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Soziale Gruppe

zwei oder mehr Personen, die alle in einer unmittelbaren sozialen Beziehung zueinander stehen

Als soziale Gruppe gilt in Soziologie und Psychologie in der Regel eine Gruppe ab 3 Personen, deren Mitglieder sich über einen längeren Zeitraum in regelmäßigem Kontakt miteinander befinden, gemeinsame Ziele verfolgen und sich als zusammengehörig empfinden. Innerhalb der Gruppe entwickelt sich dabei neben gemeinsamen Normen und Wertvorstellungen eine gruppeneigene Rollenverteilung.[1] In bestimmten Zusammenhängen wird auch eine Gruppenuntergrenze von 2 Personen genannt, vor allem in Bezug auf die Bildung eines mathematischen Grenzwerts.

Für den dänischen Soziologen Theodor Geiger besteht ein grundlegender Unterschied zwischen einer Gruppe und einem Paar (Dyade als Zweierbeziehung), da bei einem Paar zwangsläufig alle Mitglieder jederzeit gemeinsam an allen Interaktionen beteiligt sind. Für den deutschen Soziologen Georg Simmel kommt gerade der Dreizahl (der Triade), die als untere Grenze der Gruppengröße festgelegt ist, eine besondere Bedeutung für die Gesellschaftbildung zu.[2]

Eine aus mehreren sozialen Gruppen zusammengesetzte Gruppe bildet einen Verband (Soziologie).

DefinitionenBearbeiten

Eine weithin anerkannte Definition für den Begriff „soziale Gruppe“ stammt von dem Sozialpsychologen Henri Tajfel 1986:

„Wir können eine Gruppe, in diesem Sinne, begrifflich fassen als eine Ansammlung von Individuen,

  • die sich selbst als Mitglieder der gleichen sozialen Kategorie wahrnehmen,
  • einen emotionalen Bezug zu dieser gemeinsamen Selbsteinordnung aufweisen und
  • ein gewisses Maß an sozialem Konsens über die Beurteilung der Gruppe und ihre Mitgliedschaft darin erlangen.“[3]

Tajfels Definition wird auf Kleingruppen wie auf ethnische Gruppen und ganze Nationen angewendet.

Soziologisch bestimmt sich eine Gruppe dadurch, dass alle ihre Mitglieder in einer unmittelbaren sozialen Beziehung zueinander stehen, jedes Mitglied sich der anderen Mitglieder bewusst ist und zwischen allen Mitgliedern soziale Interaktion möglich ist. Damit unterscheidet sich eine soziale Gruppe von einer Organisation als einer Sozialform, die eine sehr große Ausdehnung in Bezug auf Mitgliederzahl und Komplexität ihrer Sozialstruktur haben kann. Organisationen haben beispielsweise oft eine anonyme Struktur mit formalisierten und anonymen Begegnungen. Demgegenüber ist eine soziale Gruppe aufgrund der nötigen Interaktionen grundsätzlich in ihrer Größe begrenzt.

Daneben wird unterschieden zwischen formellen Gruppen oder auch Sekundärgruppen, die von außen geformt wurden und informellen Gruppen oder auch Primärgruppen, die sich basierend auf emotionalen Bindungen gebildet haben.

  • Die formellen Gruppen werden von der Organisationsleitung nach den jeweiligen Erfordernissen und Zielsetzungen gebildet, um bestimmte, geplante und definierte Aufgaben auszuführen und Teilziele zu erreichen, beispielsweise Arbeitsgruppe, Team, Ausschuss bzw. Qualitätszirkel.
  • Die informelle Gruppe ist durch gefühlsmäßige Bindungen zwischen den Gruppenmitgliedern gekennzeichnet. Die Mitglieder haben von der formellen Organisation unabhängige Beziehungen,[4] beispielsweise als Freundeskreis, Peergroup oder Clique. Sie befriedigen am Arbeitsplatz und in ihrer Freizeit soziale Bedürfnisse.
 
