Geschlechtergerechte Sprache

Sprachgebrauch zum Ausdruck der Gleichstellung der Geschlechter durch Sichtbarmachung oder Neutralisierung

Geschlechtergerechte Sprache bezeichnet einen Sprachgebrauch, der in Bezug auf Personenbezeichnungen die Gleichbehandlung von Frauen und Männern und darüber hinaus aller Geschlechter zum Ziel hat und eine Gleichstellung der Geschlechter in gesprochener und geschriebener Sprache zum Ausdruck bringen will. Um zu verdeutlichen, dass neben biologischen auch soziale Geschlechter (Gender) einbezogen sind, setzt sich zunehmend die Bezeichnung gendergerechte Sprache durch, auch gendersensible Sprache. Die Anwendung geschlechtergerechter Sprache wird kurz als „gendern“ bezeichnet und nutzt zwei Möglichkeiten zur Referenz auf Personen: einerseits die Sichtbarmachung der Geschlechter durch stimmige Bezeichnungsformen (sexusbezogen: Lehrerinnen und Lehrer, Lehrer*innen), andererseits die Neutralisierung aller Bezüge auf Geschlechtliches (sexusneutral: Lehrkräfte, Lehrende).

Im deutschsprachigen Raum erschienen 1980 die ersten Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs, zusammengestellt von vier Sprachwissenschaftlerinnen, die zu den Gründerinnen der Feministischen Linguistik gehören. Der Ausdruck „sexistisch“ bezog sich dabei auf ein sprachliches Ungleichgewicht (Asymmetrie): Während auf Männer bezogene Personenbezeichnungen auch geschlechterübergreifend für Personen aller Geschlechter gebraucht wurden (generisches Maskulinum: Lehrer), waren die femininen Formen von Bezeichnungspaaren nur zu verwenden, sofern es ausschließlich um Frauen ging (Lehrerinnen). Diese einseitige Sprachgewohnheit wurde als diskriminierend kritisiert. In der Folgezeit wurden zahlreiche Vorschläge zu einer geschlechtergerechten Sprech- und Schreibweise diskutiert und in Richtlinien, Leitfäden und Gesetzen festgehalten, meist mit dem erklärten Ziel einer „sprachlichen Gleichbehandlung“ (zum Gendern in anderen Sprachen siehe unten).

Theoretische Grundlagen im DeutschenBearbeiten

   Dieser Abschnitt ist seit 2018 nicht mehr aktuell und wird bis Oktober 2020 aktualisiert.

Eine Grundthese der feministischen Sprachkritik besagt, dass die Vormachtstellung des Mannes in der Gesellschaft auch in Struktur und Wortschatz einer Sprache zum Ausdruck komme. Im Verhältnis von Mann und Frau beobachten feministische Sprachforscher eine „fundamentale Asymmetrie“ und bezeichnen die deutsche Sprache daher „in ihrer Struktur und ihrem Lexikon [als] sexistisch und androzentrisch“.[1] Diese männliche Dominanz in der Sprache wiederum festige die nachgeordnete Stellung der Frau. Hierbei geht es vor allem auch darum, Frauen in der Sprache „sichtbar“ zu machen und ihnen so zu angemessener Repräsentanz in der sprachlichen Kommunikation zu verhelfen.

Diese „Asymmetrie“ (Seitenverschiedenheit) zwischen der verallgemeinernden Verwendung maskuliner Personenbezeichnungen und der Abwesenheit femininer Personenbezeichnungen wird vor allem von feministischen Sprachwissenschaftlerinnen als androzentrisch kritisiert (der Mann als Norm). Geschlechtergerechte Sprache soll diese Asymmetrie vermeiden oder gänzlich abschaffen.[2][3] Ihre Zielsetzung ist, die sprachliche Gleichstellung der Geschlechter entweder durch Sichtbarmachung aller Geschlechter oder durch Neutralisierung geschlechtlicher Aspekte zu erreichen. Bei der Sichtbarmachung oder „Beidnennung“ (Paarform, Doppelnennung) werden stets die männliche und die weibliche Personenbezeichnung zusammen und gegebenenfalls in wechselnder Reihenfolge verwendet. Dies ist auch bei getrennten Lexemen die bevorzugte Methode („Sehr geehrte Damen und Herren“). Die in einigen Sprachen bereits gegebene Neutralisierung wird durch die Wahl oder Schaffung von Wörtern oder Wortformen erreicht, die nicht mit der Bezeichnung für ein Geschlecht identisch und insofern neutral im engeren Sinne des Wortes sind. Hierbei werden also Geschlechtlichkeiten von Personen unsichtbar gemacht.

In der Pionierzeit der Feministischen Linguistik wurde noch nicht der empirisch überprüfbaren Frage nachgegangen, ob Frauen sich durch das generische Maskulinum wirklich nicht „mitgemeint“ fühlen, sondern dies wurde als Grundannahme postuliert. In psycho- und soziolinguistischen Experimenten wurde später mehrfach nachgewiesen, dass Leser und Hörer weitgehend unabhängig vom eigenen Geschlecht bei einem maskulinen Wortstimulus (etwa „ein Arzt“) prototypisch an einen Mann und nicht an einen geschlechtsunbestimmten Menschen denken; allerdings tritt der Effekt auch, wenngleich weniger stark, bei einem neutralen (etwa „ein Kind“) oder fast neutralen Stimulus (etwa „ein Mensch“ oder „eine Person“) auf. Dies spricht dafür, dass der kritisierte Sexismus im Sprachgebrauch nicht oder zumindest nicht hauptsächlich im Sprachsystem begründet ist, sondern in der Erfahrung und Annahme der gesellschaftlichen Realität liegt; es handelt sich also eher um ein soziologisches als um ein linguistisches Phänomen. Bei der expliziten Beidnennung (ein Arzt oder eine Ärztin) sowie bei getrennten Lexemen (ein Mann oder eine Frau) verschwindet der Gender Bias; allerdings gilt dies nicht oder nur eingeschränkt für Kurzformen aller Art („Mediziner oder -in“, „Mediziner/in“, „Mediziner/-in“, „MedizinerIn“, „Mediziner(in)“, „Mediziner_in“, „Mediziner (m/w)“). Bei Anwalt/Anwältin möge die vollständige Paarform verwendet werden.[4] Das geschriebene Binnen-I und die ausgesprochene Verkürzung könnten jedoch zu einem weiblichen Bias führen.[5]

Die Sprachwissenschaftlerin Gisela Klann-Delius legt dar, dass die Studien zum generischen Maskulinum insgesamt in ihren Ergebnissen darauf hinweisen, dass das generische Maskulinum als männlich gedeutet wird, wobei der Grund für diese tendenziell geschlechtsspezifische Interpretation des generischen Maskulinums bisher nicht eindeutig bekannt sei, und dass nicht sicher behauptet werden könne, dass diese Studien, die fast ausschließlich mit studentischen Probanden durchgeführt worden seien, auf andere Gruppen generalisierbar seien.[6] Studien, die an anderen Probanden durchgeführt wurden (etwa Kinder oder Personen mit außer-universitärem Hintergrund), kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das generische Maskulinum nicht als „generisch“ oder geschlechtsneutral, sondern eher als geschlechtsspezifisch männlich verstanden wird.[7] Vgl. Generisches Maskulinum #Androzentrismus.

Laut der Sprachwissenschaftlerin Gabriele Diewald gelangten empirische Untersuchungen aus Sprachwissenschaft, Kognitionspsychologie, Psycholinguistik, Erziehungswissenschaft, Medien- und Textwissenschaft, die mit unterschiedlichen Methoden im Laufe von 30 Jahren durchgeführt wurden, alle zu ähnlichen Ergebnissen. „Durch die Verwendung des sogenannten generischen Maskulinums werden Frauen mental nicht oder nicht adäquat repräsentiert. Männer erscheinen in der mentalen Repräsentation als prototypische Exemplare der jeweiligen Inhalte der Personenbezeichnung.“[8]

Strategien des geschlechtergerechten FormulierensBearbeiten

Zu den Grundlagen geschlechtergerechter Schreibung erklärte der Rat für deutsche Rechtschreibung im Juni 2018:

„Die weit verbreitete Praxis, immer von Frauen und Männern in weiblicher und männlicher Form, im Plural oder in Passivkonstruktionen zu schreiben, wird der Erwartung geschlechtergerechter Schreibung derzeit am ehesten gerecht.“[9]

In seinen nachfolgenden Empfehlungen zur „geschlechtergerechten Schreibung“ nannte der Rat sechs grundlegende Anforderungen, wobei jeweils auf unterschiedliche Zielgruppen und Funktionen von Texten zu achten sei:

„Geschlechtergerechte Texte sollen

Zusammenfassend hält die Gesellschaft für deutsche Sprache Mitte 2020 in ihren Leitlinien der GfdS zu den Möglichkeiten des Genderings fest:

„Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes verankert. Ein wichtiger Aspekt, um die Gleichbehandlung sicherzustellen, ist eine geschlechtergerechte Sprache. […] Eine Gleichbehandlung, um die es bei geschlechtergerechter Sprache geht, ist beim generischen Femininum so wenig gewährleistet wie beim generischen Maskulinum.“[G 1]

40 Jahre zuvor waren die ersten Richtlinien zur Vermeidung generischer Maskulinformen von den vier Sprachwissenschaftlerinnen Senta Trömel-Plötz, Marlis Hellinger, Ingrid Guentherodt und Luise F. Pusch in der Fachzeitschrift Linguistische Berichte veröffentlicht worden unter dem Titel Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs (siehe unten zu Richtlinien und Leitfäden).[11] Die Wortwahl „sexistisch“ war 1980 im Sinne von „diskriminierend“ gemeint und bezog sich auf das sprachliche Ungleichgewicht (Asymmetrie) zwischen den Vorkommen von männlichen und weiblichen Formen der Personenbezeichnung: Dem Sprachgebrauch maskuliner Bezeichnungsformen stand eine nur geringe Verwendung femininer Formen gegenüber. Bereits ab den 1970ern war das Deutsche auch aus Sicht der Sprachwissenschaft als „Männersprache“ kritisiert worden (vergleiche Feministische Linguistik).[D 1]

1984 fanden die Forderungen nach geschlechtergerechter Sprache Eingang in die Politik, als der hessische Ministerpräsident in seinem Runderlass Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Vordrucken erklärte, dass maskuline Personenbezeichnungen nicht im generischen Sinne zu verwenden seien:

„Im Text selbst sollen die Bürgerinnen und Bürger – soweit möglich und zweckmäßig – persönlich angesprochen werden. Ist dies nicht möglich, so soll entweder eine neutrale Form verwendet werden (z. B. Lehrkraft) oder die weiblich und männliche Form aufgeführt werden (Lehrerinnen und Lehrer, Antragstellerin/Antragsteller). […]
Die männliche Form einer Bezeichnung kann nicht als Oberbegriff angesehen werden, der die weibliche und männliche Form einschließt.“[12]

1985 folgte der Senat der Freien Hansestadt Bremen mit einem Runderlass ähnlichen Wortlauts.[13] Bis zur Jahrtausendwende erließen die meisten deutschen Bundesländer entsprechende Richtlinien und (Gleichstellungs-)Gesetze, meist mit dem Wortlaut „sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern“ (siehe unten zur Gesetzeslage). Dahingehende Gesetze und amtliche Regelungen wurden auch in Österreich und der Schweiz erlassen; dort wurden 2007 «geschlechtergerechte Formulierungen» im Sprachengesetz rechtlich verankert (Art. 7 SpG, Details), und die Bundeskanzlei kennzeichnete 2009 das generische Maskulinum als grundsätzlich «nicht geschlechtergerecht formuliert».[s 1] Im deutschsprachigen Raum folgten Stadtverwaltungen und viele Hochschulen mit eigenen Leitfäden zur geschlechtergerechten Sprache (Liste). Im Jahr 2004 nahm die 23. Auflage des Rechtschreibdudens über 5000 weibliche Tätigkeits-, Amts- und Berufsbezeichnungen auf, nachdem ihr Gebrauch seit den 1970ern in nennenswertem Umfang angewachsen war.[14]

Der Grammatikduden erwähnte noch 1984 den „verallgemeinernden“ Gebrauch maskuliner Formen und erklärte, dass feminine Bezeichnungsformen nur zu verwenden wären, wenn ausschließlich Frauen gemeint seien:[15]

„Das Genus der Substantive, mit denen Personen benannt werden, darunter besonders das der Verwandtschaftsbezeichnungen, stimmt im allgemeinen mit dem natürlichen Geschlecht (dem Sexus) der Person überein. […] Besonders bei Berufsbezeichnungen und Substantiven, die den Träger eines Geschehens bezeichnen (Nomina agentis), verwendet man die maskuline Form vielfach auch dann, wenn das natürliche Geschlecht unwichtig ist oder männliche und weibliche Personen gleichermaßen gemeint sind. Man empfindet hier das Maskulinum als neutralisierend bzw. verallgemeinernd. Wenn man jedoch das weibliche Geschlecht deutlich zum Ausdruck bringen will, wählt man entweder die feminine Form (z. B. auf ‚-in‘) oder eine entsprechende Umschreibung […].“[16]

In der folgenden Ausgabe 1995 ergänzte der Grammatikduden zum „neutralisierenden“ Gebrauch von Maskulinformen die Fachbezeichnung generisch („verallgemeinernd“).[17][15] In der 6. Auflage 1998 mit Annette Klosa-Kückelhaus als Mitherausgeberin wurde erstmals der Ausdruck „generisches Maskulinum“ verwendet und auf dahingehende Ablehnung hingewiesen sowie auf „Doppelnennung“:[15]

„Besonders bei Berufsbezeichnungen und Nomina, die den Träger eines Geschehens bezeichnen (Nomina agentis), wird die Verwendung des generischen Maskulinums immer mehr abgelehnt. Bei Bezug auf weibliche Personen werden häufig feminine Formen (z. B. auf ‚-in‘ […]) verwendet; mit Doppelnennungen der maskulinen und femininen Form bezieht man sich auf männliche und weibliche Personen.“

Grammatikduden (1998)[18]

Die 9. Ausgabe des Grammatikdudens definiert 2016 generische Maskulinformen als eigene „Klasse C“ der Personenbezeichnungen:

„Klasse C umfasst maskuline Personenbezeichnungen, die sowohl sexusspezifisch (Bezug nur auf Männer) als auch sexusindifferent gebraucht werden. […]
Am sexusindifferenten (generischen) Gebrauch wird kritisiert, dass er sich formal nicht vom sexusspezifischen Gebrauch unterscheidet. So können inhaltliche und kommunikative Missverständnisse entstehen, z. B. der Eindruck, dass Frauen gar nicht mitgemeint sind. Experimente unterstützen diese Annahme. Aus diesem Grund wird der sexusindifferente Gebrauch der Maskulina oft vermieden. Staatdessen werden Paarformen gebraucht: Alle Schülerinnen und Schüler sind herzlich eingeladen. (Anrede:) Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer![19]

Im August 2020 enthält der Rechtschreibduden in seiner 28. Auflage einen eigenen Abschnitt Geschlechtergerechter Sprachgebrauch mit einer Übersicht zu den verbreiteten Mitteln gendergerechter Sprache, die auch online veröffentlicht wurde. Sie beginnt mit der Feststellung: „Bei Bezeichnungen wie die Antragsteller; alle Schüler; Kollegen ist sprachlich nicht eindeutig, ob nur auf Männer referiert wird oder ob auch andere ­Personen gemeint sind. Das Deutsche bietet eine Fülle an Möglichkeiten, geschlechtergerecht zu formulieren. Es gibt dafür allerdings keine Norm.“[20]

Das Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache der Sprachwissenschaftlerinnen Gabriele Diewald und Anja Steinhauer bezeichnet im April 2020 das generische Maskulinum als eine weiterhin bestehende „Sollbruchstelle“ der gendergerechten Sprache:

„Einer der Hauptstreitpunkte in den Debatten um geschlechtergerechte Sprache seit den 1970er-Jahren ist das sogenannte generische Maskulinum. Diese Diskussion ist so wichtig wie kompliziert. […] Selbstverständlich raten alle Leitfäden für gendergerechte Sprache von der Verwendung dieser Gebrauchsgewohnheit – denn das ist das ‚generische Maskulinum‘ letztlich – ab. […] Männer sind durch diese Form immer explizit angesprochen und können sich somit in jedem Fall gemeint fühlen. Frauen hingegen sind durch diese Form nicht direkt angesprochen. Sie wissen nie, ob sie in einem konkreten Fall ‚mitgemeint‘ sind und sich also angesprochen fühlen sollen oder ob sie nicht gemeint, also ausgeschlossen sind. […] Denn die maskuline Form bei paarigen Personenbezeichnungen ist keine geschlechtsneutrale Form. […] Das ‚generische Maskulinum‘ verstößt zudem gegen das grundlegende Kommunikationsprinzip der Klarheit und Vermeidung von Mehrdeutigkeit. […] Zugleich ist es eine der Sollbruchstellen des geschlechtergerechten Formulierens: Es ist nicht möglich, sich geschlechtergerecht auszudrücken und zugleich das ‚generische Maskulinum‘ beizubehalten.“[D 2]

Sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter bezieht sich vor allem auf Tätigkeits-, Amts- und Berufsbezeichnungen, betrifft aber auch andere Sprachelemente, wie das Duden-Handbuch zusammenfasst:

„Mit Personenbezeichnungen meinen wir alle sprachlichen Mittel, die auf Menschen referieren können. Dies sind alle Arten von Eigennamen, Titeln und Anreden (Hans Müller, Professorin Meier, Frau Ministerin), beschreibende Nominalphrasen (die Abteilungsleiterin, ein Postbote), Pronomina (er, sie, alle, man, wer) sowie weitere Ausdrucksmittel, z. B. Präpositionalphrasen wie bei uns, unter Freundinnen, aber auch Kollektivbezeichnungen wie z. B. Team oder Professorenschaft.“

Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache (April 2020)[D 3]

Um die einseitige Verwendung von maskulinen Bezeichnungsformen im generisch gedachten Sinne zu vermeiden und alle biologischen und sozialen Geschlechter (Gender) sprachlich gleichberechtigt zu behandeln, haben sich ab 1980 zwei grundlegende Möglichkeiten entwickelt:

  1. Sichtbarmachung der Geschlechter
    • zweigeschlechtlich: Lehrerinnen und Lehrer, Lehrer/-innen, LehrerInnen
    • mehrgeschlechtlich: Lehrer*innen, Lehrer:innen, Lehrer_innen
  2. Neutralisierung (geschlechtlich unbestimmt)
    • Bezeichnungen: Lehrpersonen, Lehrende, Lehrkräfte
    • Umformulierung: lehrend tätig sein; alle, die unterrichten; Es ist zu beachten; Ihre Unterschrift

Regeln

Das Duden-Handbuch erklärt ausdrücklich, dass es keine verbindlichen eigenen Normen oder Regeln gibt:

„Für die Anwendung geschlechtergerechter Sprache gibt es keine Norm, die vergleichbar wäre mit anderen Normen in sprachlichen Bereichen wie zum Beispiel der Rechtschreibung. […] ‚Gendern‘ kann daher nicht bedeuten ‚nach vorgegebenen Regeln gendern‘, sondern situationsangemessen, sachangemessen, d. h. inhaltlich korrekt, verständlich und ansprechend den Grundsatz der geschlechtergerechten Sprache in der eigenen Sprachproduktion umsetzen. […] denn im Grunde besteht ein Großteil der Spracharbeit für geschlechtergerechte Sprache in der Bemühung, die alte Gewohnheit der Verwendung der Maskulinformen für ‚alle‘ zu überwinden, indem sinnvollere Formen gewählt werden.“[D 4]

SichtbarmachungBearbeiten

Sprachliche Sichtbarkeit bedeutet ein „explizites Gemeint-Sein“ bei der Referenz auf Personen.[D 5] Im Sinne der sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern hat sich zunächst die Beidnennung der Personenbezeichnungen für beide Geschlechter entwickelt, bald darauf abgekürzte Paarformen mit Schrägstrich oder Binnen-I. Nach der Jahrtausendwende entwickelten sich mehrgeschlechtliche Schreibweisen mit zusätzlichen typografischen „Genderzeichen“. Auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft wurden daneben auch alternative Vorschläge zur Gestaltung einer gendergerechten Sprache gemacht.

BeidnennungBearbeiten

Vollständige PaarformBearbeiten

Die bekannteste und eindeutigste Form der sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern ist die althergebrachte Begrüßungsformel: „Sehr geehrte Damen und Herren“, kurz „Meine Damen und Herren“.[G 2] Dabei wird sowohl die feminine als auch die maskuline Bezeichnung genannt und Personen beider Geschlechter angesprochen, also sprachlich sichtbar gemacht; die Erstnennung von Frauen gilt als unverbindliche Höflichkeit. Eine vollständige Beidnennung (Doppelnennung) erfolgt immer durch die Verbindung mit „und“, „oder“ oder – falls auf etwas Vorstehendes bezogen – mit „beziehungsweise“:[D 6]

  • alle Lehrerinnen und Lehrer
  • die Lehrer oder Lehrerinnen
  • eine Lehrerin beziehungsweise ein Lehrer

Beidnennung ist nur möglich für Personenbezeichnungen, die in paariger Form vorliegen: eine grammatisch maskuline Bezeichnung für Männer und eine feminine für Frauen. So gibt es Tausende zweigeschlechtlicher Wortpaare, bei denen die feminine Form mithilfe der Endung -in gebildet wird, meist abgeleitet aus der maskulinen Wortform (Chef → Chefin; Täter → Täterin) oder an den Wortstamm gehängt (Bote → Botin). Zu maskulinen Berufsbezeichnungen auf -eur werden im Deutschen feminine Formen mit -eurin gebildet (Regisseur → Regisseurin; Ausnahmen: Diseuse, Souffleuse; siehe Movierung von maskulin zu feminin). Zu den meisten Zusammensetzungen mit -mann wird die feminine Entsprechung mit -frau gebildet und umgekehrt (Kaufmann → Kauffrau; Hausfrau → Hausmann); der Plural zu beiden Formen wird mit -leute gebildet (Feuerwehrleute).[D 6] In zweigeschlechtlicher Form liegen auch fast alle Verwandtschaftsbezeichnungen vor (Cousin & Cousine, Onkel & Tante).[16]

Mehrere empirische Studien (1993 bis 2010) ermittelten, dass Versuchspersonen Schreibweisen mit Doppelnennung eher mit weiblichen Personen assoziieren (mentale Repräsentation) als bei der Verwendung generischer Maskulinformen (Lehrer).[21][5][22][23]

Bereits 1998 hatte der Grammatikduden auf die Ablehnung von generischen Maskulina und auf explizite Beidnennung hingewiesen: „mit Doppelnennungen der maskulinen und femininen Form bezieht man sich auf männliche und weibliche Personen“.[18] 2018 hält der Rat für deutsche Rechtschreibung die „weit verbreitete Praxis, immer von Frauen und Männern in weiblicher und männlicher Form […] zu schreiben“, für geschlechtergerecht.[9] Auch die Gesellschaft für deutsche Sprache empfiehlt 2020 die „Paarformel/Doppelnennung“ genannte Schreibweise: „Diese Form ist immer möglich und insbesondere dort zu empfehlen, wo es darum geht, beide Geschlechter sichtbar zu machen, besonders aber in mündlich vorgetragenen Texten. Die Doppelnennung hat zudem den Vorteil, dass grammatische Besonderheiten im Satzkontext sowie lexematische Besonderheiten wie Umlaute berücksichtigt werden.“[G 2]

Probleme der vollständigen Beidnennung

  • Die vollständige Paarform beansprucht mehr als doppelt soviel Platz wie generische Maskulinformen, was hinderlich sein kann, wenn sich nur wenig Raum für Text oder Zeit zum Vortragen bietet; typische Problemfälle sind Tabellen oder kurze Nachrichtentexte. Auch kann es störend wirken, in kurzen Abständen immer wieder zwei Bezeichnungen statt einer zu lesen oder vorzutragen.[D 7] Zusätzlich müssen für Wortgruppen mit Artikel, Pronomen und Adjektiven auch diese gegebenenfalls verdoppelt und angepasst werden, außerdem ist das passende Verbindungswort zu wählen: Gehört diese Tasche einer anwesenden Lehrerin oder einem anwesenden Lehrer?

