Bayer Giants Leverkusen

deutscher Basketballverein

Bayer Giants Leverkusen ist ein Basketballverein aus Leverkusen und bildet eine Abteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen.

Bayer Giants Leverkusen
Logo
Spitzname „Die Riesen vom Rhein“, „Giganten“
Gegründet 1961
Halle Ostermann-Arena
(3500 Plätze)
Homepage giants-leverkusen.de
Trainer Hansi Gnad
Liga ProA Herren
ProA 2019/20: 5. Platz
  NBBL U 19
2012/13: 1. Platz
  JBBL U 17
2012/13: 2. Platz
Farben Rot / Weiß
Erfolge
Deutscher Meister: 1970, 1971, 1972, 1976, 1979, 1985, 1986,
1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996
Deutscher Pokalsieger: 1970, 1971, 1974, 1976, 1986,
1987, 1990, 1991, 1993, 1995

ProB-Meister: 2013 und 2019

Bis 2007/08 spielte die Profimannschaft der Herren, die sich bis zum Jahr 2000 „Die Riesen vom Rhein“ nannte, in der deutschen Basketball-Bundesliga und ist dort bis heute mit 14 Titeln Rekordmeister. Nach dem Rückzug von Hauptsponsor Bayer und der Veräußerung der Profilizenz an die Giants Düsseldorf spielen die Bayer Giants derzeit in der ProA.

GeschichteBearbeiten

Der Beginn (1961–1979)Bearbeiten

1958 entstand am Leverkusener Carl-Duisberg-Gymnasium eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Basketball.[1] 1961 wurde die Basketballabteilung des TuS 04 Leverkusen gegründet, indem eine Basketballschulmannschaft des Carl-Duisberg-Gymnasiums in den Verein eingegliedert wurde. 1968 stieg der Verein in die höchste deutsche Spielklasse, die Basketball-Bundesliga, auf. Im selben Jahr, im Oktober 1968, wurden die TuS-04-Bundesligaspieler Dieter Kuprella, Jochen Pollex, Norbert Thimm und Largo Wandel vom Bundestrainerrat des Deutschen Basketball Bundes (DBB), unter Vorsitz des damaligen Vize-Präsidenten des DBB Anton Kartak, in der Funktion des DBB-Sportwartes, in den fünfzigköpfigen Olympiakader für das Basketballturnier der Olympischen Sommerspiele 1972 in München berufen. Günter „Doc“ Hagedorn, der nach dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga Trainer in Leverkusen war, wurde nebenamtlich als Co-Trainer von DBB-Bundestrainer Miloslav Kříž tätig und wurde gleichzeitig vom DBB mit der Aufgabe des Stützpunkttrainings im Rahmen der Olympiavorbereitung des DBB betraut.[2]

Als Neulinge belegten die Leverkusener in der Bundesliga-Saison 1968/69 in der Nordstaffel den zweiten Rang, in den Halbfinalspielen um die deutsche Meisterschaft schied man gegen den Süd-Meister MTV Gießen aus: Das Auswärtsspiel bei den Mittelhessen verlor Leverkusen 51:65 und gewann in eigener Halle 60:57.[3] Trainer Hagedorn legte in der Saisonvorbereitung im Sommer 1969 insbesondere Wert auf die konditionelle Arbeit, um seine Mannschaft in guter körperlicher Verfassung ins Spieljahr 1969/70 zu schicken. Dabei nahm sich Hagedorn Anleihen aus dem Leichtathletiktraining und verordnete seinen Spielern auch Einheiten im Krafttraining, was damals im Basketball noch unüblich war.[4] Die Arbeit zahlte sich aus: In der Saison 1969/70 feierte der Verein die erste Deutsche Meisterschaft. Dabei gewannen die Leverkusener alle ihre 25 Saisonspiele: 18 Partien in der Vorrunde, sechs in der Zwischenrunde sowie das Endspiel gegen den MTV Gießen (76:73).[5] Ausgetragen wurde das Endspiel an einem neutralen Ort, in einer Halle in Dillingen. Während Leverkusen laut Norbert Thimm als Außenseiter in die Partie gegen Gießen gegangen war,[6] empfand sich sein Mannschaftskamerad Dieter Kuprella mit dem TuS 04 in der Favoritenrolle.[4] Den DBB-Pokal gewann man ebenfalls. Als Stärke der Meistermannschaft galt neben dem Auftreten als geschlossene Einheit auch das Vorhandensein von Ausnahmekönnern wie Norbert Thimm unter dem Korb, der große Einsatz der Spieler[6] sowie Training und Mannschaftsführung von Günter Hagedorn, der nach Einschätzung von Dieter Kuprella „den Basketball revolutioniert“ hat. Nach der Rückkehr vom Meisterschaftsendspiel in Dillingen wurde die siegreiche Mannschaft vom Leverkusener Oberbürgermeister Wilhelm Dopatka empfangen und für ihren Erfolg geehrt.[4]

In den darauf folgenden zwei Jahren verteidigte TuS 04 Leverkusen den deutschen Meistertitel. Mit dabei waren mehrere Spieler, die Basketball im eigenen Nachwuchsbereich gelernt hatten, darunter Achim Kuczmann, Reiner Frontzek und Rudi Kleen. In der Saison 1970/71 schloss man die Nordstaffel sowie die Zwischenrunde als Tabellenführer ab. In den beiden Endspielen um die deutsche Meisterschaft traf Leverkusen auf den USC München. Das Spiel in München endete mit einem Sieg der Gastgeber (85:78). Den Rückstand bog Leverkusen aber daheim im Rückspiel um, als man deutlich mit 80:51 siegte. Auch im DBB-Pokal errang Leverkusen erneut den Sieg (101:64 im Endspiel gegen den USC Mainz).[7] 1971 wechselte der US-Amerikaner John Ecker nach Leverkusen, der in den folgenden Jahren durch seine verlässlichen Leistungen Maßstäbe setzte.[8] 1971/72 zog der TuS 04 als ungefährdeter Erster der Nordstaffel und Zwischenrunde in die Spiele um die deutsche Meisterschaft ein. Dort gewann Leverkusen Hin- und Rückspiel gegen den MTV Gießen.[3]

Zwischen 1972 und 1975 gehörte die Leverkusener Mannschaft zwar weiterhin zur Bundesliga-Spitzengruppe, zum Einzug in die Endspiele reichte es aber jeweils nicht. In der Saison 1972/73 wurde mit John Ecker erstmals ein Leverkusener Korbschützenkönig der Bundesliga, Ecker erzielte in Haupt- und Endrunde insgesamt 504 Punkte.[9] 1974 gewann man durch ein 88:61 gegen den Hamburger TB erneut den DBB-Pokal. Bester Korbschütze im Endspiel in Böblingen war Rudi Kleen mit 20 Punkten.[10]

