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Hamburg Towers

Basketballmannschaft aus Hamburg, Deutschland
Hamburg Towers
Logo der Hamburg Towers
Gegründet 2013
Halle edel-optics.de Arena
(3400 Plätze)
Homepage hamburgtowers.de
Geschäftsführer Jan Fischer, Marvin Willoughby
Sportdirektor Marvin Willoughby
Trainer Mike Taylor
Liga Basketball-Bundesliga
ProA 2018/19: 4. Platz
  NBBL (U19)
2018/19: 4. Platz
  JBBL (U16)
2018/19: 3. Platz
Farben Weiß / Schwarz
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
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Auswärts
Erfolge
Meister der 2. Bundesliga ProA
2019

Die Hamburg Towers sind eine Basketballmannschaft aus Hamburg, die seit Beginn der Saison 2014/15 in der zweithöchsten deutschen Liga ProA antrat und mit Ende der Saison 2018/19 in die Basketball-Bundesliga aufstieg. Die Mannschaft wird von der 2013 gegründeten Hamburg Towers Basketball-Betreibergesellschaft mbH betrieben, deren Gesellschafter Jan Fischer, Jochen Franzke, Tomislav Karajica und Marvin Willoughby sind.[1] Ihre Geschäftsführer sind Jan Fischer und Marvin Willoughby.[2]

GeschichteBearbeiten

2001–2008: VorgeschichteBearbeiten

Zuletzt gab es in der Saison 2001/02 Bundesliga-Basketball in Hamburg, als der BCJ Hamburg in der 2. Basketball-Bundesliga spielte. Diese Mannschaft musste aufgrund finanzieller Probleme allerdings Insolvenz anmelden. Ansätze in den folgenden Jahren, eine neue Profimannschaft in der Stadt aufzubauen, wurden letztlich nicht umgesetzt. So wurde ab 2005 unter der Leitung der TSG Bergedorf mit den vom Berliner Unternehmen A.L.B. AG (Allgemeine Liegenschaft und Beteiligungsaktiengesellschaft) finanziell unterstützten Baskets Albag Hamburg der Versuch unternommen, in der 1. Regionalliga eine Mannschaft aufzubauen, die perspektivisch den Sprung in den Profibereich schaffen sollte.[3] Laut Jan Pommer, dem damaligen Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, stand die Liga „diesem Projekt wohlwollend gegenüber“.[4] Dem Willen der Bundesliga, die Ansiedelung von Erstliga-Basketball in der Hansestadt zu unterstützen, wurde zudem Ausdruck verliehen, indem die Liga das Endturnier um den BBL-Pokal 2006 für fünf Jahre nach Hamburg vergab.[5] Die Baskets Albag Hamburg kamen nicht über die Regionalliga hinaus, auch das 2008 geäußerte Interesse der US-Unternehmer Henry Feinberg und Steven M. Julius, eine Basketball-Profimannschaft in Hamburg aufzubauen, verlief im Sande.[6]

Gleichzeitig entwickelte ab Mitte der 2000er Jahre eine Gruppe um Marvin Willoughby die Idee, den Basketballsport in Hamburg voranzubringen und veranstaltete unter anderem Basketballcamps für Jugendliche. Neben Willoughby waren mit Darko Krezic und Zoran Krezic zwei weitere Profibasketballer dabei,[7] zudem gehörten auch Jan Fischer und andere Personen zur Gruppe, die 2006 den Verein „Sport ohne Grenzen“ gründete und insbesondere im Stadtteil Wilhelmsburg Breitensport für Kinder anbot. „Viele Leute nennen das dann Sozialarbeit. Ich habe mich nicht als klassischer Sozialarbeiter gefühlt“, sagte Willoughby später. „Wir wollten auch immer die Leistungsebene hinkriegen, dass wir mit den besten Jugendlichen aus Hamburg arbeiten können“, beschrieb er die angestrebte Verbindung.[8] Dank des Geldes, das er als Berufssportler zur Seite gelegt hatte, konnte sich Willoughby, der zuletzt in der Saison 2004/05 als Profi gespielt hatte und dann verletzungsbedingt aufhören musste, eigener Aussage nach in den Anfangsjahren auf die Weiterentwicklung des Vereins und der Ideen kümmern. „Ich konnte - und den Luxus habe ich mir gegönnt - mir sagen: Ich möchte erst mal drei, vier Jahre das machen, was ich möchte und nicht das, was am meisten Geld bringt. Und das war auch für unsere Arbeit wichtig, dass gerade am Anfang kein wirtschaftlicher Druck dahinter war“, sagte er später. Ab 2009 baute „Sport ohne Grenzen“ seine Leistungssportgedanken mit den Piraten Hamburg aus (siehe Abschnitt Piraten Hamburg).[8]