Fehlende „dritte Option“

Abgekürzte PaarformBearbeiten
  • Lehrer/-innen, Lehrer/innen, Lehrer(innen), LehrerInnen

In Formularen oder Texten mit vielen Wiederholungen können Beidnennungen verkürzt werden, dabei wird ein Wortteil eingespart, auch „Sparschreibung“ genannt. Kurzformen dienen der Übersichtlichkeit und können helfen, sprachökonomisch zu kommunizieren, vor allem bei Tätigkeits- und Berufsbezeichnungen.[D 8] Mit Kurzformen kann auch auf beschränktem Platz geschlechtergerecht formuliert werden, insbesondere in knappen Texten, die nur unvollständige Sätze enthalten (etwa Tabellen, interne Mitteilungen, Aktennotizen).[s 2] Neben Schrägstrich werden auch Klammern und das Binnen-I zur Kürzung verwendet, mit jeweiligen Eignungen und Einschränkungen.

Der Grammatikduden von 2016 listet mehrere Möglichkeiten zur Abkürzung:[19]

„Da Paarformen – abgesehen vom angestrebten deutlichen Bezug auf weibliche und männliche Personen – viel Redundanz aufweisen, werden sie in geschriebener Sprache oft (in gesprochener zumindest gelegentlich) verkürzt […]. Von den nachstehend aufgeführten Varianten gelten nicht alle als empfehlenswert […]:

(a) Absolventen und Absolventinnen
(b) Absolventen/Absolventinnen
(c) Absolventen/-innen
(d) Absolvent/-innen
(e) Absolvent/innen
'(f)' AbsolventInnen

Aussprache von Kurzformen

Nicht immer ist klar, wie abgekürzte Paarformen vorzutragen sind. Zur Aussprache bieten sich zwei Möglichkeiten, wie bereits die Schweizer Bundeskanzlei 2009 in ihrem Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren im Deutschen anmerkte: „Werden Texte mit Kurzformen laut vorgetragen, so wird die Abkürzung aufgelöst und als Vollform gelesen, oder es wird nach dem gemeinsamen Wortteil eine kurze Pause gemacht, gefolgt von einem sogenannten glottalen Verschlusslaut vor dem Vokal der Endung -in bzw. -innen“ (eine sogenannte „Gender-Pause“).[s 3]

Das Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache verweist 2020 darauf, dass Kurzformen als „Sparschreibung für die ausführliche Beidnennung“ anzusehen sind und „beim Sprechen die lange Form wiedererhalten“. Als Alternative wird der glottale Verschlusslaut (Glottisschlag) erwähnt, der insbesondere „durch die verstärkte Verwendung des Gendersterns deutlich zugenommen“ habe: An der Kompositionsfuge werde eine Pause gesprochen, etwa bei Mitarbeiter/-innen oder Mitarbeiter*innen: Mitarbeiter-innen (siehe unten Gendern in den Medien).[D 9]

Schrägstrich-SchreibweisenBearbeiten
  • Lehrerinnen/Lehrer, Lehrer/-in, Lehrer/innen

Die Rechtschreibregel § 106 erklärt: „Mit dem Schrägstrich kennzeichnet man, dass Wörter (Namen, Abkürzungen), Zahlen oder dergleichen zusammengehören.“[24] Schreibweisen mit Schrägstrich dienen grundsätzlich der Angabe mehrerer gleichberechtigter Möglichkeiten (Frau/Herr, Arzt/Ärztin).[D 8]

Eine psycholinguistische Studie (2000) ermittelte, dass Kurzformen mit Schrägstrich eher eine Gleichverteilung weiblicher und männlicher Referenten bewirken als generische Maskulinformen (Lehrer) oder Binnen-I (LehrerInnen).[25]

Schrägstrich mit Vollformen

  • Lehrer/Lehrerinnen, eine Lehrerin/ein Lehrer, alle Kollegen/Kolleginnen

Zunächst wird die Beidnennung der geschlechtlichen Formen nur etwas verkürzt und das Verbindungswort durch den Schrägstrich ersetzt.[20] Wenn aber innerhalb einer Wortgruppe bei Artikeln oder Adjektiven unterschiedliche Endungen vorkommen, sollten alle Formen einzeln ausgeschrieben und mit Schrägstrich verbunden werden (Wir suchen eine erfahrene Webdesignerin/einen erfahrenen Webdesigner).[D 8]

Schrägstrich mit Ergänzungsstrich

  • Lehrer/-innen, der/die Lehrer/-in, ein/-e Student/-in

Zur Abkürzung einer Beidnennung erlaubt die Rechtschreibregel § 106 nur den Schrägstrich mit Ergänzungsstrich.[24][20] Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) empfiehlt 2020 diese Kurzform: „Grundsätzlich ist die Schrägstrichschreibung eine gute Möglichkeit, sprachökonomisch zu formulieren und allzu viele Wiederholungen zu vermeiden. Da beide Geschlechter explizit angesprochen werden, eignet sie sich zur sprachlichen Gleichbehandlung.“[G 4] Viele solcher Beidnennungen lassen sich im Plural neutralisieren mit dem substantivierten Partizip I: Lehrende, Studierende (siehe unten).

Gender-Schrägstrich

  • Lehrer/innen, ein/e Lehrer/in, den Dozent/innen

Die verkürzte Schreibweise mit Schrägstrich ohne den Ergänzungsstrich war zunächst in der Schweiz verbreitet, die Bundeskanzlei erklärte 2009 in ihrem rechtsverbindlichen Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren im Deutschen: „In verknappten Textpassagen, namentlich in Tabellen, können Kurzformen verwendet werden. Dabei wird die Kurzform mit Schrägstrich, aber ohne Auslassungsstrich verwendet (Bürger/innen). Das Binnen-I ist nicht zugelassen.“[s 4] Diese Schreibweise verbreitete sich im deutschsprachigen Raum, einige Behörden nutzen diese Schreibweise in Textsorten wie Listen oder Formularen (siehe Hochschul-Leitfäden).

Die Duden-Redaktion merkt im August 2020 an: „Dabei ist zwar der Bindestrich den amtlichen Rechtschreibregeln zufolge nach wie vor vorgeschrieben, allerdings wurde und wird aus typografischen Gründen häufig auf ihn verzichtet: Mitarbeiter/innen, Lektor/in. […] Zu beobachten ist auch, dass sich der Sprachgebrauch in letzter Zeit von starren Regeln loslöst. Aus praktischen Gründen werden Doppelformen häufig wie ein Gesamtwort behandelt und entsprechend unkompliziert flektiert: den Mitarbeiter/innen, den Kolleg/innen.“[26] Auch die GfdS verweist darauf, dass es nicht den Rechtschreibregeln entspricht, den Bindestrich aus typografischen Gründen wegzulassen.[G 4]

Problemfälle bei Kurzformen

Abkürzungen paariger Personenbezeichnungen ergeben nur Sinn, solange sich mit und ohne Abkürzung zwei korrekte Worte lesen lassen; in Wortgruppen müssen die grammatischen Bezüge stimmen (gilt auch für Schreibweisen mit Genderzeichen). Es gibt Wortpaare, die sich nicht für Kurzformen eignen; darauf weist beispielsweise die GfdS in Bezug auf die Schrägstrichschreibung hin:

„Wichtig ist, dass bei Weglassen des Schrägstrichs ein grammatisch korrektes und lesbares Wort entsteht. […]

  • Die Schreibung mit Ergänzungsbindestrich ist bei abweichenden Endungen und Umlautungen nicht möglich – nicht: Kollegen/-innen, Kolleg/-in, Ärzte/-innen, Arzt/-in, Ärzt/-in. In solchen Fällen ist nur die Doppelschreibung, die Schrägstrichschreibung mit Vollformen oder eine Ersatzform möglich und korrekt. […]
  • Bei Kürzungen kann es zu fehlender Übereinstimmung kommen – nicht: jede/-r Lehrer/-in.
  • Mehrere Schrägstriche in einem Wort sollten vermieden werden – besser nicht: Kolleg-/-inn-/-en

Siehe oben: Aussprache von Kurzformen und Fehlende „dritte Option“

KlammernBearbeiten
  • Lehrer(innen), Lehrer(in), Kolleg(inn)en

Die Rechtschreibregel § 86 erklärt: „Mit Klammern schließt man Zusätze oder Nachträge ein.“[27] Als Kurzform einer Beidnennung wird die feminine Endung in Klammern an die maskuline Bezeichnung angehängt; durch diese Kennzeichnung als Sparschreibung kann das Wort mit oder ohne den eingeklammerten Teil gelesen werden. Die Klammern können auch einen Einschub innerhalb des Wortes kennzeichnen. Für Klammer-Schreibweisen gelten die gleichen Einschränkungen wie für alle Kurzformen, so muss grundsätzlich mit und ohne Klammern ein lesbares Wort entstehen (siehe oben). Neben dem Schrägstrich mit Bindestrich sind Klammern die einzige von den Regeln abgedeckte Kurzform für paarige Personenbezeichnungen.[D 10]

Ablehnung

Die Bezeichnung für Männer steht immer zuerst, und weil die eingeklammerte weibliche Endung weggelassen werden kann, wirkt die verbleibende Maskulinform wichtiger und vorrangig. Beides widerspricht der sprachlichen Gleichbehandlung.[D 10] Die Duden-Redaktion merkt 2020 an: „Die Einklammerung der femininen Endung ist heute nicht mehr oft zu finden. Sie wird häufig abgelehnt, weil durch sie der Eindruck entstehen kann, die feminine Form sei zweitrangig.“[20] Ähnlich sieht es die Gesellschaft für deutsche Sprache: „Daher ist die Verwendung nur bedingt zu empfehlen.“[G 5] Die Schweizer Bundeskanzlei lehnte diese Schreibweise bereits 2009 ab: „Keine adäquate Lösung ist die Einklammerung der weiblichen Endung: Gesuchsteller(in). In Klammern steht üblicherweise, was für das unmittelbare Verständnis nicht notwendig ist und deshalb überlesen werden kann.“[s 5]

Binnen-IBearbeiten
  • LehrerInnen, ein/e LehrerIn, einE LehrerIn

Im Jahr 1981 erfand der Journalist Christoph Busch mit dem Binnen-I eine neue Schreibweise für Kurzformen, die von ihm später beschrieben wurde als „Geschlechtsreifung des ‚i‘ [durch] Auswachsen zum ‚I‘ infolge häufigen Kontakts zum langen Schrägstrich“. In seinem Buch über Freie Radios zog er die gebräuchliche Form Hörer/Hörerinnen oder Hörer/-innen zusammen zu HörerInnen.[28] Die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch – Mitautorin der ersten geschlechtergerechten Richtlinien ein Jahr zuvor – griff den Vorschlag bald auf und erklärte das Binnen-I zur angemessenen Form, Frauen schriftbildlich sichtbar zu machen und diskriminierungsfrei zu formulieren. Die Zielsetzung sei, zur Vermeidung von generischen Maskulinformen (Lehrer) nicht immer die Beidnennung (Lehrer und Lehrerinnen) ausschreiben zu müssen.[29] Zur Einsparung wird die weibliche Endung -in an die männliche Personenbezeichnung gehängt, und das i wird nun im Wortinneren großgeschrieben, um deutlich zu machen, dass nicht nur die weibliche Bezeichnungsform gemeint ist (sonst wäre es ein generisches Femininum: Lehrerinnen).[G 6]

Eine psycholinguistische Studie (1993) ermittelte, dass Schreibweisen mit Binnen-I bei Versuchspersonen eher zu einer Nennung weiblicher Referenten führen als generische Maskulinformen (Lehrer) das tun.[21] 2001 kam eine Studie zu gleichen Ergebnissen (auch bei Beidnennung).[5] Die Schweizer Wochenzeitung WOZ verwendet das Binnen-I seit 1983, die Berliner Tageszeitung taz übernahm die Schreibweise in der Folge.[30] Ab 1999 zeigten einige Studien jedoch, dass die Verwendung des Binnen-I bei Versuchspersonen zu einer übermäßigen Nennung oder Repräsentation weiblicher Referenten führen kann.[31][25][32][32][22] Die Psychologin Lisa Irmen vermutet 2003, das Binnen-I werde von Lesenden eher wie ein Femininum (weibliche Form) verarbeitet; insofern bilde es keine wirklich geschlechtsneutrale Alternative.[33]

Die amtlichen Regeln enthalten keine Aussagen zu Großbuchstaben im Wortinneren (Binnenmajuskeln). Die Duden-Redaktion erwähnt 2020 den Sprachgebrauch des Binnen-I mit dem Vermerk: „vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt“.[20] Das Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache von Gabriele Diewald und Anja Steinhauer sieht Vorteile der Schreibweise „in einigen eher knapp gehaltenen Textsorten wie Tabellen, Listen, Protokollen usw.“ Es sei „eine Frage des Geschmacks […,] wenn Sie nicht an das amtliche Regelwerk gebunden sind und eigene Texte frei gestalten können.“[D 9]

Die Gesellschaft für deutsche Sprache „empfiehlt die Schreibung mit Binnenmajuskel nicht: Zwar wird sie von der offiziellen Rechtschreibung nicht explizit abgelehnt, da sie kein Bestandteil des amtlichen Regelwerks ist, allerdings entspricht sie eben auch nicht den geltenden Rechtschreibregeln.“ Als fehlerhaft wird vor allem angesehen, wenn sich nicht zwei lesbare Bezeichnungen ergeben, beispielsweise bei „KollegIn“ (Kollege fehlt) oder „den SchülerInnen“ (Schülern fehlt) oder bei Umlautungen wie „ÄrztIn“ (Arzt fehlt). Bei Wortgruppen wie „einE guteR SchülerIn“ entstehen fehlerhafte grammatische Bezüge der einzelnen Formen aufeinander (siehe Kritik am Binnen-I).[G 6]

Die Schweizer Bundeskanzlei hielt 2009 in ihrem rechtsverbindlichen Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren im Deutschen fest: „Das Binnen-I ist nicht zugelassen.“[s 4]

Siehe oben: Aussprache von Kurzformen und Fehlende „dritte Option“

Mehrgeschlechtliche SchreibweisenBearbeiten

Im Jahr 2003 erfand der Sprachwissenschaftler Steffen „Kitty“ Herrmann eine neuartige Schreibweise für Kurzformen, um neben Männern und Frauen auch weitere biologische und soziale Geschlechter (Gender) typografisch sichtbar zu machen und einzubeziehen. Dazu ersetzte er den Schrägstrich (Leser/-in) durch einen Unterstrich: Leser_In, später Leser_in. Zum Unterstrich schrieb Herrmann damals: „Zwischen die Grenzen einer rigiden Geschlechterordnung gesetzt, ist er die Verräumlichung des Unsichtbaren.“[34] Ungenannt und damit unsichtbar bleiben bei zweigeschlechtlichen, binären Bezeichnungsformen alle Personen dritten Geschlechts oder nichtbinärer Geschlechtsidentität; sie haben keine Teilhabe an der „sprachlichen Gleichbehandlung“ (und sind nicht Teil der „Beid“nennung oder „Paar“form). Die Schreibweise mit Unterstrich wurde als „Gender-Gap“ (Gendergap) bekannt, abgeleitet vom sozialen Gender-Gap zwischen Frauen und Männern (von englisch gender [ˈdʒɛndɐ] „soziales Geschlecht“, und gap „Lücke“), hier verallgemeinert zur schriftbildlichen „Lücke zwischen den beiden Geschlechtern“. Die Gleichstellung von Frau und Mann wurde weitergedacht zur „Gleichstellung aller Geschlechter“, um inter- und transgeschlechtliche Menschen sprachlich nicht auszugrenzen oder zu diskriminieren.[35][36]

Ab 2009 kam die Kurzschreibweise mit Genderstern auf, wobei das Sternchen als Platzhalter für alle Geschlechtlichkeiten im Schriftbild noch deutlicher hervortreten sollte. Es wurde in der Folge von einigen Gruppierungen, Verwaltungen und Medien übernommen (siehe Verbreitung des Gendersterns). Ab 2019 folgte die Variante mit Gender-Doppelpunkt (siehe Verbreitung) und stellenweise wird auch der Mediopunkt – eigentlich ein Element der Leichten Sprache – in diesem Sinne verwendet (Lehrer·innen, ein·e Lehrer·in). Empfohlen werden Schreibweisen mit Genderzeichen vorrangig zur Vermeidung von generischen Maskulinformen (Lehrer) in knappen Texten wie Tabellen, Listen und Formularen. Im Singular kann auch eine Person bezeichnet werden, die nicht männlich oder weiblich ist: Alex ist ein*e Lehrer*in. In LGBT-Zusammenhängen ist die Schreibweise Trans*Personen oder eine trans* Person üblich.

Eine erweiterte Bedeutung erhielten die genannten Genderzeichen und das Konzept der geschlechtergerechten Sprache insgesamt durch die Einführung der dritten Geschlechtsoption „divers“ in Deutschland 2018 und 2019 in Österreich. Sie beinhaltet den rechtsverbindlichen Anspruch aller Personen außerhalb des zweigeschlechtlichen Systems auf eine entsprechende Benennung.[20] Die deutsche Sprache bietet für ein drittes Geschlecht keine passenden Bezeichnungsformen oder Pronomen, Anrede- oder Flexionsformen; grundsätzlich ungeeignet ist in Bezug auf Personen die Verwendung des dritten grammatischen Geschlechts Neutrum („sächlich“).[G 3] Sowohl die Duden-Redaktion als auch die Gesellschaft für deutsche Sprache betonen diese Sachlage als ungelöstes sprachliches Problem.[20][G 3]

Die amtlichen Regeln enthalten keine Aussagen zu den Schriftzeichen Sternchen/Asterisk (*), Doppelpunkt (:), Unterstrich (_) oder Mediopunkt (·) im Inneren von Wörtern (Binnenschreibung). Darauf weist auch die Duden-Redaktion hin, hält aber den Schriftgebrauch der Genderzeichen sowie des Binnen-I für nennenswert.[20]

Als unpassend angesehen wird bei manchen Schreibungen mit Genderzeichen das Fehlen einer lesbaren männlichen Bezeichnung, beispielsweise bei „Kolleg*in“ (Kollege fehlt) oder „den Schüler*innen“ (Schülern fehlt) oder bei Umlautungen wie „Ärzt*in“ (Arzt fehlt). Bei Wortgruppen wie „ein*e gute*r Schüler*in“ stimmen die grammatischen Bezüge der einzelnen Formen zueinander nicht mehr (Ergebnis: ein gute Schüler/eine guter Schülerin). Sinnvoll ist, dass sich jeweils einzeln lesbare Ausdrücke ergeben (siehe oben zu Problemfällen bei Kurzformen).[G 6]

Beim Vortragen werden Sternchen, Unterstrich oder Binnengroßbuchstaben mit einer „Gender-Pause“ wie ein Bindestrich gesprochen: Künstler-innen [ˈkʏnstlɐˌʔ ɪnən], was einem Glottisschlag entspricht (siehe oben zur Aussprache von Kurzformen).

Die Gesellschaft für deutsche Sprache machte im August 2020 deutlich, dass sie sämtliche Schreibweisen mit „Gendersternchen und Co.“ nicht als geeignetes Mittel ansehe, um diskriminierungsfreie Sprache umzusetzen; die GfdS bezog sich dabei auch auf den Rechtschreibrat (siehe GfdS-Kritik von Genderzeichen).[37]

Der Rechtschreibrat hatte allerdings im November 2018 die Versuche anerkannt, Lösungen zu finden: „Die Erprobungsphase verschiedener Bezeichnungen des dritten Geschlechts verläuft in den Ländern des deutschen Sprachraums unterschiedlich schnell und intensiv. Sie soll nicht durch vorzeitige Empfehlungen und Festlegungen des Rats für deutsche Rechtschreibung beeinflusst werden.“[10]

Der Rechtschreibduden nimmt im August 2020 in seiner 28. Auflage dazu Stellung:

„Vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind Schreibweisen wie die folgenden:

  • mit Genderstern (Asterisk): Schüler*innen
  • mit Binnen-I (wortinterne Großschreibung): SchülerInnen
  • mit Gender-Gap (Unterstrich; Doppelpunkt): Schüler_innen; Schüler:innen
  • mit Schrägstrich ohne Ergänzungsstrich: Schüler/innen

Es ist zu beobachten, dass sich die Variante mit Genderstern in der Schreibpraxis immer mehr durchsetzt. Zu finden ist sie besonders in Kontexten, in denen Geschlecht nicht mehr nur als weiblich oder männlich verstanden wird und die Möglichkeit weiterer Kategorien angezeigt werden soll.“[38]

Das Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache erklärt zur Normierung:

„Aktuell, im Frühjahr 2020, sind diese Möglichkeiten, d. h. Binnen-I, Genderstern, Gendergap, Doppelpunkt und Mediopunkt zwar noch nicht Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung, doch sind die drei zuerst genannten als weitverbreitete und legitime Mittel des Strebens nach geschlechtergerechtem schriftlichen Ausdruck durchaus anerkannt und werden auch in den Sitzungen des Rats für deutsche Rechtschreibung zumindest diskutiert – besonders der Gebrauch des Gendersterns wird von Rechtschreibrat intensiv beobachtet.“

Alternative VorschlägeBearbeiten

Generische Femininform

  • alle Lehrerinnen, jede Lehrerin

Die alleinige Verwendung des generischen Femininums zur Personenbezeichnung vertritt seit 1984 die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch, Pionierin der geschlechtergerechten Sprache: „Das Femininum enthält ja auch sichtbar das Maskulinum: Lehrer ist in Lehrerin deutlich enthalten. Das Femininum ist die Grundform, das Maskulinum die Schwundform“ (siehe auch Puschs Kritik am Genderstern).[39][40] Im Jahr 1994 und später ab 2012 haben einige Gruppierungen und Behörden in bestimmten Geltungsbereichen ausschließlich weibliche Personenbezeichnungen im geschlechterübergreifenden Sinne eingeführt; bekannt wurden 2013 die Universitäten in Leipzig und Potsdam (Details).