Zurück an die Bundesliga-Spitze schaffte es der TuS 04 Leverkusen in der Saison 1975/76, als die Liga erstmals bundesweit eingleisig ausgetragen wurde. Leverkusen schloss das Spieljahr mit 30:6-Punkten als Tabellenerster und damit als neuer deutscher Meister ab.[3] Trainer der Mannschaft war Bernd Röder.[11] Unter seiner Leitung gewann man ebenfalls 1976 den DBB-Pokal.[7] In der Saison 1976/77 wurde Leverkusen deutscher Vizemeister und 1977/78 Dritter. Im Spieljahr 1978/79 stellte der mittlerweile von Jörg Trapp trainierte TuS 04 Leverkusen wieder die beste Mannschaft des Landes: Als Zweiter der Hauptrunde ging man in die Endrunde und sicherte sich in dieser die deutsche Meisterschaft.[12]

Die Konkurrenz wird stärker (1980–1989)Bearbeiten

In den 1980er Jahren bekamen die Leverkusener Basketballer starke Konkurrenz. Mit dem ASC 1846 Göttingen und dem BSC Saturn Köln entwickelten sich zwei Bundesligisten mit ähnlicher Leistungsstärke, die allerdings den Spielbetrieb nicht lange aufrechterhalten konnten. In diesem Zusammenhang gab es einen großen Umbruch in Leverkusen. Altgediente Basketballspieler des Clubs wie Dieter Kuprella, Norbert Thimm, Rudi Kleen und John Ecker traten kürzer oder ab. Außerdem wurde während der 1980er der ehemalige Nationalspieler Otto Reintjes der erste hauptamtliche Manager der Basketballabteilung. Unter Reintjes wurde der Generationswechsel in wenigen Jahren vollzogen. Ab 1980 war der US-Amerikaner Chris Lee Bayer-Trainer und zeitweise in Doppelfunktion auch deutscher Nationaltrainer. In der Saison 1982/83 trat die Mannschaft, die vorher bereits von den Bayer-Werken unterstützt worden war,[10] unter dem Namen TuS 04 Bayer Leverkusen an, ab 1984 dann als TSV Bayer 04 Leverkusen.[3]

Im November 1984 trat Lee zurück, nachdem die Mannschaft zuvor im DBB-Pokal gegen den damaligen Zweitligisten Bayreuth ausgeschieden war und schon in den vorherigen Wochen schwierige Zeiten durchgemacht hatte. Unter anderem hatte man gegen Saturn Köln haushoch (70:104) verloren. Reintjes trainierte die Mannschaft übergangsweise, im Januar 1985 kam der US-Amerikaner Jim Kelly als neuer Trainer. Diese Verpflichtung erwies sich als guter Schachzug.[13] Denn unter Kelly nutzte die Mannschaft ihre kleine verbleibende Restchance auf den Einzug in die Meisterrunde und profitierte auch von einem Punktabzug gegen den SSV Hagen, der ausgesprochen wurde, nachdem Reintjes beim Verband Unterlagen vorgelegt hatte, die Zweifel an der Spielberechtigung eines Hageners aufkommen ließen.[14] Man schaltete auf dem Weg in die Endspielserie Titelverteidiger ASC Göttingen aus und setzte sich im Kampf um den Meistertitel dann gegen den DTV Charlottenburg, den Vorläufer von Alba Berlin, durch.[15] Nach sechsjähriger Wartezeit wurde Leverkusen somit wieder deutscher Meister. 1986 gewann Leverkusen unter Kelly neben der Meisterschaft auch den DBB-Pokal, im April 1986 gab Manager Reintjes das Ziel aus, sich „mittelfristig in den nächsten vier Jahren in der europäischen Spitze“ zu etablieren.[16] Der mit US-amerikanischer und britischer Staatsbürgerschaft ausgestattete John Johnson (ab 1985 bei Bayer)[17] war der herausragende Leverkusener Spieler in diesen Jahren. Mit dem Erreichen des Halbfinales im Europapokal der Pokalsieger (später ULEB Eurocup) machte Leverkusen auch in einem internationalen Wettbewerb auf sich aufmerksam. 1989 wurde Dirk Bauermann vom Assistenz- zum Cheftrainer befördert. Er hatte bereits vor seiner zweijährigen Tätigkeit in den Vereinigten Staaten in Leverkusens Nachwuchsarbeit als Trainer gewirkt. Sein zwischenzeitlicher Wechsel nach Kalifornien (Fresno State University) war dank der finanziellen Unterstützung Bayers zustande gekommen, als Gegenleistung sagte Bauermann zu, nach seiner Rückkehr nach Deutschland wieder in den Trainerstab von Bayer Leverkusen einzusteigen. Er arbeitete erst mit Kelly zusammen und erhielt als Co-Trainer den Verantwortungsbereich Verteidigung zugewiesen. Erwägungen, dem jungen Bauermann 1989 einen erfahrenen Trainer an die Seite zu stellen, wurden letztlich verworfen, die Sportliche Leitung übertrug ihm die Hauptverantwortung, was sich ob der Erfolge der kommenden Jahre als richtige Entscheidung entpuppte.[18]

Die erfolgreichste Zeit (1990–1999)Bearbeiten

 
Das Logo der Riesen vom Rhein in den 1990er-Jahren

Die 1990er waren für Bayer 04 Leverkusen die erfolgreichsten Jahre in der Basketball-Vereinsgeschichte. Die Basketballer, inzwischen mit dem Namen „Die Riesen vom Rhein“ in der Liga unterwegs, feierten sieben Meistertitel in Folge (1990–1996). Zudem wurde viermal der Pokal gewonnen. Spieler wie Henning Harnisch, Michael Koch, Christian Welp, Clinton Wheeler oder Kannard Johnson waren die großen Leistungsträger während dieser Glanzzeit.

