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VfL SparkassenStars Bochum

deutscher Basketballverein
VfL SparkassenStars Bochum
Logo VfL AstroStars Bochum
Gegründet 2011
Halle Rundsporthalle Bochum
(1.068 Plätze)
Homepage www.vflastrostars.de
Vorsitzender Rainer Otto Hetzscholdt
Trainer Félix Bañobre
Liga 2 Bundesliga ProB Herren
2018/19: 6. Platz
  Regionalliga Damen
  JBBL U 16
Farben Blau/Weiß
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts

Der Verein für Leibesübungen AstroStars Bochum 1848 e. V. (kurz: VfL AstroStars Bochum) ist ein 2011 entstandener Abteilungsverein des VfL Bochum. Er ist der Nachfolgeverein der VfL Bochum BG und entstand durch deren Verschmelzung mit der BG Südpark Bochum. Der Verein hat die Lizenzen seiner Vorgängervereine zum 1. Juli 2012 übernommen und nimmt seit der Saison 2012/2013 am Wettbewerb teil. Ende 2016 war er mit 555 Aktiven der sechstgrößte deutsche Basketballverein.[1] Seit der Saison 2017/18 spielt die Bundesliga-Mannschaft unter dem Namen VfL SparkassenStars Bochum.[2]

VereinsstrukturBearbeiten

HerrenBearbeiten

Der Herrenbereich umfasst insgesamt 11 am Wettbewerb teilnehmende Mannschaften und eine Hobbymannschaft. Die 1. Mannschaft spielte in der Saison 2013/2014 als Aufsteiger in der 2. Bundesliga ProB und erreichte gleich das Viertelfinale, wo sie sich dann dem späteren Meister Basket Akademie Weser Ems/Oldenburg geschlagen geben musste. Daneben erhielten die Bochumer die Auszeichnung zur „Mannschaft der Saison“. In der Spielzeit 2014/15 kam das Team erneut in die Play-Offs. Anders als im Vorjahr gegen gleichen Gegner setzten sich diesmal im Achtelfinale jedoch die Hanau White Wings mit 2:1-Siegen durch. In der Spielzeit 2015/16 hat man es ebenfalls in die Play-Offs geschafft. Dort schied man allerdings mit zwei Niederlagen gegen die Scanplus Baskets aus Elchlingen direkt in der ersten Runde aus.[3] In der Saison 2016/17 schaffte man es zum ersten Mal, in das Halbfinale der Play-Offs einzuziehen.[4] Vor der Saison 2017/2018 änderte die erste Mannschaft ihren Namen in "VfL SparkassenStars".[2] Die Saison endete im Viertelfinale gegen die Scanplus Baskets Elchingen. Im Frühjahr 2019 trennte sich der VfL von Trainer Gary Johnson, bis zum Ende des Spieljahres betreuten Felix Engel und Petar Topalski die Truppe übergangsweise, ehe im April 2019 der Spanier Félix Bañobre als neuer Cheftrainer verpflichtet wurde.[5]

Herren-TrainerBearbeiten

Amtszeit Name
2003–2010 Deutschland  Thorsten Morzuch
2010–2014 Deutschland  Kai Friedrich
2014–2017 Deutschland  Kai Schulze
2017–02/2019 Vereinigte Staaten Deutschland  Gary Johnson
02/2019–04/2019 Deutschland  Felix Engel/Deutschland  Petar Topalski
seit 04/2019 Spanien  Félix Bañobre

DamenBearbeiten

Den VfL-Damen gelang im Spieljahr 2018/19 unter der Führung von Trainer David Glöckner der Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga West.[6]