Die Gesellschaft für deutsche Sprache äußert sich 2020 ablehnend zur Verwendung femininer Bezeichnungsformen im generischen Sinne: „Diese Lösung ist nicht geschlechtergerecht, denn hier wird das andere Geschlecht nicht explizit angesprochen, sondern ist nur ‚mitgemeint‘. Die Kritik, die am generischen Maskulinum geübt wird, trifft hier ebenfalls zu. Eine Gleichbehandlung, um die es bei geschlechtergerechter Sprache geht, ist beim generischen Femininum so wenig gewährleistet wie beim generischen Maskulinum.“[G 7]

X-Endung

  • alle Lehrxs, einx gutx Lehrx

Lann Hornscheidt hat seit den 1990er-Jahren auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft an sprachlichen Mitteln zur Geschlechtsneutralität gearbeitet und 2014 eine Endungsbildung mit „x“ vorgeschlagen, um die beiden geschlechtsspezifischen Endungen -er und -in abzulösen: einx gutx Lehrx (ein/e gute/r Lehrer/in),[41] oder 2019 dex Radfahrex (der/die Radfahrer/in). Hornscheidt erklärte: „Dabei ist das System mit dem X viel einfacher als das gegenwärtige mit seinen drei Genusformen. Es geht aber nicht darum, überall ein X dranzuhängen oder neuen[sic!] Regeln einzuführen, sondern darum, uns Sprache wieder anzueignen.“[42] Für sich beansprucht Hornscheidt den geschlechtsneutralen Titel Profex Drex (Prof. Dr.).[43]

Die Gesellschaft für deutsche Sprache lehnt den Vorschlag ab: „Diese Lösung soll allen Geschlechtern gerecht werden, dies jedoch auf Kosten einer les- oder vorlesbaren Form. Auch grammatisch ist dieser Vorschlag in vielerlei Hinsicht nicht vertretbar, darüber hinaus leidet die Verständlichkeit massiv. Schwierigkeiten stellen zudem Artikel und Personal-/Possessivpronomen dar: Dx gutx Lehrx, Ex (Einx?) Schülx und x‘s Freundx“.[G 8]

NeutralisierungBearbeiten

Den Mitteln zur sprachlichen Sichtbarmachung aller Geschlechter stehen sprachliche Mittel zur Neutralisierung gegenüber, um geschlechtliche Aspekte bei der Bezeichnung von Personen auszublenden. Hierzu werden sowohl auf der grammatischen wie auf der semantischen Ebene alle Bezugnahmen (Referenzen) auf das biologische oder soziale Geschlecht (Gender) von Menschen vermieden und nur eindeutig genderneutrale Bezeichnungsformen und Formulierungen verwendet (Sexus-indifferent).

Diversgeschlechtliche Personen mit nichtbinärer Geschlechtsidentität sollen sich durch Paarformen mit maskuliner und femininer Endung nicht ausgeschlossen fühlen (vergleiche Soziale Inklusion). Ein bekanntes Beispiel ist Lann Hornscheidt, eine Person, die sich als neutrois definiert – die Bezeichnung als Sprachwissenschaftler oder als Sprachwissenschaftlerin entspräche nicht Hornscheidts sozialem Geschlecht (siehe oben Fehlende „dritte Option“). Neutrale Umschreibungen könnten sein: ist sprachwissenschaftlich tätig oder hat eine sprachwissenschaftliche Professur (siehe auch Genderneutrale Schreibung für Diversgeschlechtliche).

Die Projektleiterin der vom deutschen Bundesfrauenministerium geförderten Plattform genderleicht.de, Christine Olderdissen, empfiehlt zum Gendern: „Geht es in dem Satz, den Sie gerade schreiben wollen, gar nicht um konkrete Personen, geschweige denn um deren Geschlecht, wählen Sie geschlechtsneutrale Formulierungen, […] Oberbegriffe, Synonyme, Umschreibungen, Partizipien – es gibt so viele Variationen, dasselbe zu sagen. Wählen Sie das zu Ihrem Schreibstil Passende. […] Der wichtigste Tipp, um aus der Schreibroutine des generischen Maskulinums herauszukommen, ist die Rückkehr zum Beschreiben von Tätigkeiten: Steuerzahler → wer Steuern zahlt; alle, die Steuern zahlen; […] beim Steuerzahlen“.[44]

Zur sprachlichen Neutralisierung aller Gender-Aspekte gibt es verschiedene Mittel:

  1. geschlechtsneutrale Benennung
    durch generische Personenbezeichnungen (Lehrpersonen)
    durch substantivierte Partizipien oder Adjektive (Lehrende)
    durch Sachbezeichnungen (Lehrkraft)
  2. geschlechtsneutrale Umformulierung
    durch Umformulierung mithilfe des Adjektivs (lehrend tätig sein)
    durch Bildung von Relativsätzen (alle, die unterrichten)
    durch Umschreibung mit dem Passiv (Es ist zu beachten)
    durch direkte Anrede (Ihre Unterschrift:)

Geschlechtsneutrale BenennungBearbeiten

Inhärent generische PersonenbezeichnungenBearbeiten
  • der Mensch, die Person, das Kind

Es gibt einige Bezeichnungen, deren grammatisches Geschlecht (Genus) in keinem Bezug steht zum Geschlecht/Gender der sprachlich referierten Personen (Sexus). Diese Oberbegriffe sind aus sich heraus „generisch“ und geschlechterübergreifend (inhärent Sexus-indifferent). Sie liegen nicht in geschlechtsbezogener Paarform vor und feminine Ableitungen werden nicht gebildet, weshalb sie bedenkenlos für Personen aller Gender zu verwenden sind.[G 9][D 12] Bei Bedarf müssen solche unspezifischen Bezeichnungen mit der Angabe zum Geschlecht ergänzt (eine weibliche Person) oder durch den passenden Unterbegriff (Frau) ersetzt werden. Der Oberbegriff Mensch wird nicht geschlechtlich ergänzt, sondern gleich spezifiziert als Frau oder Mann, ein Kind als das Mädchen oder der Junge (dagegen ist die Junge ungebräuchlich; der Plural die Jungen ist zwar geschlechtsneutral, bleibt aber auf Männer bezogen im Sinne von die Knaben).

Es gibt einige generische Bezeichnungen ohne sexusbezogene Unterbegriffe, beispielsweise:

  • der Gast, die Geisel, das Mitglied

Es gibt allerdings die überlieferte feminine Form Gästin[45] – wenn deren Sprachgebrauch in nennenswertem Umfang zunehmen würde, gälte die Begrüßung „Gäste sind willkommen!“ nicht mehr als geschlechtergerecht (Gästinnen würde fehlen). Umgekehrt ist von dem femininen Wort Geisel keine Movierung zu einer maskulinen Form möglich. Allerdings gab es einige unbedarfte Versuche, Mitgliederinnen anzusprechen. Stellenweise werden weibliche Ableitungen von generischen Substantiven auch absichtlich gebildet, um das Gendern zu überspitzen (unkorrekt: Menschin, Personin, Mitgliederin).[G 9] Weil sich zum althergebrachten Spion zwischenzeitlich die Spionin gesellt hat, verlor der Spion seine „automatische“ Generizität und bezieht sich im modernen Sprachgebrauch geschlechtsspezifisch auf einen Mann.[46]

Substantivierte Partizipien oder AdjektiveBearbeiten
  • Lehrende, Angestellte, Angehörige

Substantivierungen, die sich auf Personen beziehen, haben kein grammatisches Genus, sind aber nur in ihrer Pluralform geschlechtsneutral – im Singular richtet sich das Genus nach dem Sexus (dem Geschlecht der gemeinten Person), fachsprachlich eine „semantische Kongruenz“. Das gemeinte Geschlecht wird unterschieden durch den bestimmten Artikel (der/die Studierende), kann aber durch Abkürzung neutralisiert werden (d. Erziehungsberechtigte). Nur mit unbestimmtem Artikel für einen Mann erscheint die maskuline Wortform (ein Angestellter). Nicht geeignet sind aus Partizipien oder Adjektiven gebildete Substantive zur Ansprache oder Beschreibung einer einzelnen diversgeschlechtlichen oder nichtbinären Person. Das Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache stellt 2020 fest: „Aus dieser Tatsache, dass der Plural kein Genus zeigt, ergibt sich eine wichtige Überlegung für gendergerechte Sprache“.[D 13] Die Gesellschaft für deutsche Sprache merkt zum Plural an: „Statt geschlechtsbezogener Formen kann bei deverbalen Substantiven/Personenbezeichnungen sprachökonomisch geschlechtergerecht formuliert werden“; allerdings funktioniert das nicht bei Bezeichnungen wie Schüler/-innen oder Kolleginnen/Kollegen.[G 10]

Partizip I

  • alle Lehrenden, der/die Studierende

Das Partizip I eines Verbs wird gebildet durch das Anhängen von „-end“ an den Wortstamm: studieren → studierend; daraus wird ein Substantiv gebildet: Studierende (nur männlich: ein Studierender). Die Gesellschaft für deutsche Sprache empfiehlt: „Statt: die Teilnehmer, die Studenten – Besser so: die Teilnehmenden, die Studierenden“.[G 10]

Manchmal wird als Kritik behauptet, dass sich eine solche Substantivierung nur auf Personen beziehen könne, welche die entsprechende Tätigkeit in einem bestimmten Moment gerade ausführten. So sei Studierende ja nur für Personen korrekt, die tatsächlich gerade lernten; manchmal folgt der Hinweis auf „verstorbene Studierende“. Aber ein momentanes Tätigsein ist keine zwingende Bedingung für die Wortbedeutung, wie das Beispiel Vorsitzende eines Vereins zeigt – Vorsitzende bleiben dies auch, wenn sie schlafen, und sie werden auch rückwirkend so bezeichnet. Substantivierte Partizipien können manchmal eine innewohnende (inhärente) Eigenschaft beschreiben, abhängig davon, was genau das entsprechende Verb bedeutet (Fliegende Fische, fahrendes Volk). Alle Studierenden sind auch dann Studierende, wenn sie gerade im Kino sitzen (ähnlich Arbeitssuchende, Auszubildende).[D 14] Die Bezeichnung ist bereits seit dem 18. Jahrhundert in Gebrauch, ein Lexikoneintrag von 1744 ist übertitelt mit „Student, Studenten, Studirende“,[47] aus 1801 ist ein „Verzeichniß der Studierenden“ belegt (siehe Begriffsgeschichte von „Studierende“).[D 14]

Partizip II

  • alle Angestellten, der/die Berufstätige

Das Partizip II von Verben wird oft gebildet mit der Vorsilbe „ge-“ und der Endung „-t“: anstellen → angestellt; substantiviert: Angestellte (aber: ein Angestellter). Gebräuchliche Beispiele: Berufstätige, Beteiligte, Vorgesetzte. In dieser Art können auch kreative Lösungen zur geschlechtsneutralen Benennung oder Ansprache gebildet werden, sofern die gebildete Form lesbar und verständlich bleibt.[D 14]

Adjektive

  • alle Angehörigen, der/die Betroffene

Die Substantivierung von Adjektiven erfolgt meist wie die Beugung normaler attributiver Adjektive: die betroffene Kollegin → die Betroffene (aber: ein Betroffener). Gebräuchliche Beispiele für Substantivbildungen sind Abgeordnete, Jugendliche, Kranke, Verwandte. Berufsbezeichnungen können umformuliert werden zu Angehörige des Kollegiums oder Angehörige des Arztberufs (Komposita werden selten gegendert). Zur geschlechtsneutralen Verkürzung der BeidnennungDamen und Herren“ eignet sich die persönliche Ansprache: Liebe Anwesende!

SachbezeichnungenBearbeiten
  • Lehrkraft, Kollegium, Leitung, Belegschaft

Sachbezeichnungen beziehen sich nicht in direkter Weise auf Personen, aber es gibt viele, die abstrakt auf Funktionsträger oder kollektiv auf soziale Gruppen bezogen sind (vergleiche Kollektivnamen); die Wortbildung endet oft auf -kraft, -ung, -schaft und dergleichen. Einige dieser Bezeichnungen eignen sich für Einzelpersonen (eine Fachkraft, das Staatsoberhaupt, Anton hat die Leitung). Bei anderen tritt der Aspekt des Handelns so sehr in den Hintergrund, das es unpersönlich und sachlich wirken kann (das Direktorium). Manchmal ist diese Sachlichkeit aber von Vorteil, um die Verwendung generischer Maskulinformen zu vermeiden: die Zuhörer → das Publikum, oder umformuliert: Messebesucher links abbiegen. → Zur Messe links abbiegen.[D 15]

Mit sachlichen Bezeichnungen ändern sich die maskulinen Formen Regisseur & Autor zu Regie & Drehbuch, der Bäcker zur Bäckerei und der Pfleger zur Pflegekraft. Eine Damen-Mannschaft wird zum Frauenteam. Manchmal hilft eine Suche nach Synonymen (Ansprechpartner → Ansprechperson, Kontakt; Mädchenname → Geburtsname) oder ein beschreibender Ausdruck (Kundenberatung → Kundschaftsberatung; Fußgängerweg → Gehweg). Stellenausschreibungen können statt mit angefügter Genderklammern (m/w/d) geschlechtsneutral formuliert werden: Redaktionsstelle/Praktikum zu vergeben.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache empfiehlt Sachbezeichnungen als Ersatzformen:

„Statt: Informant, Journalist, Fachmann, Leiter, Kollege etc.
Besser so: Quelle, Presse, Fachkraft, Leitung, Kollegium, Personal, Belegschaft etc.
Diese Möglichkeit sollte mit Bedacht eingesetzt werden, […] denn mitunter gibt es semantische Unterschiede. Z. B. ist eine Einzelperson (Kollege/Kollegin) nicht durch ein Substantiv zu beschreiben, das in der Regel mehrere Personen umfasst (Kollegium).“[G 11]

UmformulierungBearbeiten

Um jegliche Personenbezeichnung in maskuliner oder femininer Form („gendermarkiert“) zu vermeiden, gibt es unterschiedliche Mittel:

  1. durch Umformulierung mithilfe des Adjektivs (lehrend tätig sein)
  2. durch Bildung von Relativsätzen (alle, die unterrichten)
  3. durch Umschreibung mit dem Passiv (Es ist zu beachten)
  4. durch direkte Anrede (Ihre Unterschrift)
Umformulierung mithilfe des AdjektivsBearbeiten
  • lehrend tätig sein, ärztlicher Rat

Als Ersatz für Tätigkeits- und Berufsbezeichnungen kann stellenweise ein Adjektiv genutzt werden, um geschlechtlichen Bezug auszublenden und eine „Gendermarkierung“ zu vermeiden.[G 12] Die Wandlung des Substantivs in ein beschreibendes Attribut entfernt den Genderbezug: als Arzt tätig sein → ärztlich tätig sein (halbwegs neutral: den Arztberuf ausüben, weil zusammengesetzte Wörter im Allgemeinen nicht gegendert werden):[D 16]

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. → Holen Sie sich ärztlichen oder pharmazeutischen Rat.
Hilfe eines Fachmanns → fachliche Hilfe
Kritiker → kritische Stimmen
Abschluss der Studenten → studentischer Abschluss
Verfasser, Herausgeber → verfasst von, herausgegeben von
Bildung von RelativsätzenBearbeiten
  • alle, die unterrichten; wer unterrichtet, kennt das

Das Umformulieren mit Relativsätzen bietet Möglichkeiten zur Neutralisierung, die zwar etwas mehr Platz beanspruchen, aber auflockernd wirken können und stilistische Abwechslung anbieten (Teilnehmer → alle, die teilnahmen; Antragsteller → Personen, die einen Antrag stellen).[D 17]

Das Relativpronomen wer bietet Möglichkeiten für neutrale Formulierungen, wenn auf die Wiederaufnahme mit dem maskulinen Pronomen der verzichtet wird: wer helfen will, (der) ist willkommen. Je nach Textsorte beanspruchen solche Verallgemeinerungen kaum mehr Platz (Der Antragsteller hat … → Wer einen Antrag stellt, hat …). Das Umschreiben eignet sich auch für Personen, die Verbrechen begehen: Betrüger werden bestraft → Wer betrügt, wird bestraft (vergleiche Generische Maskulinformen im deutschen Strafrecht).[G 13][D 17] Bereits im Jahr 1616 erklärt eine der ersten Grammatiken des Deutschen, das Pronomen wer beziehe sich sowohl auf Männer wie auf Frauen und habe eine generische (commune) Bedeutung: „Wer ist jedoch commune hinsichtlich Maskulinum und Femininum, denn sein Neutrum ist was.“[48] Als Interrogativpronomen kann wer sich auch allgemein auf belebte Substantive beziehen, wohingegen was auf Sachen bezogen ist („sächlich“: Was ist das?).

Umschreibung mit dem PassivBearbeiten
  • Lehrer müssen beachten → Es ist zu beachten

Durch eine Passiv-Formulierung (Passivierung) kann vermieden werden, überhaupt Personen zu nennen: Der Antragsteller muss folgende Unterlagen beifügen → Folgende Unterlagen sind beizufügen. Allerdings muss bei unpersönlichen Konstruktionen klar sein, an wen sich die Äußerung richtet, weil sich das Subjekt ändert. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, kann es manchmal notwendig sein, die handelnden Personen zu benennen und im Aktiv anders zu formulieren.[D 18][G 14]

Auch umgangssprachliche Formulierungen mit dem generalisierenden Personalpronomen man (ein generisches Maskulinum) können passiviert werden: man sollte darauf achten → es sollte darauf geachtet werden (an passender Stelle auch: wir sollten darauf achten). Die gängige Behauptung: Man macht es halt so. lautet im Passiv: Es wird halt so gemacht. Das Bekenntnis: Man kennt das ja. lautet im Passiv: Das ist ja bekannt. Das Pronomen man hatte schon im Althochdeutschen die allgemeine Bedeutung „irgendeine Person, jeder beliebige Mensch“ (wie auch das französische on).[D 18] Zu vermeiden ist die unbedachte Verwendung des maskulinen Possessivpronomens: Man liebt doch seine Eltern! Diese Aussage soll zwar auf die sprechende Person selbst bezogen sein im Sinne von Ich liebe doch meine Eltern, ist aber mehrdeutig – es könnten auch die beliebten Eltern eines (anderen) Mannes gemeint sein (Seine Eltern sind doch beliebt!) zur Unterscheidung von einer weiblichen Person (Man liebt ihre Eltern).

Direkte AnredeBearbeiten
  • Unterschrift des Lehrers: → Ihre Unterschrift:

Durch eine persönliche Anrede können generische Maskulina oder Doppelformen vor allem in formalen Zusammenhängen vermieden werden, um nicht-männliche Personen unter den Adressaten nicht als männliche Antragsteller, Besucher, Leser, Zuschauer anzusprechen (vergleiche Gerichtsverfahren zum Sparkassen-„Kunden“). Auch sind Höflichkeitsformen wie Sie und Ihre kürzer:[D 19]

Antragsteller werden benachrichtigt. → Sie werden benachrichtigt.
Besucher werden gebeten, ihren Ausweis vorzuzeigen. → Bitte zeigen Sie Ihren Ausweis vor.[G 15]

Studien zur VerständlichkeitBearbeiten

Eine Forschungsgruppe um die Sprachwissenschaftlerin Friederike Braun schrieb 2007:

„Gegen geschlechtergerechte Alternativen zum generischen Maskulinum wird häufig eingewandt, dass sie die Qualität und die kognitive Verarbeitung von Texten beeinträchtige […].“[49][50]

In mehreren empirischen sprach- und sozialwissenschaftlichen Studien ab 1994 wurde Akzeptanz und Verständlichkeit von geschlechtergerechter Sprache untersucht. Sascha Demarmels und Dorothea Schaffner hielten 2009 zu sieben Studien fest, dass bei ihnen die subjektive Beurteilung der Verständlichkeit geschlechtergerechter Sprachformen als hoch zu beurteilen sei.[51]

Das Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache fasst 2020 die Ergebnisse der vorliegenden Studien zusammen:

„Bei diesen und weiteren Studien, die mit verschiedenen Varianten von Texten arbeiten, ergibt sich also ein im Detail differenziertes, in der Tendenz jedoch eindeutiges Bild:

  • Lesefreundlichkeit und Textverständlichkeit werden durch geschlechtergerechte Formulierungen nicht erschwert.
  • Subjektive Bewertungen der Textqualität/Textästhetik ergeben ebenfalls, dass insgesamt geschlechtergerechte Formen nicht negativ ins Gewicht fallen. Kleine Abweichungen ergeben sich insofern, als Männer in geringem Umfang die Maskulinformen besser bewerten.
  • Die kognitive Einbeziehung von Frauen ist bei verschiedenen Sprachformen sehr unterschiedlich:
    • Die Verwendung des ‚generischen Maskulinums‘ erzeugt eine mentale Repräsentation bei den Textrezipierenden, in der Frauen nur zu einem sehr geringen Anteil an den Ereignissen beteiligt sind oder gar nicht als Akteurinnen in Erwägung gezogen werden.
    • Zugleich wird bei Verwendung des ‚generischen Maskulinums‘ der Anteil von Männern überschätzt.
    • Geschlechtergerechte Formen verbessern in unterschiedlichem Umfang den geistigen Einbezug von Frauen.“

Rothmund, Christmann (2002)

Die Psychologinnen Jutta Rothmund und Ursula Christmann fanden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der subjektiven Verständlichkeit der verschiedenen Sprachformen oder Schreibweisen. 220 Personen beurteilten Texte anhand von drei Verständlichkeitsmaßen (Lesbarkeit, sprachliche Prägnanz, inhaltliche Interessantheit) sowie sprachlicher Ästhetik als weiteren Aspekt der Textqualität. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen generischem Maskulinum und unterschiedlichen Alternativformen (etwa Beidnennung, Verwendung des Wortes „Personen“, Mischung mit generischen Maskulinformen) hinsichtlich der subjektiven Verständlichkeit. Einen signifikanten Effekt gab es nur hinsichtlich der subjektiven Beurteilung der sprachlichen Ästhetik, die bei der Beidnennung in Kombination mit der Ersetzung durch das Wort „Person“ schlechter ausfiel als beim generischen Maskulinum.[52]

Braun und andere (2007)