Kennzeichnend für viele Gruppen ist ihre Abgrenzung gegenüber Nicht-Mitgliedern

Eine soziologische Definition von Friedhelm Neidhardt lautet: „Gruppe ist ein soziales System, dessen Sinnzusammenhang unmittelbar durch diffuse Mitgliederbeziehungen sowie durch relative Dauerhaftigkeit bestimmt ist.“ Kennzeichen einer Gruppe ist häufig eine wiederkehrende Interaktion zwischen den Personen, jedoch nicht zwangsläufig. Ein sozial Handelnder (Akteur) gehört einer Gruppe an:

  • wenn er sich der Gruppe zugehörig fühlt
  • wenn dieses Zugehörig­keitsgefühl von der Gruppe nicht zurückgewiesen wird

Damit die erste Bedingung erfüllt sein kann, muss diese Gruppe mindestens in der Vorstellung eines Akteurs existieren. Sie kann dann als Bezugsrahmen für soziale Vergleiche dienen und so als seine Bezugsgruppe wirken, obwohl sie nicht nur aus lebenden Akteuren bestehen muss (z. B. „meine Sippe“) oder vielleicht überhaupt nichts davon weiß, dass sie als Bezugsgruppe wirkt (beispielsweise „alle Menschen mit Selbstachtung“).

Für eine Unterscheidung zwischen Eigengruppe und Fremdgruppe muss darüber hinaus eine Gruppe so etwas wie eine Gruppenidentität mit Gruppenkohäsion („Wir-Gefühl“) und Gruppendenken entwickelt haben. Die Gruppenkohäsion – gelegentlich auch als Korpsgeist bezeichnet – ist ein wesentlicher, konstituierender Ausgangsfaktor für den Erhalt und Bestand von Gruppen, denn dieses Gruppengefühl gründet in den Gefühlen von Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit. Unmittelbare Interaktion eines Mitgliedes mit jedem anderen, Vertrautheit und Intimität gehören ebenso zu den Qualitäten der Gruppe.

GruppenmitgliedschaftBearbeiten

Über die Zusammengehörigkeit grenzt die Gruppe ihre Mitglieder von Nicht-Mitgliedern ab, die der Umwelt zugerechnet werden.[5] Mitgliedschaft wird wahrnehmbar über wiederkehrende Interaktionszusammenhänge, sie besteht aber über die reine Interaktion hinaus.[6] Anders als in Organisationen erfolgt der Eintritt von neuen Gruppenmitgliedern (ebenso wie der Austritt) nicht über eine konkrete Entscheidung, sondern läuft eher schleichend ab. Zusammengehörigkeitswahrnehmung ist eng an die Entstehung persönlichen Vertrauens gebunden (Erzeugung von Erwartungssicherheit).[7]

GruppenstrukturBearbeiten

Das soziale Zusammenleben innerhalb der Gruppe ist geprägt durch dauerhafte soziale Beziehungen und Kontakte, durch Eigen- und Zusammenhandeln, durch Einheit sozial Handelnder mit gemeinsamen Werten und Interessen, durch Unmittelbarkeit von Beziehungen, durch wechselseitige Wahrnehmung der Beteiligten, durch Anwesenheit und direkte Interaktion sowie durch aufeinander abgestimmte soziale Rollen.

Aufschlussreich sind bei der Untersuchung der Struktur zunächst die verschiedenen sozialen Rollen und der soziale Status in Hinblick auf die Verteilung von Macht, Kompetenz, Einfluss, Autorität oder anderer signifikanter sozialer Ressourcen einerseits und Unterwerfung oder Anpassung als spezifische Verhaltensweisen andererseits, aus denen sich möglicherweise eine Hierarchie oder eine andere spezifische Struktur ergeben.

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist das Innen-Außen-Verhältnis der Gruppe, wie diese sich nach innen als Gemeinschaft, z. B. über Inhalte, Gefühle, Rituale, Werte definiert und wie sich die Gruppe vom Umfeld, von anderen Gruppen oder der Gesellschaft abgrenzt. Die mehr oder weniger klar definierte Art und Weise dieser Abgrenzung stellt einen bestimmenden Analysefaktor dar.