JugendBearbeiten

Den nach eigenen Angaben wichtigsten Schwerpunkt bildet im Verein die Jugendarbeit. Demnach gibt es für Jungen und Mädchen in allen Altersklassen leistungs- als auch breitensportorientierte Mannschaften.[7] Besondere Nachwuchsarbeit leistete der Verein bereits durch die Gründung der Carbon Baskets[8], die an der Jugend Basketball Bundesliga JBBL teilgenommen haben.[9] Dazu hat der VfL AstroStars Bochum eine auf Dauer angelegte Kooperation mit dem SVD 49 Dortmund geschlossen.[10] Aus dem Kooperationsvertrag resultierte der Rückzug des SVD aus der Regionalliga, um künftig im östlichen Ruhrgebiet die Nachwuchsarbeit für den VfL AstroStars Bochum zu leisten.[11] Ab der Saison 2018/19 ist der VfL AstroStars Bochum Teil der Metropol Akademie Ruhr. Gemeinsam mit Citybasket Recklinghausen und den ETB Wohnbau Baskets Essen wurde der VfL dritter Träger und nimmt damit zukünftig auch am Spielbetrieb der Metropol Baskets in der NBBL und JBBL teil.[12] Die Carbon Baskets wurden als Metropol YoungStars ebenfalls in die Akademie integriert und spielen nach der erfolgreichen Qualifikation als zweites Team ebenfalls in der JBBL.[13]

Gemeinsam mit den Citybaskets Recklinghausen betreibt der VfL AstroStars Bochum seit 2013 bereits das WNBL-Projekt Metropol Girls für den weiblichen Basketballnachwuchs.[14][15]

GründungsphaseBearbeiten

Grundidee einer KooperationBearbeiten

Ende der 2000er Jahre entstand bei den eigentlich rivalisierenden großen Bochumer Basketballvereinen VfL Bochum BG und BG Südpark die Idee, im Interesse einer besseren Leistungsförderung junger Talente im Jugendbereich intensiver zusammenarbeiten zu wollen. Die Notwendigkeit schien beiden Vereinen dadurch geboten, dass durch die Neugründung der JBBL und NBBL und die Ansiedlung entsprechender Teams auch im Ruhrgebiet es zunehmend schwerer war, talentierte Jugendspieler in Bochum zu halten. Besonders der VfL Bochum, dessen Jugendarbeit stets einen guten Ruf hatte, litt darunter, dass die 1. Herrenmannschaft im Seniorenbereich nur in der Landesliga spielte. Um jungen Talenten eine bessere Perspektive zu bieten, drängten insbesondere beide Jugendabteilungen der Vereine zu einer Kooperation, mit dem Prüfauftrag, ein eigenes Team für die JBBL und die NBBL zu stellen.

Art der KooperationBearbeiten

Obwohl sich beide Vereine im Grundsatz über die Notwendigkeit der Kooperation im Klaren waren, brauchte es über zwei Jahre, diese Kooperation in die Realität umzusetzen. Dies lag vor allem daran, dass kaum Einigkeit über die Art der Kooperation bestand.[16] Bei den Kooperationsgesprächen wurden drei Modelle in Betracht gezogen:

  1. Eine lockere Kooperation und der Aufteilung des Jugendbereichs nach Geschlecht oder nach dem Jahrgang
  2. Eine Spielgemeinschaft beider Vereine
  3. Ein Zusammenschluss beider Vereine

Das erste Modell wurde schnell verworfen. Eine Aufteilung nach Geschlecht kam für Vertreter beider Vereine nicht in Betracht. Die Aufteilung nach Jahrgängen wäre zwar möglich gewesen, jedoch bestand dadurch der große Nachteil, dass alle zwei Jahre ein Jahrgang als Jungjahrgang in den Wettbewerb müsste, wodurch das Risiko bestünde, wichtige Qualifikationspunkte in den Jugendligen nicht konstant erreichen zu können. Das zweite Modell wurde ebenfalls verworfen, da insbesondere die Vertreter des VfL Bochum die Altvereine nicht als bloße juristische Hülle fungieren lassen wollten, die lediglich die Mitgliederverwaltung übernehmen. Traditionell werden die sportlichen Entscheidungen der Spielgemeinschaft in einer Exekutiven Arbeitsgemeinschaft getroffen, die nach Ansicht der VfL-Vertreter nicht hinreichend durch die Mitgliederversammlung legitimiert ist.

