswanderer. 1994 wurde Schindlers Liste mit sieben Oscars ausgezeichnet, unter anderem in den Kategorien Regie und Bester Film, die beide an Spielberg gingen. Sein Image als großer kleiner Junge und Märchenonkel, das ihm seit E.T. anhing, konnte er damit endgültig abstreifen. Die meiste Zeit seiner bisherigen Filmkarriere verbrachte Spielberg mit handwerklich begabten und technisch brillanten Unterhaltungsfilmen.

1994 gründete er mit seinen Freunden Jeffrey Katzenberg und David Geffen das unabhängige Filmstudio DreamWorks SKG, das allerdings 2005 wegen finanzieller Probleme an Paramount Pictures verkauft wurde. 1997 folgte mit Vergessene Welt: Jurassic Park der zweite Teil aus der Jurassic Park-Reihe. Der 1998 veröffentlichte Spielfilm Der Soldat James Ryan brachte Spielberg seinen zweiten und bisher letzten Regie-Oscar ein. Mit den 2001 in den Kinos angelaufenen A.I. – Künstliche Intelligenz und Minority Report folgten zwei Filme mit unterschiedlichen Zukunftsvisionen. Es folgte 2002 mit Catch Me If You Can und Terminal wieder etwas leichtere Unterhaltung. Krieg der Welten und München erschienen 2005 in den Kinos.

2007 bis heuteBearbeiten

 
Steven Spielberg (2013)

Anfang 2007 begann Spielberg seine Arbeit an Die Abenteuer von Tim und Struppi, einer 3D-Adaption (als Trilogie geplant). Spielberg arbeitete dabei erstmals mit Peter Jackson zusammen. Der erste Teil wurde von Spielberg inszeniert und von Jackson produziert, beim zweiten soll Jackson Regie führen.

2013 leitete er die Wettbewerbsjury der 66. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Am 16. Dezember 2015 wurde von ihm zusammen mit Jeff Skoll von Participant Media, Anil Ambani von der Reliance Anil Dhirubhai Ambani Group und Darren Throop von Entertainment One das Unternehmen Amblin Partners gegründet.[42]

Spielberg kündigte 2016 an, das Leben von Lynsey Addario mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle verfilmen zu wollen.[43] Das Projekt wurde aber bislang nicht fertiggestellt. Stattdessen bemühte sich Spielberg um die Neuverfilmung des Musical West Side Story mit Ansel Elgort, Rachel Zegler und Ariana DeBose in den Hauptrollen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde das Werk erst im Jahr 2021 in den Kinos veröffentlicht und bei den Golden Globe Awards 2022 als bestes Filmmusical ausgezeichnet.

Im Jahr 2022 folgte die Veröffentlichung des autobiografisch geprägten Filmdramas Die Fabelmans. In diesem wird der jugendliche Hollywood-Regisseur von Gabriel LaBelle verkörpert, während Spielbergs Eltern von Michelle Williams und Paul Dano dargestellt werden.

EinflüsseBearbeiten

Spielbergs Entwicklung ist vor allem von Filmemachern wie Stanley Kubrick, Walt Disney, Alfred Hitchcock, John Ford, Frank Capra, David Lean, Orson Welles und Akira Kurosawa beeinflusst; zu vielen von ihnen hatte er persönlichen Kontakt. Aber auch seine Begeisterung für Zeichentrickfilme, Comics, Bilder von Norman Rockwell und besonders das Fernsehen haben in seinen Arbeiten sichtbare Spuren hinterlassen. Vor jedem neuen Filmdreh schaut sich Spielberg nach eigenen Angaben immer die Filme Die sieben Samurai, Lawrence von Arabien, Ist das Leben nicht schön? und Der schwarze Falke an.[44]

Als Fan der Fernsehserie Twilight Zone produzierte er einen Kinofilm zur Serie. Als bekennender Trekkie teilt Spielberg die völkerverbindende Sicht der Fernsehserie Raumschiff Enterprise und spielte in seinen Filmen darauf an, zuletzt mit dem Vulkanier-Gruß zwischen einer Afroamerikanerin und einem Latino in Terminal oder von Marty McFly (gespielt von Michael J. Fox) in Zurück in die Zukunft.

