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KarriereBearbeiten

Nach ersten Motorsportversuchen im Kartsport begann die professionelle Rennkarriere des Spaniers 1978 spät. Mit 29 Jahren zählte er Ende der 1970er-Jahre zu den ältesten Fahrern in der internationalen Formel-3-Szene. Obwohl er in mehreren Formel-3-Rennserien aktiv war, gab es kaum zählbare Erfolge. Die Karriere geriet ins Stocken. Da es keine Aussicht auf einem weiteren Aufstieg im europäischen Monopostosport gab, fuhr er mangels ausreichender Sponsorgelder zu Beginn der 1980er-Jahre Bergrennen, denn dort waren die finanziellen Notwendigkeiten weit geringer als im Rundstreckensport. 1982 gewann er auf einem Simca 1000 Rallye die Tourenwagen-Gesamtwertung der spanischen Bergmeisterschaft. 1985 wurde er spanischer Bergmeister aller Klassen auf einem Lola T292.

Erst Mitte der 1980er-Jahre begann Vélez Sportwagenrennen zu fahren, 1986 für das Team des ehemaligen Rennfahrers John Fitzpatrick in der Sportwagen-Weltmeisterschaft, im selben Jahr gab er auch sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Es folgte ein Jahr später ein Werksvertrag bei Spice Engineering.

Seine größten Erfolge feierte er im US-amerikanischen Sportwagensport. 1995 gewann er auf einem Ferrari 333SP die Fahrerwertung der IMSA-World-Sports-Car-Championship, der Nachfolgeserie der IMSA-GTP-Serie. Von 1990 bis 1998 war er dort 58-mal am Start, feierte elf Rennsiege und war insgesamt 34-mal am Podium der ersten Drei, was ihn zu einem der Spitzenpiloten der IMSA machte.[1] 1995 und 1997 siegte er beim 12-Stunden-Rennen von Sebring und wurde 1997 Zweiter beim 24-Stunden-Rennen von Daytona.

Auch im Monoposto hatte er in den USA Erfolg. Zweimal war bei den 500 Meilen von Indianapolis am Start. 1995 und fiel er aus und erreichte zwei Jahre später auf einem Dallara-Oldsmobile den zehnten Rang.

Sein letzter großer Erfolg war der Gesamtsieg in der spanischen GTB-Meisterschaft 2000. Ende des Jahres erkrankte er an Krebs und musste sein Rennaktivitäten einstellen. Im März 2003 starb er nach langer, schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Barcelona.[2]

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1986 Vereinigtes Konigreich  John Fitzpatrick Racing Porsche 956B Spanien  Emilio de Villota Sudafrika 1961  George Fouché Rang 4
1987 Vereinigtes Konigreich  Spice Engineering Spice SE86C Vereinigtes Konigreich  Gordon Spice Frankreich  Philippe de Henning Rang 6 und Klassensieg
1989 Vereinigtes Konigreich  Chamberlain Engineering Spice SE88C Vereinigtes Konigreich  Nick Adams Italien  Luigi Taverna Ausfall Ventilschaden
1990 Vereinigtes Konigreich  Spice Engineering Spice SE90C Vereinigtes Konigreich  Tim Harvey Vereinigtes Konigreich  Chris Hodgetts Rang 18
1996 Vereinigte Staaten  Rocket Sports Racing Ferrari 333SP LM Vereinigte Staaten  Andy Evans Frankreich  Yvan Muller Ausfall kein Benzin
1998 Vereinigte Staaten  Doyle Risi Racing Ferrari 333SP Sudafrika  Wayne Taylor Belgien  Eric van de Poele Rang 8 und Klassensieg

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1990 Vereinigte Staaten  Spice Engineering USA Spice SE90P Mexiko  Tomas Lopez Vereinigtes Konigreich  Richard Piper Rang 14
1991 Kanada  Bieri Racing Spice SE89P Italien  Martino Finotto Italien  Ruggero Melgrati Ausfall Unfall
1992 Vereinigte Staaten  Scandia Motorsports Kudzu DG-2 Vereinigte Staaten  Andy Evans Vereinigte Staaten  Jay Cochran Ausfall Aufhängung
1995 Vereinigte Staaten  Scandia Motorsports Ferrari 333SP Vereinigte Staaten  Andy Evans Belgien  Eric van de Poele Gesamtsieg
1997 Vereinigte Staaten  Team Scandia Ferrari 333SP Vereinigte Staaten  Andy Evans Frankreich  Yannick Dalmas Schweden  Stefan Johansson Gesamtsieg
1998 Vereinigte Staaten  Doyle-Risi Racing Ferrari 333SP Sudafrika  Wayne Taylor Belgien  Eric van de Poele Ausfall Wagenbrand

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erfolge von Vélez in den USA
  2. Fermin Vélez verstorben