Friederike Braun überprüfte mit ihrer Forschungsgruppe am Sprachseminar der Universität Kiel, wie gut Versuchspersonen die Texte der Packungsbeilagen von Medikamenten verarbeiteten und reproduzierten, die sich nur hinsichtlich der Form der Personenbezeichnung voneinander unterschieden (generisches Maskulinum, Beidnennung und Neutralisierungen, Binnen-I).[49][50] Darüber hinaus bewerteten die Versuchspersonen den Text im Hinblick auf verschiedene Merkmale der Textqualität (Verständlichkeit, Güte der Formulierungen und Lesbarkeit). Hinsichtlich des Kriteriums der Verarbeitung und der Erinnerung gab es keine Unterschiede: Weibliche und männliche Teilnehmende zeigten bei allen drei Sprachformen eine ähnlich gute Verarbeitungs- und Erinnerungsleistung. Das Resultat dieser Studie lautete, dass geschlechtergerechte Texte ähnlich erfolgreich verarbeitet werden können wie Texte mit generischen Maskulinformen und dass die Erinnerungsleistung durch geschlechtergerechte Formen nicht reduziert wird.[49][53] Eine Besonderheit der Studie ist nach Angaben der Autorinnen, dass darin „nicht nur – wie in bisherigen Studien – die subjektive Bewertung verschiedener Merkmale der Textqualität erfasst wurde, sondern auch die Erinnerungsleistung für Informationen im Text als objektives Kriterium der erfolgreichen Informationsverarbeitung.“[49][50][D 21]

Blake, Klimmt (2010)

Am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover ließen Christopher Blake und Christoph Klimmt 204 Versuchspersonen einen Nachrichtentext lesen und subjektiv hinsichtlich Lesbarkeit und Textästhetik beurteilen. Als weiterer Indikator der Lesbarkeit wurde die benötigte Lesezeit pro Zeichen gemessen. Der Nachrichtentext verwendete entweder generisch maskuline Personenbezeichnungen, Beidnennungen, Binnen-I oder geschlechtsneutrale Formulierungen. Hinsichtlich der subjektiven Lesbarkeitsurteile der Befragten und ihrer Einschätzung der sprachlichen Ästhetik gab es keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den generischen Maskulinformen und den drei alternativen Formen der Personenbezeichnung. Die Lesezeit pro Zeichen war beim Binnen-I etwas langsamer (durchschnittlich 4,6 Millisekunden pro Zeichen) als bei den anderen Schreibweisen (jeweils 58 Millisekunden pro Zeichen).[23] Die sprachliche Form hatte einen deutlichen Effekt bei Beidnennung und Binnen-I: Sie erhöhten den geschätzten Frauenanteil. Dagegen wurde beim generischen Maskulinum der Männeranteil überschätzt.[D 21] Eine wiederholte Studie an 325 Versuchspersonen bestätigte diese Ergebnisse.[23]

Friedrich, Heise (2019)

Am Institut für Pädagogische Psychologie der TU-Braunschweig untersuchten Marcus Friedrich und Elke Heise anhand eines Experiments mit 355 Studierenden, ob der Stromliefervertrag eines deutschen Stromversorgers mit generischen Maskulinformen verständlicher war als die geschlechtergerecht überarbeitete Version mit 39 Beidnennungen anstelle der ursprünglichen Maskulinformen (Kontoinhaber oder Kontoinhaberin statt Kontoinhaber, er oder sie statt nur er). Die Bewertung der Textverständlichkeit durch die Testpersonen ergab keinerlei Unterschiede zwischen den Versionen.[54][D 20]

Richtlinien und LeitfädenBearbeiten

Die ersten Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs im Deutschen wurden verfasst von den vier Sprachwissenschaftlerinnen Senta Trömel-Plötz, Marlis Hellinger, Ingrid Guentherodt und Luise F. Pusch und 1980 in der Fachzeitschrift Linguistische Berichte veröffentlicht.[11] Die Autorinnen stellten darin auf sechs Seiten vielen Beispielen von „sexistischer Sprache“ „geschlechtergerechte Alternativen“ gegenüber. Als Zielgruppen nannten sie Institutionen, die Sprache unterrichten, wie Schulen und Universitäten, und solche, die Sprache verbreiten, wie Medien und Verlagshäuser.[55]

In Österreich hatten öffentliche Diskussionen über das Gleichbehandlungsgebot bei Stellenausschreibungen zur Folge, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak mit einer empirischen Studie betraute. Sie sollte die Problemstellung untersuchen und Empfehlungen aus soziolinguistischer und sprachwissenschaftlicher Sicht vorlegen. Die 1987 erschienene Broschüre Sprachliche Gleichbehandlung von Frau und Mann richtete sich an eine breite Öffentlichkeit und gilt als die erste linguistische Anwendungshilfe zur sprachlichen Gleichbehandlung in Österreich.[55][56]

Auf internationaler Ebene wurde „sexistischer Sprachgebrauch“ auf der 24. Generalkonferenz der UNESCO 1987 thematisiert. Es schloss sich eine Resolution an, die für die Sichtbarmachung von Frauen in der Sprache plädierte. 1989 erschienen Broschüren mit Richtlinien für einen nicht-sexistischen Sprachgebrauch auf Französisch und Englisch, welche die Sprachwissenschaftlerin Marlis Hellinger und die Romanistin Christine Bierbach im Auftrag der deutschen UNESCO-Kommission mit der Broschüre Eine Sprache für beide Geschlechter 1993 umsetzten.[57][55]

Praktische Erläuterungen mit Beispielen zur sprachlichen Gleichbehandlung und Sichtbarmachung von Frauen in der deutschen Rechtssprache und in Gesetzestexten entwickelte 1993 die Sprachwissenschaftlerin Ingrid Guentherodt.[58][55]

In der Schweiz ist seit 1990 laut einem Forschungsbericht der Universität Genf von 2017 empfehlende Literatur zur Anwendung geschlechtergerechter Sprache stetig angewachsen. Jede Universität und Fachhochschule besitzt einen eigenen Leitfaden, zahlreiche Stadtverwaltungen, Unternehmen und andere Institutionen stellen Anwendungshilfen bereit oder publizieren Ratgeber. Empfehlende Texte sind dabei per se nicht verbindlich. Sie haben mit sprachregulierenden Texten, etwa für Behörden, den gemeinsamen Zweck, geschlechtergerechten Sprachgebrauch innerhalb von Verwaltungen zu etablieren.[59]

Die Gleichstellungsbüros vieler Hochschulen und Behörden in Deutschland und Österreich haben eigene Sprachleitfäden für gendergerechte Sprache. Teilweise empfehlen sie ausdrücklich zur Einbeziehung von intergeschlechtlichen oder nichtbinären Personen mehrgeschlechtliche Schreibweisen mit Genderzeichen. Die Leitfäden gelten in der Regel für die interne und externe Kommunikation und für Stellenausschreibungen, an Hochschulen aber nicht für wissenschaftliche Arbeiten. Allerdings erklärt die Leiterin der Duden-Redaktion, Kathrin Kunkel-Razum, im März 2019: „Im geisteswissenschaftlichen Bereich wird mittlerweile gefordert, dass Bachelor-Arbeiten durchgegendert werden.“[60]

Gesetze und amtliche RegelungenBearbeiten

Im deutschsprachigen Raum haben Regierungsbehörden ab 1980 viele Gesetze, Verwaltungsvorschriften und Erlasse herausgegeben, die für die juristische Fachsprache – das sogenannte „Amtsdeutsch“ – eine Verwendung von geschlechtergerechter Sprache empfehlen oder normativ vorschreiben. Vorrangig betrifft das die sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter unter Vermeidung von generischen Maskulinformen. Der Geltungsbereich der Vorschriften umfasst Gesetzentwürfe sowie die interne und externe Kommunikation der Behörden und nachgeordneten Dienststellen, stellenweise auch den Bildungsbereich. Die folgende Übersicht listet die wichtigsten Verordnungen in zeitlicher Abfolge (siehe unten Österreich, Schweiz):

Deutschland

  • 1980 wird im Bürgerlichen Gesetzbuch ergänzt, dass Stellenangebote nicht mehr nur für Männer oder nur für Frauen ausgeschrieben werden dürfen; in der Praxis steigt der Gebrauch femininer Berufsbezeichnungen, alternativ werden maskuline Bezeichnungen mit dem Klammerzusatz (m/w) für „männlich/weiblich“ versehen, ab 2018 mit (m/w/d) auch für „diversgeschlechtlich“.
  • 1984 erklärt Hessens Landesregierung im Runderlass Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Vordrucken, dass generische Maskulinformen nicht als geschlechterübergreifende Oberbegriffe anzusehen sind und stattdessen neutrale Bezeichnungen oder die weibliche und männliche Form aufgeführt werden sollen.
  • 1985 erklärt Bremens Senat in seinem Runderlass zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Vordrucken mit ähnlichem Wortlaut, dass maskuline Personenbezeichnungen in generischer Verwendung unerwünscht sind.
  • 1986 empfiehlt der Erlaß der Regierung des Saarlandes über die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in amtlichen Verlautbarungen geschlechtsneutrale Bezeichnungen und hilfsweise Paarformen.
  • 1987 gibt Berlins Senatsverwaltung das Rundschreiben über die Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Sprachgebrauch der Berliner Verwaltung heraus.
  • 1988 veröffentlicht Baden-Württembergs Landesregierung den Erlass von Vorschriften mit einem Punkt zur sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern.
  • 1990 beschließt Schleswig-Holsteins Landesregierung eigene Grundsätze zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Rechtssprache der Landesbehörden, nach denen der Gebrauch männlicher Bezeichnungen auch für Frauen grundsätzlich zu vermeiden und eine geschlechterbezogene Rechtssprache zu verwenden ist.
  • 1990 übergibt die interministerielle „Arbeitsgruppe Rechtssprache“ nach dreijähriger Beratung der Kohl-Regierung den Bericht Maskuline und feminine Personenbezeichnungen in der Rechtssprache mit der Aufforderung, zur Vermeidung generischer Maskulinformen bessere Formulierungen zu suchen und zu verwenden.
  • 1991 beschließt Niedersachsen die Grundsätze für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Rechtssprache mit der Festlegung, dass im Regelfall beide Geschlechter benannt werden sollen.
  • 1992 gibt die Bayerische Staatsregierung Änderung der Organisationsrichtlinien bekannt, die einen Punkt zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Sprache enthalten.
  • 1993 ergeht in Nordrhein-Westfalen der Erlass zur Gleichstellung von Frau und Mann in der Rechts- und Amtssprache mit der Feststellung, dass der verallgemeinernde Gebrauch von männlichen Formen für alle Geschlechter der Forderung nach sprachlicher Gleichstellung nicht angemessen Rechnung trägt.
  • 1994 beschließt Brandenburgs Regierung ein Landesgleichstellungsgesetz, das keine Verwendung generischer Maskulinformen erlaubt.
  • 1995 erlässt Hamburgs Senat die Grundsätze zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Rechts-und Verwaltungssprache.
  • 1995 gibt die Landesregierung von Rheinland-Pfalz die Verwaltungsvorschrift Geschlechtsgerechte Amts- und Rechtssprache heraus, um den Gebrauch generischer Maskulinformen zu vermeiden.
  • 2001 wird das Bundesgleichstellungsgesetz für alle Dienststellen auf Bundesebene beschlossen (die 16 Bundesländer haben seit den 1990ern eigene Landesgleichstellungsgesetze); das BGleiG schreibt vor, die Gleichstellung von Frauen und Männern sprachlich zum Ausdruck zu bringen, auch im dienstlichen Schriftverkehr.
  • 2002 werden in Bayern die Organisationsrichtlinien angepasst und Paarformen und geschlechtsneutrale Bezeichnungen vorgeschrieben, nur als Ausnahme sind generische Maskulinformen erlaubt; auch juristische Personen sind zu gendern.
  • 2004 wird das JVEG gegendert als Gesetz über die Vergütung von Sachverständigen, Dolmetscherinnen, Dolmetschern, Übersetzerinnen, Übersetzern sowie die Entschädigung von ehrenamtlichen Richterinnen, ehrenamtlichen Richtern, Zeuginnen, Zeugen und Dritten.
  • 2006 tritt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft („Antidiskriminierungsgesetz“), das Benachteiligung wegen des Geschlechts auch in der Sprache verhindern und beseitigen soll.
  • 2008 erklärt das Handbuch der Rechtsförmlichkeit des Justizministeriums, in juristischen Texten seien Frauen direkt anzusprechen und sichtbar zu machen; bereits 1991 hatte das Handbuch die Gebrauchsgewohnheit des generischen Maskulinums in Frage gestellt.
  • 2013 wird die Straßenverkehrs-Ordnung umfassend gegendert.
  • 2013 novelliert die Thüringer Landesregierung ihr Gleichstellungsgesetz und ergänzt, dass soweit möglich geschlechtsneutrale Bezeichnungsformen zu wählen sind.
  • 2018 erlaubt das Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben, die neue Geschlechtsoption „divers“ zu wählen; zusammen mit (intergeschlechtlichen) Personen, deren Geburtsgeschlecht rechtlich „offengelassen“ wurde, gelten Diversgeschlechtliche nach dem deutschen Personenstandsgesetz als weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet, woraus sich auch Konsequenzen für ihre angemessene Benennung und eine gendergerechte Schreibung im Deutschen ergeben.
  • 2018 entscheidet der Bundesgerichtshof gegen die Frauenrechtlerin Marlies Krämer, dass der Gebrauch generischer Maskulinformen in der Unternehmskommunikation mit der Kundschaft nicht gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstößt.
  • 2020 erklärt Sachsens Justizministerium, in zukünftigen Gesetzentwürfen und Rechtsverordnungen keine männlichen Bezeichnungsformen im verallgemeinernden Sinne zu verwenden, sondern geschlechtsneutrale Formulierungen und an passenden Stellen Paarformen.

Österreich

  • 1990 enthält das Handbuch der Rechtssetzungstechnik: Legistische Richtlinien des Bundeskanzleramts als allgemeine Leitlinie, Frauen und Männer mit Paarformen gleichermaßen anzusprechen; geschlechtsneutral sind Organ-, Funktions- und Typenbezeichnungen sowie Rechtsvorschriften über personenstandsrelevante Angelegenheiten zu formulieren.
  • 2001 verpflichtet ein Ministerratsbeschluss alle Bundesministerien und ihre Ressorts zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch; weitestgehend sollen beide Geschlechter sprachlich zum Ausdruck gebracht werden.
  • 2003 wird das Bundes-Verfassungsgesetz ergänzt: Amtsbezeichnungen, Titel, akademische Grade und Berufsbezeichnungen können in der Form verwendet werden, die das Geschlecht des Amtsinhabers oder der Amtsinhaberin zum Ausdruck bringt.
  • 2019 tritt die Möglichkeit in Kraft, unter Vorlage eines einschlägigen medizinischen Gutachtens den eigenen Geschlechtseintrag im Zentralen Personenstandsregister auf „divers“ ändern zu können, womit intergeschlechtliche Personen Anspruch auf angemessene Benennung und sprachliche Gleichbehandlung haben.

Schweiz

  • 1981 wird der Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern in die Schweizer Bundesverfassung aufgenommen; in der Folge gibt es mehrere parlamentarische Vorstöße, um die Gleichbehandlung auch sprachlich zu verwirklichen.
  • 1988 stellt das Berufsverzeichnis der Bundesverwaltung weibliche Personenbezeichnungen neben die bisher generisch Männlichen, auch für Berufe, die bisher nicht von Frauen ausgeübt werden.
  • 1996 veröffentlicht die Bundeskanzlei ihren rechtsverbindlichen Leitfaden zur sprachlichen Gleichbehandlung als Hilfmittel und Instrument für die geschlechtergerechte Formulierung der deutschsprachigen amtlichen Texte des Bundes.
  • 2007 wird im Sprachengesetz verankert, dass die Gleichbehandlung von Frauen und Männern durch geschlechtergerechte Formulierungen zum Ausdruck gebracht werden soll.
  • 2009 überarbeitet die Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften den deutschsprachigen Leitfaden ausführlich unter dem Titel Geschlechtergerechte Sprache und bezeichnet das generische Maskulinum als grundsätzlich nicht geschlechtergerecht formuliert.

HochschulenBearbeiten

Viele Hochschulen der drei D-A-CH-Länder veröffentlichten eigene Sprachleitfäden mit teils unterschiedlichen Vorschlägen bezüglich geschlechtergerechter oder -neutraler Sprache zur Vermeidung des generischen Maskulinums. Einer der ersten in Deutschland war 1999 der Leitfaden Gleichstellungsgerechte Sprache – ist dies wirklich unwichtig? von der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Passau.[61] Als einer der frühesten gilt auch der 32-seitige Ratgeber Geschlechtergerecht in Sprache und Bild der Universität Linz vom Januar 2009.[62][63] Eine Studie von 2011 untersuchte 12 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnete universitäre Gleichstellungskonzepte und beurteilte 95 bis 99 % der in ihnen verwendeten Bezeichnungen als „geschlechtergerecht“ (Beidnennung, Schrägstrich, Neutralisierung); auf den Webseiten der betreffenden Hochschulen fanden sich in 82 % aller Fälle geschlechtergerechte Formulierungen.[63]

2017 untersuchte das Forschungsprojekt „Geschlechtergerechte Sprache in Theorie und Praxis“ (geleitet von Gabriele Diewald) die 80 deutschen Sprachleitfäden, die Universitäten und Fachhochschulen bis dahin veröffentlicht hatten (30 bis 40 % aller Hochschulen). In der Regel hatten die Leitfäden nicht den Charakter einer verbindlichen Dienstanordnung, sondern waren Ratgeber zu gendergerechten Formulierungsmöglichkeiten. Während die frühen Leitfäden von Sprachwissenschaftlern geschrieben worden waren, übernahmen das in der Folge die Gleichstellungsstellen selber; nicht immer war erkennbar, wer die Vorschläge erarbeitet hatte. Eine Einheitlichkeit der sprachlichen Praxis war nicht festzustellen.[64]

Gendergerechte, geschlechtersensible Sprache

Nach den Verfassungsurteilen zur dritten Geschlechtsoption „divers“ in Deutschland 2017 und Österreich 2018 haben viele Gleichstellungsbeauftragte in Absprache mit Leitungsgremien und Fachabteilungen ihre internen Empfehlungen und Leitlinien angepasst, um in der offiziellen Kommunikation auch weitere Geschlechter und Geschlechtsidentitäten zu berücksichtigen („Inter- und Trans*-Personen“). Entsprechend finden sich zunehmend Bezeichnungen wie „gendergerechte“ oder „geschlechtersensible Sprache“, um die soziale Inklusion zu verdeutlichen.

Fast alle öffentlich publizierten Hochschul-Leitfäden empfehlen mittlerweile geschlechtsneutrale Formulierungen (Studierende; alle, die studieren), teils legen sie das Hauptgewicht darauf. Während viele Leitfäden noch die Beidnennung empfehlen (Studentinnen und Studenten, oder andersherum), lehnen andere dies als zweigeschlechtliche Lösung ab, ebenso den Schrägstrich oder das Binnen-I. Zu abgekürzten Schreibweisen geben einige Hochschulen spezielle Empfehlungen, insbesondere für knappe Texte – viele empfehlen das Gendersternchen zur Sichtbarmachung aller Geschlechter, so auch der Verband der neun German Universities of Technology (TU9).[65] Die nachfolgende Liste enthält eine Auswahl der Empfehlungen, sortiert nach Ländern (Stand Mai 2020):

Hochschule Empfehlung für abkürzende Schreibweisen seit * : _ / i … 

Uni Aachen (RWTH)

  • Mitarbeiter_innen
  • Professor*innen
  • die Student/innen
  • die BeamtInnen
30.09.2017
[66]
* _ / i

ASH Berlin

  • Mitarbeiter_innen
  • Frauen*beauftragte, männliche*, Student*innen
24.01.2017
[67]
* _

Uni Berlin (HU)

  • Benutzer*innenordnung
  • Redner_innenpult

ff–  Zweigeschlechtliches: veraltet

01.12.2019
[68][69]
* _ m/w

Uni Berlin (TU)

  • ein*e wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in, Frauen*
  • die_der Dekan_in, Absolvent_innen

ff–  nichts Zweigeschlechtliches

05.02.2020
[70]
* _ m/w

Uni Bielefeld

  • für jede*n etwas, der*die Lehrer*in
01.07.2019
[71]
*

Uni Bonn

  • Doktorand*innen, Expert*innenrunde
11.02.2019
[72]
*

Uni Darmstadt (TU)

  • Mitarbeiter*innen, ein*e Student*in
  • Mitarbeiter_innen, ein_e Wissenschaftler_in
01.03.2017
[65][73]
* _

Uni Dresden (TU)

  • Mitarbeiter:innen

ff–  nichts Zweigeschlechtliches

15.01.2020
[74]
: m/w

Uni Düsseldorf

  • Wissenschaftler/innen, der/die Autor/in
  • Student_innen, ein_e Student_in
  • Mitarbeiter*innen, die*der Dezernent*in
01.07.2017
[75]
* _ /

Uni Erlangen-Nürnberg

  • Mitarbeiter/-innen, jede/-r, Referentinnen/Referenten
31.07.2019
[76]
/

Uni Frankfurt

  • die Betrachter*in, Expert*innenstatus
20.09.2016
[77]
*

Uni Greifswald

  • der*die Studierende, ein*e Studierende*r

ff–  nichts Zweigeschlechtliches

01.09.2019
[78]
* m/w

Uni Hamburg

  • Dozent*innen

ff–  nichts Zweigeschlechtliches

01.05.2019
[79]
* m/w

Uni Kassel

  • der*die Student*in, Mitarbeiter*innen
  • der_die Student_in, Mitarbeiter_innen

ff–  nichts Zweigeschlechtliches

01.04.2019
[80]
* _ m/w

Uni Köln

  • Student*innenzeitung  (bevorzugt)
  • Student_innen
  • die Autorin/der Autor, die Professor/inn/en
19.02.2020
[81]
* _ /

Uni Konstanz

  • Referent*innen  (im Ausnahmefall)
22.01.2020
[82]
*

Uni Leipzig

23.10.2019
[86]
_ F

Uni Lüneburg

  • die*der Mitarbeiter*in, Mitarbeiter*innen  (empfohlen)
30.04.2020
[87]
*

Uni Marburg

  • die/der Dekan/in
  • PraktikantInnen
  • Student_innen
  • Adressat*innen
01.10.2016
[88]
* _ / i

Uni München (TU)

  • Student_innen
  • Student*innen
01.01.2020
[89]
* _

Uni Potsdam

11.05.2020
[91]
* _ F

Uni Stuttgart

  • Akteur*innen, der*die Kooperationspartner*in
24.03.2020
[92]
*

Uni Vechta

  • Lehrer*in, Lehrer*innen  (empfohlen)
  • Lehrer_in, Lehrer_innen
28.03.2018
[93]
* _

Uni Weimar
(Bauhaus)

  • ein*e Student*in, Doktorand*innen  (empfohlen)
  • jede_r Student_in
  • Student:in

ff–  nichts Zweigeschlechtliches

27.04.2020
[94]
* : _ m/w

Uni Wuppertal

  • Kolleg*innen, jede*r Student*in  (empfohlen)
01.10.2019
[95]
*

Österreichisches
Bildungsministerium

  • ein/e Student/in, der/die Dirigent/in
21.11.2018
[96]
/

Uni Graz (Medizin.)