FilmstilBearbeiten

Spielberg entwickelte seinen eigenen Stil. Als zentrales Motiv für einen Großteil seiner Filme sollte der Protagonist seiner Filme der ganz normale amerikanische Bürger werden, der durch außergewöhnliche Umstände vor außergewöhnlichen Herausforderungen gestellt wird und heldenhaft über sich hinauswächst. Hierdurch bot sich dem Massenpublikum eine gemeinsame Identifikationsfigur.[45]

Zu den typisch stilistischen Markenzeichen von Spielberg-Filmen gehört hauptsächlich die Befriedigung der Interessen und Wünsche des Massenpublikums sowie präzise Beobachtung von Alltagssituationen, Konfrontation amerikanischer Durchschnittstypen mit höchst außergewöhnlichen Ereignissen, eine einerseits kindlich naive, andererseits ernsthaft humanistische Botschaft der Versöhnung, eindrucksvolle Licht- und Spezialeffekte wie Feuerwerke, die in Filmen wie Unheimliche Begegnung der dritten Art und 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood zu sehen sind. Viele ungewohnte Perspektiven, ein zumeist durchchoreographiertes Verhältnis zwischen Kameraführung und Schauspielern sowie eine Inszenierung, die intensiv an die Gefühle der Zuschauer appelliert (Suspense, Lachen, Gruseln, auch Ekel und Weinen), sind weitere spezifische Merkmale Spielbergs. Die meisten seiner Filme sind durch seine technische Vorliebe, sehr gute Beherrschung des filmischen Handwerks und viel Bewegung (Stunts) geprägt. Dadurch fällt es ihm mit seiner Imagination leicht, das Publikum zu manipulieren und die Zuschauer in die Actionszenen hineinzuziehen. Das Verknüpfen von Angst und Staunen, wie bei E.T. durch Auftreten des Mutterschiffes und bei Jurassic Park durch Auftreten der Dinosaurier, soll den Zuschauer ständig in Spannung halten. Bei Spielberg sind in vielen Filmen, besonders den Kriegsfilmen, melodramatische Effekte zu entdecken, die oft durch starkes Gegenlicht, Rauch und Nachtszenen zum Vorschein kommen. Auffallend ist auch, dass in seinen Filmen Kinder selten sterben und häufig im Zentrum der Handlung stehen – und zwar in Genres, in denen dies zuvor untypisch war: Kriegsfilm (Das Reich der Sonne), Science-Fiction (E.T., Jurassic Park) und Utopie (A.I. – Künstliche Intelligenz). Ein weiteres Merkmal von Spielberg ist, dass er der Weiterentwicklung seiner Filmfiguren keinen großen Raum lässt und eher an technischen Film- und Hilfsmitteln interessiert ist. Bis heute bleibt Spielberg seinem Prinzip treu, im Wechsel sowohl anspruchsvolle als auch hauptsächlich unterhaltende Filme zu drehen: Im Juni 2005 kam die Neuverfilmung von Krieg der Welten in die Kinos; München (2005) ist ein Film über den umstrittenen Rachefeldzug des israelischen Geheimdienstes Mossad nach dem palästinensischen Angriff auf die Olympischen Sommerspiele 1972, bei dem elf israelische Sportler getötet wurden. Seit vielen Jahren arbeitet er mit der Produzentin Kathleen Kennedy, dem Filmkomponisten John Williams und dem Filmeditor Michael Kahn zusammen. Seit Schindlers Liste ist Janusz Kamiński sein fester Kameramann. Filmeditorin Sarah Broshar gehört seit Die Verlegerin (2017) zu seinem Stab.