Im Vorfeld der Saison 1989/90 schauten sich Bauermann und Reintjes nach Verstärkung in den Vereinigten Staaten um. Sie verpflichteten Kannard Johnson und waren auch an dessen Landsmann Steve Kerr dran. Letzterer entschied sich aber gegen Leverkusen. Statt Kerr kam Clinton Wheeler, der sich ebenfalls als große Verstärkung erwies.[19] Bauermann führte Bayer in seinem ersten Spieljahr als hauptverantwortlicher Trainer in der Hauptrunde zu 20 Siegen und zwei Niederlagen, Steiner Bayreuth wies mit 21 Siegen und einer Niederlage eine noch bessere Bilanz auf. Beiden Mannschaften zogen mühelos in die Endspielserie ein, dort setzten sich die Leverkusener mit 3:1-Siegen durch. In der Saison 1988/89 hatten noch die Oberfranken die Nase vorn gehabt.[20] Im Pokalendspiel 1990 setzte sich Bauermanns Mannschaft gegen Bamberg durch.[21] Insbesondere das gute Mannschaftsklima und der Zusammenhalt im Aufgebot erwiesen sich 1989/90 als Bayers Trumpfkarten und Erfolgsgeheimnis.[19]

Der Meisterschaftsgewinn 1990/91 sei der schwerste gewesen, schätzte Reintjes den Erfolg über die BG Charlottenburg (später Alba Berlin) ein. Leverkusen lag in der Endspielserie mit 1:2 im Hintertreffen[22] und gewann dann die beiden nächsten, wobei die Berliner im vierten Spiel in Zoran Radović ihren besten Spieler wegen einer Verletzung verloren.[23]

Trainer Bauermann bezeichnete die Mannschaft der Saison 1991/92 später als die stärkste, die er jemals trainiert habe.[18] Dieser Kader schloss die Bundesliga-Hauptrunde 1991/92 mit 56:8 Punkten als Tabellenerster der Nord-Gruppe und mit der eindeutig besten Bilanz aller Bundesligisten ab. In der folgenden Meisterrunde zog Leverkusen ungeschlagen in die Endspielserie ein und bezwang dort Alba Berlin mit 3:0-Siegen.[24]

Im Spieljahr 1992/93 bezwang man Bamberg in der Bundesliga-Endspielserie, 1993/94 dann Brandt Hagen. Mit Alba Berlin entwickelte sich der Hauptstadtverein zum großen Gegenspieler Leverkusens, doch Bayer blieb zunächst erfolgreich: 1994/95 und 1995/96 kämpften Leverkusen und Berlin jeweils in der Endspielserie um die deutsche Meisterschaft, Bauermann und seine Spieler behielten jeweils die Oberhand. Die Zeit der Erfolge endete mit dem sogenannten Bosman-Urteil 1996. Dieses sei für die Mannschaft verheerend gewesen, nach man sich in Europa einen Namen gemacht hatte und in der Folge des Urteils die besten deutschen Spieler weggekauft worden seien, so Reintjes später.[22] Der Umbruch gestaltete sich schwierig, da der Hauptsponsor, die Bayer AG, anfing, das Geld zu kürzen. So setzte man auf Spieler wie Hansi Gnad, Denis Wucherer oder Tony Dawson. Nach einer enttäuschenden Saison 97/98, in der die „Riesen vom Rhein“ nur mit Mühe als letzte Mannschaft in die Meisterrunde einzogen und damit der Relegation entkamen, ging die „Ära Bauermann“ in Leverkusen zur Neige.

Mit Koch, Harnisch, Kleine-Brockhoff und Welp stellte Leverkusen auch Leistungsträger der deutschen Nationalmannschaft, die im Sommer 1993 bei der EM in München die Goldmedaille gewann. Im Finale gegen Russland erzielte Christian Welp in den Schlusssekunden den alles entscheidenden Treffer.

Der Neuanfang (2000–2008)Bearbeiten

 
Das Logo der Giants bis 2009

In den 2000ern wollte man mit Talenten um den Amerikaner John Best an die Spitze der Basketball-Bundesliga zurückkehren. Trainer zum Beginn dieser Zeit war Calvin Oldham, welcher in der Liga bereits als Spieler bekannt war. In der Saison 1999/00 schaffte er es mit seiner Mannschaft bis ins Finale, verlor aber dort gegen Alba Berlin mit 0:3. Im Sommer 2001 wurde das Management umstrukturiert. Otto Reintjes verließ Bayer Leverkusen und wurde Geschäftsführer der BBL, Nachfolger wurde der ehemalige Nationalspieler Thomas Deuster. 2002 wurde Heimo Förster neuer Trainer der Bayer Giants Leverkusen. Er versuchte, mit geringen finanziellen Mitteln ein schweres Projekt in die Tat umzusetzen. Mit gestandenen deutschen Spielern sowie deutschen Talenten wollte Förster um die Meisterschaft spielen. Spieler wie Denis Wucherer, Demond Greene und der Amerikaner Ajmal Basit sollten das Team führen. Größtes Talent der Giants war Gordon Geib. Der gebürtige Wuppertaler feierte sein Debüt bereits mit 16 Jahren in der Basketball-Bundesliga. Doch das über drei Jahre ausgelegte „Deutsche Konzept“ scheiterte, und Heimo Förster sowie Manager Thomas Deuster mussten ihren Hut nehmen. Otto Reintjes kam im Jahre 2005 als Manager zurück, Achim Kuczmann wurde Cheftrainer der Giants. Im Sommer 2005 fiel die Ausländerbeschränkung im deutschen Basketball weg. Dies bedeutete, dass fortan eine unbeschränkte Anzahl von Spielern aus außereuropäischen Ländern gestattet war. Im Falle der „neuen“ Bayer Giants waren dies Amerikaner. Die Saison 2005/06 brachte aber keinen Erfolg. Die Mannschaft stand zehn Spiele vor dem Saisonende auf dem 15. Tabellenplatz, was den Abstieg bedeutet hätte. Aber mit einem starken Schlussspurt und den beiden stark aufspielenden Neuzugängen Brandon Woudstra und Nate Fox erreichten die Giants mit sieben Siegen in Folge am Ende den zehnten Tabellenplatz und konnten somit die Klasse halten. In der Saison 2006/07 schafften es die Bayer Giants erstmals wieder die Playoffs zu erreichen. Hauptgrund hierfür war die Verbindung zwischen den „alteingesessenen“ Spielern um Gordon Geib, Brandon Woudstra und Nate Fox sowie den Neulingen wie Jared Newson, John Goldsberry und Eric Taylor. In der ersten Runde scheiterte man mit 1:3-Siegen gegen den EnBW Ludwigsburg.

