Schwelmer Baskets

deutscher Basketballverein
Schwelmer Baskets
Logo Schwelmer Baskets
Gegründet 2006
Halle Dreifachhalle, Milsper Str. 35
(1500 Plätze)
Homepage www.en-baskets.de
Vorsitzender Andreas Happe
Manager Omar Rahim
Trainer Falk Möller
Liga 2. Bundesliga ProB
2018/19: 8. Platz
Farben Blau / Gelb

Der Verein BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. ist als eigenständige juristische Person eine Ausgliederung aus der Basketball-Abteilung der Turngemeinde "Zur roten Erde" von 1848 Schwelm e.V. Aufgrund der Komplexität eines Großvereins mit verschiedenen Ballsportabteilungen und rund 2000 Mitgliedern gab es immer wieder Fragestellungen – beispielsweise in wirtschaftlicher und steuerrechtlicher Hinsicht –, die die Verantwortlichen im Hauptverein TG RE Schwelm sowie in der Basketballabteilung veranlasst haben, einen eigenständigen Verein zu gründen. Der BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. hält als eigenständiges Rechtssubjekt die wirtschaftlichen Risiken eines Engagements im Profisportbereich vom gemeinnützigen, ehrenamtlich tätigen Großverein TG RE Schwelm fern.

Um die sportliche Verbindung im Amateursport zu unterstreichen, bilden der BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. und die Basketballabteilung der TG RE Schwelm seit vielen Jahren eine Spielgemeinschaft, die als SG Schwelmer Baskets im Bereich des Westdeutschen Basketballverbandes mit mehreren Herren- und Jugendmannschaften sowie einem Damenteam an den Start geht. Nach Erreichen der Regionalligameisterschaft durch die 1. Herrenmannschaft löste sich diese Spielgemeinschaft im Frühjahr 2010 zunächst kurzzeitig auf und zerfiel in ihre beiden Trägervereine, damit der BC Schwelmer Baskets 2006 das Lizenzierungsverfahren für die 2. Bundesliga ProB Nord erfolgreich durchlaufen konnte. Gleichzeitig gründeten die Verantwortlichen ein privates Unternehmen und übertrugen diesem die erworbene Lizenz und Durchführung des Spielbetriebes in der Bundesliga.

Damit war der BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. im Sommer 2010 wieder in der Lage, mit der TG Rote Erde Schwelm in die Spielgemeinschaft für den Amateurbereich einzutreten. Diese umfasst sämtliche Mannschaften außerhalb der Bundesliga, in Saison 2016/17 somit fünf Herren-, eine Damen- und sechs Jugendmannschaften, und firmiert unter der Spielgemeinschaft BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. / Turngemeinde "Zur roten Erde" von 1848 Schwelm e.V., dieses Mal jedoch abgekürzt unter der Bezeichnung: RE Baskets Schwelm.

Seit der Saison 2014 / 2015 startet die 1. Herrenmannschaft unter dem Namen EN Baskets Schwelm, wirtschaftlich getragen von der EN Baskets Schwelm GmbH. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga Pro B Nord in der Saison 2015/2016 startet das Team nunmehr in der 1. Regionalliga West.

GeschichteBearbeiten

Seit ihrer Gründung im Sommer des Jahres 1977 ist die Basketball-Abteilung der TG Rote Erde Schwelm seit über 30 Jahren die tragende Säule des Basketballsports in Schwelm. Nach der Saison 1989/90 hatten die Basketballer erstmals die Möglichkeit, als Vizemeister der 1. Regionalliga in die 2. Bundesliga Nord aufzusteigen. Damals mussten die Verantwortlichen schnell erkennen, dass dieser Sprung eine intensive Vorbereitung in wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht benötigt hätte. Letztlich kam der sportliche Erfolg schneller als die Entwicklung des notwendigen Umfeldes. Man verzichtete auf den Aufstieg und baute in der 2. Regionalliga eine neue Mannschaft auf.