FilmografieBearbeiten

RegieBearbeiten

DrehbuchBearbeiten

ProduktionBearbeiten

Ausführender ProduzentBearbeiten

SchauspielerBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

 
Spielbergs Hand- und Fußabdrücke vor dem Grauman’s Chinese Theatre
 
Stern für Spielberg auf dem Hollywood Walk of Fame
Zivil
  • 2001 wurde Spielberg ehrenhalber von Queen Elizabeth zum Knight Commander des Order of the British Empire ernannt. Da er kein Untertan der britischen Königin ist, wurde er allerdings nicht zum Ritter geschlagen und darf seinem Namen kein Sir voranstellen. Spielberg ist jedoch berechtigt die Abkürzung KBE hinter seinem Namen anzufügen.
  • 2021 wurde Spielberg zu seinem 75. Geburtstag vom Internationale Auschwitz Komitee gewürdigt. Spielberg „sei zu einem der wichtigsten Botschafter und zu einer weltweit gehörten Stimme der Holocaust-Überlebenden geworden, der ihre Erinnerungen bewahre und in die Zukunft trage“.[47]
  • 2021 wurde Spielberg der Genesis-Preis zuerkannt. Der auch als jüdischer Nobelpreis bezeichnete Preis wird an Juden vergeben, die durch Leistungen in den Bereichen Wissenschaft und Kunst internationale Anerkennung erreicht haben, dadurch andere Menschen inspirieren und sich für das jüdische Volk oder den Staat Israel engagieren. Ziel sei es, die Beiträge von Juden zur Weltgeschichte hervorzuheben und die jüngere jüdische Generation dazu zu bringen, sich stärker mit dem Staat Israel und dem Judentum zu identifizieren.[48][49]
Film
  • 1986 wurde Spielberg mit dem Irving G. Thalberg Memorial Award für sein langjähriges, konsequentes Bemühen um hohe künstlerische Qualität bei der Produktion von Filmen geehrt.
  • 1995 wurde Spielberg mit dem Ehrenpreis des französischen Filmpreises César ausgezeichnet.
Filmpreise
Jahr Preis Kategorie Film Ergebnis
1971 Avoriaz Fantastic Film Festival Grand Prize Duell Gewonnen
1974 Filmfestival von Cannes Bestes Drehbuch Sugarland Express Gewonnen
1978 Saturn Awards Bestes Drehbuch Unheimliche Begegnung der dritten Art Gewonnen
1978 Saturn Awards Beste Regie Unheimliche Begegnung der dritten Art Gewonnen
1978 Oscar Beste Regie Unheimliche Begegnung der dritten Art Nominiert
1979 British Fantasy Award Bester Film Unheimliche Begegnung der dritten Art Gewonnen
1982 Oscar Beste Regie Jäger des verlorenen Schatzes Nominiert
1982 Saturn Awards Beste Regie Jäger des verlorenen Schatzes Gewonnen
1982 Boston Society of Film Critics Award Beste Regie Jäger des verlorenen Schatzes Gewonnen
1982 American Movie Awards Beste Regie Jäger des verlorenen Schatzes Gewonnen
1982 Kinema Junpo Awards Bester fremdsprachiger Film Jäger des verlorenen Schatzes Gewonnen
1982 British Fantasy Award Bester Film Jäger des verlorenen Schatzes Gewonnen
1982 Los Angeles Film Critics Association Award Bester Film E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1982 ShoWest Convention Regisseur des Jahres Einzelpreis Gewonnen
1983 Jupiter Bester Film E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Kansas City Film Critics Circle Award Beste Regie E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 David di Donatello Beste Regie – ausländischer Film E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Boston Society of Film Critics Award Beste Regie E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Boston Society of Film Critics Awards Beste Regie E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 National Society of Film Critics Awards Beste Regie E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Jupiter Bester Film E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Fotogramas de Plata Bester fremdsprachiger Film E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Blue Ribbon Awards Bester fremdsprachiger Film E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Kinemy Junpo Awards Bester fremdsprachiger Film E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Sant Jordi Award Bester Kinderfilm E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