Ende nach 40 Jahren Bundesliga (2007/08)Bearbeiten

In der Spielzeit 2007/08 startete Leverkusen mit sieben Amerikanern, fünf Deutschen und einem Kanadier in die Saison. Den ersten Spieltag bestritt man Zuhause gegen die digibu Baskets Paderborn. Man konnte den Gegner aus Ostwestfalen knapp bezwingen. Jedoch begann die Saison alles andere als gut. Man verlor anfangs gegen den BG 74 Göttingen und die Brose Baskets Bamberg, bis es im Spiel gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt zur Wende kam. Die Giants gewannen mit 93:71 gegen die Frankfurter und starteten nun richtig durch: Man gewann neun der letzten 12 Spiele der Hinrunde, darunter Partien wie gegen Bundesliga-Schwergewichte wie Alba Berlin, den Köln 99ers oder die EWE Baskets Oldenburg. Im BBL-Pokal schlugen die Leverkusener den Erzrivalen aus Bonn mit 81:70. Leverkusen wurde immer mehr zu einer der Spitzenmannschaften der Liga. Nate Fox vertrat die Giants auch beim alljährlichen BBL-Allstargame. Die Stärke der Bayer Giants war kein einzelner Spieler, sondern das Zusammenwirken als Mannschaft. Mit Nate Fox, Brandon Winters und Tyron-Clement McCoy verfügen die Giants über Spieler, die in der Liga bereits für viel positiven Gesprächsstoff sorgten. Die Rückrunde begann eher holprig für den Deutschen Rekordmeister. Zwar schlug man Paderborn knapp aber gegen den Zweitligisten die Cuxhaven BasCats verloren die Giants in der 2. Runde des BBL-Pokals. Die Presse „feierte“ die Niederlage der Giants als „Sensation“.

Nachdem man mit einem Sieg über Göttingen wieder Selbstvertrauen tanken konnte standen für die Leverkusener zwei schwere Wochen an: Die Leverkusener trafen auf den Deutschen Meister, die Brose Baskets Bamberg und Alba Berlin. In einem spannenden Spiel schlugen die Giants den amtierenden Meister mit 70:68. In der Woche darauf fuhren die Leverkusener in die Max-Schmeling-Halle nach Berlin und konnten die Startruppe der sogenannten „Albatrosse“ mit 93:90 in die Knie zwingen. Nach diesem Spieltag standen die Giants auf dem dritten Tabellenrang. Während der Saison mussten die Giants auch die Suspendierung von Nate Fox hinnehmen. Beim Mannschaftskapitän wurden bei einer Dopingkontrolle Spuren des verbotenen Stoffes THC festgestellt. Damit fehlte den Giants Fox für den Rest der gesamten Saison. Im April 2008 wurde auch noch der Spieler Eric Taylor suspendiert, der einen Autounfall verursacht haben soll. Trotz dieser Rückschläge beendeten die Bayer Giants Leverkusen die Saison auf dem dritten Rang. In den Playoffs trafen die Giants auf die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt. Die Leverkusener unterlagen nach hartem Kampf mit 2:3. Damit war die Bundesligageschichte des Traditionsvereins beendet.

Ausstieg der Bayer AG und Umzug nach DüsseldorfBearbeiten

Am 21. Mai 2007 verkündete der Hauptsponsor der Giants, die Bayer AG, dass man sich aus dem Engagement im Profi-Basketball nach 40 Jahren zurückziehen wolle. Die Bayer AG unterstützte den Verein jedoch noch in der Saison 2007/08 finanziell weiter. Der Chemiekonzern zahlte knapp 1,5 Millionen Euro pro Saison für den Etat der Giants.

Die Sponsorensuche gestaltete sich von Beginn an schwer. So sagte Otto Reintjes, Manager der Bayer Giants Leverkusen, im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger, dass er mehr als 300 Unternehmen angeschrieben habe, die ein mögliches Engagement allesamt absagten. Erst ein Beitrag in der WDR Sendung „Sport im Westen“ im November 2007 machte der Bevölkerung die Brisanz dieser Sache deutlich. In einem späteren Zeitungsartikel in der Rheinischen Post wurde über einen Verkauf der Bundesligalizenz der Leverkusener an die Düsseldorf Magics berichtet. Doch Magic-Geschäftsführer Klaus Wischnitzki dementierte später; aufgrund „finanzieller Schwierigkeiten“ werde es wohl zu keiner Einigung kommen. Neben Düsseldorf hatten auch schon mehrere Investoren aus Hamburg Interesse an der Lizenz der Bayer Giants gezeigt.

In einer Stellungnahme von Otto Reintjes auf der Homepage der Bayer Giants Leverkusen Anfang November 2007 beziffert er die Chance, einen Hauptsponsor zu finden, bei circa 15 Prozent. „Jedoch“, so Reintjes, „werde man nicht aufgeben und weiter nach einem Sponsor suchen.“

Am 20. Dezember 2007 gründeten die Fanclubs der Bayer Giants die Faninitiative Leverkusener Basketball. Ziel dieser Initiative sollte die Sammlung von Unterschriften aus der Bevölkerung zur Rettung der Basketball-Profimannschaft in Leverkusen sein. Der 13. Februar 2008 war als Ende der Unterschriftenaktion vorgesehen. Die Faninitiative gab an, fast 11.000 Unterschriften gesammelt zu haben. Diese Unterschriften wurden dem Vorstand der Bayer AG vorgelegt. Jedoch war später auf der Seite der Faninitiative zu lesen, dass ein Gespräch mit dem Unternehmenssprecher der Bayer AG, Michael Schade (Fußballfunktionär), erfolglos endete.

Am 7. März 2008 bestätigte Reintjes gegenüber der Süddeutschen Zeitung den Umzug des Teams nach Düsseldorf und kündigte für die nächsten Tage nähere Informationen darüber an. Laut Reintjes garantierte ein „Düsseldorfer Geschäftsmann“ für die folgende Saison in jedem Fall den Mindestetat von einer Million Euro und stellte 100.000 Euro als Eigenkapital der neu zugründenden GmbH zur Verfügung.[25] Darüber hinaus sollten weitere Sponsorengelder in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro von Düsseldorfer Großunternehmen gewonnen werden. In einer Mitteilung der Basketball-Bundesliga wurde bekanntgegeben, dass die Giants Leverkusen ihre Lizenz auf den Standort Düsseldorf übertragen. Die Basketball-Bundesliga musste diesem Plan erst noch zustimmen. Eine Woche zuvor stellte die Faninitiative Leverkusener Basketball ihre Arbeit ein.

Mit der Lizenzübertragung stand fest, dass der deutsche Rekordmeister künftig nur noch in der Basketball-Regionalliga spielen würde. Die Düsseldorf Giants spielten von 2008 bis 2011 in der Basketball-Bundesliga, bevor sie sich 2013 endgültig auflösten.

