Kontext (Sprachwissenschaft)

alle Elemente einer Kommunikationssituation, die das Verständnis einer Äußerung bestimmen

Kontext (lateinisch contexere ‚zusammenweben‘) bezeichnet in der Sprachwissenschaft (Linguistik), insbesondere in der Kommunikationstheorie, alle Elemente einer Kommunikationssituation, die das Verständnis einer Äußerung mit bestimmen,[1] also den für die jeweilige Sprechsituation bestehenden „Zusammenhang der Verwendung eines Wortes“.[2]

TypisierungBearbeiten

Die bestimmenden Elemente typisiert man in zwei Richtungen. Zum einen unterscheidet man zwischen

  • sprachlichem Kontext,[3] auch bezeichnet als verbaler Kontext,[4] und Kotext
  • situativem Kontext,[3] auch bezeichnet als non-verbaler Kontext[4]

Zum anderen unterscheidet man zwischen allgemeinem Kontext, persönlichem und sozialem Kontext und sprachlichem Kontext.

  • Als allgemeiner Kontext der Sprechsituation wird dabei „der Ort, die Zeit und der Handlungszusammenhang der Äußerung“ bezeichnet.
  • Als persönlicher und sozialer Kontext gilt die „Beziehung zwischen Sprecher und Hörer, ihren Einstellungen, ihren Interessen und ihrem Wissen bzw. ihren wechselseitigen Wissensannahmen“.
  • Als sprachlicher Kontext wird der Zusammenhang, „der die Ausdrücke grammatisch und semantisch verknüpft und gleichzeitig durch Deixis oder pragmatische Indikatoren wie Modalpartikel in den situativen Kontext einbettet, …“ bewertet.[1] Der (sprachliche) Kontext kann in näheren (Mikrokontext) und weiteren (Makrokontext) unterschieden werden.[2]

WeblinksBearbeiten

Wiktionary: Kontext – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Kotext – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

QuellenBearbeiten

  1. a b Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Kontext).
  2. a b Albrecht: Linguistik und Übersetzung. 1973, S. 28.
  3. a b Gadler: Praktische Linguistik. 3. Auflage. 1998, S. 148.
  4. a b Brandt, Dietrich, Schön: Sprachwissenschaft. 2. Auflage. 2006, S. 289.