1983 Oscar Beste Regie E.T. – Der Außerirdische Nominiert
1983 Oscar Bester Film E.T. – Der Außerirdische Nominiert
1983 Hasty Pudding Theatricals Mann des Jahres Einzelpreis Gewonnen
1984 Giffoni Film Festival Nocciola d’Oro Einzelpreis Gewonnen
1986 David di Donatello Bester Produzent – ausländischer Film Zurück in die Zukunft Gewonnen
1986 Directors Guild of America Herausragende Regieleistung in einem Spielfilm Die Farbe Lila Gewonnen
1986 Blue Ribbon Awards Bester fremdsprachiger Film Die Farbe Lila Gewonnen
1986 Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Die Farbe Lila Gewonnen
1986 Oscar Bester Film Die Farbe Lila Nominiert
1987 Irving G. Thalberg Memorial Award künstlerische Leistung Gewonnen
1987 Christopher Awards Bester Film Das Reich der Sonne Gewonnen
1987 National Board of Review Bester Film Das Reich der Sonne Gewonnen
1987 National Board of Review Beste Regie Das Reich der Sonne Gewonnen
1987 Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Das Reich der Sonne Gewonnen
1987 Boston Society of Film Critics Awards Beste Regie Das Reich der Sonne Gewonnen
1990 British Fantasy Award Bester Film Indiana Jones und der letzte Kreuzzug Gewonnen
1993 Boston Society of Film Critics Awards Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1994 People’s Choice Awards Bester Film Jurassic Park Gewonnen
1994 Český lev Bester fremdsprachiger Film Jurassic Park Gewonnen
1994 Blue Ribbon Awards Bester fremdsprachiger Film Jurassic Park Gewonnen
1994 Saturn Awards Bester Science-Fiction-Film Jurassic Park Gewonnen
1994 Saturn Awards Beste Regie Jurassic Park Gewonnen
1994 People’s Choice Awards People’s Choice Awards Honoree Einzelpreis Gewonnen
1994 Young Artist Awards Jackie Coogan Award Einzelpreis Gewonnen
1994 ShoWest Convention Regisseur des Jahres Einzelpreis Gewonnen
1994 Chicago Film Critics Association Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1994 Golden Globe Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1994 Golden Globe Bester Film – Drama Schindlers Liste Gewonnen
1994 National Society of Film Critics Awards Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1994 Dallas Fort Worth Film Critics Association Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1994 Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1994 Oscar Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1994 Oscar Bester Film Schindlers Liste Gewonnen
1994 BAFTA Awards Bester Film Schindlers Liste Gewonnen
1994 Directors Guild of America Herausragende Regieleistung in einem Spielfilm Schindlers Liste Gewonnen
1994 Amanda Bester fremdsprachiger Film Schindlers Liste Gewonnen
1994 Hochi Film Awards Bester fremdsprachiger Film Schindlers Liste Gewonnen
1995 Kinema Junpo Awards Bester fremdsprachiger Film Schindlers Liste Gewonnen
1995 Mainichini Film Concours Bester fremdsprachiger Film Schindlers Liste Gewonnen
1995 PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent Schindlers Liste Gewonnen
1995 London Critics’ Circle Film Awards Beste Regie Schindlers Liste Gewonnen
1995 César Ehrenpreis Einzelpreis Gewonnen
1995 American Film Institute Lebenswerk Einzelpreis Gewonnen
1998 Bundesverdienstkreuz (für die Auseinandersetzung mit dem Holocaust) Schindlers Liste Gewonnen
1998 PGA Golden Laurel Awards Theatrical Motion Pictures Amistad Gewonnen
1998 Rembrandt Awards Beste Regie Vergessene Welt: Jurassic Park Gewonnen
1998 Los Angeles Film Critics Association Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1998 Las Vegas Film Critics Society Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1998 Toronto Film Critics Association Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1998 Russian Guild of Film Critics Bester fremdsprachiger Film Der Soldat James Ryan Nominiert
