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Ernst Kaufmann (Radsportler)

Schweizer Bahnradrennfahrer
Ernst Kaufmann (l.) mit Christel Rode

Ernst Kaufmann, auch Ernest Kauffmann, (* 9. Juni 1895 in Bellikon/Kanton Aargau; † 20. Dezember 1943 ebenda), war ein Schweizer Radrennfahrer. 1925 wurde er Weltmeister im Sprint der Profis in Amsterdam.

Ernst Kaufmann war einer der international besten Sprinter in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Er startete seine Rennfahrerkarriere 1912 als Amateur in der Schweiz, ging aber alsbald ins Ausland, da er sich in der Schweiz mangels ebenbürtiger Gegner nicht weiterentwickeln konnte. In den folgenden Jahren errang er 21 Schweizer Meistertitel auf Bahn und Strasse.

1913 startete Kaufmann erstmals, noch als Amateur, auf der Bahn des Deutschen Stadions in Berlin bei Bahnweltmeisterschaften 1925 wurde er Weltmeister bei den Profis, anschliessend ging er in die USA, wo er als Ernest Kauffmann 13 von 21 Rennen gewann. Während seiner gesamten aktiven Laufbahn, die 20 Jahre lang dauerte, gewann Kaufmann rund 800 Rennen, darunter zweimal den renommierten Sprinterpreis „Grand Prix de Paris“. 1921 gewann er vor einer Rekordkulisse von 31.000 Zuschauern im Deutschen Stadion den Großen Preis von Berlin.[1]

Im Jahr 1923 verfasste Kaufmann (mit Unterstützung von Fredy Budzinski)[1] zudem das Buch Der Radrennsport. Fliegerrennen.[2]

1932 zog sich Kaufmann aus seiner aktiven Karriere als Rennfahrer zurück. Er konstruierte Räder, arbeitete als Vertreter für Fahrradfirmen und fungierte zwei Jahre lang auch als Leiter der Radrennbahn in Zürich-Oerlikon. Kurz vor Weihnachten 1943 erlag Kaufmann einem Nierenleiden.

LiteraturBearbeiten

  • Der deutsche Radfahrer. 19. Januar 1944
  • Walter Bosshardt/Henry Eggenberger: Rennfahrer-Schicksale. Zürich 1950, S. 32–45

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Hans Borowik: 300 Rennfahrer in einem Band. Deutscher Schriftenverlag, Berlin, S. 29.
  2. Ernst Kaufmann: Der Radrennsport. Fliegerrennen. Grethlein & Co, Leipzig und Zürich 1923.