  • Patienten/Patientinnen, Patient/-in
  • PatientInnen
01.08.2014
[97]
/ i


Uni Linz

  • Betreuerin/Betreuer, alle Kolleg/inn/en
  • ein/e StudentIn, alle KollegInnen
01.01.2009
[62]
/ i

Uni Wien

  • Leser*innen  (empfohlen)
  • Leser_innen
  • Leser’innen (Apostroph)

ff–  nichts Zweigeschlechtliches

01.12.2019
[98]
* _ m/w

Uni Bern

  • MitarbeiterInnen  (nur bei Platzknappheit)
  • des Professors/der Professorin (nur mit Beidnennung)
01.03.2017
[99]
/ i

Uni Zürich

  • Forscher/In, Forscher/in (mit oder ohne Binnen-I)
  • Mitarbeiter_innen
  • Professor*innen
01.05.2018
[100]
* _ /
Hochschule Empfehlung für abkürzende Schreibweisen seit * : _ / I

RezeptionBearbeiten

Gendern in den MedienBearbeiten

Im Jahr 2009 wurde innerhalb des Zweiten Deutschen Fernsehens ein Faltblatt Tipps für eine moderne Sprache im ZDF verteilt, mit einem Begleitwort des Intendanten Markus Schächter: „Seit 15 Jahren gilt für offizielle Texte auch im ZDF die Praxis geschlechtergerechter Sprache […] wenn Sie Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen wollen – dann sprechen Sie beide an.“[101][102] Ende 2014 veröffentlichte der Bayerische Rundfunk intern einen Flyer Faire Sprache mit Ratschlägen zur Vermeidung des generischen Maskulinums in Fernseh- und Radiosendungen und auf Webseiten.[103][104]

Der Norddeutsche Rundfunk veröffentlichte im Februar 2019 den internen Leitfaden Sprache schafft Bewusstsein mit „Anregungen für eine zeitgemäße und faire Sprache im NDR. Anzuwenden auf Texte von Regelwerken, die dienstliche Kommunikation sowie bei Bedarf auf das redaktionelle Texten.“ Neben geschlechtsneutralen oder verallgemeinernden Formulierungen wird die Schreibweise mit Genderstern empfohlen.[105][106] Fernsehredaktionen und Moderierenden werden Beidnennung und neutrale Personenbezeichnungen nahegelegt.[107]

Im März 2019 verteilte die öffentlich-rechtliche Mehrländeranstalt Deutschlandradio einen internen Leitfaden zur geschlechtergerechten Sprache, um einen „weiteren Schritt in Richtung Diskriminierungsfreiheit und Gendersensibilität“ zu gehen. Er enthält Anregungen für die hausinterne Kommunikation sowie die drei bundesweiten Hörfunkprogramme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova, beispielsweise: „Statt: ‚Parlamentarier‘ – Fair: ‚Abgeordnete‘“. Intendant Stefan Raue erklärte, der Leitfaden sei nicht verpflichtend, „zugleich sollte sich aber jeder Gedanken darüber machen, wie wir Vielfalt besser abbilden können“. Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder kritisierte den Leitfaden und merkte an: „Gendern führt auch zu absurden Verrenkungen, wie z. B. ‚verstorbene Studierende‘.“[108]

Die Moderatorin Anne Will gendert in ihrer ARD-Talkshow mit einem stimmlosen Glottisschlag bei der Aussprache von Personenbezeichnungen,[109] was ein Spiegel-Kommentar im Mai 2020 positiv verzeichnete („Aktionär:innen“, siehe auch Gender-Doppelpunkt).[110][111] Will twitterte dazu, dass sie schon lange gendere, es aber erst aufzufallen scheine, seitdem auch in den Filmeinspielungen deutlich „Ärzt_innen“ gesprochen werde.[112] Anfang 2018 hatte Will Aufsehen erregt durch ein falsches Gendern zu „Mitgliederinnen“[113] – die weibliche Wortendung -in wird niemals an eine vom Singular abweichende Pluralform angehängt, und zu einer grammatisch neutralen Personenbezeichnung wie „das Mitglied“ kann keine weibliche Form gebildet werden. Tatsächlich findet sich dieser falsche Ausdruck in zahlreichen Dokumenten,[114] beispielsweise im Februar 2020: „Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder von Hertha BSC“.[115] Ein Gebrauch ist bereits für 2011 nachgewiesen,[116] als selbst der Deutsche Germanistenverband die Wortbildung benutzte.[117]

Bei der ARD-Tagesschau läuft seit Mitte 2019 ein Projekt zu geschlechtergerechter Sprache. Radio Bremen gendert höchstens mit Beidnennungen (Paarformen), der SWR empfiehlt sie und neutrale Formulierungen; beide Sender wollen beim Sprechen keine abgekürzten Formen mit Sprachpause (sogenannte „Gender-Pause“).[107] Die Nachrichtensprecher Ingo Zamperoni und Claus Kleber haben wiederholt Genderformulierungen verwendet. Dazu fragte der Nordkurier im Juni 2020 bei ARD und ZDF nach, ob und seit wann es offizielle Beschlüsse zum Gendern in ihren Programmen gebe. Solche habe es nicht gegeben, aber seit Jahren würden in den Redaktionen die Möglichkeiten zur geschlechtergerechten oder -neutralen Formulierung diskutiert; letztendlich bleibe es in Einzelfällen den Beteiligten überlassen.[118] Der ZDF-Talkmaster Markus Lanz erklärte, bewusst keine Gendersprache zu nutzen.[119]

Im Mai 2020 führte Infratest dimap für die Welt am Sonntag eine Befragung durch mit dem Titel Vorbehalte gegenüber genderneutraler Sprache. Mit 1008 Personen wurden Telefoninterviews geführt zu der Frage: „Wie stehen Sie zur Nutzung einer solchen Gendersprache in Presse, Radio und Fernsehen sowie bei öffentlichen Anlässen?“ Dazu wurden zwei Beispiele genannt: die Form mit Binnen-I im Wort „WählerInnen“ mit kurzer Sprechpause vor dem großen „i“ sowie als neutrale Form „die Zuhörenden“. 56 % der Befragten lehnten eine solche Nutzung eher (26 %) oder voll und ganz ab (30 %) – 35 % befürworteten sie eher (19 %) oder voll und ganz (16 %). Die Ablehnung war am höchsten bei den Über-64-Jährigen (62 %), bei Männern (61 %) und bei Personen mit mittlerer Bildung (60 %) – die Befürwortung war am größten bei den 18- bis 39-Jährigen (48 %), bei Frauen (39 %) und bei Personen mit hoher Bildung (49 %). Bezüglich Parteianhängerschaft hatte die FDP die höchste Ablehnung (76 % zu 24 % pro), gefolgt von CDU/CSU (64 % zu 30 %) und AfD (64 % zu 16 %) und der SPD (54 % zu 42 %). Die geringste Ablehnung hatten Grüne (37 % zu 56 %) und Linke (41 % zu 59 % pro).[120][121] Die Welt am Sonntag leitete ihren Onlineartikel unter der Überschrift Mehrheit der Frauen will keine Gendersternchen mit der Aussage ein: „Die Mehrheit der Deutschen lehnt es ab, die deutsche Sprache zwanghaft zu verweiblichen“, und setzte das Wort Gendersprache in Anführungszeichen.[119]

Anfang 2020 hatte das Medienunternehmen news aktuell eine Online-Umfrage bei deutschen Pressestellen und PR-Agenturen gemacht: Insgesamt 53 % der 415 befragten Kommunikatoren beurteilten die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache als „eher oder völlig unwichtig“ – 45 % stuften sie als „eher oder sehr wichtig“ ein. In der Schweiz wurden 92 Kommunikatoren befragt, die Ergebnisse im Einzelnen:[122][123]

Deutsche Schweizer Regelung
53 % eher unwichtig: 36 %,  völlig unwichtig: 17 %
45 % eher wichtig: 29 %,  sehr wichtig: 16 %
45 % 32 % haben keine einheitliche Regelung
38 % 70 % formulieren geschlechtsneutral (Mitarbeitende, Studierende)
36 % 60 % schreiben männliche und weibliche Form aus (Beidnennung)
19 % 21 % verwenden Klammer-/Schrägstrich-Schreibweisen (Volontär/in)
18 % 21 % verwenden Binnen-I (VolontärIn)
14 % 13 % verwenden Gendersternchen (Volontär*in)
02 % ohne Angabe
01 % 00 % verwenden Gender-Gap (Volontär_in)
12 % 03 % verwenden keine gendergerechte Sprache

Gendern im LiteraturbereichBearbeiten

In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wird geschlechtergerechte Sprache nur vereinzelt verwendet. Im Juni 2018 erschien in der Zeitung Die Zeit eine Umfrage unter 15 namhaften Autorinnen und Autoren des deutschsprachigen Literaturbetriebs zur Frage: Gendergerechte Sprache – Wie halten Sie es mit dem Gender?[124]

Die österreichische Schriftstellerin Ann Cotten verwendet experimentelle Formen gegenderter Sprache, die sie „polnisches Gendering“ nennt. Dabei kommen „alle für alle Geschlechter nötigen Buchstaben in beliebiger Reihenfolge ans Wortende“.[125] 2019 verwendete sie das Verfahren in ihrem Roman Lyophilia und verweist darauf, auch die Lyrikerin Monika Rinck verwende polnisches Gendering. In Cottens Roman treten unter anderem „Greisenni“, „Teilnehmernnnie“, „Betrachterni“ und „Oberunterösterreichernnnie“ auf.[126] Durch die willkürlichen Endungen entsteht ein Effekt ästhetischer Verfremdung geschlechtergerechter Sprache.[127]

In der Fantasy-Literatur verwendet 2019 der Science-Fiction-Roman Wasteland von Judith C. Vogt und Christian Vogt konsequent geschlechtergerechte Formulierungen.[128][129] In einem Essay erklärt die Autorin, die Vermeidung des generischen Maskulinums sei ein bewusstes Experiment gewesen.[130]

Der Dichter Reiner Kunze tritt gegen „Sprachfeminismus“ und „Sexualisierung der Sprache“ auf: „Der Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie, die sich gegen die deutsche Sprachkultur und das weltliterarische Erbe richtet, das aus dieser Kultur hervorgegangen ist.“ Als Beispiel für Verunstaltungen, die durch „Sprachgenderismus“ verursacht sind, führt Kunze unter anderem eine Textstelle aus einem österreichischen Unterstufen-Deutschbuch für den Schulgebrauch an: „Eine/r ist Zuhörer/in, der/die andere ist die Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor, der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen.“ Dementsprechend fordert Kunze: „Man schreibe nie, was man nicht sprechen kann, oder was zu einer Verkrüppelung der gesprochenen Sprache führt (Professx, Stud_entin, Trans*autoren, Akteure/innen […]). In dem österreichischen Schulbuch hat man für Kinder gedruckt, was sich nicht einmal fließend lesen läßt.“[131]

Akzeptanz geschlechtergerechter SpracheBearbeiten

Studien

  • 2007 untersuchten Vera Steiger und Lisa Irmen am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg im Zusammenhang mit Rechtstexten die Akzeptanz für generisch maskuline, für geschlechtsneutrale sowie für Paarformen. Die Ergebnisse zeigten eine breite Akzeptanz neutraler Bezeichnungsformen, die als geschlechtergerechter als die beiden anderen Alternativen beurteilt wurden.[133] 2011 wurde die Studie von Steiger und Irmen an drei Gruppen von Versuchspersonen wiederholt mit Juristen, Personen über 60 Jahre und Menschen ohne akademischen Hintergrund. Die Ergebnisse von 2007 wurden bestätigt, die teilnehmenden Personen zeigten eine große Akzeptanz für geschlechtsneutrale Bezeichnungen (etwa die Wahlberechtigten).[134]
  • Auch 2007 ermittelte eine Fragebogenerhebung der Philologin Julia Wesian bei 144 Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen und Bildungsschichten: „Bei beiden Geschlechtern ist die Tendenz eindeutig, auch in Zukunft im privaten Bereich nicht geschlechtergerecht zu formulieren. Mit 81 % verneinen sogar mehr Probandinnen als Probanden (76 %) die Frage.“ Danach gaben 81 % der befragten Frauen an, noch nie über das Angesprochensein unsicher gewesen zu sein, und 82 % erklärten, sich noch nie durch Sprache diskriminiert gefühlt zu haben. „Bei jüngeren Menschen ist die Akzeptanz einer geschlechtergerechten Sprache geringer als bei älteren Menschen.“[135]

Meinungsumfragen

  • 1997 untersuchten die Sprachwissenschaftlerinnen Karin Eichhoff-Cyrus und Margot Dietrich in einer Umfrage die Akzeptanz für sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Gesetzestexten. Sie ermittelten, dass 42 % der über 700 Befragten neutrale Formulierungen, 37 % die Beidnennung und 19 % generische Maskulinformen bevorzugten.[136]
  • 2014 führte das Meinungsforschungsinstitut Unique research in Österreich eine Umfrage für das Nachrichtenmagazin profil durch, bei der sich 55 % der Befragten für eine geschlechtergerechte Sprache aussprachen (Binnen-I, Paarformen) und 40 % dagegen.[137]
  • 2014 unterschrieben in Österreich rund 800 Personen, darunter Professoren, Lehrer und Journalisten, einen offenen Brief an die Bildungs- und Frauenministerin und den Wissenschaftsminister mit Kritik an der „sprachlichen Gleichbehandlung“. Die Unterzeichner, darunter auch der deutsche Publizist Bastian Sick, traten ein für die „Rückkehr zur sprachlichen Normalität“ und forderten Ministerin und Minister auf, „dem Wildwuchs durch das sprachliche ‚Gendern‘“ Einhalt zu gebieten.[138][139]
  • 2019 führte das Meinungsforschungsinstitut INSA-Consulere im Auftrag des Vereins Deutsche Sprache eine Umfrage bei rund tausend zufällig ausgewählten Bundesbürger durch, bei der die Mehrheit der Befragten die geschlechtergerechte Sprache ablehnte. 80 % nutzten privat keine Gendersprache, 75 % auch beruflich nicht. Mehr als 50 % empfanden entsprechende Vorschriften als störend und 75,3 % lehnten gesetzliche Vorschriften zur genderneutralen Sprache ab. Auf die Frage, wie wichtig die Gendersprache für die Gleichstellung der Geschlechter sei, antworteten mehr als 60 % mit „sehr unwichtig“ oder „eher unwichtig“. Bei den Grünen-Anhängern antworteten 60 % mit „sehr unwichtig“ oder „eher unwichtig“. Die Angaben waren über alle Geschlechter, Bildungsgrade und Bundesländer hinweg ähnlich, wobei die Ablehnung der genderneutralen Sprache mit zunehmendem Bildungsgrad leicht anstieg. FDP-Anhänger fanden zu 87,3 %, dass die Gendersprache zu viel diskutiert werde; 74,5 % lehnen sie ab, mehr als bei den AfD-Anhängern. Unter den Grünen-Anhängern fanden 83,4 %, dass die genderneutrale Sprache zu viel diskutiert werde; 52 % lehnten sie ab, obwohl Politiker dieser Partei entsprechende Formen besonders häufig nutzten.[140]
    Der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache, Henning Lobin, kritisierte die Umfrage und hielt die Ergebnisse nicht für tragfähig. Mit der Frage „Wie wichtig oder unwichtig ist Ihrer Meinung nach gendergerechte Sprache für die Gleichstellung der Frau in Deutschland?“ sei nichts über die Akzeptanz geschlechtergerechter Formulierungen zu erfahren. Geschlechtergerechter Sprachgebrauch könne durchaus als erwünscht angesehen werden, ohne zu meinen, dass er für die Gleichstellung der Frau besonders wichtig sei. Lobin kritisierte auch, dass in dem Artikel von Heike Schmoll über die Umfrage in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, „große Teile dessen, was kurz danach in der VDS-Pressemitteilung erscheinen sollte, wörtlich wiedergegeben“ wurden.[141]

KritikBearbeiten

Verständlichkeit und StilistikBearbeiten

Ein wesentlicher Einwand gegen die geschlechtergerechte Sprache lautet, die nach ihren Prinzipien verfassten Texte seien oft – besonders bei Beidnennung der Geschlechter – schwerer verständlich als Texte, die das generische Maskulinum verwenden.[142] Ein weiteres Problem bestehe darin, dass gegenderte Texte wegen des Einsatzes von schriftbildbezogenen Gestaltungsmitteln wie Schrägstrich und Binnen-I für den mündlichen Vortrag wenig geeignet sind.

Ferner wird kritisiert, dass bei gegenderten Texten der Aspekt des Geschlechtlichen oft in einer Weise in den Vordergrund trete, die von der intendierten Kernaussage ablenke. Beispiel für eine konventionelle Formulierung: Ärzte betrachten den Therapeuten allenfalls als Tröster für ihre Patienten. Geschlechtergerechte Variante: Ärztinnen und Ärzte räumen dem therapeutischen Beruf allenfalls eine tröstende Funktion ein. Die Sprachwissenschaftlerin Gisela Klann-Delius stellt 2005 fest, dass hier wesentliche „Ausdrucksnuancen verschwinden“ und „der konkrete Gehalt der Äußerung (Therapeut als Tröster) einer geschlechtergerechten, aber wenig lebendigen und konkreten Darstellungsweise“ geopfert werde.[142]

Sprachtheoretische und sprachpragmatische UngenauigkeitBearbeiten

Der Romanist Hartwig Kalverkämper wirft der Feministischen Linguistik 2011 vor, nicht sauber zwischen Zeichen (Wörtern) und Bezeichnetem (Männern und Frauen) sowie zwischen dem Genus von Wörtern und dem Sexus von Personen zu unterscheiden. In der Sprachwissenschaft sei umstritten, in welchem Zusammenhang Genus und Sexus stehen.[143] Die Psychologin Lisa Irmen erforschte bereits in den 1990er-Jahren das generische Maskulinum und stellte diesbezüglich 2003 klar: „Das Genus der Substantive, mit denen Personen benannt werden, darunter besonders das der Verwandtschaftsbezeichnungen, stimmt im allgemeinen mit dem natürlichen Geschlecht (dem Sexus) der Person überein: der Vater, die Mutter; … der Mann, die Frau; der Lehrer, die Lehrerin; der Knecht, die Magd.“[144]

Die Verwendung des substantivierten Partizips I zur Bildung von Ersatzwörtern (Studierende, Teilnehmende, Lehrende, Tanzende) lehnen einige Sprachwissenschaftler und Schriftsteller aus grammatikalischen Gründen ab. Demnach beschreibe eine solche Wortbildung üblicherweise eine Person, die gerade etwas tue. Der Sprachwissenschaftler Wolfgang Klein verdeutlicht 2019 den Unterschied: „Der Fahrer und der Fahrende zum Beispiel, das ist schon etwas anderes. Der Fahrende ist der, der gerade fährt. Die Tänzerin muss nicht unbedingt gerade tanzen, die Tanzende aber sehr wohl.“[145] Entsprechend ist nach Auffassung der Kritiker auch die Wortbildung Studierende auf eine aktuell ausgeübte Tätigkeit bezogen, während das schon im Lateinischen substantivierte Partizip (studens, von studere) im Wort „Student“ einen Status bezeichnet. Nicht alle Studenten seien immer „studierend“ (mit ihrem Studium beschäftigt) und nicht alle, die sich gerade Studien widmeten, seien zwangsläufig auch Studenten oder Studentinnen. Der Schriftsteller Max Goldt meint 2002 dazu: „Wie lächerlich der Begriff Studierende ist, wird deutlich, wenn man ihn mit einem Partizip Präsens verbindet. Man kann nicht sagen: In der Kneipe sitzen biertrinkende Studierende. Oder nach einem Massaker an einer Universität: Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden. Niemand kann gleichzeitig sterben und studieren.“[146]

Die Verwendung von Ersatzwörtern, die durch Bildung des Partizips II gebildeten werden, kritisiert der Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg 2017: „Ein Geflüchteter kann einer sein, der sich einem Regenguss oder einer nervigen Seminarveranstaltung entzieht, ein Flüchtling dagegen flieht vor Krieg, Gewalt oder politischer Verfolgung.“[147]

Kontraproduktive Betonung gesellschaftlicher UnterschiedeBearbeiten

Ein weiterer Einwand lautet, die geschlechtergerechte Sprache bekräftige die „Relevanz von Geschlecht als sozialer Kategorisierung“ weiter, obwohl die Intention des Gleichstellungsgedankens eigentlich in die gegenteilige Richtung ziele.[142]

Der Psycholinguist Wolfgang Klein resümiert 2008 in Bild der Wissenschaft: Der Sexismus, der eigentlich bekämpft werden soll, werde mit den gendergerechten Schreibweisen erst in die Sprache eingeführt. Die Beidnennungen würden jetzt erst unterstreichen, dass ein weiblicher Professor nur eine Professorin sein kann – und möglicherweise doch keine Frauen gemeint sein könnten, wenn von Politikern die Rede ist.[148]

Die Ethnologin Ingrid Thurner stellt 2013 in einem Beitrag in Die Welt die Frage, ob „die fortgesetzte Betonung des eigentlich Selbstverständlichen, nämlich der Mehrgeschlechtlichkeit, die gesellschaftlichen Ungleichheiten nicht nur nicht aufgeweicht, sondern sogar zementiert“ habe. Laut Thurner wird „die Sprachgerechtigkeit den Frauen von den Männern als Geschenk dargebracht, ist aber bloß ein Ablenkungsmanöver“. Alternativformen wie das Binnen-I hätten nach Thurners Auffassung nichts an den tatsächlichen Ungleichstellungen geändert. Männer „sehen ihre Vormachtstellung durch den inflationären Gebrauch von ein paar Sonderzeichen nicht bedroht“.[149]

Sonstige KritikBearbeiten

Der Germanist und Romanist Roland Kaehlbrandt hält 2016 die geschlechtergerechte Sprache für das Produkt einer „Bevormundungsgesellschaft“, deren Akteure mit „übertriebener Selbstgewissheit“ ihre sprachpolitische Agenda verfolgten und hierbei eine Art „Moraldeutsch“ ins Leben gerufen hätten. Auch ästhetische Argumente gegen das „Gerechtigkeitsdeutsch“ führt er an und konstatiert Künstlichkeit und den Verlust von Sprachschönheit: „Die sprachlichen Verrenkungen, die aus dem akademischen Milieu in die Öffentlichkeit gelangen, zeugen zwar von Engagement für die Sache, aber leider auch von Weltfremdheit und mangelndem Sprachgefühl.“[150]