1998 European Film Awards Screen International Award Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 Chicago Film Critics Association Beste Regie Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 Oscar Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Oscar Bester Film Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 Golden Globe Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Golden Globe Bester Film – Drama Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Empire Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Southeastern Film Critics Association Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Broadcast Film Critics Association Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Online Film Critics Society Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Directors Guild of America Awards Beste Filmregie Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Italian National Syndicate of Film Journalists Bester fremdsprachiger Film Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Český lev Bester fremdsprachiger Film Der Soldat James Ryan Gewonnen
1999 Amanda Bester fremdsprachiger Film Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 London Film Critics’ Circle Regisseur des Jahres Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 Satellite Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 Satellite Awards Bester Film – Drama Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 BAFTA Awards David Lean Award für Regie Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 BAFTA Awards Bester Film Der Soldat James Ryan Nominiert
1999 Directors Guild of America Herausragende Regieleistung in einem Spielfilm Der Soldat James Ryan Gewonnen
2000 Directors Guild of America Lifetime Achievement Award Einzelpreis Gewonnen
2000 NAACP Image Award Vanguard Award Einzelpreis Gewonnen
2000 PGA Golden Laurel Awards PGA Hall of Fame – Motion Picture E.T. – Der Außerirdische Gewonnen
2001 Internationale Filmfestspiele von Venedig Future Film Festival Digital Award A.I. – Künstliche Intelligenz Gewonnen
2002 Emmy Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm Band of Brothers – Wir waren wie Brüder Gewonnen
2002 Golden Globe Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm Band of Brothers – Wir waren wie Brüder Gewonnen
2002 PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent des Jahres Band of Brothers – Wir waren wie Brüder Gewonnen
2002 Christopher Awards Television and Cable Band of Brothers – Wir waren wie Brüder Gewonnen
2002 AFI Awards Fernsehfilm oder Mini-Serie des Jahres Band of Brothers – Wir waren wie Brüder Gewonnen
2002 Saturn Awards Beste Regie A.I. – Künstliche Intelligenz Nominiert
2002 Empire Awards Beste Regie A.I. – Künstliche Intelligenz Nominiert
2002 Golden Globe Beste Regie A.I. – Künstliche Intelligenz Nominiert
2002 Online Film Critics Society Awards Bestes adaptierte Drehbuch A.I. – Künstliche Intelligenz Nominiert
2002 Saturn Awards Bestes Drehbuch A.I. – Künstliche Intelligenz Gewonnen
2002 Mainichini Film Concours Bester fremdsprachiger Film A.I. – Künstliche Intelligenz Gewonnen
2002 Hollywood Film Festival Hollywoodfilm des Jahres Minority Report Gewonnen
2002 European Film Awards Screen International Award Minority Report Nominiert
2003 Italian National Syndicate of Film Journalists Bester fremdsprachiger Regisseur Minority Report Nominiert
2003 Cinema Writers Circle Awards Bester fremdsprachiger Film Minority Report Nominiert
2003 César Bester fremdsprachiger Film Minority Report Nominiert
2003 Online Film Critics Society Awards Beste Regie Minority Report Nominiert
2003 Saturn Awards Bester Science-Fiction-Film Minority Report Gewonnen
2003 Saturn Awards Beste Regie Minority Report Gewonnen
2003 Empire Awards Beste Regie Minority Report Gewonnen
2003 Broadcast Film Critics Association Beste Regie Minority Report Gewonnen
2004 Broadcast Film Critics Association Beste Regie Catch Me If You Can Gewonnen
2004 Akira Kurosawa Award Tokyo International Film Festival Einzelpreis Gewonnen
2005 Washington DC Area Film Critics Association Awards Beste Regie München Gewonnen
