Cornelia Brink

deutsche Historikerin

Cornelia Brink (* 1961 in Paderborn[1]) ist eine deutsche Historikerin. Sie ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte und Historische Anthropologie an der Universität Freiburg.

LebenBearbeiten

Nach der Ausbildung zur Buchhändlerin und zeitweisen Anstellungen in Paderborn und Breisach am Rhein studierte Brink in Freiburg und Hamburg Volkskunde, Neuere Deutsche Literaturgeschichte, Kunstgeschichte sowie Wirtschaft- und Sozialgeschichte. Den Magisterabschluss erwarb sie im Fach Volkskunde. Es folgte ein Volontariat und wissenschaftliche Mitarbeit im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen.

Im Jahr 1997 promovierte Brink mithilfe eines Stipendiums des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen zum Thema „Ikonen der Vernichtung. Zum öffentlichen Gebrauch von Fotografien aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern“.[2] 2000 bis 2007 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit einem Forschungsprojekt zum Thema „Psychiatrie, Recht und Öffentlichkeit. 1850-1980“. Währenddessen war sie 2000 bis 2003 als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sonderforschungsbereichs 541 „Identitäten und Alteritäten“ beschäftigt und 2003 bis 2006 Fellow im Margarete von Wrangell-Programm des Wissenschaftsministeriums Baden-Württemberg.[3]

2008 erfolgte die Habilitation an der Universität Freiburg mit der Habilitationsschrift „Anstaltsmauern und Öffentlichkeit. Eine Gesellschaftsgeschichte der Unterbringung in psychiatrischen Anstalten. 1850-1980“ und ihr wurde die Venia Legendi für die Fächer Neuere und Neueste Geschichte und Historische Anthropologie verliehen. 2007 bis 2012 war Brink die Vertretung des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte von Ulrich Herbert am Historischen Seminar der Universität Freiburg.

Im Oktober 2012 übernahm Brink die Akademische Leitung und Koordination des Masterstudiengangs Interdisziplinäre Anthropologie der Universität Freiburg.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Visual History und Mediengeschichte, Kriegsfotografie[4], Menschenbilder, Normalität und Normativität, Kultur- und Sozialgeschichte psychiatrischen Wissens und psychiatrischer Praxis.

Derzeit listet die DFG zwei geförderte Projekte zu den Themen Kriegsfotografie im Zweiten Weltkrieg und Patienten-Erfahrungen in bundesdeutschen Psychiatrien seit Anfang der 1960er, an denen Brink beteiligt ist.[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Ikonen der Vernichtung. Öffentlicher Gebrauch von Fotografien aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern nach 1945 (= Schriftenreihe des Fritz-Bauer-Instituts. Band 14). Akademie-Verlag, Berlin 1998, ISBN 978-3-05-003211-5 (Zugl. Dissertation).
  • "Auschwitz in der Paulskirche". Erinnerungspolitik in Fotoausstellungen der sechziger Jahre. Jonas-Verlag, Marburg 2000, ISBN 978-3-89445-262-9.
  • Grenzen der Anstalt. Psychiatrie und Gesellschaft in Deutschland 1860-1980 (= Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Band 20). Wallstein-Verlag, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0623-3.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Datensatz zur Person bei der DNB. In: Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 19. Oktober 2019.
  2. Cornelia Brink: Ikonen der Vernichtung. Öffentlicher Gebrauch von Fotografien aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern nach 1945 (= Schriftenreihe des Fritz-Bauer-Instituts. Band 14). Akademie-Verlag Auflage. Berlin 1998, ISBN 978-3-05-003211-5, S. 7.
  3. Fellows und ehemalige Fellows. PD Dr. Cornelia Brink. In: Homepage des Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramms. 29. Oktober 2009, abgerufen am 19. Oktober 2019.
  4. Lara Wehler: Das Leid der Anderen. Cornelia Brink untersucht das Heldenbild im Krisenjournalismus und die Rolle von Kriegsfotografinnen. In: Online-Magazin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Universität Freiburg, 5. Juni 2019, abgerufen am 19. Oktober 2019.
  5. Professorin Dr. Cornelia Brink. In: GEPRIS. Geförderte Projekte der DFG. DFG, 2019, abgerufen am 23. Oktober 2019.