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PS Karlsruhe Lions
Spitzname Das Löwenrudel
Gegründet 1961
Halle Europahalle Karlsruhe
(1500 Plätze)
Homepage http://www.psk-lions.de
Geschäftsführer Felix Pauli
Trainer Ivan Rudež
Liga 2. Bundesliga ProA (Herren)
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts

Die Basketballabteilung des Post Südstadt Karlsruhe (PSK) trägt seit 2014 den Namen PS Karlsruhe Lions (Eigenschreibweise: ‚PS Karlsruhe LIONS‘). Die erste Herrenmannschaft spielt seit der Saison 2017/18 in der ProA, die erste Damenmannschaft in der Regionalliga Südwest. Die PS Karlsruhe Lions sind sehr aktiv in der Jugendarbeit. Die U16 hat sich 2016 wie in der Vorsaison für die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) qualifiziert.

GeschichteBearbeiten

Seit 1961 wird beim PSK im südlichen Karlsruher Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock Basketball gespielt. In den folgenden Jahrzehnten feierte die Abteilung zahlreiche regionale und überregionale Erfolge.[1] 2016 hatten die PS Karlsruhe Lions vier Herrenmannschaften und zwei Damenmannschaften für den Spielbetrieb gemeldet. Dazu kamen zahlreiche Jugendteams von der U10 bis zur U18.[2] Bis 2016 bestand eine Kooperation mit der BG Karlsruhe, die 1993 aus den Basketballabteilungen des PSK und seines Nachbarvereins, dem FC Südstern, hervorgegangen war.[3] Durch den Aufstieg der ersten Herrenmannschaft der PS Karlsruhe Lions in die 2. Bundesliga ProB wurde die Kooperation im Mai 2016 beendet, da in der Saison 2016/17 beide Teams in derselben Liga antraten.[4]

Entwicklung HerrenmannschaftBearbeiten

2014–2017: Durchmarsch in die 2. Bundesliga ProABearbeiten

In der Saison 2014/15 stieg die Mannschaft als Meister der 2. Regionalliga Südwest-Süd in die 1. Regionalliga Südwest auf. Vor der Saison 2015/16 löste der Kroate Aleksandar Šćepanović, der vom Stadtrivalen KIT SC Karlsruhe kam, Danijel Ljubic als Cheftrainer ab.[5] Ljubic konzentrierte sich auf seine Aufgaben als Leiter der Basketball-Abteilung. Dem PSK gelang als Aufsteiger der Durchmarsch: Scepanovic führte die Mannschaft zum Meistertitel in der 1. Regionalliga Südwest und somit zum Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB.[6] Vom Internetdienst eurobasket.com wurde Scepanovic nach dem Triumph als Trainer des Jahres in der Liga ausgezeichnet.[7] Mit einem Punkteschnitt von 15,3 pro Partie war der US-Amerikaner Martinis Woody bester Werfer der Meistermannschaft.

Die Hauptrunde der ProB-Saison 2016/17 wurde als Liganeuling auf dem ersten Tabellenrang der Südstaffel beendet.[8] Nach dem Einzug ins Playoff-Halbfinale erklärte der Verein, in die zweithöchste deutsche Spielklasse, 2. Bundesliga Pro A, aufsteigen zu wollen,[9] allerdings verfügte die Stadt zu dem Zeitpunkt über keine Spielhalle, die ProA-Ansprüchen genügte. Die Sporthalle der Friedrich-List-Schule, in der der PSK seine Heimspiele austrug (zudem die Partien der JBBL- und Regionalliga-Mannschaft) und die liebevoll „Löwenkäfig“ genannt wurde, lag mit einem Fassungsvermögen von höchstens 862 Zuschauern unter der für die ProA vorgeschriebenen Marke von mindestens 1500 Plätzen. Die Europahalle mit einer Kapazität von bis zu 9000 Plätzen war seit dem Jahr 2014 aufgrund von Sicherheitsmängeln für Veranstaltungen mit über 200 Zuschauern nicht mehr zugelassen.[10] Als Vorschläge brachte der PSK den Bau einer Ballsporthalle beziehungsweise die Errichtung einer Leichtbauhalle auf dem Vereinsgelände ins Gespräch, was jeweils von den Behörden zunächst abgelehnt wurde.[11] Daraufhin verfasste der Gründer des PSK-Fanclubs[12] unter dem Motto „Ballsporthalle für Karlsruhe - jetzt!“ eine Internetpetition.[13] Mit dem Einzug ins ProB-Finale nach dem Sieg in der Vorschlussrunde über Elchingen errangen die Löwen im April 2017 die sportliche Aufstiegsberechtigung in die ProA.[14] Das Finalhinspiel gegen Weißenhorn gewann Karlsruhe auswärts mit 71:67, verpasste mit einer 71:77-Niederlage im Rückspiel aber den Meistertitel.[15]

Aufstiegstrainer Scepanovic gab nach der Saison 2016/17 seinen Abschied bekannt und nahm ein Angebot aus Weißenfels an: Er wurde Co-Trainer beim Bundesliga-Rückkehrer Mitteldeutscher BC.[16] Als Nachfolger wurde der US-Amerikaner Michael Mai eingestellt.[17]