Gruppennormen – Handeln und Verhalten in GruppenBearbeiten

Normen bilden sich implizit durch Teilnahme in der Gruppeninteraktion, d. h. primär über die gruppendynamische Systemgeschichte. Diese Normen werden jedoch erst im Konfliktfall für alle „sichtbar“, und es entscheidet sich dann, ob auch künftig daran als Prämisse auszugehen ist. Wer beispielsweise bei einer Interaktion nicht explizit dem Verhalten der anderen Gruppenmitglieder widerspricht, legt sich auf eine Selbstdarstellung fest, dass er das Verhalten – auch für die Zukunft – akzeptieren wird, ohne dagegen noch legitim protestieren zu können.

Rollen innerhalb von GruppenBearbeiten

In der Regel kristallisieren sich innerhalb kurzer Zeit in den Gruppen einzelne Positionen heraus, die von einzelnen Gruppenmitgliedern eingenommen und unterschiedlich ausgefüllt werden (die soziale Rolle kann unterschiedlich gespielt werden) oder aber von den anderen Gruppenmitgliedern einem Individuum zugesprochen werden. Mit den meisten Rollen identifizieren sich einzelne Gruppenmitglieder bewusst oder unbewusst, zugesprochene Rollen werden von ihnen akzeptiert oder aber abgelehnt. Man kann sagen, dass die Rollenübernahme und -zuschreibung sozial ausgehandelt wird.

Die Ausbildung von „Entscheidungsmechanismen hierarchischer Art“[8], also die instrumentelle Rollendifferenzierung, wird durch den Handlungsdruck, der durch die äußere Umwelt einer Gruppe bedingt wird, und der daraus resultierenden Zweckorientierung einer Gruppe beeinflusst. Speziell in Gruppen, für die der äußerlich bedingte Handlungsdruck weniger relevant ist, differenzieren sich Rollen stattdessen durch die Ausbildung von personalisierten Stereotypen (z. B. die/der Fürsorgliche).[9] Wichtig ist dabei, dass sich diese aus der personenbezogenen Systemgeschichte erst konstituieren. Generell kann gesagt werden, dass der Druck der äußeren Umwelt und der Druck der inneren Umwelt zur Sicherung des Fortbestands der Gruppe permanent über Rollendifferenzierungen und Integrationsleistungen innerhalb der Gruppe ausbalanciert werden müssen.[10] Dabei ist es auch entscheidend, dass Rollen in Gruppen nicht explizit gemacht werden, sondern latent bleiben.[11]

Theoretische Perspektiven in der Forschung über GruppenBearbeiten

Psychodynamische PerspektiveBearbeiten

In der psychodynamischen Perspektive auf Kleingruppen lassen sich zwei Denkrichtungen unterscheiden: Psychoanalytische- und humanistische Ansätze. Erstere gehen dabei zurück auf die Forschungen von Sigmund Freud und Melanie Klein, auf deren Grundlage Wilfried Bion die Tavistock Methode entwickelte, die Gruppen als ein Ganzes betrachtet, das sich auch wie eine Einheit verhält. Bion unterscheidet zwei Arten von Gruppenkultur: Die „work group culture“ (Zweckorientierung, Rationalität) und die „basic assumption group culture“ („Survival and reproduction“ Selbsterhaltungs- und Sexualtrieb: Unlustvermeidung). Die basic assumption group wird als Grundlage aller Gruppenbildung verstanden („biogenetic core“) und beschreibt den Einfluss unbewusster Prozesse in Gruppen, deren sonstige Prozesse bewusst sein können. Grundlage der work group culture, sowie jeder Gruppe, ist daher immer die basic assumption group culture. Interaktionen in Gruppen haben immer eine unbewusste Dimension, deren Wurzeln in frühen Kindheitserfahrungen liegt (Kleins Objektbeziehungstheorie: Spaltung des Objekts in gut/böse). Bei Humanistischen Ansätzen lassen sich der T-Group (Traninig Group) Methode von Kurt Lewin einerseits und die Perspektive des Psychodramas von Jacob Levy Moreno unterscheiden. Die T-Group Methode nach Lewin fußt auf der Annahme von unbewussten Prozessen, die Kräfte hervorbringen, die die Interaktionen innerhalb eines Feldes (Gruppe) beeinflussen. Die einzelnen Gruppenmitglieder sollen durch Training befähigt werden, Probleme in der Gruppe selbst zu lösen. Die psychodramatische Perspektive legt den Focus auf die Handlungen innerhalb der Gruppe. Ziel ist es, durch die Darstellung unterdrückter Emotionen des Einzelnen und der Gruppe (Rollenspiele etc.) deren Kreativität zu nutzen um Probleme zu lösen.

