EN Baskets Schwelm

EN Baskets Schwelm
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Die EN Baskets Schwelm sind eine Basketballmannschaft aus Schwelm.

EN Baskets Schwelm
Gegründet 1999
Neugründung: 2006
Halle Baskets Dome (Schwelm ArENa)
(1500 Plätze)
Homepage EN Baskets
Geschäftsführer Omar Rahim
Geschäftsführer Stellv. Michael Kersthold
Trainer Falk Möller
Liga ProB Nord Herren
2019/20: 2. Platz
Farben Blau / Gelb

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte ist der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga im Jahre 2004, damals noch als Schwelmer Baskets. Nachdem die Baskets in ihrer ersten und einzigen Saison in der höchsten Spielklasse im deutschen Basketball als Union Baskets Schwelm lediglich den letzten Platz erreicht hatten, begann zur Saison 2005/06 ein vollständiger Neuanfang in der Regionalliga. Im Zuge dieses Neuanfangs wurde der Verein als BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. neu gegründet. Nachdem die ursprüngliche Bezeichnung als Schwelmer Baskets zunächst weitergenutzt wurde, spielt die Mannschaft seit der Saison 2014/15 unter dem heutigen Namen. Seit Beginn der Saison 2017/18 treten die Baskets in der drittklassigen 2. Basketball-Bundesliga ProB an.

Betreibergesellschaft der Mannschaft ist die EN Baskets Schwelm GmbH. Neben der Herrenmannschaft werden – zusammen mit dem BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. – zahlreiche weibliche und männliche Jugendmannschaften verschiedener Altersklassen als Spielgemeinschaft unter dem Namen RE Baskets Schwelm betrieben.[1]

GeschichteBearbeiten

1977 bis 1999 – Ursprung des Basketballs in SchwelmBearbeiten

Seit ihrer Gründung im Sommer des Jahres 1977 ist die Basketball-Abteilung der Turngemeinde „Zur roten Erde“ von 1848 Schwelm e.V. (kurz: TG RE Schwelm) seit über 30 Jahren die tragende Säule des Basketballsports in Schwelm. Nach der Saison 1989/90 hatten die Basketballer erstmals die Möglichkeit, als Vizemeister der 1. Regionalliga in die 2. Bundesliga Nord aufzusteigen. Damals mussten die Verantwortlichen schnell erkennen, dass dieser Sprung eine intensive Vorbereitung in wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht benötigt hätte. Letztlich kam der sportliche Erfolg schneller als die Entwicklung des notwendigen Umfeldes. Man verzichtete auf den Aufstieg und baute in der 2. Regionalliga eine neue Mannschaft auf.

1999 bis 2005 – Eigenständigkeit und BBLBearbeiten

 
Altes Logo als
Schwelmer Baskets

Die Lehren dieses Rückschlages wurden jedoch gezogen und schon Mitte der 90er Jahre wurden Überlegungen angestellt, wie man im Falle einer erneuten sportlichen Qualifikation den Sprung in die 2. Bundesliga umsetzen wollte. Aufgrund der Komplexität eines Großvereins mit verschiedenen Ballsportabteilungen und rund 2000 Mitgliedern gab es immer wieder Fragestellungen – beispielsweise in wirtschaftlicher und steuerrechtlicher Hinsicht. Im Jahre 1999 gründeten deshalb Mitglieder der Basketballabteilung der TG RE Schwelm zum ersten Mal einen eigenständigen Verein, den BC Schwelmer Baskets e.V. und bildeten mit der TG Rote Erde Schwelm zusammen eine Spielgemeinschaft. Bereits in dieser Saison gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga und fortan spielte die 1. Herrenmannschaft als Schwelmer Baskets in der 2. Bundesliga Nord, während der restliche Amateurbereich unter TG RE Schwelm firmierte.

Die Schwelmer Baskets wurden im Jahre 2004 unter Trainer Torsten Daume Meister der 2. Bundesliga Nord und stiegen in die Basketball-Bundesliga auf. Mittlerweile war eine GmbH gegründet worden, die die Lizenz in den Händen hielt, und unter der die Mannschaft als Union Baskets Schwelm in der höchsten deutschen Basketballliga an den Start ging. Ein in vielerlei Hinsicht schweres Jahr folgte und der sportliche Abstieg aus der Basketball-Bundesliga war schließlich die logische Konsequenz.

2005 bis 2010 – Neugründung und Aufstieg in die ProBBearbeiten

Schwelm stand vor einem Neuanfang im Jahre 2005 und eine Handvoll Enthusiasten gingen das Abenteuer an, in der Regionalliga neu zu beginnen. Zunächst galt es, den Rutsch ins Bodenlose zu verhindern, doch schnell wurden auch wieder ambitionierte Ziele gefasst. Nachdem man sich in der ersten Saison konsolidieren wollte, wurden schnellstmöglich die alten Strukturen wieder aufgebaut und damit erneut eine Spielgemeinschaft mit der Basketballabteilung der TG RE Schwelm etabliert, um die sportliche Verbindung im Amateursport zu unterstreichen. Zur Vorsicht wurde jedoch der Verein vor Beginn der Spielgemeinschaft als BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. neu gegründet. Die Spielgemeinschaft ging zunächst als SG Schwelmer Baskets im Bereich des Westdeutschen Basketballverbandes mit mehreren Herren- und Jugendmannschaften sowie einem Damenteam an den Start.