ZusammenschlussBearbeiten

Der Zusammenschluss erfolgte nicht als klassische Fusion beider Vereine. Damit nicht der Eindruck einer Übernahme des einen Vereins durch den anderen entstand, verständigten sich beide Seiten auf die Neugründung des VfL AstroStars Bochum. In einem ersten Schritt wurden zum 2. Januar 2012 die Mitglieder der beiden Stammvereine in den neuen Verein übertragen. Die Mitglieder der BG Südpark erwarben zugleich die Mitgliedschaft im VfL Bochum 1848 Gesamtverein. Bis zum Ende der Saison 2012/2013 blieben alle Mitglieder weiterhin in ihren Altvereinen, die die Saison zu Ende gespielt haben. Die Mitgliedschaft in den Altvereinen endete zum 30. Juni 2012, sodass die Mitglieder ab dem 1. Juli 2012 nur noch im neuen Verein VfL AstroStars Bochum, der zugleich zu diesem Zeitpunkt die Lizenzen der Altvereine übernommen hat, aktiv sind.[17] Nachdem beide Mitgliederversammlungen diesem Verfahren zugestimmt hatten, wurde direkt im Anschluss an die außerordentliche Mitgliederversammlung der VfL Bochum BG am 1. Dezember 2011 in der Bochumer Rundsporthalle der neue Verein offiziell gegründet.[18]

OrganisationBearbeiten

Der VfL AstroStars Bochum als Basketballabteilung des VfL Bochum 1848 e. V. ist ein rechtlich eigenständiger Abteilungsverein. Alle sportlichen und organisatorischen Belange der Basketballer werden selbstständig, unabhängig vom Präsidium des Gesamtvereins, durch den Vereinsvorstand geregelt. Lediglich zur Satzungsänderung bedarf es der Zustimmung des Präsidiums des VfL Bochum. Der Vorsitzende der Basketballabteilung gehört durch sein Amt dem Präsidium an. Mitglieder der Basketballabteilung sind automatisch auch Mitglieder des VfL Bochum 1848 e. V. Gesamtvereins.[19] Der Spielbetrieb der ersten Mannschaft ist in die VfL SparkassenStars Bochum Marketing GmbH ausgegliedert.

Größter Basketballverein DeutschlandsBearbeiten

Durch den Zusammenschluss entstand seinerzeit der nach aktiven Mitgliederzahlen größte Basketballverein Deutschlands. Zwar wurden in den Top 100 des Deutschen Basketball Bundes (veröffentlicht 2012) die Mitglieder noch getrennt nach ihren Altvereinen erfasst, addierte man jedoch die Teilnehmerzahlen beider Vereine, so hatte der VfL AstroStars Bochum mit 660 Aktiven die meisten Mitglieder vor dem USC Freiburg (595).[20][21] 2013 und 2014 erreichte der Verein den zweiten Platz hinter Alba Berlin.[22][23]

Kader 2018/2019Bearbeiten

Kader VfL SparkassenStars Bochum in der Saison 2018/2019
Achtung: Kaderangabe ist veraltet!
(aktuelle Saison: 2019/2020)
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
3 Deutschland  Marco Buljevic 1987 1,97 m FC Schalke 04
8 Deutschland  Niklas Meesmann 1998 1,86 m SVD 49 Dortmund
9 Deutschland  Felix Engel 1991 1,91 m C Schwelmer Baskets
10 Deutschland  Mark Gebhardt 1994 1,98 m ETB Wohnbau Baskets Essen
13 Spanien  Albert Del Hoyo Perez 1992 1,93 m AOK Ibbenbüren
14 Deutschland  Erik Neusel 2000 2,02 m Metropol Baskets Ruhr
17 Deutschland  Mauro Nürenberg 2000 1,92 m VfL AstroStars Bochum 2 (Eigene Jugend)
19 Deutschland  Florian Wendeler 1993 2,05 m Cuxhaven Baskets
23 Deutschland  Jari Beckmann 1997 1,91 m VfL AstroStars Bochum 2 (Eigene Jugend)
24 Deutschland  Raphael Bals 1988 2,01 m SVD 49 Dortmund
30 Deutschland  David Stachanczyk 1993 1,93 m SG Mannheim
31 Vereinigte Staaten  Montreal Scott 1993 1,91 m ETB Wohnbau Baskets
35 Deutschland  Idrissa Diene 1999 2,00 m ART Giants Düsseldorf
44 Spanien  Eduard Arques Lopez 1994 2,03 m BIS Speyer
Trainer
Nat. Name Position
Deutschland  Gary Johnson Headcoach
Deutschland  Petar Topalski Assistant Coach
Deutschland  Christoph Schneider Athletiktrainer
Deutschland  Cham Korbi Teammanager
Legende
Abk. Bedeutung
C Kapitän
Quellen
Teamhomepage
Stand: 4. September 2018