Saison 2017/18Bearbeiten

Im September 2017 startete die ProA in die neue Saison. Der Lions-Kader war kurz vor Saisonbeginn auf zwölf Spieler erweitert worden, so dass alle Positionen mehrfach besetzt werden konnten.[18] Aus der Aufstiegsmannschaft vom April 2017 standen lediglich Dmitrij „Dima“ Kreis und Orlando Parker noch im Aufgebot. Die anderen Spieler haben den Verein verlassen oder sind in die zweite Mannschaft gewechselt, die in der Regionalliga Baden-Württemberg antritt. Nach einer Niederlage im Baden-Derby bei den MLP Academics Heidelberg überraschten die Lions am zweiten Spieltag den favorisierten Gegner Phoenix Hagen und sicherten sich mit 100:83 ihren ersten Sieg in der ProA.[19] Als Tabellenfünfter zogen die Karlsruher in ihrem ersten ProA-Jahr in die Meisterrunde ein.[20] Die Mannschaft stieß bis ins Halbfinale vor und unterlag dort dem späteren Meister SC Rasta Vechta.[21]

Saison 2018/19Bearbeiten

Die Karlsruher, die in der Sommerpause unter anderem die Abgänge von Leistungsträgern wie Jarelle Reischel und Richie Williams zu verkraften hatten,[22] eröffneten das Spieljahr mit lediglich zwei Siegen aus den ersten neun Begegnungen, als Konsequenz wurde Trainer Mai Mitte November 2018 entlassen.[23] Kurz darauf wurde der Kroate Ivan Rudež als Nachfolger verpflichtet.[24] Er führte die Mannschaft als Tabellenachter in die Meisterrunde.[25] Im Viertelfinale gegen Chemnitz, den Meister der Punktrunde, blieb Karlsruhe in drei Spielen sieglos und schied aus.[26] Den höchsten Punkteschnitt der Karlsruher Mannschaft wies im Saisonverlauf Davonte Lacy (16,8), gefolgt von Orlando Parker (13,7), auf.[27]

TrainerchronikBearbeiten

Amtszeit Name
2014–2015 Deutschland  Danijel Ljubic
2015–2017 Kroatien  Aleksandar Šćepanović
2017–11/2018 Vereinigte Staaten  Michael Mai
seit 11/2018 Kroatien  Ivan Rudež

SpielstättenBearbeiten

HallensituationBearbeiten

In der Hallenfrage wurde eine Lösung favorisiert, der zufolge die Mannschaft nach dem Aufstieg in die ProA ihre Heimspiele in einer Leichtbauhalle austragen solle,[28] die bis Saisonende 2015/16 von den Oettinger Rockets genutzt wurde.[29] Als passender Standort der Spielstätte wurde das ehemalige Gelände des VfB Südstadt Karlsruhe gewählt, allerdings musste die Stadt noch über den Erwerb der Leichtbauhalle entscheiden. Unabhängig davon zeichnete sich ab, dass Heimspiele in der provisorischen Austragungsstätte im Kalenderjahr 2017 nicht mehr möglich sein würden.[30]

Am 11. Juli 2017 fiel vorerst eine Entscheidung in der Hallenfrage: Der Hauptausschuss des Gemeinderates der Stadt Karlsruhe stimmte mehrheitlich für eine entsprechende Vorlage, die in modifizierter Fassung angenommen wurde. Die Stadt sagte dem PSK einen Zuschuss von rund 850 000 Euro für die Gothaer Leichtbauhalle zu, als deren Standort letztlich das PSK-Vereinsgelände gewählt wurde. Darüber hinaus gewährte die Stadt weitere 60 000 Euro, die dazu eingesetzt werden sollten, um auf dem Gelände und dem dort vorhandenen Gebäude bauliche Anpassungsmaßnahmen durchzuführen. Zudem wurde beschlossen, dem PSK für jedes ProA-Heimspiel, das er bis zum Abschluss der notwendigen Arbeiten zur Nutzbarmachung der Leichtbauhalle in anderen Spielstätten außerhalb von Karlsruhe bestreitet, 6000 Euro zu zahlen, um einen Teil der Kosten zu tragen.[31] Doch die Hallenfrage nahm eine weitere Wendung: Da sich die Errichtung der Leichtbauhalle letztlich doch nicht als gangbar erwies, wurde Anfang September 2017 seitens der Stadt Karlsruhe entschieden, die eigentlich für größere Veranstaltungen gesperrte Europahalle herzurichten, um dort mit einer Zuschauerkapazität von bis 1500 ab Jahresbeginn 2018 die Heimspiele auszutragen. Die vorherigen Heimspiele wurden nach St. Leon-Rot und die Sporthalle der Karlsruher Friedrich-List-Schule vergeben.[32]