2013–2014: GründungBearbeiten

Im Februar 2013 gab der ehemalige Basketballnationalspieler Pascal Roller gemeinsam mit dem Unternehmer Wolfgang Sahm und dem Werber Gunnar Klink bekannt, dass es unter dem Namen Hamburg Towers konkrete Planungen für eine zukünftige Basketball-Erstligamannschaft gebe.[9] Im September 2013 stellten Roller und Marvin Willoughby das Projekt vor, mittlerweile war die Hamburg Towers Basketball-Betreibergesellschaft mbH gegründet worden. Neben Sahm fungierte mit Jochen Franzke ein zweiter Unternehmer als geschäftsführender Gesellschafter.[10] Im Januar 2014 wurde Roller zum Geschäftsführer bestellt, während Sahm diesen Posten abgab.[11]

Ursprünglich wollte man sich um eine Wildcard für die Basketball-Bundesliga bewerben,[12] allerdings wurde aufgrund des fehlenden Hauptsponsors von diesen Plänen abgesehen.[13] Stattdessen nahm man am Wildcard-Verfahren für die zweithöchste Liga ProA teil. Die Teilnahmeberechtigung für die ProA-Saison 2014/15 wurde im Juni 2014 erteilt.[14] Die Gründung der Profimannschaft Towers wurde als Dach der in den Vorjahren von Willoughby und seinen Mitstreitern im Rahmen von Inselakademie Wilhelmsburg, Sport ohne Grenzen e.V. und Piraten Hamburg betriebenen Jugendsportförderung und Sozialarbeit erachtet.[15]

2014–2018: ProABearbeiten

Das erste offizielle Pflichtspiel konnte Ende September 2014 gegen die Gießen 46ers mit 66:65 gewonnen werden.[16] Die Heimspielpremiere folgte im Oktober gegen Bayer Leverkusen.[17] Die erste Saison der Towers endete mit 15 Siegen und 15 Niederlagen auf dem achten Tabellenplatz. In den anschließenden Play-offs traf die Mannschaft im Viertelfinale auf die s.Oliver Baskets aus Würzburg und schied mit 0:3-Siegen aus.[18] Im Mai 2015 gab Pascal Roller seinen Posten als Geschäftsführer der Towers auf und begründete diesen Schritt mit unterschiedlichen sportlichen und wirtschaftlichen Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung des Standorts.[19][20]

 
Auswärtsspiel gegen die Dresden Titans in der Saison 2016/17

In der Saison 2015/16 erreichten die Towers als Tabellenfünfter die Play-offs und schieden im Viertelfinale mit 2:3-Siegen gegen die Oettinger Rockets aus Gotha aus.[21] Im Dezember 2016 wurde Tomislav Karajica, der 2013 zunächst als Sponsor bei den Towers eingestiegen war und später Hauptgesellschafter wurde,[22] die Prokura der Hamburg Towers Basketball-Betreibergesellschaft mbH übergeben.[23] Im Januar 2017 ersetzte der Mitgesellschafter und Pressesprecher Jan Fischer Jochen Franzke als zweiten Geschäftsführer neben Marvin Willoughby. Franzke blieb aber zunächst Gesellschafter.[2][24]

Die Saison 2016/17 schlossen die Towers auf dem neunten Tabellenplatz ab und verpassten somit die Qualifikation für die Play-offs.[25] Mit durchschnittlich 3047 Zuschauern pro Heimspiel hatten die Towers in dieser Saison den höchsten Zuschauerschnitt der Liga.[26]

In Hinblick auf die Saison 2017/18 wurde „das beste Team in der Geschichte der Towers zusammengestellt“, wie Sportdirektor und Geschäftsführer Willoughby im Juli 2017 gegenüber der Hamburger Morgenpost betonte.[27] Als Ziel nannte er im selben Gespräch „einen Platz unter den ersten Vier“. Mitte Februar 2018 kam es zwischen Cheftrainer Attarbashi und den Hamburgern vorzeitig zur Trennung,[28] nachdem es zuvor aus zehn Partien nur einen Sieg gegeben hatte und die Mannschaft auf den zehnten Tabellenplatz abgesackt war. Attarbashis Nachfolge trat dessen bisheriger Assistent Benka Barloschky an. Am Saisonende belegten die Towers den zehnten Tabellenplatz und verpassten damit erneut die Qualifikation für die Play-offs.