Abgänge: Alexander Angerer (Hanau White Wings), Jarvis Davis (unbekannt), David Feldmann (Hertener Löwen), Michael Haucke (FC Schalke 04), Ryon Howard (Hertener Löwen), Davon Roberts (unbekannt)

Zugänge: Eduard Arques Lopez (BIS Speyer), Albert del Hoyo Perez (AOK Ibbenbüren), Montreal Scott (ETB Wohnbau Baskets), Florian Wendeler (Cuxhaven Baskets), Mauro Nürenberg (Eigene Jugend), Erik Neusel (Metropol Baskets Ruhr)

FansBearbeiten

Der offizielle Fanclub der VfL AstroStars Bochum trägt den Namen "deFANs Bochum e.V." und wurde 2008 als 1. offizieller Fanclub der VfL Bochum Basketballgemeinschaft gegründet.[24]

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Die 100 größten Basketball-Vereine des DBB (Teilnehmerausweise, Stand 31.12.2016). Seiten des Deutschen Basketball Bundes. Abgerufen am 10. November 2017. pdf-Datei.
  2. a b Basketballstandort Bochum mit guter Perspektive - Bundesligist heisst künftig SparkassenStars - VfL AstroStars Bochum. Abgerufen am 10. August 2017 (deutsch).
  3. #playoffsbaby – AstroStars verlieren nach hartem Kampf – Saison damit beendet - VfL AstroStars Bochum. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.vflastrostars.de. Archiviert vom Original am 29. März 2016; abgerufen am 29. März 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vflastrostars.de
  4. VfL AstroStars sind im Halbfinale – Bochum feiert seine Helden - VfL AstroStars Bochum. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 3. April 2017; abgerufen am 2. April 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vflastrostars.de
  5. https://www.2basketballbundesliga.de/felix-banobre-neuer-headcoach-der-vfl-sparkassenstars-bochum/
  6. https://www.waz.de/sport/lokalsport/bochum/astro-ladies-schaffen-den-aufstieg-in-liga-zwei-id216856427.html
  7. http://waz.m.derwesten.de/dw/sport/lokalsport/bochum/die-jugend-steht-im-mittelpunkt-id6149321.html?service=mobile
  8. http://portal.bgsuedpark.de/index.php/modContent/view/id/1357
  9. http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/bochum/carbon-baskets-holen-bundesliga-ticket-id8105098.html
  10. http://www.ruhrnachrichten.de/lokalsport/dortmund/Carbon-Baskets-SVD-und-AstroStars-kooperieren;art933,1622401
  11. http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/dortmund/svd-bildet-talente-fuer-astrostars-aus-id6713912.html
  12. https://www.waz.de/sport/lokalsport/bochum/vfl-astro-stars-steigen-bei-den-metropol-baskets-ruhr-ein-id214377553.html
  13. https://www.lokalkompass.de/oberhausen/sport/jbbl-aus-carbon-baskets-werden-die-metropol-young-stars-d902919.html
  14. http://www.vflastrostars.de/web/news/view/63
  15. http://www.citybasket.de/index.php/nachrichten-start-content/575-metropol-girls-kooperation-mit-bochum-tryouts-im-april.html@1@2Vorlage:Toter Link/www.citybasket.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  16. http://www.vflbochumbg.de/index.php/chronik.html
  17. http://www.vflbochumbg.de/index.php/chronik.html
  18. http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/sport/VfL-und-AstroStars-machen-ihre-Fusion-perfekt;art737,1485866
  19. http://vflbochum1848.de/dox/Satzung_101027.pdf
  20. Die 100 größten Basketball-Vereine des DBB (Teilnehmerausweise, Stand 31.12.2011). Deutscher Basketball Bund e. V., abgerufen am 14. Februar 2015.
  21. http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/sport/Bochum-hat-den-groessten-Basketballverein;art737,1529020
  22. Die 100 größten Basketball-Vereine des DBB (Teilnehmerausweise, Stand 31.12.2012). Deutscher Basketball Bund e. V., abgerufen am 14. Februar 2015.
  23. Die 100 größten Basketball-Vereine des DBB (Teilnehmerausweise, Stand 31.12.2013). Deutscher Basketball Bund e. V., abgerufen am 14. Februar 2015.
  24. http://www.vflbochumbg.de/index.php/chronik.html