Die Lehren dieses Rückschlages wurden jedoch gezogen und schon Mitte der 90er Jahre wurden Überlegungen angestellt, wie man im Falle einer erneuten sportlichen Qualifikation den Sprung in die 2. Bundesliga realisieren wollte. Im Jahre 1999 gründeten deshalb Mitglieder der Basketballabteilung der TG RE Schwelm zum ersten Mal einen eigenständigen Verein, den BC Schwelmer Baskets e.V. und bildeten mit diesem zusammen eine Spielgemeinschaft. Bereits in dieser Saison gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga und fortan spielte die 1. Herrenmannschaft als Schwelmer Baskets in der 2. Bundesliga Nord, während der restliche Amateurbereich unter TG RE Schwelm firmierte. Die Schwelmer Baskets wurden im Jahre 2004 unter Trainer Thorsten Daume Meister der 2. Bundesliga Nord und stiegen in die 1. Bundesliga auf. Mittlerweile war eine GmbH gegründet worden, die die Lizenz in den Händen hielt, und Union Baskets Schwelm an den Start ging.

Ein in vielerlei Hinsicht schweres Jahr folgte und der sportliche Abstieg aus der 1. Bundesliga war schließlich logische Konsequenz. Schwelm stand vor einem Neuanfang im Jahre 2005 und eine Handvoll Enthusiasten gingen das Abenteuer an, in der Regionalliga neu zu starten. Zunächst galt es, den Rutsch ins Bodenlose zu verhindern, doch schnell wurden auch wieder ambitionierte Ziele gefasst. Nachdem die erste Saison konsolidierend startete, wurden schnellstmöglich die alten Strukturen wieder aufgebaut und damit eine SG etabliert. Zur Vorsicht wurde der Verein BC Schwelmer Baskets im Jahre 2006 neu gegründet. 2010 war es dann wieder soweit – die 1. Herren stiegen in die 2. Bundesliga ProB auf und für das Aufstiegsverfahren wurde die SG im Frühjahr 2010 erneut aufgelöst, damit der BC Schwelmer Baskets 2006 e.V. die Lizenz für die 2. Bundesliga erwerben konnte.

Nach zwei Jahren unter der sportlichen Leitung von Gvidonas Markevicius kam zur Saison 2007/08 mit Raphael "Raffi" Wilder ein neuer sportlicher Leiter an die Schwelme. Der Düsseldorfer baute das Team um und erreichte in seiner ersten Saison einen beachtlichen dritten Platz, der ein Lizenzierungsverfahren in der 2. Bundesliga ermöglichte, und heimste zudem den WBV-Pokal ein, der damit nach 1986 zum zweiten Mal an die Schwelme geholt wurde.

Durch einen Formfehler in diesem Lizenzierungsverfahren brachten sich die Schwelmer Baskets selbst in arge Nöte, da sie nach dem 31. Mai 2008 mit leeren Händen da standen. Die Bedingungen für die Lizenz hatten sie nicht erfüllt und somit keine Aufnahme in der ProB gefunden, gleichzeitig vertrat der WBV aber die Ansicht, mit Ablauf der Meldefristen zum 31. Mai seien die Schwelmer mit ihrer 1. Herrenmannschaft aus dem WBV-Bereich ausgeschieden. Es folgten Rechtsstreiten mit der 2. Liga und ProB. Schließlich entdeckten Juristen Lücken im Regelwerk, die zumindest eine Teilnahme am Spielbetrieb des WBV garantierten.

In der Saison 2008/09 dominierte das Team lange Zeit die Regionalliga und sah lange Zeit schon wieder der sichere Sieger aus, dann aber trat das aus der Vorsaison schon bekannte Phänomen des "Schwächelns auf der Ziellinie" ein und die Kreisstädter ließen sich noch vom Rivalen aus Leverkusen abfangen. Punktgleich mit den Bayer Giants Leverkusen belegte man den zweiten Platz und wurde Vizemeister. Bemerkenswert war die erfolgreiche Titelverteidigung im WBV-Pokal gegen die BG Dorsten.