2018–2019: Aufstieg in die BundesligaBearbeiten

Im Mai 2018 wurde der US-Amerikaner Mike Taylor als neuer Cheftrainer verpflichtet, der in seiner vorherigen Trainerkarriere unter anderem die deutschen Vereine Chemnitz und Ulm betreut hatte. Barloschky kehrte ins Amt des Co-Trainers zurück.[29] Mit dem neuen Trainer verbanden die Hamburger die Hoffnung, den angestrebten Aufstieg in die Basketball-Bundesliga zu erreichen. „Wir haben den Sommer über viel gearbeitet und wollen nun um den Aufstieg spielen“, wurde Sportdirektor Willoughy unmittelbar vor dem Auftakt der Saison 2018/19 von der Hamburger Morgenpost zitiert.[30] Die Mannschaft wurde umgebaut, man gebe mehr Geld für Trainer und Team aus, als je zuvor, so Willoughby zu den Personalwechseln.[31] In einer Umfrage der 2. Bundesliga vor dem ersten Pflichtspiel als Towers-Trainer antwortete Taylor im September 2018 auf die Frage, welche Mannschaft den Meistertitel in der 2. Bundesliga ProA gewinnen würde: „Die Hamburg Towers. Wir haben den Klub, der am ehesten bereit für die Bundesliga ist und einen Kader, der bereit ist, unserem Traumziel nachzujagen.“[32] Im Verlauf der Saison wurde das Ziel des Bundesligaaufstiegs durch die sportliche Leitung bekräftigt.[33]

Im Januar 2019 wurde mit dem Logistikunternehmen VTG erstmals in der Vereinsgeschichte ein Hauptsponsor gefunden.[34] Im Spieljahr 2018/19 zogen die Hanseaten als Tabellenvierter in die Meisterrunde ein.[35] Am 30. April 2019 stand der sportliche Aufstieg der Hamburger in die Basketball-Bundesliga fest, nachdem sie im fünften und letzten Spiel der Halbfinalserie Hauptrundenmeister Chemnitz auswärts mit 78:72 bezwangen.[36] Bester Mann in der bis dahin wichtigsten Begegnung der Vereinsgeschichte war Carlton Guyton mit 28 Zählern.[37] Nachdem in den vorangegangenen Jahren mit den Hamburg Freezers und dem HSV Handball Profimannschaften aus der Hansestadt ihren Betrieb eingestellt hatten, wurde der Aufstieg der Towers vom Hamburger Senator für Inneres und Sport Andy Grote als „neues Kapitel für den Sport in Hamburg“ bezeichnet.[38] Im ersten Endspiel gegen Nürnberg verloren die Hamburger auswärts mit 87:90,[39] das Finalrückspiel gewannen sie mit 99:94 und errangen damit den Meistertitel. Den entscheidenden Dreipunktwurf in den Schlusssekunden des Rückspiel traf der 18-jährige Justus Hollatz.[40] Kurz nach dem Gewinn der Meisterschaft wurden den Hamburgern die Lizenz für die Bundesligasaison 2019/20 „mit einer auflösenden Bedingung“ erteilt.[41]