Systemtheoretische PerspektivenBearbeiten

Aus der Perspektive der Systemtheorie können die Ansätze dazu beitragen, die constraints der Umwelt für das System präziser zu fassen. Die besondere Relevanz der Innenwelt oder inneren Umwelt beziehungsweise Mitgliedern der Gruppe (nach Wilke 1976) und die Möglichkeit der Steuerung von Gruppenprozessen über Gefühle als Medien (Neidhardt 1979) können mit psychoanalytischen Begriffen reichhaltiger beschrieben werden als mit soziologischen Hilfskonstruktionen wie Interesse, Intention oder Motivation. Fraglich ist jedoch, ob es dazu eines psychoanalytischen Gruppenbegriffs bedarf oder ob die Mitgliederumwelt, entsprechend der psychoanalytischen Tradition Freuds, als Psychologie eines Individuums gefasst wird. Um das Verhältnis von Psychischem und Sozialem begrifflich zu bestimmen, bietet sich der Begriff der Interpenetration an: „Interpenetration liegt entsprechend dann vor, wenn […] beide Systeme sich wechselseitig dadurch ermöglichen, daß sie in das jeweils andere ihre vorkonstituierte Eigenkomplexität einbringen.“[12] In dieser Konzeption bleiben Psychisches und Soziales getrennt und können ihre Unbestimmtheit in die Interpenetration einbringen und so das jeweils andere System „mit hinreichender Unordnung“ versorgen. Das sorgt dafür, dass das Zustandekommen der Elementarereignisse eines Systems unberechenbar wird, weil die Systeme sich gegenseitig Komplexität zur Verfügung stellen, die einer anderen Autopoiesis angehört und nicht vom jeweils anderen System kontrolliert werden kann. Zu klären wäre, ob die Dynamik einer Gruppe allein auf Seiten des Sozialen oder des Psychischen verortet werden kann oder ob erst die Interpenetration für die Dynamik der Gruppe verantwortlich ist.

Social-Identity-PerspektiveBearbeiten

Der Social-Identity-Ansatz geht von der Annahme aus, dass die Identität einer Person aus zwei Komponenten besteht, nämlich einerseits der persönlichen Identität, die auf idiosynkratische Persönlichkeitsmerkmale zurückzuführen ist, und andererseits der sozialen Identität. Bei der Konstitution dieser zweiten Komponente ist die Zugehörigkeit zu Gruppen ausschlaggebend. Eine eindeutige Definition der Gruppe liegt hierbei nicht zugrunde. Sobald eine Gruppenidentität unterstellt werden kann, kann ein sozialer Zusammenhang zum Untersuchungsgegenstand des Social Identity Approach werden; unter „Gruppe“ werden folglich sowohl Kleingruppen, Sportmannschaften und Arbeitsgruppen in Organisationen als auch Ethnien, Glaubensgemeinschaften, Untergruppen innerhalb einer Glaubensgemeinschaft und Geschlechtskategorien gefasst. Das zentrale Erkenntnisinteresse des Ansatzes richtet sich auf „the relationship between human psychological functioning and the large-scale social processes and events which shape this functioning and are shaped by it“ (Tajfel, Jaspars, & Fraser 1984: 3). Jedoch wird nicht nur von dem zweiseitigen Wechselverhältnis zwischen sozialen Prozessen innerhalb der Gruppe und psychischen Prozessen innerhalb der Gruppenmitglieder ausgegangen, sondern ebenso von einem dreiseitigen Wechselverhältnis, das auch die Beziehungen zweier oder mehrerer Gruppen zueinander einschließt (intergroup relations). Ein maßgeblicher Forschungsstrang im Bereich der Intergroup-Relations-Forschung befasst sich mit der Entstehung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung. Diese werden auf eine positive Bewertung der eigenen Gruppenidentität und somit auch der sozialen Identität der Mitglieder bei Abwertung der Gruppenidentität fremder Gruppen zurückgeführt: Eine der Hauptmotivationen der Gruppenmitglieder liegt darin, mithilfe der Gruppenmitgliedschaft ein höheres Maß an Selbstachtung zu erreichen. Hiermit verbunden ist auch das Gewähren von Achtung den anderen Gruppenmitgliedern gegenüber: Entsprechen diese in einem hohen Maß stereotypen Erwartungen an die Mitgliedschaftsrolle, so wird ihnen gruppenintern mehr Achtung entgegengebracht und umgekehrt. Das Gruppenmitglied ist somit nicht als Individuum Gruppenmitglied, sondern als Manifestation von Stereotypen. Hiermit geht die Annahme einer Austauschbarkeit der Mitglieder einher. Auch die Angehörigen von outgroups werden in Form dieser Stereotype klassifiziert; deren soziale Identität erfährt jedoch tendenziell Missachtung. Abweichendes Verhalten in outgroups wird jedoch durch Mitglieder der ingroup honoriert, ebenso wie Abweichung innerhalb der ingroup mit Ausschluss geahndet werden kann. Gruppenidentitätsbildung erfolgt negativ orientiert an der Umwelt (outgroups).