2005 Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie München Gewonnen
2006 Golden Eagle Awards Bester fremdsprachiger Film München Nominiert
2006 Broadcast Film Critics Association Beste Regie München Nominiert
2006 Online Film Society Awards Beste Regie München Nominiert
2006 Directors Guild of America Beste Regie München Nominiert
2006 Oscar Beste Regie München Nominiert
2006 Oscar Bester Film München Nominiert
2006 Golden Globe Beste Regie – Drama München Nominiert
2006 Saturn Awards Beste Regie Krieg der Welten Nominiert
2006 Empire Awards Beste Regie Krieg der Welten Nominiert
2006 International Emmy Award Founders Award Einzelpreis Gewonnen
2007 Oscar Bester Film Letters from Iwo Jima Nominiert
2009 Saturn Awards Beste Regie Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels Nominiert
2009 Golden Globe Lebenswerk (überreicht durch Martin Scorsese) Einzelpreis Gewonnen
2010 Motion Picture Sound Editors Filmmaker’s Award Einzelpreis Gewonnen
2010 Emmy Beste Mini-Serie The Pacific Gewonnen
2011 PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent des Jahres The Pacific Gewonnen
2011 AFI Awards TV Programm des Jahres The Pacific Gewonnen
2011 Satellite Awards Beste Regie Gefährten (War Horse) Nominiert
2011 Southeastern Film Critics Association Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2011 Phoenix Film Critics Society Awards Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2011 Toronto Film Critics Association Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Gewonnen
2011 Washington DC Area Film Critics Association Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Gewonnen
2012 Robert Festival Bester amerikanischer Film Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2012 Saturn Awards Beste Regie Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2012 Saturn Awards Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2012 BAFTA Awards Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2012 Online Film Critics Society Awards Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2012 Central Ohio Film Critics Association Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2012 Chicago Film Critics Association Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Nominiert
2012 Golden Globe Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Gewonnen
2012 PGA Awards Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Gewonnen
2012 Christopher Awards Feature Films Gefährten Gewonnen
2012 Oscar Bester Film Gefährten Nominiert
2012 Empire Awards Beste Regie Gefährten Nominiert
2012 Broadcast Film Critics Association Beste Regie Gefährten Nominiert
2012 AFI Awards Film des Jahres Gefährten Gewonnen
2012 AFI Awards Film des Jahres Lincoln Gewonnen
2012 Satellite Awards Beste Regie Lincoln Nominiert
2012 Washington DC Area Film Critics Association Beste Regie Lincoln Nominiert
2013 Broadcast Film Critics Association Beste Regie Lincoln Nominiert
2013 Golden Globe Beste Regie Lincoln Nominiert
2013 Golden Globe Bester Film – Drama Lincoln Nominiert
2013 Oscar Beste Regie Lincoln Nominiert
2013 Oscar Bester Film Lincoln Nominiert
2013 Gilder Lehrman Lincoln Prize Special Achievement Award Lincoln Gewonnen
2016 Oscar Bester Film Bridge of Spies – Der Unterhändler Nominiert
2018 Golden Globe Beste Regie Die Verlegerin Nominiert
2018 Oscar Bester Film Die Verlegerin Nominiert
2022 Golden Globe Beste Regie West Side Story Nominiert
2022 Golden Globe Bester Film – Musical/Komödie West Side Story Gewonnen
2022 Oscar Bester Film West Side Story Nominiert
2022 Oscar Beste Regie West Side Story Nominiert
2022 Toronto International Film Festival People’s Choice Award Die Fabelmans Gewonnen
Spielbergs Filme in den Top 250 der IMDb[52]
Platz Film
006 Schindlers Liste
025 Der Soldat James Ryan
056 Jäger des verlorenen Schatzes
125 Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
166 Jurassic Park
195 Catch Me If You Can