2019–2020: Erstes Jahr als BundesligistBearbeiten

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga wurde die Mannschaft in Teilen verändert, auch wenn sieben Spieler des Meisterkaders wie Beau Beech und Tevonn Walker gehalten wurden. Die sportliche Führung setzte darauf, Neuzugänge zu verpflichten, die laut Trainer Taylor „noch weitgehend unbekannt“ seien, aber über die Aussichten verfügten, sich in der Bundesliga durchzusetzen. Eine Besonderheit im Vorfeld des ersten Jahres in der Bundesliga ergab sich durch Taylors gleichzeitige Tätigkeit als Trainer der polnischen Nationalmannschaft, mit der sich der Amerikaner auf die Weltmeisterschaft vorbereitete, während das neugestaltete Aufgebot der Towers in dieser Zeit von den Co-Trainern Benka Barloschky und Austen Rowland betreut wurde.[42] Bei der Benennung eines Ziels für das Premierenspieljahr verzichtete Sportdirektor Willoughby auf die für einen Aufsteiger übliche Vorgabe des Klassenerhalts: „Wir wollen kein negatives Ziel ausrufen, wir wollen nicht nicht-absteigen. Das ist einfach eine Haltung, die wir haben. Wir wissen, wo wir herkommen, wir wissen, dass wir ein Aufsteiger sind, aber wir wollen nicht mit einer Einstellung herangehen: 'Wir sind sowieso nicht gut genug für Euch und kämpfen um unser Leben.‘“ Perspektivisch, so Willoughby, peile man die Teilnahme an den Playoffs an. „Ob wir es im ersten Jahr schaffen, weiß ich nicht, aber natürlich gehen wir mit dem Ziel da rein, das zu schaffen“, so der Sportliche Leiter der Hanseaten im Vorfeld der Saison 2019/20.[8] Gegen Ende der Vorbereitung wurde mit dem früheren deutschen Nationalspieler Heiko Schaffartzik ein namhafter Mann verpflichtet.[43]

Das erste Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte wurde am 30. September 2019 gegen den amtierenden deutschen Meister FC Bayern München mit 55:111 (Halbzeitstand: 17:58) deutlich verloren.[44] Nach nur zwei Spieltagen trennten sich die Towers aus sportlichen Gründen von Point Guard Khalil Dukes.[45] Der erste Sieg gelang am dritten Spieltag auswärts in Gießen (79:75).[46]

SpielstätteBearbeiten

 
Edel-optics.de Arena während eines Spiels der Towers

Edel-optics.de ArenaBearbeiten

Als Spielstätte wird die ehemalige Blumenhalle der Internationalen Gartenschau 2013, die edel-optics.de Arena (bis Mai 2017 Inselparkhalle[47]), genutzt, die nach der Gartenschau zu einer Sporthalle umgebaut wurde. Eigentümer der Halle ist die Benno und Inge Behrens-Stiftung und Betreiber ist die InselAkademie Sport- und Schulungszentrum Wilhelmsburg GmbH, deren Gesellschafter ebenfalls Jan Fischer, Jochen Franzke, Tomislav Karajica und Marvin Willoughby sind.[48] Die Umbaukosten betrugen 14 Millionen Euro, von denen die Benno und Inge Behrens-Stiftung 6 Millionen, die IBA Hamburg 4,5 Millionen und die Stadt Hamburg 3,5 Millionen übernahmen.[49] Die Kapazität der Halle betrug zunächst 3.001 Plätze und wurde im April 2015 auf 3.400 Plätze erhöht.[50]

ElbdomeBearbeiten

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2019 äußerte Geschäftsführer Willoughby, das in den Folgejahren angestrebte Ziel, sich im Mittelfeld der Bundesliga festzusetzen, sei mit der Notwendigkeit eines Umzugs in eine größere Spielstätte „zwingend verbunden“.[8] Wenn man bei der Umsetzung dieses Ziels weiterkommen wolle, brauche man „doppelt so viele Leute in der Halle und doppelt so viele Flächen und doppelt so viele Möglichkeiten“, sagte Willoughby.[8] Zwecks Schaffung einer neuen Heimspielstätte wurde die Errichtung einer Veranstaltungshalle im Süden Hamburgs mit bis zu 8.000 Zuschauerplätzen vorgeschlagen, zu der entsprechende Planungen seitens des von Towers-Hauptgesellschafter Karajica geleiteten Unternehmens Home United vorgestellt wurden. Über die Umsetzung des Vorhabens ist allerdings noch nicht entschieden worden.[51]

VereinBearbeiten

Piraten HamburgBearbeiten

Die Piraten Hamburg sind die Leistungsnachwuchsmannschaften der Hamburg Towers in den Altersklassen U16 und U19. Sie wurden 2009 von den späteren Towers-Mitgründern Marvin Willoughby und Jan Fischer zusammen mit weiteren Personen gegründet. Seit 2009 spielen die Piraten in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL)[52] und seit 2011 in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL).[53] Sie wurden zunächst vom Sport ohne Grenzen e. V. betrieben, der 2006 von Willoughby, Fischer und Mitstreitern gegründet wurde,[54] und sind seit 2018 Teil des Hamburg Towers e.V.[55]