Ende Januar 2018 stimmte der Karlsruher Gemeinderat dem Bau einer neuen zweitligatauglichen Großsporthalle zu. Diese soll bis Herbst 2019 auf dem Gelände der Elisabeth-Selbert-Schule in Karlsruhe errichtet werden. Geplant ist ein Fassungsvermögen von 1500 Zuschauern. Die Kosten sind mit 13,5 Millionen Euro beziffert.[33]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Post Südstadt Karlsruhe e.V.: 50 jahre Basketball 1961 - 2011. Hrsg.: Post Südstadt Karlsruhe e. V. Karlsruhe 2011, S. 6–9.
  2. Aktuelles: Post Südstadt Karlsruhe. In: online-psk.de. Abgerufen am 15. September 2016.
  3. Post Südstadt Karlsruhe e. V.: 50 jahre Basketball 1961–2011. Hrsg.: Post Südstadt Karlsruhe e. V. Karlsruhe 2011, S. 11–14.
  4. PSK Lions - Kooperation mit BG beendet | abseits-ka. In: abseits-ka.de. Abgerufen am 15. September 2016.
  5. PSK-Lions streben gute Rolle in ihren Basketball-Ligen an | abseits-ka. Abgerufen am 18. April 2017.
  6. PSK Lions feiern Meisterschaft. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 19. April 2017; abgerufen am 18. April 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.baden-tv.com
  7. German Basketball, Teams, Scores, Stats, News, Standings. In: www.eurobasket.com. (eurobasket.com [abgerufen am 18. April 2017]).
  8. Die Löwen sind Hauptrunden-Meister. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. März 2017; abgerufen am 5. März 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/psk-lions.de
  9. Lions beantragen Pro A-Lizenz – Online-Petition für Ballsporthalle. abseits-ka, abgerufen am 18. April 2017.
  10. Karlsruhe: Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: Hallensituation? Unbefriedigend! Abgerufen am 18. April 2017.
  11. Absage: Hallenproblematik für die Zweite Liga besteht weiter | abseits-ka. Abgerufen am 18. April 2017.
  12. dnw: Lösung für Hallenproblematik in Karlsruhe: Fans des PSK starten Online-Petition. In: regio-news.de. (regio-news.de [abgerufen am 18. April 2017]).
  13. Ballsporthalle für Karlsruhe - jetzt! - Online-Petition. Abgerufen am 18. April 2017.
  14. Großer Aufstieg: PSK Lions schaffen es in die zweite Bundesliga. 23. April 2017 (baden-tv.com [abgerufen am 23. April 2017]). Großer Aufstieg: PSK Lions schaffen es in die zweite Bundesliga (Memento des Originals vom 24. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.baden-tv.com
  15. ProB Meister: Weissenhorn Youngstars. Abgerufen am 7. Mai 2017.
  16. https://bnn.de/nachrichten/lions-ohne-leit-loewe
  17. https://baden-tv.com/news/psk-lions-beantworten-die-trainerfrage/
  18. Aktuelles: Post Südstadt Karlsruhe. Abgerufen am 2. Oktober 2017.
  19. Erster ProA-Sieg für die Lions. Abgerufen am 2. Oktober 2017.
  20. http://abseits-ka.de/54452/x-basketball-karlsruhe/psk-lions-beenden-saison-auf-platz-fuenf-play-offs-kommen/
  21. https://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/PSK-Lions-verpassen-Sensation-Im-Halbfinale-ist-Endstation;art6066,2219511
  22. https://basketball.de/news/news-proa/maurice-pluskota-ps-karlsruhe-lions
  23. https://baden-tv.com/nach-saison-fehlstart-lions-trennen-sich-von-headcoach-mai/
  24. https://www.2basketballbundesliga.de/lions-verpflichten-slowakischen-nationaltrainer/
  25. 2. Basketball Bundesliga | Tabelle ProA. Abgerufen am 30. März 2019.
  26. C. A. S. Software: Endstation Viertelfinale: Lions verlieren drittes PlayOff-Duell gegen Chemnitz. Abgerufen am 13. April 2019.
  27. 2. Basketball Bundesliga | Kader. Abgerufen am 13. April 2019.
  28. http://abseits-ka.de/42453/x-basketball-karlsruhe/die-blaue-hoelle-kommt-psk-lions-haben-spielstaette/
  29. http://www.big-gotha.de/40.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1952&cHash=be910f28078498c35abec44288035456
  30. Halle für Karlsruher Basketballer: Wann fällt endlich die Entscheidung? ka-news, 5. Juli 2017, abgerufen am 9. Juli 2017.
  31. http://www.regio-news.de/ka/news-karlsruhe/regionale-nachrichten-karlsruhe/404037-entscheidung-in-letzter-minute-ps-karlsruhe-bekommt-neue-halle.html?openInSafari=true
  32. dnw: Spielort für die PSK Lions gefunden: Europahalle vor Comeback. In: regio-news.de. (regio-news.de [abgerufen am 5. September 2017]).
  33. ka-news: Großsport-Halle kommt: Karlsruher Gemeinderat beschließt Neubau | ka-news. In: ka-news.de. 24. Januar 2018 (ka-news.de [abgerufen am 9. April 2018]).