Ein Jahr später holte das Team von Trainer Raffi Wilder dann souverän den Titel und sicherte sich mit 50:6 Punkten den Titel des Regionalligameisters 2009/2010 und den Aufstieg in die neue, umgestaltete 2. Bundesliga ProB. Dort spielte die Mannschaft bis zum Abstieg in die Regionalliga 2016, erlangte aber durch den Gewinn des Meistertitels in der ersten Regionalliga West bereits in der Saison 2016/17 wieder das Aufstiegsrecht in die ProB. Meistermacher war Trainer Falk Möller.[1] Als Aufsteiger wurde im Spieljahr 2017/18 der Einzug in die Meisterrunde geschafft, in der man im Achtelfinal an Rostock (0:2-Siege) scheiterte.[2]

Aktuelle Mannschaft Saison 2016/17Bearbeiten

Name Position Geburtsdatum Nationalität
Falk Möller Trainer Deutschland 
Michael Kersthold Geschäftsführer 21.10.1983 Deutschland 
Sebastian Gri Physiotherapeut 12.06.1984 Deutschland 
Nr. Name Position Geburtsdatum Größe Nationalität
4 Jody Johnson Guard 09.11.1988 1,93 m Vereinigte Staaten 
5 Jens Winterberg Forward 12.08.1993 2,04 m Deutschland 
6 Max Kramer Guard 15.03.1989 1,92 m Deutschland 
7 Mathias Perl Guard 17.01.1989 1,87 m Deutschland 
8 Niklas Lange Guard 13.04.1994 1,82 m Deutschland 
11 Leo Padberg Forward 26.05.1991 2,00 m Deutschland 
12 Sebastian Schröter Center 04.08.1983 2,07 m Deutschland 
23 Christopher Johnson Forward 13.07.1988 1,95 m Vereinigte Staaten 
13 Lukas Erdhütter Forward 12.01.1994 2,03 m Deutschland 
25 Mirko Krieger Forward 15.05.1998 1,98 m Deutschland 
24 Max Massing Forward 27.02.1993 2,03 m Deutschland 
26 Till von Guionneau Forward 04.07.1994 2,01 m Deutschland 
16 Mike Kramer Guard 18.07.1993 1,85 m Deutschland 
9 Julius Dücker Forward 09.07.1984 1,89 m Deutschland 

Wechsel 2016/2017

Zugänge: Gael Hulsen (Hannover Korjäger), Lukas Markevicius (RE Baskets Schwelm), Dwight Anderson (Georgia College)

Abgänge: Frederik Henningsen (Itzehoe Eagles),

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

TrainerchronikBearbeiten

Amtszeit Name
2000–2005 Deutschland  Thorsten Daume
2005–2007 Litauen  Gwidonas Markevicius
2007–2014 Deutschland  Raphael Wilder
2014–01/2015 Deutschland  Thorsten Morzuch
01/2015–05/2015 Deutschland  Omar Rahim
2015–02/2016 Serbien  Miodrag „Pure“ Radomirovic
02/2016–05/2016 Vereinigte Staaten Deutschland  Kristofer Speier
seit 05/2016 Deutschland  Falk Möller

SpielorteBearbeiten

Nach dem Umzug von der Sporthalle West in die neue Dreifeldhalle an der Milsper Straße 35, 58332 Schwelm, die im Februar 2016 eingeweiht wurde,[3] verfügen die EN Baskets Schwelm aktuell über eine Heimspielstätte mit rund 1.500 Sitzplätzen. Die bisherige Halle bot bei Heimspielen nur 683 Zuschauern Platz, so dass die Baskets aufgrund der geringen Zuschauerkapazitäten in der Saison 2004/2005 gezwungen waren, ihre Heimspiele in der Uni-Halle Wuppertal auszutragen. Dort konnten die Auflagen der BBL hinsichtlich der geforderten Zuschauerplätze für die 1. Basketball-Bundesliga (mind. 3000 Plätze) erfüllt werden. Mit dem Abstieg 2005 zogen die Baskets zurück in die Sporthalle West.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. EN Baskets Schwelm sind Meister der 1.Regionalliga ! - EN Baskets Schwelm. In: EN Baskets Schwelm. 26. März 2017 (en-baskets.de [abgerufen am 27. März 2017]).
  2. https://en-baskets.de/en-baskets-scheiden-gegen-rostock-aus-abschied-von-sebastian-schroeter-und-stefan-schaefer/
  3. EN Baskets empfangen am 09.02. Phoenix Hagen in der neuen Sporthalle in Schwelm! - EN Baskets Schwelm. In: EN Baskets Schwelm. 2. Februar 2016 (en-baskets.de [abgerufen am 29. Januar 2017]).