Die Kooperationsvereine der Piraten Hamburg sind der SC Rist Wedel[56], der BC Hamburg, sowie der Bramfelder SV.[55] Die Kooperation zwischen den Piraten und Wedel wurde 2014 durch eine Zusammenarbeit von Wedel mit den Towers erweitert, wodurch junge Spieler mit Doppellizenzen bei den Towers (ProA bzw. BBL) und in Wedel (ProB) eingesetzt werden können.[57] 2014 nannte Willoughby in Bezug auf die Nachwuchsarbeit das Vorhaben: „Wir möchten jedes Jahr zwei Hamburger Jungs für die ProA ausbilden“.[15]

Bekannte ehemalige Spieler der Piraten Hamburg sind İsmet Akpınar, René Kindzeka, Lennard Larysz, Jeffrey Martin, Louis Olinde, Osaro Jürgen Rich Igbineweka und Janis Stielow.

Mit dem Beginn der Saison 2019/20 verschwand der Mannschaftsname Piraten Hamburg. Fortan werden die Spiele in der NBBL[58] und JBBL[59] als Hamburg Towers bestritten.

JugendarbeitBearbeiten

2016 gründeten die Towers gemeinsam mit Vattenfall und Sport ohne Grenzen e. V. die Vattenfall Basketball Akademie, in deren Rahmen Schul-AGs und Schulturniere durchgeführt werden.[60] Nach dem Aufstieg der Profimannschaft der Towers in die Bundesliga im Jahr 2019 versicherte der sportliche Leiter Willoughby, die Ziele der Profimannschaft stets mit „einer sehr guten Jugendarbeit“ verbinden zu wollen, was angesichts der Geschichte des Vereins sehr wichtig sei, und nannte diesbezüglich die Skyliners Frankfurt als ein Vorbild.[8]

BreitensportBearbeiten

Im Sommer 2016 wurde der Hamburg Towers e.V. gegründet und in den Hamburger Sportbund aufgenommen.[61] Erster Vorsitzender wurde Thore Pinkepank. Der eingetragene Verein erhielt denselben Namen wie die Profimannschaft und baute ein Breitensportangebot mit diversen Jugendmannschaften auf, zur Saison 2017/18 kamen zwei Freizeit-Männer-[62], später auch eine Damen-Mannschaft hinzu. Auch die Piraten Hamburg und das Junior Dance Team sind Teil des Hamburg Towers e.V.. Regelmäßig veranstaltet der Verein außerdem Camps. Dort werden interessierte Kinder und Jugendliche an den Basketballsport herangeführt oder können ihre Kenntnisse erweitern.

Die Basketballmannschaften des Hamburg Towers e.V. nehmen am Spielbetrieb des Hamburger Basketball-Verbandes teil.[63] Im Sommer 2019 beantragten die Hamburg Towers zudem die Aufnahme in den Hamburger Fußball-Verband.[64]

Gemäß Selbstverständnis sei man, so der sportliche Leiter Willoughby 2019, ein Verein aus dem Stadtteil Wilhelmsburg, „der aus dem Süden Hamburgs heraus hoffentlich in die Stadt und über die Stadt hinaus mit der Arbeit strahlen kann und zeigen kann, dass man das sehr wohl kann, Soziales und Elitäres wie Leistungssport verbinden“.[8]

Im Sommer 2019 bekam der Hamburg Towers e.V. Fördergelder des Bundes in Höhe von 4,5 Millionen Euro für den Bau eines Vereinssportzentrums bewilligt. Das Quartierssporthaus soll im Wilhelmsburger Rathausviertel gebaut werden.[65]