Die erste Saison in der 1. Regionalliga West (2008/09)Bearbeiten

Die Saison in der Regionalliga West startete für die Giants am 6. September 2008 mit einem Heimspiel gegen den BB Salzkotten. Die Mannschaft um Headcoach Stephan Ruers konnte diese Aufgabe klar mit 103:59 für sich entscheiden. Sechs Neuverpflichtungen wurden getätigt, insbesondere die US-Amerikaner Timothy „Tim“ Hailey und Christopher „Chris“ Martin sorgten schon vor der Saison für Gesprächsstoff. Die Leverkusener gewannen die ersten vier Spiele ohne Probleme, erst am 5. Spieltag empfingen die Giants zum Topspiel der Liga die BSG Grevenbroich. Trotz einer guten Leistung der „Riesen vom Rhein“, konnte sich Grevenbroich mit 73:78 durchsetzen und übernahm vorläufig die Tabellenspitze. In Leverkusen kehrte leichte Ernüchterung ein, nachdem die Gegner vorher spielend leicht besiegt wurden.

Den weiteren Verlauf der Hinrunde meisterte der Deutsche Rekordmeister ohne große Probleme. Zwar verlor man überraschend mit 90:94 gegen die BG Dorsten, aber Spitzenspiele gegen den BSV Wulfen oder NOMA Iserlohn konnten die Giants für sich entscheiden. Bei den Leverkusenern kristallisierte sich heraus, dass der US-Amerikaner Chris Martin zum wichtigsten Spieler geworden war. Er war nicht nur bester Korbschütze der Mannschaft, sondern auch der stärkste Rebounder der Rheinländer. Neben ihm waren die Zwillingsbrüder Tom und Ben Spöler sowie der Point Guard der Mannschaft, Tim Hailey, die wichtigsten Leverkusener Spieler.

Kurz vor Weihnachten trafen in der Wilhelm-Dopatka-Halle, Heimspielstätte der Bayer Giants, die Leverkusener auf den Tabellenführer Schwelmer Baskets. Es kamen knapp 2.100 Zuschauer zum Spitzenspiel in der Regionalliga West. Die Giants lagen fast das gesamte Spiel zurück, konnten aber am Ende durch eine kämpferische Mannschaftsleistung das Spiel mit 85:80 gewinnen. Damit lagen die Giants nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Schwelm zurück.

Bei den Spielen dieser Saison betrug der Zuschauerschnitt in Leverkusen knapp 450 Zuschauer pro Spiel. Vor allem aber hielten viele Fans dem Verein nach dem Zwangsabstieg die Treue, was in erster Linie bei Auswärtsspielen deutlich wurde, bei dem Bayer-Fans immer vertreten waren und sind.

Am 28. März 2009 feierten die Bayer Giants vor 1.200 Zuschauern mit einem 111:72-Heimerfolg über den GV Waltrop die Meisterschaft in der Regionalliga West. Verbunden war damit der sportliche Aufstieg in die ProB. Profitieren konnten die "Riesen vom Rhein" von einer überraschenden Niederlage der bis dahin führenden Schwelmer Baskets am vorletzten Spieltag. In Salzkotten verloren sie durch einen Dreipunktwurf, der bei ablaufender Spielzeit vom Brett abprallend durch den Korb fiel, mit 99:98 und waren nun punktgleich mit Leverkusen. Den direkten Vergleich konnten sich die Giganten bereits im Vorfeld mit einer starken Mannschaftsleistung in Schwelm (67:98) sichern.

Zeit in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und ProB (seit 2009)Bearbeiten

Nachdem den Giants der sofortige Wiederaufstieg in die ProB gelungen war, war das erste Ziel des Trainers Stephan Ruers den Verein in der 2. Basketball-Bundesliga zu etablieren. Die meisten Spieler aus dem Meisterjahr konnten gehalten werden. Während die US-Amerikaner Chris Martin und Tim Haley den Verein verließen, verstärkten sich die Giants zu Beginn der Saison 2009/10 mit US-Forward Hunter Henry und John Grotberg, dem besten Korbschützen der dritten NCAA-Division. Die Giants starteten auch sofort mit einem Heimsieg gegen den Meister der Saison 2008/09, die Herzöge Wolfenbüttel, in die Saison. Mit einem deutlichen 91:70-Sieg übernahm der deutsche Rekordmeister gar die Tabellenführung in der ProB. Nach diesem doch sehr guten Saisonstart in der neuen Spielklasse verloren die Giants von den nächsten zehn Spielen ganze sieben. Am vierten Spieltag der Saison entließ man den enttäuschenden US-Amerikaner John Grotberg und verpflichtete mit Rodney Foster einen Aufbauspieler aus der NCAA I (Rice University). Mit Foster ging es bergauf und nach der Hinserie (15 Spielen) hatte Bayer eine Bilanz von sieben Siegen und acht Niederlagen vorzuweisen. In der Rückrunde konnte man gegen die starken Mannschaften der Liga lange Zeit mithalten, am Ende verlor man jedoch stets (z. B. S.Oliver Würzburg oder die Dragons Rhöndorf). Die Pflichtaufgaben erfüllte man souverän und beendete die Saison mit einer ausgeglichenen Bilanz von 15 Siegen zu 15 Niederlagen auf einem guten siebten Tabellenrang (von 16 teilnehmenden Mannschaften).

Zu Beginn der Saison 2010/11 wurde Trainer Stephan Ruers nach drei Jahren als Bayer Headcoach entlassen und durch Chris Martin als Spielertrainer ersetzt. Die Giants hatten einige namhafte Abgänge zu verkraften (Hunter Henry, Rodney Foster, Mathis Mönninghoff etc.) und mussten einen fast komplett neuen Kader zusammenstellen. Trainer Chris Martin verpflichtete für die Ausländerspositionen seine Landsleute Nick Michael (vorher GiroLive-Ballers Osnabrück) und Justin Eller (Sacramento State University / NCAA I). Als deutsche Spieler holte man mit Felix Engel (Urspringschule) und Steven Monse (Alba Berlin II) zwei damalige U20-Nationalspieler. Der Saisonbeginn musste spätestens nach zwölf Spielen als „Fehlstart“ angesehen werden. Eine Bilanz von vier Siegen und acht Niederlagen der Leverkusener zwang die Verantwortlichen zu handeln und man verpflichtete mit US-Guard Josh Young (Drake University / NCAA I) einen starken Schützen. Mit durchschnittlich 27,5 Punkten pro Spiel hatte Young großen Anteil am Erreichen der neugeschaffenen „ProB-Playoffs“. Dort schied man jedoch als Achter im Norden gegen den Erstplatzierten im Süden, die Erdgas Ehingen/Urspringschule, klar mit 0:2 aus. Nach der Saison musste Cheftrainer Martin Bayer verlassen und man verpflichtete mit Achim Kuczmann ein „Leverkusener Urgestein“ als Verantwortlichen an der Seitenlinie.