Nach zwei Jahren unter der sportlichen Leitung von Gvidonas Markevičius kam zur Saison 2007/08 mit Raphael „Raffi“ Wilder ein neuer sportlicher Leiter an die Schwelme. Der Düsseldorfer baute den Kader um und erreichte in seiner ersten Saison einen beachtlichen dritten Platz, der ein Lizenzierungsverfahren in der 2. Bundesliga ermöglichte, und heimste zudem den WBV-Pokal ein, der damit nach 1986 zum zweiten Mal an die Schwelme geholt wurde.

Durch einen Formfehler in diesem Lizenzierungsverfahren brachten sich die Schwelmer Baskets selbst in arge Nöte, da sie nach dem 31. Mai 2008 mit leeren Händen da standen. Die Bedingungen für die Lizenz hatten sie nicht erfüllt und somit keine Aufnahme in der ProB gefunden, gleichzeitig vertrat der WBV aber die Ansicht, mit Ablauf der Meldefristen zum 31. Mai seien die Schwelmer mit ihrer 1. Herrenmannschaft aus dem WBV-Bereich ausgeschieden. Es folgten Rechtsstreiten mit der 2. Liga und ProB. Schließlich entdeckten Juristen Lücken im Regelwerk, die zumindest eine Teilnahme am Spielbetrieb des WBV garantierten.

In der Saison 2008/09 dominierte Schwelm lange Zeit die Regionalliga und sah lange Zeit schon wie der sichere Sieger aus, dann aber trat das aus der Vorsaison schon bekannte Phänomen des „Schwächelns auf der Ziellinie“ ein und die Kreisstädter ließen sich noch vom Rivalen aus Leverkusen abfangen. Punktgleich mit den Bayer Giants Leverkusen belegte man den zweiten Platz und wurde Vizemeister. Bemerkenswert war die erfolgreiche Titelverteidigung im WBV-Pokal gegen die BG Dorsten.

Ein Jahr später holte das Team von Trainer Raffi Wilder dann souverän den Titel und sicherte sich mit 50:6 Punkten den Titel des Regionalligameisters 2009/2010 und den Aufstieg in die neue, umgestaltete 2. Bundesliga ProB. Nach Erreichen der Regionalligameisterschaft durch die 1. Herrenmannschaft löste sich die Spielgemeinschaft angesichts des anstehenden Aufstiegs im Frühjahr 2010 zunächst kurzzeitig auf und zerfiel in ihre beiden Trägervereine, damit der BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. das Lizenzierungsverfahren für die 2. Bundesliga ProB Nord erfolgreich durchlaufen konnte. Gleichzeitig gründeten die Verantwortlichen ein privates Unternehmen, die EN Baskets Schwelm GmbH, und übertrugen diesem die erworbene Lizenz und Durchführung des Spielbetriebes in der Bundesliga.

Damit war der BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. im Sommer 2010 wieder in der Lage, mit der TG Rote Erde Schwelm in die Spielgemeinschaft für den Amateurbereich einzutreten. Diese umfasst sämtliche Mannschaften außerhalb der Bundesliga, in der Saison 2016/17 somit fünf Herren-, eine Damen- und sechs Jugendmannschaften, und firmiert unter der Spielgemeinschaft BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. / Turngemeinde „Zur roten Erde“ von 1848 Schwelm e.V., dieses Mal jedoch abgekürzt unter der Bezeichnung: RE Baskets Schwelm.

Seit 2010: Gegenwärtige sportliche EntwicklungenBearbeiten

In der 2. Bundesliga ProB spielte die Mannschaft fünf Jahre lang. In der Saison 2012/13 erlangten die Baskets zwischenzeitlich als unterlegener Finalist der Play-offs sogar das Aufstiegsrecht, konnten dieses mangels Beantragung einer Lizenz für die ProA aufgrund unzureichender Infrastruktur jedoch nicht wahrnehmen. Im Jahre 2016 endete die Drittligazeit durch den Abstieg in die Regionalliga, die Baskets erlangten aber durch den Gewinn des Meistertitels in der ersten Regionalliga West bereits in der Saison 2016/17 wieder das Aufstiegsrecht in die ProB. Meistermacher war Trainer Falk Möller.[2] Als Aufsteiger wurde im Spieljahr 2017/18 der Einzug in die Meisterrunde geschafft, in der man im Achtelfinal an den Rostock Seawolves (0:2-Siege) scheiterte.[3]

Die wegen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 Mitte März 2020 vorzeitig beendete Saison 2019/20[4] wurde als Tabellenzweiter der ProB-Nordstaffel abgeschlossen.[5] Zu den Leistungsträgern der Schwelmer Mannschaft in dieser Saison gehörten der US-Amerikaner Montrael Scott (17,5 Punkte, 7,1 Korbvorlagen, 6,1 Rebounds, 2,3 Ballgewinne/Spiel), der Däne David Knudsen (14 Punkte/Spiel), der US-Amerikaner Anell Alexis (13 Punkte/Spiel), Nikita Khartchenkov (11,3 Punkte/Spiel) sowie der Bulgare Milen Zahariev (9,9 Punkte/Spiel).[6]