Der Sprachwissenschaftler Josef Bayer meint 2019, dass die Sprachwissenschaft „den Irrweg der vermeintlich gendergerechten Sprache leichter ans Licht bringen“ könne als jede andere Disziplin. Die Vorschläge für diese Sprachreform kämen zwar „in erster Linie von den Universitäten“, aber es „sind in der Regel keine Linguisten, die das Gendersprech-Projekt befördern“. Er stelle sich nicht „in die Reihe der Empörten, die einen Sprachverfall beklagen“, sondern gehöre „zu denjenigen, die eine unaufhaltsame historische Änderung der Sprache als quasi naturgegeben anerkennen“. Das Problem sei, dass die Gendersprache keine aus der Sprache selbst hervorgehende Evolution darstelle, sondern „ein von aussen aufgesetztes Reförmchen“ sei. Mit natürlichem Sprachwandel habe „Gendersprache nicht das Geringste zu tun“. Die Gendersprache folge einem „kruden Funktionalismus, der in allem, was die Sprache bietet, einen für den Menschen wesentlichen ‚Sinn‘ sucht“. Ein „Gendersystem“ sei nicht dazu da, etwas über Männer und Frauen in einer Gesellschaft zu sagen, sondern allenfalls, um eine Beziehung zwischen Wörtern zu stiften, die „Kongruenz“ genannt wird (die regelhafte Übereinstimmung). Umbenennungen hätten noch nie etwas an den wirklichen Sachverhalten bewirkt. Da die gendergerechte Sprache nichts anderes sei als eine „fehlmotivierte Umbenennung von bestimmten Bezeichnungen“, werde sie „ausser einer Menge stilistischer und ästhetischer Entgleisungen nichts Positives und schon gar nichts Fortschrittliches hervorbringen“.[151]

Der Chefredakteur der Marketingfachzeitschrift Horizont, Uwe Vorkötter, kritisierte im Juli 2020 den Gebrauch von gegenderter Sprache mit Partizipien im Deutschlandfunk und bezeichnete den vermehrt auftretenden Glottisschlag [Hörer ʔ innen] als „künstlichen Sprachfehler“. Weil die Sprache nicht dem Sprachgebrauch einer großen Mehrheit der Bevölkerung entspreche, sei ihr Gebrauch in einem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Programm nicht zu rechtfertigen. Vorkötter nannte das „Newsspeak“, in Anspielung auf George Orwells Ausdruck „Newspeak“.[152]

Andere SprachenBearbeiten

EnglischBearbeiten

In der englischen Sprache findet sich seit dem 14. Jahrhundert – etwa hundert Jahre nach dem Aufkommen der Plural-Fürwörter – auch die unbestimmte Verwendung des pluralen Fürworts they in der singularen Bedeutung für eine einzelne Person, als neutrale Alternative zu den geschlechtsbezogenen Fürwörtern he und she (siehe Singulares „they“ im Englischen).[153] Ab Mitte der 2010er-Jahre verbreitet sich das singulare they für nichtbinäre Personen. Daneben gibt es immer wieder Vorschläge für geschlechtlich unbestimmte Fürwörter wie xe, ze oder das zie / hir von Norrie May-Welby.[154] Von diesen konnte aber noch keines eine signifikante Verbreitung oder Akzeptanz erlangen. Als Schrägstrichschreibung tritt mitunter s/he auf. Da das Genus aus der englischen Grammatik ansonsten fast vollständig verschwunden ist, spielen dort andere Phänomene als die Übereinstimmung mit dem biologischen Geschlecht (Sexus) eine größere Rolle im öffentlichen Diskurs als etwa im Deutschen (siehe auch Movierung im Englischen).

Als geschlechtsneutrale Anrede ist Mx aufgekommen (ausgesprochen: „Mix“ oder „Max“), dabei werden die Endungen der männlichen Anrede Mr (Mister „Herr“) und der weiblichen Form Mrs (Mistress „Frau“) oder Ms durch ein x ersetzt. Im Dezember 2015 nahm das Oxford English Dictionary die Anredeform Mx auf.[155][156][157]

In neuester Zeit werden auch genderspezifische Bezeichnungen verändert: mailman / mailwoman wird zu mail carrier.

FranzösischBearbeiten

In der französischen Sprache gibt es im Unterschied zum Deutschen verschiedene Personalpronomen für die zwei Geschlechter auch in der Pluralform: Der deutsche Satz „sie singen“ heißt ils chantent für männliche und elles chantent für weibliche Personen. Für gemischte Personengruppen wird die männliche Form verwendet.[158]

Für einige Berufsbezeichnungen gibt es geschlechtsneutrale Substantive, sogenannte épicènes, beispielsweise l’architecte (der Architekt/die Architektin) le/la pianiste (der Pianist/die Pianistin), le/la sécretaire (der Sekretär/die Sekretärin).[159] Als neue geschlechtsneutrale Bezeichnungen (nouveaux épicènes) kommen Bezeichnungen wie le/la juge (der Richter/die Richterin) und le/la ministre (der Minister/die Ministerin) hinzu: So löste etwa in der französischen Politik gegen Ende des 20. Jahrhunderts die Anrede Madame la Ministre die zuvor verwendete Anrede Madame le Ministre weitgehend ab.

Bereits im Jahr 1984 hatte Yvette Roudy, Ministerin für die Rechte der Frau, eine Kommission für die Formulierung frauengerechter Berufs- und Funktionsbezeichnungen eingesetzt. Deren Vorschläge zu weiblichen Bezeichnungen, Titeln und Dienstgraden ließ der scheidende sozialistische Premierminister Laurent Fabius 1986 den entsprechenden Dienststellen zur Beachtung zukommen (Circulaire du 11 mars 1986 relative à la féminisation des noms de métier, fonction, grade ou titre).[160][161]

Im Jahr 2017 erschien ein Schulbuch, in dem eine geschlechtergerechte Schreibung mithilfe des Mediopunkts umgesetzt war, beispielsweise les deputé·e·s et les électeur·rice·s („Abgeordnete und Wähler·innen“). Premierminister Édouard Philippe wies die staatlichen Behörden umgehend an, in amtlichen Texten nicht diese sogenannte écriture inclusive („inkludierende Schreibweise“) zu verwenden. Die Staatsverwaltung müsse sich „aus Gründen der Verständlichkeit und der Klarheit an die grammatischen und syntaktischen Regeln halten“.[162] Zuvor hatte sich bereits der französische Blindenverband gegen die écriture inclusive ausgesprochen, weil sie Sehbehinderten die Nutzung von Vorleseprogrammen (Screenreader) fast unmöglich mache. Die Académie française hatte hingegen sämtliche Formen der geschlechtergerechten Sprache verworfen, selbst weibliche Endungen für Berufsbezeichnungen; dem folgte der Premierminister jedoch nicht, sondern erklärte diese ausdrücklich für erwünscht.[163][164]

Bereits 1999 hatte das Centre national de la recherche scientifique eine Liste mit weiblichen Berufsbezeichnungen zusammengestellt und beispielsweise die feminine Form écrivaine („Schriftstellerinnen“) vorgeschlagen. Die Académie française hatte diese Schreibweisen oder Beidnennungen stets abgelehnt: Das generische Maskulinum sei die neutrale, unmarkierte Form.[163] Im Februar 2019 stellte die Académie mit nur zwei Gegenstimmen fest, dass es keine prinzipiellen Hinderungsgründe gibt, in der französischen Sprache Berufsbezeichnungen, Funktionsbezeichnungen, Titel und akademische Grade in der weiblichen Form zu verwenden.[165]

Isländisch und FinnischBearbeiten

Die isländische Sprache hat das geschlechtsneutrale Pronomen hán als Zusammenfassung von „er/sie“ (ähnlich zum neuen schwedischen hen). Es wird seit 2016 an der Universität Island gelehrt und wurde aus dem finnischen hän gebildet.[166] Die finnische Sprache ihrerseits kennt kein grammatisches Geschlecht (Genus).[167]

Portugiesisch und SpanischBearbeiten

In der portugiesischen und der spanischen Sprache wird aufgrund der häufigsten Genusmarkierung eines Wortes durch die Endung -o oder -a, von manchen das @-Zeichen als Kombination beider Buchstaben verwendet: „Caras amigas e caros amigos“ (Liebe Freundinnen und liebe Freunde) > „Car@s amig@s“. In vielen romanischen Sprachen werden Adjektive wie im Beispiel zu sehen und anders als im Deutschen auch im Plural geschlechtsabhängig dekliniert.

RumantschBearbeiten

In der Schriftsprache Rumantsch Grischun wird zwischen maskulinen und femininen Substantiven unterschieden: il scolar, der Schüler; la scolara, die Schülerin; ils scolars, die Schüler, wenn es sich um männliche Schüler oder um eine gemischte Gruppe von männlichen und weiblichen Schülern handelt; las scolaras, wenn es sich um eine Gruppe von Schülerinnen handelt. Wie im Deutschen wird ein grammatikalisches Geschlecht verwendet. So heißt es zum Beispiel la gruppa da scolars, die Schülergruppe (feminin), obwohl die Gruppe aus männlichen Schülern besteht, aber il chor da scolaras, der Chor von Schülerinnen (maskulin).

SchwedischBearbeiten

In der schwedischen Sprache gibt es seit der Jahrtausendwende neben den persönlichen Fürwörtern han und hon („er“ und „sie“) das geschlechtsneutrale hen (nicht zu übersetzen, am ehesten: „sier“). Es kann etwa eine Person mit neutraler Geschlechtsidentität beschreiben oder eine Person unbekannten oder unbestimmten Geschlechts. Spätestens 2012 tauchte hen im Sprachgebrauch auf und verbreitete sich so rasch, dass die Schwedische Akademie das Wort 2014 in ihre Wortliste aufnahm.[168][169] Im April 2015 fand hen auch Aufnahme im offiziellen Wörterbuch der schwedischen Sprache, der Svenska Akademiens ordlista.[170]

ThailändischBearbeiten

Die thailändische Sprache kennt kein grammatisches Geschlecht. Bestimmte Substantive haben eine geschlechtsspezifische Bedeutung, etwa chai ชาย „Mann“ – ying หญิง „Frau“ – pho พ่อ „Vater“ – mae แม่ „Mutter“ – racha ราชา „König“ – rachini ราชินี „Königin“. Die meisten Substantive sind hingegen in ihrer lexikalischen Bedeutung geschlechtsneutral, etwa khon (คน „Mensch“), khru (ครู „Lehrer/in“) oder nakrian (นักเรียน „Schüler/in“, wörtlich „Person-lernen“). Soll das Geschlecht der Person mitangegeben werden, so erfolgt dies durch Wortzusammensetzung, etwa nakrian-chai (นักเรียนชาย „Schüler“, wörtlich „Person-lernen-Mann“) und nakrian-ying (นักเรียนหญิง „Schülerin“, wörtlich „Person-lernen-Frau“). Selbst manche Bezeichnungen für Familienmitglieder sind in ihrer Grundform geschlechtsneutral, etwa phi (พี่ „älteres Geschwister“) und nong (น้อง „jüngeres Geschwister“). Soll hingegen mitgeteilt werden, ob es sich um einen Bruder oder eine Schwester handelt, ist wiederum eine Zusammensetzung erforderlich, etwa phi-sao (พี่สาว „ältere Schwester“) und nong-chai (น้องชาย „jüngerer Bruder“).[171]

Mit Bezug auf Gruppen verschiedenen Geschlechts wird in der Regel die geschlechtsneutrale Grundform verwendet. Auch bei der Anrede eines Publikums werden meist geschlechtsneutrale Bezeichnungen verwendet, etwa than phu mi kiat (ท่านผู้มีเกียรติ „geehrte Gäste“) statt „meine Damen und Herren“. Nur wenn besonders betont werden soll, dass einer Gruppe Personen beiderlei Geschlechts angehören, werden die geschlechtsspezifischen Zusammensetzungen verwendet.[172]

Siehe auchBearbeiten

  Portal Frauen: Gendersprache – aktuelle Materialien
Portal: Sprache – Wikipedia-Inhalte zu Sprachen
Portal: Linguistik – Wikipedia-Inhalte zur Sprachwissenschaft

LiteraturBearbeiten

  • 2020: Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die deutsche Rechtschreibung (= Der Duden. Band 1/12). 28. Auflage. Dudenverlag, Berlin August 2020, ISBN 978-3-411-04018-6, S. 112–114: Abschnitt Geschlechtergerechter Sprachgebrauch (online auf duden.de).
  • 2020: Gabriele Diewald, Anja Steinhauer: Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache: Wie Sie angemessen und verständlich gendern. Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin April 2020, ISBN 978-3-411-74517-3 (Leseprobe auf weiterlesen.de).
  • 2020: Hilke Elsen: Gender – Sprache – Stereotype: Geschlechtersensibilität in Alltag und Unterricht. Uni-Taschenbücher, Tübingen 2020, ISBN 978-3-8252-5302-8 (Leseprobe in der Google-Buchsuche).
  • 2019: Gabriele Diewald, Anja Steinhauer: Duden: Gendern – ganz einfach! Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin März 2019, ISBN 978-3-411-74335-3 (Leseprobe auf duden.de).
  • 2019: Hanna Acke: Sprachwandel durch feministische Sprachkritik: Geschlechtergerechter Sprachgebrauch an den Berliner Universitäten. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik. Springer, April 2019, S. 1–18 (Universität Turku; Volltext: doi:10.1007/s41244-019-00135-1).
  • 2019: Gabriele Diewald: Linguistische Kriterien und Argumente für geschlechtergerechten Sprachgebrauch. In: Sabine Berghahn, Ulrike Schultz (Hrsg.): Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. Loseblattsammlung. Dashöfer, Hamburg 2001–2019, ISBN 978-3-931832-44-5, Grundlagen 1.3.
  • 2018: Helga Kotthoff, Damaris Nübling: Genderlinguistik – Eine Einführung in Sprache, Gespräch und Geschlecht. Narr Francke Attempto, Tübingen Dezember 2018, ISBN 978-3-8233-7913-3 (Vorstellung auf uni-mainz.de).
  • 2018: Gabriele Diewald: Zur Diskussion: Geschlechtergerechte Sprache als Thema der germanistischen Linguistik – exemplarisch exerziert am Streit um das sogenannte generische Maskulinum. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik. Band 46, Heft 2, September 2018, S. 283–299 (doi:10.1515/zgl-2018-0016; Downloadseite).
  • 2018: Anatol Stefanowitsch: Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen. Dudenverlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-411-74358-2 (Interviews: DLF, ze.tt).
  • 2017: Gabriele Diewald, Anja Steinhauer: Richtig gendern: Wie Sie angemessen und verständlich schreiben. Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-411-74357-5.
  • 2017: Antje Baumann, André Meinunger (Hrsg.): Die Teufelin steckt im Detail: zur Debatte um Gender und Sprache. Kadmos, Berlin 2017, ISBN 978-3-86599-287-1 (Aufsatzsammlung).
  • 2016: Duden-Redaktion: geschlechtergerechter Sprachgebrauch. In: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle: Richtiges und gutes Deutsch (= Der Duden. Band 9/12). 8., vollständig überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-411-04098-8, S. 387–395 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  • 2016: Angelika Wöllstein, Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die Grammatik (= Der Duden. Band 4/12). 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-411-04049-0, S. 157–161: Abschnitt 1.3.2.1.1 Personenbezeichnungen, Randnummern 236–238.
  • 2015: Tomas Kubelik: Genug gegendert! Eine Kritik der feministischen Sprache. Projekte, Jena 2015, ISBN 978-3-945971-02-4 (Essay).
  • 2014: AG Feministisch Sprachhandeln (u. a. Lann Hornscheidt): Was tun? Sprachhandeln – aber wie? W_Ortungen statt Tatenlosigkeit. 2. Auflage 2014/2015. Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt-Universität Berlin (Erstauflage: Oktober 2014; PDF: 25 MB, 69 Seiten auf feministisch-sprachhandeln.org; Infoseite).
  • 2014: Luise F. Pusch: Gerecht und Geschlecht: neue sprachkritische Glossen. Wallstein, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1428-3.
  • 2012: Susanne Günthner, Dagmar Hüpper, Constanze Spieß (Hrsg.): Genderlinguistik: Sprachliche Konstruktionen von Geschlechtsidentität (= Linguistik – Impulse & Tendenzen. Band 45). De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-027287-1 (Leseprobe in der Google-Buchsuche).
  • 2010: Stefanie Kollmann: Einstellungen zu geschlechtergerechtem Sprachgebrauch im Deutschen. Philosophische Diplomarbeit Universität Wien 2010 (Downloadseite).
  • 2004: Karin M. Eichhoff-Cyrus (Hrsg.): Adam, Eva und die Sprache: Beiträge zur Geschlechterforschung. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2004, ISBN 3-411-04211-7.
  • 2001: Dagmar Stahlberg, Sabine Sczesny: Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. In: Psychologische Rundschau. Band 52, Nr. 3, 2001, S. 131–140 (doi:10.1177/0261927X01020004004; Volltext: researchgate.net; PDF: 1,3 MB, 10 Seiten auf fh-muenster.de).
  • 1993: Elmar Schafroth: Berufsbezeichnungen für Frauen in Frankreich – Sprachpolitische Maßnahmen und sprachliche Wirklichkeit. In: Lebende Sprachen. Nr. 2, 1993 (PDF: 434 kB, 4 Seiten auf uni-duesseldorf.de).
  • 1992: Senta Trömel-Plötz: Vatersprache, Mutterland: Beobachtungen zu Sprache und Politik. Frauenoffensive, München 1992, ISBN 3-88104-211-3 (durchsuchbar in der Google-Buchsuche).
  • 1984: Luise F. Pusch: Das Deutsche als Männersprache. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1984, ISBN 3-518-11217-1.

Richtlinien, Leitfäden

WeblinksBearbeiten

Portale:

Presseartikel:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Duden-Handbuch 2020, S. 33.
  2. Duden-Handbuch 2020, S. 81–82, 83, 84 und 88.
  3. Duden-Handbuch 2020, S. 69: 2.1 Linguistische Grundlagen.
  4. Duden-Handbuch 2020, S. 13 und 20.
  5. a b Duden-Handbuch 2020, S. 66.
  6. a b Duden-Handbuch 2020, S. 118–122: Ausführliche Beidnennung: „Schülerinnen und Schüler“.
  7. Duden-Handbuch 2020, S. 122.
  8. a b c Duden-Handbuch 2020, S. 122–124: Verkürzte Beidnennung (Schrägstrich mit Bindestrich): „Schüler/-innen“.
  9. a b Duden-Handbuch 2020, S. 124–125: Binnen-I: „SchülerInnen“.
  10. a b Duden-Handbuch 2020, S. 127–129: Klammern: „Schüler(innen)“.
  11. Duden-Handbuch 2020, S. 127: Anmerkung zur Normierung.
  12. Duden-Handbuch 2020, S. 132: Geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen: „Mensch, Person, Mitglied“.
  13. Duden-Handbuch 2020, S. 71–72 und 80.
  14. a b c Duden-Handbuch 2020, S. 129–131: Substantivierte Partizipien oder Adjektive im Plural: „Studierende, Verwitwete“, sowie S. 218 (Anmerkung zur Substantivierung von Partizipien).
  15. Duden-Handbuch 2020, S. 131–132: Sachbezeichnung: „Staatsoberhaupt, Presse“
  16. Duden-Handbuch 2020, S. 113–114 und 134–135: Umformulierung mithilfe des Adjektivs: „ärztlicher Rat“.
  17. a b Duden-Handbuch 2020, S. 136–138: Bildung von Relativsätzen: „Alle, die …“.
  18. a b Duden-Handbuch 2020, S. 135–136: Umschreibungen mit dem Passiv oder mit „wir“: „Es sollte beachtet werden / Wir sollten beachten“.
  19. Duden-Handbuch 2020, S. 134: Direkte Anrede: „Ihre Unterschrift“.
  20. a b Duden-Handbuch 2020, S. 92–93: Vergleich von Original- und gendergerechtem Text.
  21. a b Duden-Handbuch 2020, S. 91–92: Lesezeitmessungen / Einschätzungen der Testpersonen.
  1. a b GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt Die Debatte um eine geschlechtergerechte Sprache.
    Ebenda: Abschnitt 4. a) Generisches Femininum (Leipziger Lösung).
  2. a b GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 1. Paarformel/Doppelnennung.
  3. a b c d e GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 5.3 Eine Sprache, die allen Geschlechtern gerecht wird?
  4. a b c GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 2. Sparschreibungen/Kurzformen.: a) Schrägstrichlösung.
  5. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 2. Sparschreibungen/Kurzformen.: b) Klammerlösung.
  6. a b c GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 2. Sparschreibungen/Kurzformen.: c) Binnenmajuskel.
  7. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 4. a) Generisches Femininum (Leipziger Lösung).
  8. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 4. b) X-Endung.
  9. a b GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 3. Ersatzformen: d) Generische Substantive ohne Movierung.
  10. a b GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 3. Ersatzformen: a) Substantivierte Partizipien oder Adjektive.
  11. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 3. Ersatzformen: c) Sachbezeichnung.
  12. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 3. Ersatzformen: e) Umformulierung mithilfe des Adjektivs.
  13. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 3. Ersatzformen: g) Bildung von Relativsätzen.
  14. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 3. Ersatzformen: b) Passivierung.
  15. GfdS-Leitlinien 2020, Abschnitt 3. Ersatzformen: f) Direkte Anrede.
  1. Bundeskanzlei 2009, S. 16–17.
  2. Bundeskanzlei 2009, S. 22, Randnummer 4.9.
  3. Bundeskanzlei 2009, S. 23, Randnummer 4.11.
  4. a b Bundeskanzlei 2009, S. 22, Randnummer 4.8.
  5. Bundeskanzlei 2009, S. 22, Randnummer 4.7.
  • Sonstige Belege
  1. Gisela Schoental: Personenbezeichnungen im Deutschen als Gegenstand feministischer Sprachkritik. In: Zeitschrift für Germanistische Linguistik. Band 17, Heft 3, online: 28. Oktober 2009, Seiten 296–314, hier S. 301 (doi:10.1515/zfgl.1989.17.3.296).
  2. Ingrid Samel: Asymmetrien in Sprachsystem und Sprachgebrauch. In: Dieselbe: Einführung in die feministische Sprachwissenschaft. Erich Schmidt, Berlin 1995, ISBN 3-503-03709-8, S. 49–52, hier S. 50.
  3. Gisela Schoenthal: Personenbezeichnungen im Deutschen als Gegenstand Feministischer Sprachkritik. In: Zeitschrift für Germanistische Linguistik. Band 17, Nr. 3, Januar 1989, S. 296–314 (doi:10.1515/zfgl.1989.17.3.296).
  4. Bundeskanzleramt Österreich, Gleichbehandlungsanwaltschaft: Empfehlung der Gleichbehandlungsanwaltschaft. Geschlechtergerechte Sprache. 2011 (?), S. 3 (PDF: 185 kB, 4 Seiten auf gleichbehandlungsanwaltschaft.at (Memento vom 1. Mai 2011 im Internet Archive)).
  5. a b c Dagmar Stahlberg, Sabine Sczesny: Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. In: Psychologische Rundschau. Band 52, Nr. 3, 2001, S. 131–140 (doi:10.1177/0261927X01020004004; Volltext: researchgate.net; PDF: 1,3 MB, 10 Seiten auf fh-muenster.de).
  6. Gisela Klann-Delius: Sprache und Geschlecht: Eine Einführung. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-10349-8, S. 55 (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche); Zitat: „Insgesamt deuten die Studien zum generischen Maskulinum in ihren Ergebnissen daraufhin, dass das generische Maskulinum als männlich gedeutet wird, vermutlich weil dies in vielen Kontexten der wahrscheinlichere Fall ist. Ob dies ein Effekt der Sprache, der lebensweltlichen Erfahrung und Gegebenheiten oder ein Effekt eines generellen Stereotyps ist, kann derzeit nicht klar entschieden werden. Da die Studien zum generischen Maskulinum fast ausschließlich mit studentischen Probanden durchgeführt wurden, kann nicht sicher behauptet werden, dass sie auf andere Gruppen generalisierbar sind.“
  7. Für Studien an (Klein-)Kindern vgl. beispielsweise: Vervecken, Hannover und Wolter (2013, doi:10.1016/j.jvb.2013.01.008); Conkright, Flannagan und Dykes (2000, doi:10.1023/A:1007167432657).
    Für Studien mit nicht-studentischen Stichproben vgl. beispielsweise: Gabriel und Mellenberger (2004, doi:10.1024/1421-0185.63.4.273), die aus Sportclubs rekrutierte Erwachsene untersuchten; Braun, Sczesny und Stahlberg (2005, doi:10.1515/comm.2005.30.1.1) verwendeten in Experimenten 1 und 3 nicht-studentische Stichproben; Blake und Klimmt (2010, doi:10.1007/s11616-010-0093-2) untersuchten gemischte Gruppen, die sowohl aus Studierenden als auch als Personen mit nicht-universitärem Hintergrund bestanden.
  8. Gabriele Diewald: Zur Diskussion: Geschlechtergerechte Sprache als Thema der germanistischen Linguistik – exemplarisch exerziert am Streit um das sogenannte generische Maskulinum. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik. Band 46, Heft 2, 2018, S. 295
  9. a b Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR), Pressemitteilung: Geschlechtergerechte Schreibung: Herausforderung noch ohne Lösung. Mannheim, 8. Juni 2018 (PDF: 296 kB, 1 Seite auf rechtschreibrat.com).
  10. a b c Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR), Pressemitteilung: Empfehlungen zur „geschlechtergerechten Schreibung“: Beschluss des Rats für deutsche Rechtschreibung vom 16. November 2018. Mannheim 2018 (PDF: 422 kB, 2 Seiten auf rechtschreibrat.com).
  11. a b Senta Trömel-Plötz, Ingrid Guentherodt, Marlis Hellinger, Luise F. Pusch: Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs. In: Linguistische Berichte. Heft 71, 1980, S. 1–7; Nachdruck in: Magdalene Heuser (Hrsg.): Frauen – Sprache – Literatur. Fachwissenschaftliche Forschungsansätze und didaktische Modelle und Erfahrungsberichte für den Deutschunterricht (= ISL Informationen zur Sprach- und Literaturdidaktik. Band 38). Schöningh, Paderborn u. a. 1982, ISBN 3-506-74088-1, S. 84–90.
  12. Der hessische Ministerpräsident: Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Vordrucken. Gemeinsamer Runderlass. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. Nr. 53, Wiesbaden 13. Dezember 1984, S. 2590 (PDF: 8,7 MB, 96 Seiten auf hessen.de).
  13. Senat der Freien Hansestadt Bremen: Runderlaß des Senats der Freien Hansestadt Bremen über die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Vordrucken. 3. September 1985 – zitiert in: Gerhard Stickel: Beantragte staatliche Regelungen zur „Sprachlichen Gleichbehandlung“: Darstellung und Kritik. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik. Jahrgang 16, Nr. 3, 1988, S. 330–355, hier S. 346 (PDF: 4,8 MB, 26 Seiten auf bsz-bw.de).
  14. Theodor Ickler: Der neue Duden: Das unmögliche Wörterbuch. In: FAZ.net. 27. August 2004, abgerufen am 13. September 2020 (auch erschienen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 200, 28. August 2004, S. 33).
  15. a b c Ursula Doleschal (Universität Klagenfurt): Das generische Maskulinum im Deutschen: Ein historischer Spaziergang durch die deutsche Grammatikschreibung von der Renaissance bis zur Postmoderne. In: Linguistik online. Band 11, Nr. 2, Januar 2002, S. 39–70 (online auf unibe.ch).
  16. a b Günther Drosdowski (Hrsg.): Duden: Grammatik der deutschen Gegenwartssprache (= Der Duden. Band 4/10). 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim u. a. 1984, ISBN 3-411-20904-6, S. 200, Randnummer 332.
  17. Günther Drosdowski, Peter Eisenberg (Hrsg.): Duden Grammatik der deutschen Gegenwartssprache (= Der Duden. Band 4/12). 5., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim u. a. 1995, ISBN 3-411-04045-9, S. 196–197; Zitat: „Besonders bei Berufsbezeichnungen und Substantiven, die den Träger eines Geschehens bezeichnen (Nomina agentis), verwendet man die maskuline Form vielfach auch dann, wenn das natürliche Geschlecht unwichtig ist oder männliche und weibliche Personen gleichermaßen gemeint sind. Man empfindet hier das Maskulinum als neutralisierend bzw. verallgemeinernd (‚generisch‘).“
  18. a b Peter Eisenberg, Annette Klosa-Kückelhaus (Hrsg.): Duden Grammatik der deutschen Gegenwartssprache (= Der Duden. Band 4/12). 6., neu bearbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim u. a. 1998, ISBN 3-411-04046-7, S. 200 (Zitatansicht in der Google-Buchsuche).
  19. a b Angelika Wöllstein, Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die Grammatik (= Der Duden. Band 4/12). 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-411-04049-0, S. 160, Randnummer 237.
  20. a b c d e f g h i j Duden-Sprachwissen: Geschlechtergerechter Sprachgebrauch. In: Duden online. August 2020, abgerufen am 13. September 2020 (Textpassage aus dem Rechtschreibduden 2020, S. 112–114).
  21. a b Brigitte Scheele, Eva Gauler: Wählen Wissenschaftler ihre Probleme anders aus als WissenschaftlerInnen? Das Genus-Sexus-Problem als paradigmatischer Fall der linguistischen Relativitätsthese. In: Sprache & Kognition. Band 12, Nr. 2, 1993, S. 59–72 (Psychologisches Institut, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Zusammenfassung auf zpid.de).
  22. a b Jutta Rothmund, Brigitte Scheele: Personenbezeichnungsmodelle auf dem Prüfstand: Lösungsmöglichkeiten für das Genus-Sexus-Problem auf der Text-Ebene. In: Zeitschrift für Psychologie. Band 212, Nr. 1, Januar 2004, S. 40–54 (doi:10.1026/0044-3409.212.1.40).
  23. a b c Christopher Blake, Christoph Klimmt: Geschlechtergerechte Formulierungen in Nachrichtentexten. In: Publizistik. Band 55, Nr. 3, September 2010, S. 289–304 (doi:10.1007/s11616-010-0093-2).
  24. a b Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR): Deutsche Rechtschreibung: Regeln und Wörterverzeichnis – Aktualisierte Fassung des amtlichen Regelwerks entsprechend den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung 2016. Mannheim 2018, S. 103: 5.2 Schrägstrich: § 106 (PDF: 936 kB, 105 Seiten auf rechtschreibrat.com).
  25. a b Elke Heise: Sind Frauen mitgemeint? Eine empirische Untersuchung zum Verständnis des generischen Maskulinums und seiner Alternativen. In: Sprache & Kognition. Band 19, Nr. 1–2, Januar 2000, S. 3–13 (Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, Georg-August-Universität Göttingen; doi:10.1024//0253-4533.19.12.3).
  26. Duden-Sprachwissen: Geschlechtergerechter Sprachgebrauch: Doppelnennung und Schrägstrich. In: Duden online. abgerufen am 13. September 2020.
  27. Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR): Deutsche Rechtschreibung: Regeln und Wörterverzeichnis – Aktualisierte Fassung des amtlichen Regelwerks entsprechend den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung 2016. Mannheim 2018, S. 94: 2.5 Klammern: § 86 (PDF: 936 kB, 105 Seiten auf rechtschreibrat.com).
  28. Noëmi Landolt: Binnen-I: Die Stämme gehören allen! In: WOZ.ch. 19. Dezember 2013, abgerufen am 13. September 2020 („Vor dreissig Jahren hat die WOZ zum ersten Mal das Binnen-I verwendet. Anlass, einen Blick auf den aktuellen Stand (queer-)feministischer Sprachkritik zu werfen“).
  29. Erklärung von Beate Binder und Ulrike Vedder: Sprache und Wirklichkeit und die Diskussion um das Gendersternchen. In: HU-Berlin.de. Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität Berlin, 27. März 2019, abgerufen am 13. September 2020.
  30. Katrin Nussmayr: Hochschule: Das geschlechtliche I ohne Tüpfelchen. In: DiePresse.com. 15. Juli 2014, abgerufen am 13. September 2020.
  31. Katja Müller, Sandra Reinmuth, Katrin Lindner, Rainer Greifeneder: Effekte geschlechtergerechter Sprache auf die Beantwortung von Meinungsumfragen. Ohne Ort, 1999 (PDF; 69 kB auf uni-mannheim.de (Memento vom 8. Januar 2005 im Internet Archive)).
  32. a b Elke Heise: Auch einfühlsame Studenten sind Männer: Das generische Maskulinum und die mentale Repräsentation von Personen. In: Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis. Band 35, Nr. 2, 2003, S. 285–291 (Abstract auf apa.org).
  33. Lisa Irmen: Diskriminierung und Sprache. Vortrag an der Universität Bern, 22. Mai 2003, Folie 35–36 (Psychologisches Institut, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; PDF: 893 kB, 39 Seiten auf unibe.ch (Memento vom 7. Februar 2014 im Internet Archive)).
  34. Steffen „Kitty“ Herrmann (alias S_he): Performing the Gap – Queere Gestalten und geschlechtliche Aneignung. In: Arranca! Nr. 28, November 2003, S. 22–26 (online auf arranca.org).
    Profil: Steffen Herrmann, Institut für Philosophie. In: FernUni-Hagen.de. 2020, abgerufen am 13. September 2020.
  35. Persson Perry Baumgartinger: Lieb[schtean] Les[schtean], [schtean] du das gerade liest… Von Emanzipation und Pathologisierung, Ermächtigung und Sprachveränderungen. In: Liminalis – Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation. Nr. 2, 26. Juni 2008, S. 24–39 (PDF: 183 kB, 16 Seiten auf liminalis.de (Memento vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive)).
  36. Beate Hausbichler: Gender/Sprache: Raum für _! In: dieStandard.at. 26. Oktober 2008, abgerufen am 13. September 2020.
  37. Gesellschaft für deutsche Sprache: Pressemitteilung GfdS: Gendersternchen und Co. mit deutscher Rechtschreibung nicht konform. In: GfdS.de. 13. August 2020, abgerufen am 13. September 2020.
  38. Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die deutsche Rechtschreibung (= Der Duden. Band 1/12). 28. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-411-04018-6, S. 112–114: Abschnitt Geschlechtergerechter Sprachgebrauch, hier S. 112–113 (online auf duden.de).
  39. Luise F. Pusch: Fühlen Sie sich mitgemeint! In: Emma.de. 12. Dezember 2018, aktualisiert: 5. Februar 2019, abgerufen am 25. März 2020 („die feministische Linguistin Luise F. Pusch plädiert für eine ganz andere Lösung. Nämlich für das ‚generische Femininum‘“).
  40. Luise Pusch: Gendern – gerne, aber wie? In: Neues-Deutschland.de. 23. Oktober 2019, abgerufen am 25. März 2020 („ein Ritt durch die feministische Sprachgeschichte und praktische Tipps“).
  41. AG Feministisch Sprachhandeln (u. a. Lann Hornscheidt): Was tun? Sprachhandeln – aber wie? W_Ortungen statt Tatenlosigkeit. 2. Auflage 2014/2015. Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt-Universität Berlin (Erstauflage im Oktober 2014; PDF: 25 MB, 69 Seiten auf feministisch-sprachhandeln.org; Infoseite).
  42. Lann Hornscheidt, interviewt von Nadine Lange: „Lasst uns Gender verabschieden“. In: Tagesspiegel.de. 23. Juli 2019, abgerufen am 14. September 2020.
  43. Selbstdarstellung: Lann Hornscheidt. Eigene Website, Dezember 2019, abgerufen am 14. September 2020 (Foto von 2013).
  44. Christine Olderdissen: Gendergerecht schreiben in sieben Schritten. In: genderleicht.de. 13. Februar 2020, abgerufen am 19. September 2020 (Projektleiterin).
  45. Worteintrag: Gästin, die. In: Duden online. Abgerufen am 16. September 2020; Zitat: „weibliche Form zu Gast“.
  46. Worteintrag: Spionin, die. In: Duden online. Abgerufen am 16. September 2020; Zitat: „weibliche Form zu Spion (1)“.
  47. Markus Pössel (Physiker): #Studierende vs. Studenten. In: Twitter.com. 28. April 2019, abgerufen am 16. September 2020; Zitat: „Jetzt habe ich aus Neugier doch mal Google Books bemüht, und nein: ‚Studierende‘ ist keine neuartige Erfindung. Es war spätestens seit dem späten 18. Jahrhundert ein einigermaßen übliches Wort.“
  48. Stephan Ritter: Grammatica germanica nova. Marburg 1616, S. 90: „Wer tamen est commune quoad masculinum & foemininum, nam eius neutrum est was.“ Zitiert in: Ursula Doleschal: Das generische Maskulinum im Deutschen: Ein historischer Spaziergang durch die deutsche Grammatikschreibung von der Renaissance bis zur Postmoderne. In: Linguistik online. Band 11, Nr. 2, Januar 2002, S. 39–70 (doi:10.13092/lo.11.915; online auf unibe.ch).
  49. a b c d Friederike Braun, Susanne Oelkers, Karin Rogalski, Janine Bosak, Sabine Sczesny: „Aus Gründen der Verständlichkeit …“: Der Einfluss generisch maskuliner und alternativer Personenbezeichnungen auf die kognitive Verarbeitung von Texten. In: Psychologische Rundschau. Band 53, Nr. 3, 2007, S. 183–189 (Seminar für Allgemeine Sprachwissenschaft, Universität Kiel; doi:10.1026/0033-3042.58.3.183; PDF: 60 kB, 7 Seiten auf kif.rocks).
  50. a b c Andreas Beelmann, Kai J. Jonas: Diskriminierung und Toleranz: Psychologische Grundlagen und Anwendungsperspektiven. Springer VS, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-91621-7, S. 204 (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche).
  51. Sascha Demarmels, Dorothea Schaffner: Gendersensitive Sprache in Unternehmenstexten. In: Sascha Demarmels, Wolfgang Kesselheim (Hrsg.): Textsorten in der Wirtschaft. Springer VS, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17869-1, S. 109 (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche); Zitat: „[…] (Braun et al. 2007; Frank-Cyrus und Dietrich 1997; Guyatt u. a. 1997; Parks und Robertson 2000; Prentice 1994; Rothmund und Christmann 2003; Steiger und Irmen 2007).“
  52. Jutta Rothmund, Ursula Christmann: Auf der Suche nach einem geschlechtergerechten Sprachgebrauch: Führt die Ersetzung des generischen Maskulinums zu einer Beeinträchtigung von Textqualitäten? In: Muttersprache. Band 112, Nr. 4, 2002, S. 115–135 (Diplom-Psychologin, Köln, sowie Psychologisches Institut, Universität Heidelberg; PDF: 2,3 MB, 11 Textscans auf uni-heidelberg.de).
  53. Sascha Demarmels, Dorothea Schaffner: Gendersensitive Sprache in Unternehmenstexten. In: Sascha Demarmels, Wolfgang Kesselheim (Hrsg.): Textsorten in der Wirtschaft. Springer VS, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17869-1, S. 109 (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche).
  54. Marcus Friedrich, Elke Heise: Does the Use of Gender-Fair Language Influence the Comprehensibility of Texts? An Experiment Using an Authentic Contract Manipulating Single Role Nouns and Pronouns. In: Swiss Journal of Psychology. Band 78, Heft 1–2, 2019, online: 25. März 2019, S. 51–60 (englisch; Institut für Pädagogische Psychologie, TU-Braunschweig; doi:10.1024/1421-0185/a000223; Rezension welt.de, Rezension news4teachers.de)
  55. a b c d Leyla Movahedi: Geschlechtergerechte Sprache – der ORF und sprachliche Gleichbehandlung anhand der Sendung »konkret – das ServiceMagazin«. Diplomarbeit Universität Wien 2009, S. 64–96: Leitfäden – ein Überblick (betreut von Johanna Dorer, Fakultät für Sozialwissenschaften; Downloadseite).
  56. Ruth Wodak, Gert Feistritzer, Silvia Moosmüller, Ursula Doleschal: Sprachliche Gleichbehandlung von Mann und Frau. Linguistische Empfehlungen zur sprachlichen Gleichbehandlung von Frau und Mann im öffentlichen Bereich (Berufsbezeichnungen, Titel, Anredeformen, Funktionsbezeichnungen, Stellenausschreibungen). Herausgegeben vom Bundesministerium für Soziales, Wien 1987.
  57. Marlis Hellinger, Christine Bierbach: Eine Sprache für beide Geschlechter: Richtlinien für einen nicht-sexistischen Sprachgebrauch. Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn 1993, ISBN 3-927907-32-4 (PDF: 37 kB, 13 Seiten auf unesco.de).
  58. Ingrid Guentherodt: Sprachliche Gleichbehandlung: Erkennen und Verwirklichen. Praktische Erläuterungen und Beispiele zur deutschen Rechtssprache. In: Marianne Grabrucker: Vater Staat hat keine Muttersprache. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt a. M. 1993, ISBN 978-3-596-11677-5, S. 246–262.
  59. Daniel Elmiger, Verena Tunger, Eva Schaeffer-Lacroix: Geschlechtergerechte Behördentexte. Linguistische Untersuchungen und Stimmen zur Umsetzung in der mehrsprachigen Schweiz. Universität Genf 2017, ISBN 978-1-365-70544-1, S. 94 f.
  60. Kathrin Kunkel-Razum, interviewt von Sabine van Endert: Gendergerechte Sprache: „Es muss nicht die eine Lösung für alle geben“. In: Börsenblatt. 20. März 2019, abgerufen am 25. September 2020.
  61. Universität Passau, Gleichstellungsbeauftragte: Gleichstellungsgerechte Sprache – ist dies wirklich unwichtig? Passau 1999 (online auf doku.net).
  62. a b Universität Linz, Stabsabteilung für Gleichstellungspolitik: Geschlechtergerecht in Sprache und Bild. Linz, Januar 2009 (PDF: 672 kB, 34 Seiten auf jku.at; Infoseite).