Unter Kuczmann zogen die Giants 2012/13 wieder in die Play-Offs ein. Zuvor war die Mannschaft aus der Nord- in die Südstaffel der Liga versetzt worden. Dort schlossen die „Riesen vom Rhein“ die Hauptrunde der Saison auf dem vierten Rang ab. In den Playoffs gelang es den Leverkusenern bis ins Finale um den ProB-Titel vorzudringen. Dort trafen die Giants im Finale auf die Schwelmer Baskets. Gegen die Baskets setzten sich die Rheinländer nur Dank der direkten Korbdifferenz durch und errangen die Meisterschaft. Mit dem Titel verbunden war die sportliche Qualifikation für die ProA. Nachdem zunächst unklar erschien, ob die Farbenstädter den sportlichen Aufstieg aufgrund von wirtschaftlichen Zwängen würden wahrnehmen können, gab das Management im Mai 2013 bekannt, dass die Giants die Voraussetzungen schaffen konnten und zur Saison 2013/2014 in der ProA antreten werden. Nach drei eher durchwachsenen Jahren in der zweithöchsten Spielklasse, stieg man am Ende der Saison 2015/16 in die ProB ab.

Nach dem Abstieg in die ProB änderte sich das Gesicht der Mannschaft grundlegend. So verließ Publikumsliebling Dennis Heinzmann den Rekordmeister und unterschrieb einen Vertrag beim rheinischen Rivalen, den RheinStars Köln. Neu in den Kader kamen neben die drei US-Amerikaner Kerry Carter, Brandon Nazione und Damon Smith sowie der ehemalige Jugendnationalspieler Alexander Blessig und der erfahrene Flügelspieler Tim Schönborn. Die Hauptrunde 2016/17 beendeten die Giants mit einer Bilanz von 13 Siegen und neun Niederlagen auf dem vierten Tabellenplatz der Südstaffel. Carter wurde im Anschluss durch die Trainer, Mannschaftskapitäne und Fans der Liga zum besten Spieler des Jahres 2017 gewählt („Most Valuable Player“). Mit Heimrecht im Rücken, traf man in der ersten Runde der Playoffs auf die VfL SparkassenStars Bochum. In einer ausgeglichenen Serie zogen die Leverkusener mit 1:2 den Kürzeren und schieden im Kampf um den Aufstieg aus.

2017/18 nahm der Rekordmeister neuen Anlauf und änderte die Verpflichtungsstrategie. Statt eines Ausländers auf den kleinen Positionen sollten nun junge deutsche Akteure den Aufbau leiten. Als Brettspieler konnten die US-Amerikaner C.J. Oldham (Sohn des ehemaligen Leverkusener Trainers Calvin Oldham), Bruce Beckford und Donovon Jack verpflichtet werden. Die Saison verlief für den Rekordmeister eher durchschnittlich. Zu oft blieben die ausländischen Spieler hinter ihren Erwartungen zurück und nur knapp erreichten die Giants als Tabellenachter die Endrunde um den Aufstieg in die ProA (Bilanz Hauptrunde: zehn Siege / zwölf Niederlagen). Im Playoff-Achtelfinale traf Bayer auf die Artland Dragons Quakenbrück. Da beide Mannschaften über eine gemeinsame Geschichte in der Basketball-Bundesliga verfügen, sorgte die Paarung bereits im Vorfeld für großen Gesprächsstoff. In der ersten Partie der „Best-Of-Three“-Serie behielten die Dragons mit 95:71 deutlich die Überhand, bevor die Giants in der Ostermann-Arena vor 1.500 Zuschauern[26] mit einem 84:70-Erfolg für eine faustdicke Überraschung sorgten. Die entscheidende dritte Begegnung war lange Zeit ausgeglichen und zwischen beiden Mannschaften war keiner großer Leistungsunterschied zu erkennen, dennoch setzte sich der Favorit aus Niedersachsen schlussendlich mit 90:75 durch und zog in die nächste Runde ein. Damit war die Saison für die Rheinländer beendet.

Bevor die ProB 2018/19 in die neue Saison startete, gab der bisherige Bayer-Trainer Achim Kuczmann seinen Posten als Cheftrainer ab.[27] Ihn beerbte sein bisheriger Assistent Hansi Gnad. Der Europameister von 1993 war zuvor Übungsleiter der U19-Bundesligamannschaft des TSV Bayer 04 Leverkusen und erreichte mit dem Team mehrere Male die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft. Kuczmann bleibt dem Verein als Geschäftsführer der Basketball-Abteilung erhalten. Gnad führte die Mannschaft im Spieljahr 2018/19 auf den ersten Platz der Südstaffel der 2. Bundesliga ProB, dabei wurde mit 22 Siegen[28] eine neue ProB-Bestmarke aufgestellt.[29] In der folgenden Meisterrunde zog man ins Finale ein und bezwang in den beiden Endspielen den Nord-Ersten Münster mit 89:86 sowie 88:60.[30] Damit schloss Leverkusen die Saison als Meister der 2. Bundesliga ProB ab, der sportliche Aufstieg war bereits durch den Einzug in die Endspiele erreicht worden.[31] Beste Leverkusener Korbschützen der Meistermannschaft waren Tim Schönborn und Nick Hornsby mit jeweils 12,2 Punkten je Begegnung. Als bester Vorbereiter gab Nino Celebic pro Einsatz im Schnitt 4,3 Korbvorlagen.[32]

Die Leverkusener verstärkten sich vor der ProA-Saison 2019/20 mit etablierten Zweitligaspielern wie Eddy Edigin oder Luca Finn Kahl und konnten den Großteil ihres Kaders aus dem Vorjahr zusammenhalten.[33] Die ersten beiden Spiele verloren die Rheinländer dann auch recht deutlich, bevor am dritten Spieltag der erste Saisonsieg über die Kirchheim Knights folgte (103:86). Schnell machten sich die Bayer Giants einen Namen in der Liga und wurden zu einem unangenehmen Gegner. Ein Ausrufezeichen setzte der Basketball-Rekordmeister am 8. Spieltag, als die Nürnberg Falcons BC in die Ostermann-Arena reisten. Die Franken lagen über einen langen Zeitraum mit 21 Zählern in Front. Die Leverkusener, angeführt vom stark aufspielenden Colter Lasher, kamen nicht nur zurück, sondern gewannen schlussendlich auch die Partie mit 91:83.[34] Nach zehn gespielten Partien standen die Giants überraschend mit einer Bilanz von sieben Siegen und drei Niederlagen auf dem vierten Tabellenplatz. In der Folge konnten sich Bayer im oberen Tabellendrittel festsetzen und das trotz einiger Ausfälle wie zum Beispiel ihrer Brettspieler Dennis Heinzmann und Marian Schick. Am Ende der Saison 2019/20, welche aufgrund der COVID-19-Pandemie frühzeitig endete, belegte Leverkusen den fünften Rang.[35] Topscorer der Farbenstädter war Nick Hornsby mit 14,3 Punkten pro Spiel, gefolgt von Colter Lasher (13,9 PpS) und Nino Celebic (10,7 PpS).[33] Im Durchschnitt besuchten die 13 Heimspiele der „Giganten“ 2019/20 1.002 Zuschauer in der Ostermann-Arena.[36]

