Alexander Payne

US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor

Constantine Alexander Payne (* 10. Februar 1961 in Omaha, Nebraska) ist ein US-amerikanischergriechischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er wurde je zweimal mit dem Oscar und dem Golden Globe Award ausgezeichnet und etablierte sich als wichtiger Autorenfilmer des amerikanischen Kinos.

Alexander Payne, 2017

LebenBearbeiten

Payne entstammt einer Familie griechisch-deutscher Vorfahren, die ihren Nachnamen von Papadopoulos in Payne änderte. Er besuchte die Creighton Prep High School in Omaha. Bevor er 1990 an der UCLA-Filmhochschule in Los Angeles seinen Abschluss machte, studierte er Spanisch und Geschichte an der Stanford University.

1991 drehte Payne seinen Debütfilm The Passion of Martin. Die satirischen Komödien Citizen Ruth (1996) und Election (1999) steigerten seinen Bekanntheitsgrad. 2002 inszenierte er die Tragikomödie About Schmidt mit Jack Nicholson in der Rolle eines Geschäftsmannes, der mit seinem Renteneintritt in eine Existenzkrise gerät. Für seinen Film Sideways, den er wie alle seine vorherigen Filme zusammen mit Jim Taylor verfasste, erhielt er 2004 insgesamt 34 Auszeichnungen. The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants) mit George Clooney in der Hauptrolle eines gebeutelten Familienvaters war ein großer Kritikerfolg und erhielt insgesamt fünf Oscar-Nominierungen. Nebraska, in dem Bruce Dern als seniler Rentner durch den Mittleren Westen irrt, konnte daran anknüpfen und erhielt sechs Nominierungen. Ende August 2017 eröffnete Payne mit der Science-Fiction-Tragikomödie Downsizing die 74. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

Payne wurde bekannt für seine Filme, die düstere Themen mit schrulligem Humor verbinden.[1] Mit satirischem Humor zeichnet er in vielen seiner Filme ein Bild der gegenwärtigen amerikanischen Gesellschaft. Larry Gross schrieb nach Nebraska über den Regisseur im Film Comment: „Payne wird einer der großen amerikanischen, liberal-konservativen Filmemacher. Es ist die Ahnenschaft von Capra und Ford wie auch Sturges. Es enthält die liberale Kritik von Gier und Besitzsucht, und das konservative Beharren, dass etwas an der Idee von amerikanischer Außergewöhnlichkeit und der Zelebrierung des beseelten Individuums wahr ist, dass unsere Landschaft uns und unsere Familien zu einer einzigartig heroischen und noblen Sache macht.“[2]

Bei seinen Filmen als Regisseur arbeitete Payne bisher stets mit dem Filmeditor Kevin Tent zusammen. Neben seinen eigenen Regiearbeiten wurde Payne auch schon mehrmals engagiert, um problematische Drehbücher zu überarbeiten, etwa Jurassic Park III. Im Jahr 2012 wurde er in die Wettbewerbsjury der 65. Internationalen Filmfestspiele von Cannes berufen.

Am 1. Januar 2003 heiratete Payne die Schauspielerin Sandra Oh. Die Ehe wurde 2007 geschieden. Am 8. Februar 2022 nahm Payne die griechische Staatsbürgerschaft an.[3]

FilmografieBearbeiten

 
Alexander Payne beim Filmfest München 2015

als Regisseur

als Drehbuchautor

als Produzent

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Tim Slagman: Dieses furchtbar traurige lustige Leben. In: Internationale Münchner Filmwochen (Hrsg.): 33. Filmfest München 2015. München 2015, S. 68–73. (Programm-Broschüre)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alan J. Bartels: NEBRASKAN DIRECTOR - ALEXANDER PAYNE. Abgerufen am 27. Juli 2021 (englisch).
  2. An American Dream. Abgerufen am 27. Juli 2021 (englisch).
  3. Oscar-winning Alexander Payne becomes Greek citizen. Abgerufen am 8. Februar 2022 (englisch).
  4. Papa, du bist mein Lieblingsmonster in FAZ vom 17. Januar 2014, Seite 35.