PhilanthropieBearbeiten

1994 entstand auch auf Spielbergs Initiative hin die Survivors of the Shoah Visual History Foundation – eine gemeinnützige Organisation, die Aussagen von Überlebenden der Shoah für Bildungszwecke archiviert.[46]

Spielberg fördert durch persönliches und finanzielles Engagement den Nachwuchs in Hollywood, zum Beispiel an den Universitäten, die ihn damals abgelehnt hatten. Ein erneuter Generationswechsel kündigt sich an, und so sind es u. a. Spielberg-Filme, die nun Jungtalente der MTV-Generation dazu bringen, Regisseur werden zu wollen.

Ein weiteres seiner vielen Stiftungsprojekte ist die Starbright Foundation, die schwerkranken Kindern hilft. Auch im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft machte Spielberg seinen inzwischen erheblichen gesellschaftspolitischen Einfluss geltend – durch aktive Unterstützung demokratischer Kandidaten wie John Kerry und zuvor Bill Clinton.

LiteraturBearbeiten

  • Antje Goldau, Hans Helmut Prinzler: Spielberg. Filme als Spielzeug. Reihe: Edition Filme, 3. Mit Beitr. von Fritz Göttler. Filmland, München 1985, ISBN 3-88690-062-2. (Mit Literaturverzeichnis).[53]
  • Tony Crawley: Steven Spielberg. Die Erfolgsstory. (OT: The Steven Spielberg Story.) Heyne, München 1989, ISBN 3-453-03409-0.
  • Frank Schnelle: Die Spielberg-Factory. Kindheitsträume im Kino. Heyne, München 1993, ISBN 3-453-06548-4.
  • Andrew Yule: Steven Spielberg. Die Eroberung Hollywoods. (OT: Steven Spielberg. Father of the Man. His Incredible Life, Tumultuous Times and Record-Breaking Movies.) Lichtenberg, München 1997, ISBN 3-7852-8400-4.
  • Georg Seeßlen: Steven Spielberg und seine Filme. Schüren, Marburg 2001, ISBN 3-89472-335-1.
  • Susan Goldman Rubin: „Steven Spielberg – crazy for movies“, Harry N. Abrams Verlag, New York 2002, ISBN 978-0-8109-4492-3, Bildband in englischer Sprache
  • Roberto Daniel: Erinnerung und Erlösung: Religiöse Spuren im Werk von Steven Spielberg. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und Populärer Film. Band 1. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-72963-7, S. 189–200.
  • Drew Bassett, Marcus Stiglegger: [Artikel] Steven Spielberg. In: Thomas Koebner (Hrsg.): Filmregisseure. Biographien, Werkbeschreibungen, Filmographien. Reclam, Stuttgart 2008 [3., aktualisierte und erweiterte Auflage; 1. Aufl. 1999], ISBN 978-3-15-010662-4, S. 703–708 [mit Literaturhinweisen].
  • Joseph McBride: Steven Spielberg : a biography, Univ. Press of Mississippi, Jackson, Miss. 2010, ISBN 978-1-60473-836-0.
  • Richard Schickel: Steven Spielberg. Seine Filme, sein Leben. Knesebeck, München 2012, ISBN 978-3-86873-421-8. (Retrospektive seiner Tätigkeit als Regisseur bei 28 Kinofilmen von Duell bis Lincoln mit über 400 Fotos).
  • Molly Haskell: Steven Spielberg : a life in films, New Haven : Yale University Press, [2017], ISBN 978-0-300-18693-2
  • Jörg Breitenfeld, Jörg Liemann: Steven Spielberg – Tiefenscharfe Analysen, epubli, Juni 2018, ISBN 978-3-7467-3215-2
  • Lester D. Friedman (Herausgeber) & Brent Notbohm (Herausgeber): Steven Spielberg: Interviews, Revised and Updated (Conversations with Filmmakers Series), University Press of Mississippi 2019, ISBN 978-1-4968-2402-8