Kader 2020/21Bearbeiten

  • Stand: 9. November 2020[37]
# Name Geburtsdatum Nationalität Position Letzter Verein
2 Wyatt Lohaus 07.06.1995 Vereinigte Staaten  PG Gießen 46ers Rackelos (ProB)
6 Nicolas Funk 27.04.2001 Deutschland  PG WWU Baskets Münster (ProB)
7 Grant Dressler 04.01.1997 Vereinigte Staaten  SG/SF/PF Chaminade University of Honolulu (NCAA ll)
8 Valentin Blass 17.04.1995 Deutschland  SF/PF Dragons Rhöndorf (1. Regionalliga West)
10 Haris Hujic 30.04.1997 Deutschland  PG/SG Rostock Seawolves (ProA)
11 Sheldon Eberhardt 02.11.1995 Deutschland  PG/SG/SF Mitteldeutscher Basketball Club (BBL)
13 Lennard Winter 08.12.2000 Deutschland  PG/SG FC Bayern München (Basketball) (Jugend)
15 Luca Finn Kahl 01.06.1997 Deutschland  PG Paderborn Baskets (ProA)
17 Eddy Edigin Jr. 17.10.1995 Deutschland  PF Baunach Young Pikes (1. Regionalliga Südost)
18 Thomas Fankhauser 26.08.2001 Deutschland  SF RheinStars Köln (Jugend)
19 Sören Queck 19.04.1998 Deutschland  SG/SF Eigene Jugend
20 John Stuart "J.J." Mann 12.06.1991 Vereinigte Staaten  SF/PF Okapi Aalstar (Belgien)
22 Dennis Heinzmann 22.01.1991 Deutschland  C RheinStars Köln (ProB)
25 Michael Kuczmann 27.03.1993 Deutschland  SG/SF Eigene Jugend
44 Marko Bacak 14.11.1995 Deutschland  C Wiha Panthers Schwenningen (ProA)
HC Hansi Gnad 04.06.1963 Deutschland  Headcoach
AC Jacques Schneider 16.08.1992 Deutschland  Assistant Coach
AC Nick Brüwer 27.07.1996 Deutschland  Assistant Coach
  • Staff 2020/21
    • Abteilungsleiter: Frank Rothweiler
    • Geschäftsführer: Henrik Fronda
    • Pressesprecher: Christopher Kwiotek
    • Medizinische Abteilung: Dr. Tim Scharr (Teamarzt), Dr. Martin Reuter (Teamarzt), Nicole Stäblein (Physiotherapeutin), Peter Leffler (Physiotherapeut)

Zugänge: Wyatt Lohaus (PG - Gießen 46ers Rackelos / ProB), Grant Dressler (SG/SF/PF - Chaminade University of Honolulu / NCAA ll), Nicolas Funk (PG - WWU Baskets Münster / ProB), Haris Hujic (PG/SG - Rostock Seawolves / ProA), Marko Bacak (C - Wiha Panthers Schwenningen / ProA), John Stuart Mann (SF/PF - Okapi Aalstar / Belgien)

Abgänge: Greg Logins Jr (BBC Bascharage Hedgehogs / Luxemburg), Marian Schick (Giants Düsseldorf / ProB), Dzemal Selimovic (Elephants Grevenbroich / 1.Regionalliga West), Jacob Engelhardt (Dragons Rhöndorf / 1.Regionalliga West), Nino Celebic, Nick Hornsby, Colter Lasher (alle "Ziel unbekannt")

Ehemalige bekannte SpielerBearbeiten

Trainerchronik des VereinsBearbeiten

Amtszeit Name Erfolge
1969 – 1974 Deutschland  Günter Hagedorn 3× Deutscher Meister, 3× Deutscher Pokalsieger
1974 – 1975 Deutschland  Heiko Klietsch
1975 – 1977 Deutschland  Bernd Röder 1× Deutscher Meister, 1× Deutscher Pokalsieger
1977 – 1978 Rumänien  Dragoş Nosievici
1978 – 1979 Deutschland  Jörg Trapp 1× Deutscher Meister
1979 – 1980 Vereinigte Staaten  Lorin Miller
1980 – 11/1984 Vereinigte Staaten  Chris Lee
11/1984 – 01/1985 Deutschland  Otto Reintjes
02/1985 – 1989 Vereinigte Staaten  Jim Kelly 2× Deutscher Meister, 2× Deutscher Pokalsieger
1989 – 1998 Deutschland  Dirk Bauermann 7× Deutscher Meister, 4× Deutscher Pokalsieger
1998 – 2002 Vereinigte Staaten  Calvin Oldham
2002 – 2005 Deutschland  Heimo Förster
2005 – 2008 Deutschland  Achim Kuczmann
2008 – 2010 Deutschland  Stephan Ruers 1× Meister der 1.Regionalliga West
2010 – 2011 Vereinigte Staaten  Chris Martin
2011 – 2018 Deutschland  Achim Kuczmann 1× Meister der ProB 2012/13
seit 2018 Deutschland  Hansi Gnad 1× Meister der ProB 2018/19

Die SpielstätteBearbeiten

Die Spielstätte der Bayer Giants Leverkusen ist die Ostermann-Arena. Sie wurde im Jahre 1974 gebaut und war zu diesem Zeitpunkt eine der modernsten Rundsporthallen Deutschlands. Sie bietet Platz für bis zu 3500 Zuschauer, wobei sich die Kapazität für jede Veranstaltungsform flexibel anpassen lässt.

Die Rundsporthalle ist nach ihrem Sponsor, einer Möbelhausgruppe, benannt. Früher war die Halle unter dem Namen „Wilhelm-Dopatka-Halle“ bekannt.