Trainer und FunktionäreBearbeiten

Trainer und Funktionäre 2020/21Bearbeiten

Name Amt Nationalität
Falk Möller Cheftrainer Deutschland 
Robin Sing Co-Trainer Deutschland 
Omar Rahim Geschäftsführer Deutschland 
Michael Kersthold Geschäftsführer Deutschland 
Janiene Schäper Vermarktung/Werbung[7] Deutschland 
Sebastian Gri Physiotherapeut Deutschland 

TrainerchronikBearbeiten

Amtszeit Name
2000–2005 Deutschland  Torsten Daume
2005–2007 Litauen  Gvidonas Markevičius
2007–2014 Deutschland  Raphael Wilder
05/2014–01/2015 Deutschland  Thorsten Morzuch
01/2015–05/2015 Deutschland  Omar Rahim
05/2015–02/2016 Serbien  Miodrag „Pure“ Radomirovic[8]
02/2016–05/2016 Vereinigte Staaten  Deutschland  Kristofer Speier
seit 05/2016 Deutschland  Falk Möller

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

SpielorteBearbeiten

Zunächst spielten die EN Baskets Schwelm jahrelang in der Sporthalle West, die bei Heimspielen nur 683 Zuschauern Platz bot.[9] Diese geringen Zuschauerkapazitäten führten dazu, dass die Baskets nach ihrem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga im Jahre 2004 in der Saison 2004/2005 gezwungen waren, ihre Heimspiele in der Uni-Halle Wuppertal auszutragen, um die Auflagen der BBL hinsichtlich der geforderten Zuschauerplätze (mind. 3000 Plätze) zu erfüllen.[10] Mit dem Abstieg 2005 zogen die Baskets jedoch wieder zurück in die Sporthalle.

Seit Anfang 2016 spielen die Baskets im sogenannten Baskets Dome (amtlicher Name: Schwelm ArENa). Hierbei handelt es sich um eine neu gebaute Dreifeldhalle an der Milsper Straße 35, 58332 Schwelm, die am 20. Februar 2016 nach 15-monatiger Bauzeit offiziell eingeweiht wurde. Zuvor war bereits am 9. Februar 2016 ein erstes Spiel gegen Phoenix Hagen in der Halle ausgetragen worden.[11] Die Schwelm ArENa hat eine Kapazität von bis zu 1.500 Plätzen. Zudem bietet die Sportanlage auf insgesamt rund 2.000 m² in der Haupthalle und rund 270 m² im Mehrzweckraum Möglichkeiten, neben dem Spitzensport auch Breitensport auszuüben.

Neben den Basketballern tragen auch Volleyballer und Handballer Meisterschaftsspiele in der Halle aus und trainieren dort. Ergänzend nutzen die Vereine den Mehrzweckraum zum Beispiel für Zumba, Yoga, Koordinationstraining und Reha-Sport. Auch andere Großveranstaltungen abseits des Sports, wie die 4. Schwelmer Frühjahrsmesse und die Landeskonferenz der Wirtschaftsjunioren NRW Hagen/Ennepe-Ruhr, fanden bereits in der Halle statt.[12]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jugendmannschaften der EN Baskets Schwelm
  2. EN Baskets Schwelm sind Meister der 1.Regionalliga! en-baskets.de, 26. März 2017, abgerufen am 25. Juli 2020.
  3. EN Baskets scheiden gegen Rostock aus! Abschied von Sebastian Schröter und Stefan Schäfer! en-baskets.de, 18. März 2018, abgerufen am 25. Juli 2020.
  4. 2. Basketball Bundesliga | Coronavirus: Spielbetrieb in der ProA und ProB wird vorzeitig beendet. Abgerufen am 17. März 2020.
  5. Tabelle ProB Nord, Hauptrundentabelle 2019/2020. Abgerufen am 17. März 2020.
  6. 2. Basketball Bundesliga | EN BASKETS Schwelm - ProB Nord - 2019/2020. Abgerufen am 17. März 2020.
  7. https://en-baskets.de/partner-werden/
  8. Pure Radomirovic wird Trainer der EN Baskets Schwelm! Padberg bleibt! en-baskets.de, 9. Mai 2015, abgerufen am 23. Juli 2020.
  9. Marvin Eberle: Baskets beenden Saison als Vize-Meister. WAP-Schwelm, 5. Mai 2013, abgerufen am 23. Juli 2020.
  10. Helen Ruwald: Basketball bei Wuppertal. Der Tagesspiegel, 31. Oktober 2004, abgerufen am 25. Juli 2020.
  11. EN Baskets empfangen am 09.02. Phoenix Hagen in der neuen Sporthalle in Schwelm! en-baskets.de, 2. Februar 2016, abgerufen am 23. Juli 2020.
  12. Schwelm ArENa. Abgerufen am 19. August 2020.