  63. a b Elisa Merkel: Geschlechtergerechte Sprache in den universitären Gleichstellungskonzepten – eine vergleichende Analyse. In: Journal Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW. Nr. 28, 2011, S. 36–41, hier S. 36–38 (PDF: 1,2 MB, 90 Seiten auf netzwerk-fgf.nrw.de).
  64. Christine Ivanov, interviewt von Christine Olderdissen: Sprachleitfäden unter der Lupe. In: genderleicht.de. 28. Oktober 2019, abgerufen am 20. Mai 2020.
  65. a b TU9-Expertinnenrunde Gleichstellung: TU9-Handreichung: Empfehlungen zur geschlechter-sensiblen Verwendung von Sprache. Berlin, September 2019 (PDF: 151 kB, 3 Seiten auf tu-darmstadt.de; Infoseite).
  66. RWTH Aachen, Gleichstellungsbüro: Geschlechtergerechte Sprache – Handreichung. Aachen, September 2017 (PDF: 1,4 MB, 16 Seiten auf rwth-aachen.de; Infoseite).
  67. Alice Salomon Hochschule Berlin, Frauen*beauftragte: Hinweise und Empfehlungen für geschlechtergerechte Sprache an der ASH Berlin. 2. Auflage. Berlin, April 2019 (vom Senat beschlossen am 24. Januar 2017; PDF: 162 kB, 2 Seiten auf ash-berlin.eu; Infoseite).
  68. Humboldt-Universität zu Berlin, Büro der zentralen Frauenbeauftragten: Sprache ist vielfältig – Leitfaden der HU für geschlechtergerechte Sprache. 2. Auflage. Berlin, Dezember 2019 (Erstauflage: 2000; PDF: 2,1 MB, 31 Seiten auf hu-berlin.de; Infoseite).
  69. Uta Deffke: Über gesprochene Pausen und den Respekt: Wie geschlechtergerechte Sprache uns prägt. In: Adlershof Journal. 25. Juni 2020, abgerufen am 3. Juli 2020; Zitat: „Ursula Fuhrich-Grubert […] Die Zentrale Frauenbeauftragte der HU hat den Leitfaden erarbeitet, gemeinsam mit Angehörigen aller Statusgruppen der HU sowie den dezentralen Frauenbeauftragten“.
  70. Technische Universität Berlin, Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung: Geschlechtersensible Sprache – Ein Leitfaden. 2., aktualisierte Auflage. Berlin, 5. Februar 2020 (Erstauflage: 2018; PDF: 946 kB, 28 Seiten auf tu-berlin.de; Infoseite).
  71. Universität Bielefeld, Abteilung Medien & News: Gendersensible Sprache. In: uni-bielefeld.de. Abgerufen am 20. Mai 2020.
  72. Universität Bonn, Gleichstellungsbüro: Empfehlungen zur geschlechtergerechten Sprache. Bonn, 11. Februar 2019 (PDF: 965 kB, 2 Seiten auf uni-bonn.de; Infoseite).
  73. Technische Universität Darmstadt, Gleichstellungsbeauftragte: Geschlechtergerecht formulieren: Empfehlungen & Tipps. Darmstadt, März 2017 (PDF: 1,1  MB, 4 Seiten auf tu-darmstadt.de; Infoseite).
  74. Technische Universität Dresden, Gleichstellungsbeauftragte: AG Sprache: Stand und Ausblick. Dresden, 15. Januar 2020, S. 8 (PDF: 208 kB, 12 Seiten auf tu-dresden.de; Infoseite).
  75. Universität Düsseldorf, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte: Geschlechtergerechte Sprache: Leitfaden für eine gerechte und diskriminierungsfreie Sprache. Aktualisierte Version. Düsseldorf, 2020 (PDF: 200 kB, 20 Seiten auf uni-duesseldorf.de; Infoseite).
  76. Universität Erlangen-Nürnberg, Büro für Gender und Diversity: Erfolgreich kommunizieren: Empfehlungen für einen geschlechtersensiblen Sprachgebrauch Erlangen, 31. Juli 2019 (PDF: 218 kB, 12 Seiten auf gender-und-diversity.fau.de; Infoseite).
  77. Universität Frankfurt, Gleichstellungsbüro: Handlungsempfehlungen für eine diversitätssensible Mediensprache. Frankfurt, 20. September 2016 (PDF: 3,5 MB, 96 Seiten auf uni-frankfurt.de; Infoseite).
  78. Universität Greifswald, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte: Handreichung zur geschlechtergerechten Sprache. Greifswald, September 2019 (PDF: 323 kB, 12 Seiten auf uni-greifswald.de; Infoseite).
  79. Universität Hamburg, Gleichstellungsbeauftragte: Empfehlungen zu geschlechtergerechterSprache. Hamburg, Mai 2019 (PDF: 1,1 MB, 32 Seiten auf gb.uni-koeln.de; Infoseite).
  80. Universität Kassel, Frauen-und Gleichstellungsbüro: Empfehlungen zur Anwendung genderreflektierter Sprache. Kassel April 2019 (PDF: 273 kB, 2 Seiten auf uni-kassel.de; Infoseite).
  81. Universität Köln, Gleichstellungsbüro: ÜberzeuGENDERe Sprache: Leitfaden für eine geschlechtersensible Sprache. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Köln, 19. Februar 2020 (Erstauflage: 2009; PDF: 1,1 MB, 32 Seiten auf gb.uni-koeln.de; Infoseite).
  82. Universität Konstanz, Gleichstellungsreferat: Leitlinie zu inklusiver Sprache. Konstanz, 22. Januar 2020 (PDF: 84 kB, 1 Seite auf uni-konstanz.de; Infoseite).
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    ebenda: Grundordnung der Universität Leipzig. 6. August 2013 (PDF: 178 kB, 19 Seiten auf uni-leipzig.de).
  84. Benjamin Haerdle: Uni Leipzig verweiblicht ihre Grundordnung. In: duz. Magazin für Forscher und Wissenschaftsmanager. 31. Mai 2013, abgerufen am 20. Mai 2020.
  85. Franziska Hentsch: Universität Leipzig: Heftige Reaktionen auf die weibliche Form. In: Deutschlandfunk. 8. August 2014, abgerufen am 20. Mai 2020.
  86. Georg Teichert, zentraler Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig seit 2010: Gleichstellung an der Universität Leipzig. In: Gleichstellung.Uni-Leipzig.de. 23. Oktober 2019, abgerufen am 20. Mai 2020.
  87. Leuphana Universität Lüneburg, Gleichstellungsbüro: Geschlechtergerechte Sprache. In: Leuphana.de. 30. April 2020, abgerufen am 23. Mai 2020.
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  90. Jana Haase: Generisches Femininum an der Uni Potsdam: „Wir erleben hier einen Shitstorm“. In: PNN.de. 5. Juli 2013, abgerufen am 20. Mai 2020.
    Silke Weber: Gender-Diskussion: Grüne unterstützen generisches Femininum an Unis. In: Tagesspiegel.de. 6. Juli 2013, abgerufen am 20. Mai 2020.
  91. Universität Potsdam, Koordinationsbüro für Chancengleichheit: Gendergerechte Sprache an der Hochschule. In: Uni-Potsdam.de. 11. Mai 2020, abgerufen am 20. Mai 2020.
  92. Universität Stuttgart, Gleichstellungsreferat: Leitfaden der Universität Stuttgart zur geschlechtersensiblen Verwendung von Sprache. 24. März 2020 (PDF: 563 kB, 9 Seiten auf uni-stuttgart.de; Infoseite).
  93. Universität Vechta, Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt: Empfehlungen zur Anwendung geschlechtergerechter Sprache an der Universität Vechta. In: Uni-Vechta.de. 18. Mai 2020 (Stand: 28. März 2018), abgerufen am 23. Mai 2020.
  94. Bauhaus-Universität Weimar, Gleichstellungsbüro: Sprache gemeinsam verändern: Anregungen zum gendersensiblen Formulieren. Weimar, 27. April 2020 (PDF: 484 kB, 3 Seiten auf uni-weimar.de; Infoseite).
  95. Bergische Universität Wuppertal, Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt: Geschlechtergerechte Sprache. In: Uni-Wuppertal.de. Oktober 2019, abgerufen am 23. Mai 2020.
  96. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF): Geschlechtergerechte Sprache: Leitfaden im Wirkungsbereich des BMBWF. Wien, 21. November 2018 (PDF: 248 kB, 20 Seiten auf bmbwf.gv.at; Infoseite).
  97. Medizinische Universität Graz, Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, GENDER:UNIT: gender:sprache: Geschlechtergerechte Sprache an der Medizinischen Universität Graz. Graz, August 2014 (PDF: 245 kB, 4 Seiten auf medunigraz.at; Infoseite).
  98. Universität Wien, Personalwesen und Frauenförderung: Geschlechterinklusiver Sprachgebrauch in der Administration der Universität Wien: Leitlinie und Empfehlungen zur Umsetzung. Wien, Dezember 2019 (PDF: 150 kB, 3 Seiten auf univie.ac.at; Infoseite).
  99. Universität Bern, Abteilung für die Gleichstellung von Frauen und Männern: Empfehlungen für die Universität Bern: Geschlechtergerechte Sprache. 2. Auflage. Bern, März 2017 (PDF: 1,3 MB, 25 Seiten auf unibe.ch; Infoseite; PDF-Kurzfassung; Interview).
  100. Universität Zürich, Abteilung Gleichstellung: Leitfaden: Geschlechtergerecht in Text und Bild. Korrigierte Version, Zürich, Mai 2018 (PDF: 655 kB, 26 Seiten auf gleichstellung.uzh.ch; Infoseite).
  101. Andreas Hock: Wenn du mich frägst, macht das in keinster Weise Sinn: Neues von der deutschen Sprache ihrem Niedergang. Riva, München 2017, ISBN 978-3-7423-0251-9, S. 86–87 (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche).
  102. Faltblatt: Tipps für eine moderne Sprache im ZDF. Mainz 2009 (PDF: 52 kB, 2 Seiten auf genderkompetenz.info).
  103. Meldung: Geschlechterkorrekte Sprache: BR verbannt die „Feuerwehrmänner“. In: Merkur.de. 26. November 2014, abgerufen am 14. Mai 2020.
  104. Alexander Kissler: Kisslers Konter – Geschlechterkorrekte Sprache: Bayerischer Rundfunk ächtet die männliche Endung. In: Cicero.de. 25. November 2014, abgerufen am 14. Mai 2020.
  105. Norddeutscher Rundfunk, Gleichstellung und Diversity: Sprache schafft Bewusstsein: Anregungen für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Hamburg, Februar 2019 (PDF: 107 kB, 8 Seiten auf ndr.de; Infoseite).
  106. Nicole Schmutte (Leiterin Gleichstellung und Diversity), interviewt von Christine Olderdissen: „Beim NDR gendern wir seit zwei Jahren.“ In: genderleicht.de. 27. Juni 2019, abgerufen am 20. Juni 2020.
  107. a b Matthias Schwarzer: Sprache, Journalismus, Fernsehen: Anne Will und der Krieg der Gendersternchen. In: RedaktionsNetzwerk Deutschland. 5. Juni 2020, abgerufen am 20. Juni 2020.
  108. Filipp Piatov: Interne Richtlinien: So gendert das Deutschlandradio seine Sendungen! In: Bild.de. 13. August 2019, abgerufen am 14. Mai 2020.
  109. Arno Frank: „Anne Will“ zu Corona-Hilfen der Bundesregierung: Nicht wie viel, sondern wofür. In: Der Spiegel. 25. Mai 2020, abgerufen am 25. Mai 2020: „Anne Will verwendet geschlechtergerechte Sprache in ihrer Rede, sagt statt ‚Steuerzahler‘ schlicht ‚SteuerzahlerInnen‘ oder auch ‚Steuerzahler*innen‘, so genau weiß man’s nicht, es könnten ebenso gut ‚Steuerzahler:innen‘ sein.“
  110. Anne Haeming: Corona-Streit bei „Anne Will“: „Die Bundesländer tröten alle durcheinander“. In: Der Spiegel. 4. Mai 2020, abgerufen am 14. Mai 2020; Zitat: „Ja, Anne Will spricht den Gendergap mit: Sie sagte ‚Aktionär:innen‘ – und demonstrierte zur besten Sonntagabendsendezeit im Öffentlich-Rechtlichen, wie unkompliziert ein Wort klingt, mit dem sich alle gemeint fühlen können.“
  111. Sabine Rennefanz: Kolumne: Gendern ändert nichts an der Benachteiligung von Frauen. In: Berliner-Zeitung.de. 16. Mai 2020, abgerufen am 17. Mai 2020, Zitat: „Überall wird inzwischen gegendert, in der Tagesschau, beim Spiegel, bei Anne Will.“
  112. Anne Will: @fraeulein_tessa: Wir gendern schon lange… In: Twitter. 10. Mai 2020, abgerufen am 17. Mai 2020, Zitat: „Wir gendern schon lange, fällt komischerweise aber jetzt erst auf seit ich, seit wir auch in den Filmen Ärzt_innen sagen. Post gibt’s keine, aber Tweets mit Herzchen.“ Siehe darunter auch ihren Folgepost vom 11. Mai zu „Mitgliederinnen“.
  113. Paul-Josef Raue: Anne Will in der Gender-Falle: Mitgliederinnen und Mitglieder. In: Journalismus-Handbuch.de. 22. Januar 2018, abgerufen am 17. Mai 2020.
  114. Beispielsweise bei Katharina Hamberger: Kandidatur um CDU-Parteivorsitz: So wollen sich Röttgen, Laschet und Merz präsentieren. In: Deutschlandfunk. 3. März 2020, abgerufen am 17. Mai 2020; Zitat: „Die Kandidaten werden sich demnach nicht vor Ort, sondern digital bei den Mitgliederinnen und Mitgliedern präsentieren […]“.
  115. Meldung (dpa): Nach Klinsmann-Attacke in Sport Bild: Hertha-Boss Gegenbauer schreibt Email an alle Mitglieder. In: BZ-Berlin.de. 26. Februar 2020, abgerufen am 17. Mai 2020.
  116. Hermann Unterstöger: Sprachlabor (109): Liebe Mitgliederinnen! In: Süddeutsche Zeitung. 20. Juni 2011, abgerufen am 17. Mai 2020.
  117. Ralf Neukirch: Gleichberechtigung: Sein Name ist Sie. In: Der Spiegel. 22. April 2013, abgerufen am 23. Mai 2020.
  118. Simone Schamann : ARD und ZDF: Das Gender*sternchen hat wohl der liebe Gott geschickt. In: Nordkurier. 15. Juni 2020, abgerufen am 20. Juni 2020.
  119. a b Susanne Gaschke: Verweiblichung der Sprache: Mehrheit der Frauen will keine Gendersternchen. In: Die Welt. 31. Mai 2020, abgerufen am 8. Juni 2020 (zugleich Titelstory).
  120. Infratest dimap: Vorbehalte gegenüber genderneutraler Sprache – Welt am Sonntag. In: infratest-dimap.de. Mai 2020, abgerufen am 8. Juni 2020.
  121. Liane Bednarz: Gastkommentar – Geschlechtergerechte Sprache: Wer hat Angst vor dem „Genderwahn“? In: Der Spiegel. 5. Juni 2020, abgerufen am 8. Juni 2020.
  122. news aktuell – Pressemeldung: Keine einheitliche Regelung: Wie die PR mit gendergerechter Sprache umgeht. In: Pressesprecher.com, 7. Mai 2020, abgerufen am 14. Mai 2020.
  123. Redaktioneller Text: Wie die PR mit gendergerechter Sprache umgeht. In: Werbewoche.ch, 7. Mai 2020, abgerufen am 14. Mai 2020.
  124. Eva Menasse, Ingo Schulze u. a.: Gendergerechte Sprache: Wie halten Sie es mit dem Gender? In: Die Zeit. Nr. 24, 7. Juni 2018 (online auf zeit.de, hinter einer Paywall).
  125. Ann Cotten: Drei Wochen in der Normalität. 1. Dezember 2017, abgerufen am 27. April 2020.
  126. Hanna Engelmeier: Erzählband der Dichterin Ann Cotten: Wer das liest, ist doof. In: Die Tageszeitung: taz. 5. Mai 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 27. April 2020]).
  127. Beat Mazenauer: Die Fraktale des Seins: Ann Cotten entwirft in „Lyophilia“ para-dingsische Zustände in einer Parallelwelt, die unserem Kosmos irgendwie gleicht. In: literaturkritik.de. 8. August 2019, abgerufen am 25. April 2020.
  128. Rolf Löchel: Mit den Krallen einer Frau: Judith C. Vogt und Christian Vogt bringen mit ihrem SF-Roman „Wasteland“ den Hopepunk nach Deutschland. In: literaturkritik.de. 21. April 2020, abgerufen am 25. April 2020.
  129. Benedikt Schulz: Gendergerechter Roman: Aus für das generische Maskulinum? In: Deutschlandfunk.de. 17. März 2020, abgerufen am 14. Mai 2020.
  130. Judith Vogt: Essay: Geht doch! Gendergerechte Sprache in einem Roman (am Beispiel von „Wasteland“). In: TOR online. 18. Oktober 2019, abgerufen am 25. April 2020.
  131. Meldung: Geschlechtergerechte Sprache – Dichter Reiner Kunze: „Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie“. In: Passauer Neue Presse. 9. Juni 2018, abgerufen am 15. September 2020.
  132. Marlis Hellinger, Beate Schräpel: Über die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern. In: Jahrbuch für Internationale Germanistik. Nr. 15, Bern 1983, S. 60.
  133. Vera Steiger, Lisa Irmen: Zur Akzeptanz und psychologischen Wirkung generisch maskuliner Personenbezeichnungen und deren Alternativen in juristischen Texten. In: Psychologische Rundschau. Band 58, Nr. 3, 2007, S. 190–200 (doi:10.1026/0033-3042.58.3.190).
  134. Vera Steger, Lisa Irmen: Recht verständlich und „gender-fair“: Wie sollen Personen in amtlichen Texten bezeichnet werden? Ein Vergleich verschiedener Rezipientengruppen zur Akzeptanz geschlechtergerechter Rechtssprache. In: Linguistische Berichte. 2011, Heft 227, August 2011, S. 297–326 (Zusammenfassung).
  135. Julia Wesian: Sprache und Geschlecht: Eine empirische Untersuchung zur „geschlechtergerechten Sprache“. Philologische Magisterarbeit Universität Münster 2007, S. 86 ff. (PDF: 940 kB, 133 Seiten auf arbeitspapiere.sprache-interaktion.de).
  136. Karin Eichhoff-Cyrus (zu dem Zeitpunkt als Frank-Cyrus), Margot Dietrich: Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Gesetzestexten: Eine Meinungsumfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache. In: Der Sprachdienst. Band 41, Nr. 2, 1997, S. 55–68.
  137. Meldung: Knappe Mehrheit laut Umfrage für Binnen-I. In: ORF.at. 9. August 2014, abgerufen am 29. September 2020.
  138. Offener Brief: Offener Brief zum Thema „Sprachliche Gleichbehandlung“ an Frau Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Herrn Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner. 2014 (PDF: 219 kB, 25 Seiten auf diepresse.com (Memento vom 1. August 2014 im Internet Archive)).
  139. Meldung (apa): Hochschule – Gendern: „Feministinnen zwingen Mehrheit ihren Willen auf“. In: diePresse.com. 14. Juli 2014, abgerufen am 29. September 2020.
  140. Heike Schmoll: Ungeliebter Stern: Ablehnung von Gendersprache. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. April 2019, abgerufen am 29. September 2020.
  141. Henning Lobin: Die Ablehnung von „Gendersprache“ – medial produziert. In: Scilogs.de. 8. April 2019, abgerufen am 29. September 2020.
  142. a b c Gisela Klann-Delius: Sprache und Geschlecht: Eine Einführung. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-10349-8, S. 186 (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche).
  143. Claudia Posch: Mitgefangen – Mitgehangen: Generisches Maskulinum und Normen geschlechtergerechten Sprachgebrauchs. In: Christina Antenhofer (Hrsg.): Methoden und Wahrheiten: geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung in Theorie und Praxis. Innsbruck University Press, Innsbruck 2011, ISBN 978-3-902811-17-2, S. 207–228, hier S. 208–212 (online auf academia.edu).
  144. Lisa Irmen: Diskriminierung und Sprache: Liebe Studenten, Studierende und StudentInnen… Vortrag an der Universität Bern, 22. Mai 2003, S. 17 (Psychologisches Institut, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; PDF: 872 kB, 39 Seiten auf unibe.ch (Memento vom 7. Juli 2011 im Internet Archive)).
  145. Wolfgang Klein: Gendergerechtes Sprechen: „Man sollte die Sprache so lassen“. In: LN-online.de. 4. Februar 2019, abgerufen am 29. Mai 2020.
  146. Max Goldt: Was man nicht sagt. In: Derselbe: Wenn man einen weißen Anzug anhat: ein Tagebuch-Buch. Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 3-498-02493-0, S. 56.
  147. Peter Eisenberg: Essay: Das missbrauchte Geschlecht. In: Süddeutsche Zeitung. 2. März 2017, abgerufen am 29. Mai 2020.
  148. Ulrich Dewald: Kontrovers: Feministische Linguistik. In: wissenschaft.de. 16. Januar 2008, abgerufen am 28. Mai 2020.
  149. Ingrid Thurner: Sexismus-Debatte: Der Gender-Krampf verhunzt die deutsche Sprache. In: Die Welt. 2. Februar 2013, abgerufen am 28. Mai 2020 (Ethnologin, Publizistin, Lehrbeauftragte in Wien).
  150. Roland Kaehlbrandt: Logbuch Deutsch: Wie wir sprechen, wie wir schreiben. Klostermann, Frankfurt/M. 2016, ISBN 978-3-465-04255-6, S. 115–128.
  151. Josef Bayer: Sprachen wandeln sich immer – aber nie in Richtung Unfug. In: NZZ.ch. 10. April 2019, abgerufen am 30. Mai 2020.
  152. Uwe Vorkötter: Deutschlandfunk: Gendern, bis der Zahnarzt kommt. In: Horizont.net. 17. Juli 2020, abgerufen am 20. Juli 2020 (hinter einer Paywall).
  153. Lexikoneintrag: they, pron., adj., adv., and n. In: Oxford English Dictionary. Abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch).
  154. Helene Bubrowski: Intersexualität: Unten Barbie, oben Ken. In: FAZ.net. 2. April 2014, abgerufen am 12. Mai 2020.
  155. Lexikoneintrag: Mx, n. In: Oxford English Dictionary. Dezember 2015, abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch).
  156. Clara Zink: Gendergerechte Sprache: Oxford Dictionary berät über „Mx“. In: taz.de. 4. Mai 2015, abgerufen am 12. Mai 2020.
  157. Matthias Heine: Kultur – Mr, Mrs oder Mx: Auch Englisch hat jetzt ein drittes Geschlecht. In: Die Welt. 6. Mai 2015, abgerufen am 12. Mai 2020.
  158. André Meinunger: Linguistik: Wie sexistisch ist die deutsche Sprache? In: Die Welt. 7. Juli 2013, abgerufen am 28. Mai 2020 (Sprachwissenschaftler).
  159. Elmar Schafroth: Berufsbezeichnungen für Frauen in Frankreich – Sprachpolitische Maßnahmen und sprachliche Wirklichkeit. In: Lebende Sprachen. Zeitschrift für interlinguale und interkulturelle Kommunikation. Band 38, Nr. 2, Januar 1993, ISSN 1868-0267, S. 64–67 (uni-duesseldorf.de [PDF; 434 kB]).
  160. Gisela Klann-Delius: Sprache und Geschlecht: Eine Einführung. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-10349-8, S. 183 (doi:10.1007/978-3-476-05072-4_4).
  161. Elisabeth Burr: Gender and language politics in France. In: Marlis Hellinger, Hadumod Bußmann: Gender Across Languages: The linguistic representation of women and men. Band 3. Benjamins, Amsterdam 2003, S. 119–139, hier S. 122 (englisch; PDF: 226 kB, 22 Seiten auf uni-leipzig.de).
  162. Marie-Estelle Pech: Édouard Philippe bannit l’écriture inclusive de l’administration. In: Le Figaro. 21. November 2017, abgerufen am 24. Mai 2020 (französisch).
  163. a b Matthias Heine: Verständlichkeit vor Feminismus: Frankreichs Premier verbietet Gender-Schreibweisen. In: Die Welt. 22. November 2017, abgerufen am 24. Mai 2020.
  164. Rudolf Balmer: Genderneutrale Sprache in Frankreich: „Français·e·s“. In: taz.de. 23.  November 2017, abgerufen am 10. August 2020.
  165. Raphaëlle Rérolle: L’Académie française se résout à la féminisation des noms de métiers. In: Le Monde. 28. Februar 2019, abgerufen am 24. Mai 2020 (französisch).
  166. Meldung: Það kýs enginn að vera kallaður „það“. In: Morgunblaðið. 12. Januar 2016, abgerufen am 28. Juni 2020 (isländisch).
  167. Meldung: Finland wants to encourage equality and give the world a word – their all-inclusive personal pronoun, hän. In: Finlandabroad.fi. 3. Juni 2019, abgerufen am 28. Juni 2020 (englisch; Website des finnischen Außenministeriums).
  168. Amelie Persson: Schweden führt geschlechtsneutrales Personalpronomen ein. In: FAZ.net. 30. Juli 2014, abgerufen am 29. Mai 2020.
  169. Radiobericht: „Hen“ med i nya ordlistan. In: SverigesRadio.se. 29. Juli 2014, abgerufen am 29. Mai 2020 (schwedisch; 8:01 Minuten).
  170. Meldung (afp): Sweden adds gender-neutral pronoun to dictionary. In: The Guardian. 24. März 2015, abgerufen am 29. Mai 2020 (englisch).
  171. Korakoch Attaviriyanupap: The linguistic representation of gender in Thai. In: Marlis Hellinger, Heiko Motschenbacher: Gender Across Languages. Band 4. John Benjamins, Amsterdam/Philadelphia 2015, S. 369–399, hier S. 371–373 (englisch).
  172. Korakoch Attaviriyanupap: The linguistic representation of gender in Thai. In: Marlis Hellinger, Heiko Motschenbacher: Gender Across Languages. Band 4. John Benjamins, Amsterdam/Philadelphia 2015, S. 369–399, hier S. 377 (englisch).