Seit der Saison 2008/09 teilen sich die Basketball-, Handball- und Volleyballabteilungen des TSV Bayer 04 Leverkusen die Halle. Hierfür wurde extra ein neuer Parkettboden aus den USA verlegt, um die Spielfeldmarkierungen übersichtlich zu trennen.

ErfolgeBearbeiten

  • 14 Mal Deutscher Meister: 1970, 1971, 1972, 1976, 1979, 1985, 1986, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996
  • 10 Mal Deutscher Pokalsieger: 1970, 1971, 1974, 1976, 1986, 1987, 1990, 1991, 1993, 1995
  • Meister der Regionalliga West: 2009
  • Meister der Pro B: 2013, 2019

Senioren- und JugendbereichBearbeiten

Der Senioren- und Jugendbereich der Basketballer spielt unter dem Vereinsnamen TSV Bayer 04 Leverkusen. Insgesamt vier Senioren- und 14 Jugendmannschaften[38] spielen in den verschiedensten Ligen des Westdeutscher Basketball-Verband. Die U19 und die U16 des Vereins spielen in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga bzw. in der Jugend-Basketball-Bundesliga. 2013 konnten die Leverkusener die Deutsche Meisterschaft in der JBBL feiern, im Finale bezwang Bayer den TuS Breitengüßbach mit 64:54.

In der Basketball-Abteilung arbeiten mit Hansi Gnad, Karsten Schul, Jacques Schneider und Marcel Buchmüller gleich vier Trainer, die über die DBB A-Lizenz verfügen.[39]

Trainerpositionen Jugend-Bundesliga und Senioren:

  • NBBL: Jacques Schneider
  • JBBL: Nick Brüwer
  • 2. Herren (1. Regionalliga West): Karsten Schul
  • 3. Herren (Oberliga): Marcel Buchmüller
  • 4. Herren (Bezirksliga): Osman Öztürk

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael Zeihen: Die Riesen vom Rhein. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 32, 33.
  2. Schreiben von Anton Kartak, Vizepräsident des Deutschen Basketball Bundes und Vorsitzender des Bundestrainerrates, am 10. Oktober 1968, an die fünfzig nominierten Basketballspieler des 'Olympiakaders 1972'.
  3. a b c d Alle Saisons im Überblick. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 205–209.
  4. a b c Die erste Leverkusener Meisterschaft 1970 – BARMER 2. Basketball Bundesliga. Abgerufen am 3. Januar 2021 (deutsch).
  5. easyCredit - Die größten Sensationen. Abgerufen am 9. Mai 2020.
  6. a b Thomas Rademacher: Vor 50 Jahren: Leverkusens Basketballer werden zum ersten Mal Deutscher Meister. 27. April 2020, abgerufen am 3. Januar 2021.
  7. a b Der Pokalwettbewerb. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 210.
  8. RP ONLINE: Basketball: Leverkusener aus L.A. – John Ecker wird 65. 12. Oktober 2013, abgerufen am 3. Januar 2021.
  9. 49 Saisons, 49 Topscorer. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 211.
  10. a b Ein Nasenstüber zur rechten Zeit. In: Hamburger Abendblatt. 29. April 1974, abgerufen am 3. Januar 2021.
  11. Saison 1975/1976. In: USC Heidelberg. Abgerufen am 3. Januar 2021 (deutsch).
  12. https://www.usc-hd.de/verein/usc-historie/saison-19781979
  13. Leverkusen: Trainer Lee warf das Handtuch. In: Die Welt. 12. November 1984, abgerufen am 6. Dezember 2019.
  14. Curt Morrell: Leverkusen beendete Durststrecke. In: Die Welt. 29. März 1985, abgerufen am 22. Mai 2020.
  15. MICHAEL ZEIHEN: Kurios, turbulent, dramatisch und verrückt. 28. Juni 2005, abgerufen am 22. Mai 2020 (deutsch).
  16. Ziel: Spitzenteam in Europa. In: Die Welt. 25. April 1986, abgerufen am 22. Mai 2020.
  17. https://www.abendblatt.de/archive/1985/pdf/19850422.pdf/ASV_HAB_19850422_HA_014.pdf
  18. a b Dirk Bauermann: Mission Erfolg: Meine Vision, mein Plan, mein Weg. Herbig, F A, 2012, ISBN 978-3-7766-2679-7.
  19. a b Vor 30 Jahren: Bauermann gewinnt seinen ersten Meistertitel in Leverkusen. Abgerufen am 8. September 2020.
  20. Alle Saisons im Überblick. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 205–209.
  21. Der Pokalwettbewerb. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 210.
  22. a b Benedikt Voigt: Rezept für einen Serienmeister. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 122, 123.
  23. Michael Reinsch: Die schönste Form der Feindschaft. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 116–121.
  24. Alle Saisons im Überblick. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 205–209.
  25. Bestätigung des Umzugs nach Düsseldorf
  26. BARMER 2. Basketball Bundesliga | Zuschauerzahlen. Abgerufen am 21. Dezember 2018.
  27. Eine Ära geht zu Ende – Kuczmann übergibt GIANTS-Ruder an Gnad. Abgerufen am 21. Dezember 2018.
  28. 2. Basketball Bundesliga | Tabelle ProB Süd. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  29. BAYER GIANTS können ProB Geschichte schreiben. In: schoenen-dunk.de. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  30. Thomas Austermann, Alexander Heflik: Chancenlos in Leverkusen – und doch sind die WWU Baskets stolz auf den Vizetitel. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  31. Hans Joachim Moers: BAYER GIANTS GELINGT AUFSTIEG IN DIE PROA. In: Sport an Rhein und Erft. 23. April 2019, abgerufen am 3. Mai 2019 (deutsch).
  32. 2. Basketball Bundesliga | Kader | Bayer Giants Leverkusen - ProB Süd - 2018/2019. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  33. a b BARMER 2. Basketball Bundesliga | Kader. Abgerufen am 18. Juni 2020 (deutsch).
  34. Der 2. Basketball-Bundesliga Liveticker. Abgerufen am 18. Juni 2020.
  35. BARMER 2. Basketball Bundesliga | Tabelle ProA. Abgerufen am 18. Juni 2020 (deutsch).
  36. BARMER 2. Basketball Bundesliga | Zuschauerzahlen. Abgerufen am 18. Juni 2020 (deutsch).
  37. Team ProA | BAYER GIANTS-Leverkusen. Abgerufen am 17. Januar 2020.
  38. Jugend | BAYER GIANTS Leverkusen. Abgerufen am 27. Dezember 2018.
  39. Rückkehrer: Marcel Buchmüller übernimmt die Herren lll des TSV Bayer 04. Abgerufen am 18. Juni 2020.