LiteraturBearbeiten

Lehrbücher:

Grundlegende theoretische Literatur:

  • Friedhelm Neidhardt: Das innere System sozialer Gruppen. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Band 31, 1979, S. 639–660.
  • Hartmann Tyrell: Zwischen Interaktion und Organisation I: Gruppe als Systemtyp. In: Friedhelm Neidhardt (Hrsg.): Gruppensoziologie. Perspektiven und Materialien (= Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 25). WDV, Opladen 1983, S. 75–87.
  • Helmut Willke: Elemente einer Systemtheorie der Gruppe: Umweltbezug und Prozeßsteuerung. In: Soziale Welt. Band 29, 1978, S. 343–357.
  • Stefan Kühl: Gruppen, Organisationen, Familien und Bewegungen. Zur Soziologie mitgliedschaftsbasierter sozialer Systeme zwischen Interaktion und Gesellschaft. In: Bettina Heintz, Hartmann Tyrell (Hrsg.): Interaktion - Organisation - Gesellschaft revisited. In: Zeitschrift für Soziologie. Sonderband. Lucius & Lucius, Stuttgart 2015, S. 65–85.

Relevante empirische Studien zur Gruppe:

  • William Foote Whyte: The Street Corner Society. The University of Chicago Press, Chicago 1943 (deutsch: Die Street Corner Society. Die Sozialstruktur eines Italienerviertels. 3., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/New York 1996) (Jugendgangs).
  • Frederic M. Thrasher: The Gang. University of Chicago Press, Chicago 1927 (Jugendgangs).
  • Lewis Yablonski: The Violent Gang. Macmillan, New York 1962 (Jugendgangs; Kurzfassung: 1959: The Delinquent Gang as a Near Group. In: Social Problems. Band 7, S. 108–117).
  • Albert K. Cohen: Delinquent Boys. The Culture of the Gang. Free Press, Glencoe 1955 (Jugendgangs).
  • Ralf Bohnsack, Peter Loos u. a.: Die Suche nach Gemeinsamkeit und die Gewalt der Gruppe. Hooligans, Musikgruppen und andere Jugendcliquen. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1995:
    • S. 48–269: Hooligans.
    • S. 270–353: Musikgruppen.
    • S. 354–401: linke Gruppen.
    • S. 402–424: Freundesgruppe.
  • Ronald Lippitt, Ralph K. White: An Experimental Study of Leadership and Group Life. In: Eleanor E. Maccoby, Theodore M. Newcomb, Eugene L. Hartley (Hg.): Readings in Social Psychology. Holt, Rinehart & Winston, New York 1958 (Kindergruppe).
  • Theodore M. Newcomb: The Acquaintance Process. Holt, Rinehart and Winston, New York 1961.

