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Bill Nighy (2012)
Bill Nighy's signature.JPG

William Francis „Bill“ Nighy [naɪ] (* 12. Dezember 1949 in Caterham, Großbritannien) ist ein britischer Schauspieler. Er wurde unter anderem mit einem Golden Globe ausgezeichnet.

KarriereBearbeiten

Nighy wollte nach seinem Schulabschluss ursprünglich Journalist werden, konnte aber nicht die nötigen Qualifikationen vorweisen. Stattdessen verdingte er sich erst einmal als Briefzusteller. Nach einem Frankreichaufenthalt begann er eine Ausbildung an der Guildford School of Dance and Drama und arbeitete zunächst am Theater (unter anderem dem Royal National Theatre). Er gilt seit Jahren als einer der großen Bühnendarsteller der britischen Inseln. Der 1,88 m große Schauspieler ist aufgrund seiner dunklen wohlmodulierten Stimme ein beliebter Sprecher von Hörspielen; so spielte er etwa den Sam Gamgee in der BBC-Radioproduktion von Der Herr der Ringe.

Nighys startete seine Karriere am Theater als Regieassistent am Watermill Theatre in Newbury, wo er 1969 sein Bühnendebüt in Neil Simons Stück Plaza Suite feierte.[1] Seine Karriere als Filmschauspieler begann 1981 mit einer Nebenrolle in der Verfilmung von Ken Folletts Die Nadel, doch sein internationaler Durchbruch kam erst im Alter von Mitte Fünfzig mit der Darstellung des alternden Rockstars Billy Mack in Tatsächlich… Liebe. In Großbritannien war er zu dieser Zeit bereits ein gut gebuchter Schauspieler, aber erst jetzt wurde auch Hollywood auf ihn aufmerksam.

Er verkörperte daraufhin unter anderem den Welten-Designer Slartibartfaß in Per Anhalter durch die Galaxis. Zudem spielte er im zweiten und dritten Teil von Fluch der Karibik den bösartigen Piraten Davy Jones und in Underworld, Underworld: Evolution und Underworld – Aufstand der Lykaner den Vampirfürsten Viktor sowie in Shaun of the Dead den Stiefvater Philip der Hauptperson Shaun und in Hot Fuzz einen Londoner Chief Inspector. 2009 war er als Chef einer chaotischen Piraten-Radiosender-Crew in Radio Rock Revolution zu sehen.

2010 spielte er den Rufus Scrimgeour in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1.

Bill Nighy hat eine Tochter mit der Schauspielerin Diana Quick, die er 1981 kennenlernte, und vor der er sich 2008 trennte. Ihre Tochter Mary Nighy (* 1984) ist ebenfalls Schauspielerin.[2]

Durch die Bindegewebserkrankung Morbus Dupuytren kann Bill Nighy die kleinen und die Ringfinger beider Hände nicht mehr benutzen.

ZitatBearbeiten

„Ich liebe Mode – für Männer wie für Frauen. Meiner Ansicht nach ist Vivienne Westwood mindestens so eine bedeutende Künstlerin wie jeder Maler, Bildhauer oder sonst was.[3]

Deutsche SynchronstimmenBearbeiten

Bill Nighy wird in der Regel von Frank Glaubrecht synchronisiert, der ihm zum ersten Mal in dem Film Death Watch – Der gekaufte Tod (1980), in dem Nighy eine winzige Nebenrolle hatte, die Stimme geliehen hat. Weitere Synchronsprecher sind Hans-Jürgen Dittberner, Elmar Wepper, Norbert Gescher, Frank-Otto Schenk, Bodo Wolf u. a.[4]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

KinoBearbeiten

Fernsehen (Auswahl)Bearbeiten

  • 1979: Agony (Fernsehserie)
  • 1980: Der kleine Lord (Little Lord Fauntleroy; Fernsehfilm)
  • 1982: Easter 2016
  • 1983: Reilly: The Ace of Spies (Fernsehserie)
  • 1985: Mord a la Carte (Thirteen at Dinner)
  • 1985: The last Place on Earth (Fernsehserie)
  • 1993: The Maitlands
  • 1993: Unnatural Causes (P. D. James)
  • 2003: The Young Visitors
  • 2003: Ready When You Are Mr. McGill
  • 2003: Mord auf Seite eins (State of Play)
  • 2006: Gideon’s Daughter
  • 2010: Doctor Who (Fernsehserie) (Vincent and the Doctor)
  • 2011: Die Verschwörung – Verrat auf höchster Ebene (Page Eight, Fernsehfilm)
  • 2014: Die Verschwörung – Tödliche Geschäfte (Turks & Caicos, Fernsehfilm)
  • 2014: Die Verschwörung – Gnadenlose Jagd (Salting the Battlefield, Fernsehfilm)
  • 2017: Red Nose Day Actually (Kurzfilm)

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

Bill Nighy hat während seiner Karrier außer einem Golden Globe 14 weitere Filmpreise gewonnen und außerdem 29 Nominierungen erhalten.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The Watermill Celebrates 50 Years of Producing Theatre and Three London Transfers in 2017, broadwayworld.com, abgerufen am 4. Oktober 2019
  2. Trennung nach 27 Jahren, Gala, 25. August 2008, abgerufen am 2. Oktober 2019
  3. Bill Nighy im Interview GQ Magazin, 7. Juli 2017, abgerufen am 4. Oktober 2019
  4. Synchronkartei
  5. The 2015 International Best-Dressed List Vanitiy Fair, September 2015, abgerufen am 4. Oktober 2019

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bill Nighy – Sammlung von Bildern