WeblinksBearbeiten

Commons: Steven Spielberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Pamela McClintock: Box-Office Milestone: Steven Spielberg Is First Member of $10B Directors’ Club, in: The Hollywood Reporter vom 17. April 2018, abgerufen am 18. Dez. 2020
  2. Imanuel Marcus: Berlin International Film Festival To Honor Steven Spielberg. berlinspectator.com, 23. November 2022
  3. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 35
  4. Interview mit Arnold Spielberg. Abgerufen am 27. August 2020.
  5. Gary Ross – Munzinger Biographie. In: munzinger.de. Abgerufen am 29. November 2015.
  6. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  7. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 133
  8. Kathi Jackson: Steven Spielbeg: A Biography. Greenwod Press 2007, ISBN 978–0–313–33796–3, Timeline xxii / xxiv
  9. Brent Lang: Spielberg-Hanks Cold War Film Titled ‘Bridge of Spies,’ John Williams Won’t Compose Score. Variety, 18. März 2015, abgerufen am 15. September 2015 (englisch).
  10. Steven Spielberg bei bloomberg.com, abgerufen am 27. November 2022
  11. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 46 bis 48
  12. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 132
  13. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 68 bis 70
  14. Kathi Jackson: Steven Spielbeg: A Biography. Greenwod Press 2007, ISBN 978–0–313–33796–3, Seite 8
  15. Kathi Jackson: Steven Spielbeg: A Biography. Greenwod Press 2007, ISBN 978–0–313–33796–3, Timeline xxi
  16. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 102
  17. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 84
  18. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 137
  19. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 92
  20. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 81 bis 82
  21. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 85 bis 86
  22. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 11 bis 14
  23. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 101, Seite 115
  24. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 111
  25. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 75, Seite 115, Seite 133
  26. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 137
  27. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 150
  28. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 143
  29. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 22, Seite 141
  30. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 154–155
  31. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 154–155, Seite 167
  32. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 165
  33. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 163–169
  34. Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career, Kapitel 3, Seite 52
  35. Brooks Barnes: Sidney Sheinberg, a Force Behind Universal and Spielberg, Is Dead at 84. In: The New York Times vom 8. März 2019.
  36. Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career, Kapitel 9, Seite 202
  37. Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career, Kapitel 3, Seite 52, Vertragsname: The Duell, Production #34111
  38. Jaws (1975) – Box Office Mojo. Abgerufen am 2. August 2019.
  39. Der weiße Hai: Er war der erste Sommer-Blockbuster. Deutschlandfunknova, 18. Juni 2015, abgerufen am 17. November 2022.
  40. Spielberg’s Universal Deal Lasts ‘In Perpetuity’. The Wrap, 9. Februar 2009
  41. Universal delays huge potential Spielberg theme parks payout. Los Angeles Times, 20. Oktober 2009
  42. Michael Cieply: Steven Spielberg and DreamWorks Studios in Deal to Form New Company. New York Times, 16. Mai 2015
  43. Kriegsreporterin Lynsey Addario: Der letzte Einsatz – Sonntag – Welt – Tagesspiegel. In: tagesspiegel.de. 14. März 2016, abgerufen am 4. April 2016.
  44. Steven Spielberg bei Kino.de
  45. Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. Second Edition.University Press of Mississippi, 2010, Seite 17
  46. a b Amerikanischer Filmregisseur für „Schindlers Liste“ mit Bundesverdienstkreuz geehrt, in: Leipziger Volkszeitung vom 11. Sep. 1998, S. 2, online abgerufen über GBI-Genios am 19. April 2020
  47. Auschwitz Komitee würdigt Steven Spielberg zum 75. Geburtstag. Deutschlandfunk, 18. Dezember 2021, abgerufen am 18. Dezember 2021.
  48. „Jüdischer Nobelpreis“ In: Israelnetz.de, 27. Juni 2012, abgerufen am 17. August 2018.
  49. „Jüdischer Nobelpreis“ 2021 für Steven Spielberg, deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 12. Februar 2021.
  50. Steven Spielberg. In: Science Fiction Awards Database. Abgerufen am 22. November 2017 (englisch).
  51. Berlinale 2023: Goldener Ehrenbär und Hommage für Steven Spielberg. In: berlinale.de, 22. November 2022 (abgerufen am 22. November 2022).
  52. Top 250 Movies. Abgerufen am 11. Februar 2022.
  53. nicht in DNB gelistet unter Spielberg