Gruppen in Kommunen:

  • Elihu Katz, Paul F. Lazarsfeld: Personal Influence. The Part Played by People in the Flow of Mass Communication. Free Press, Glencoe 1955 (Gruppe in Wohnheimen).
  • Willis, Paul (1977): Learning to Labour: How Working Class Kids get Working Class Jobs. New York: Columbia University Press (Gruppen in der Arbeiterklasse).
  • Festinger, Leon; Schachter, S.; Back, Kurt W. (1950): Social Pressures in Informal Groups. A Study of Human Factors in Housing. New York: Harper (Gruppen in Wohnvierteln).
  • Sherif, Muzafer; Harvey, o. V.; White, B. V.; Hood, W. R.; Sherif, C. W. (1961): Intergorup Conflict and Cooperation. The Robbers’ Cave Experiment. Norman: University of Oklahoma Press (Jugendgruppen).
  • Zurcher, Louis A. (1970): The ‘Friendly’ Poker Game. A Study of an Ephemeral Role. In: Social Forces 49, S. 173–186 (Kartenspielgruppen).
  • Rotundo, Marilena; Thomas, Nathan (2003): Fanclubs als soziale Gruppe am Beispiel des FC Basel. Zürich: Paper des Soziologischen Instituts der Universität Zürich (Fußballfangruppen).
  • Friedhelm Neidhardt (1982): Soziale Bedingungen terroristischen Handelns. In: Wanda von Baeyer-Katte, Dieter Claessens, Hubert Feger, Friedhelm Neidhardt (Hrsg.): Gruppenprozesse. Analysen zum Terrorismus. Opladen: WDV, S. 318–391 (terroristische Gruppen).
  • Hugo J. Zee: The Guyana Incident. Some Group Dynamic Considerations. In: Max Rosenbaum (Hrsg.): Compliant Behavior. Human Science Press, New York 1983, S. 229–242 (sektenartige Gruppen).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bernhard Schäfers (Hrsg.): Einführung in die Gruppensoziologie. Geschichte – Theorien – Analysen. 3., korrigierte Auflage, Wiesbaden 1999, ISBN 3-494-02251-8, S. 20/21.
  2. Eintrag: Gruppe. In: Wilhelm Bernsdorf u. a. (Hrsg.): Wörterbuch der Soziologie. Band 2. Fischer, Frankfurt 1972, ISBN 3-436-01439-7, S. 314.
  3. Henri Tajfel, John C. Turner: The Social Identity Theory of Intergroup Behavior. In: William G. Austin, Stephen Worchel (Hrsg.): Psychology of Intergroup Relations. 2. Auflage. Nelson-Hall, Chicago 1986, S. 7–24, hier S. 15 (Zitatansicht in der Google-Buchsuche); Zitat: „We can conceptualize a group, in this sense, as a collection of individuals who perceive themselves to be members of the same social category, share some emotional involvement in this common definition of themselves, and achieve some degree of social consensus about the evaluation of their group and of their membership in it.“.
    Henri Tajfel: Social Identity and Intergroup Behaviour. In: Social Science Information. Band 13, April 1974, S. 65–93.
  4. Horst-Joachim Rahn: Erfolgreiche Teamführung. 6. Auflage. Windmühle, Hamburg 2010, ISBN 978-3-937444-66-6, S. 10.
  5. Wilke: Außenwelt. 1976.
  6. Hartmann Tyrell: Zwischen Interaktion und Organisation I: Gruppe als Systemtyp. In: Friedhelm Neidhardt (Hrsg.): Gruppensoziologie. Perspektiven und Materialien (= Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 25). WDV, Opladen 1983, S. 75–87, hier S. 83.
  7. Friedhelm Neidhardt: Das innere System sozialer Gruppen. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Band 31, 1979, S. 639–660, hier S. 651.
  8. Friedhelm Neidhardt: Das innere System sozialer Gruppen. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Band 31, 1979, S. 639–660, hier S. 644.
  9. Friedhelm Neidhardt: Das innere System sozialer Gruppen. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Band 31, 1979, S. 639–660, hier S. 648.
  10. Friedhelm Neidhardt: Das innere System sozialer Gruppen. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Band 31, 1979, S. 639–660, hier S. 656.
  11. Hartmann Tyrell: Zwischen Interaktion und Organisation I: Gruppe als Systemtyp. In: Friedhelm Neidhardt (Hrsg.): Gruppensoziologie. Perspektiven und Materialien (= Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 25). WDV, Opladen 1983, S. 75–87, hier S. 80.
  12. Niklas Luhmann: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. ??.