Fritz Schär

Schweizer Radrennfahrer

Fritz Schär (* 13. März 1926 in Kaltenbach TG; † 29. September 1997 in Frauenfeld) war ein Schweizer Radrennfahrer.

Fritz Schär Straßenradsport
Fritz Schär bei der 2. Etappe der Tour im Jahre 1953
Fritz Schär bei der 2. Etappe der Tour im Jahre 1953
Zur Person
Spitzname Pillenfritz
Geburtsdatum 13. März 1926
Sterbedatum 29. September 1997
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Disziplin Straße
Letzte Aktualisierung: 26. April 2020

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Fritz Schär begann seine radsportliche Laufbahn 1946 und gehörte in den 1950er Jahren gemeinsam mit Hugo Koblet und Ferdy Kübler zu den international stärksten Radrennfahrern der Schweiz. Seine besondere Stärke war das Bergfahren. Mit dem Sieg bei der Vierkantone-Rundfahrt 1946 schaffte er die Qualifikation in die damalige A-Klasse der Amateure in der Schweiz.[1]

1947 wurde er Schweizermeister im Querfeldein und gewann auf der Bahn den nationalen Titel in der Einerverfolgung der Amateure. In seiner Zeit als Profi, bis 1958, konnte er zahlreiche Siege für sich verbuchen, darunter zweimal bei der Meisterschaft von Zürich (1949, 1950) sowie der Schweizer Strassenmeisterschaft (1953). Er gewann auch fünf Etappen bei der Tour de Suisse, die er 1953 und 1956 jeweils als Zweiter beendete.

Schärs grösste Erfolge waren eine Silbermedaille bei den Strassen-Weltmeisterschaften 1954 in Solingen hinter Louison Bobet sowie das Erringen des Gelben Trikots bei der Tour de France 1953, das er insgesamt sechs Tage lang trug. Schliesslich wurde er Sechster in der Gesamtwertung und errang das Grüne Trikot, das in jenem Jahr zum ersten Mal vergeben wurde.

Dass Fritz Schär intensiv dopte, war ein offenes Geheimnis. Sein Spitzname lautete «Pillenfritz».[2]

BeruflichesBearbeiten

Schär absolvierte nach der Schule eine Ausbildung bei der Schweizerischen Post AG.

Familiäres[1]Bearbeiten

Sein Enkel Ronnie Schildknecht (* 1979) ist ein erfolgreicher Triathlet.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Schweizerischer Radsportverband (Hrsg.): SRB-Kalender 1965. Grenchen 1965, S. 163.
  2. NZZ.ch v. 16. April 2005: "Doping im Zeichen von Krieg und Swing"
  3. NZZ.ch v. 10. Juli 2009