MannschaftBearbeiten

Kader 2019/20Bearbeiten

Kader der Hamburg Towers in der Saison 2019/2020
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
0 Niederlande  Yannick Franke 21.05.1996 1,96 m Litauen  Pieno žvaigždės Pasvalys
3 Deutschland  Osaro Jürgen Rich 22.07.1998 1,85 m DL Piraten Hamburg
6 Kanada  Tevonn Walker 07.11.1993 1,88 m Kanada  Valparaiso Crusaders
8 Deutschland  Heiko Schaffartzik 03.01.1984 1,83 m Frankreich  Nanterre 92
11 Deutschland  René Kindzeka 05.06.1995 1,85 m Piraten Hamburg
21 Deutschland  Justus Hollatz 21.04.2001 1,91 m DL Piraten Hamburg
Mexiko  Jorge Gutiérrez 27.12.1988 1,91 m Mexiko  Capitanes Ciudad De Mexico
Forwards (SF, PF)
5 Vereinigte Staaten  Beau Beech 01.03.1994 2,05 m (C)  Vereinigte Staaten  Erie BayHawks
12 Deutschland  Malik Müller 24.01.1994 1,90 m MHP Riesen Ludwigsburg
26 Osterreich /Deutschland  Marvin Ogunsipe 26.02.1996 2,04 m Leihe FC Bayern München
33 Vereinigte Staaten  Marshawn Powell 05.01.1990 2,01 m Italien  Amici Pallacanestro Udine
53 Deutschland  Kevin Yebo 14.03.1996 2,05 m Team Ehingen Urspring
Center (C)
1 Vereinigte Staaten  Prince Ibeh 03.06.1994 2,08 m Philippinen  Northport Batang Pier
13 Deutschland  Jannik Freese 13.08.1986 2,11 m SC Rasta Vechta
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte Staaten  Mike Taylor Cheftrainer
Deutschland  Benka Barloschky Assistenztrainer
Vereinigte Staaten  Austen Rowland Assistenztrainer
Deutschland  Melvyn Wiredu Athletiktrainer
Legende
Abk. Bedeutung
DL Doppellizenz mit Rist Wedel ProB
NBBL Auch im NBBL-Team
(C)  Kapitän
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 15. Oktober 2019

Wechsel 2019/20Bearbeiten

Zugänge
Abgänge

ErfolgeBearbeiten

SaisonleistungenBearbeiten

Saison Hauptrunde Play-offs Zuschauerschnitt Hallenauslastung
ProA 2014/15 08./16 Viertelfinale 2.841 95 %
ProA 2015/16 05./16 Viertelfinale 2.865 84 %
ProA 2016/17 09./16 3.047 90 %
ProA 2017/18 10./16 3.239 95 %
ProA 2018/19 04./16 Meister 3.366 99 %

BestmarkenBearbeiten

Saison Punkte Rebounds Assists Steals Blocks
2014/15 Will Barnes Vereinigte Staaten 
387 (13,8 pro Spiel)
Michael Wenzl Deutschland 
203 (6,5)
Will Barnes Vereinigte Staaten 
70 (2,5)
Terry Thomas Kanada 
55 (1,9)
Terry Thomas Kanada 
29 (1,0)
2015/16 Bazoumana Koné Deutschland 
436 (14,5 pro Spiel)
Jonathon Williams Vereinigte Staaten 
169 (5,5)
Bazoumana Koné Deutschland 
122 (4,1)
Bazoumana Koné Deutschland 
50 (1,7)
Robert Ferguson Vereinigte Staaten 
24 (0,7)
2016/17 Anthony Canty Deutschland 
412 (15,3 pro Spiel)
Enosch Wolf Deutschland 
172 (6,9)
Anthony Canty Deutschland 
110 (4,1)
Anthony Canty Deutschland 
36 (1,3)
Enosch Wolf Deutschland 
25 (1,0)
2017/18 Jonathon Williams Vereinigte Staaten 
442 (16,4 pro Spiel)
Jannik Freese Deutschland 
61 (5,1)
Hrvoje Kovačević Kroatien 
108 (3,7)
Hrvoje Kovačević Kroatien 
31 (1,1)
Justin Raffington Deutschland 
17 (1,3)
2018/19 Drew Barham Vereinigte Staaten 
588 (14,3 pro Spiel)
Beau Beech Vereinigte Staaten 
258 (6,3)
Achmadschah Zazai Deutschland 
199 (4,9)
Achmadschah Zazai Deutschland 
54 (1,3)
Jannik Freese Deutschland 
20 (0,5)

TrainerchronikBearbeiten

Amtszeit Nat. Name
01.07.2014–11.02.2018 Deutschland  Hamed Attarbashi
12.02.2018–30.06.2018 Deutschland  Benka Barloschky
01.07.2018–..00000000 Vereinigte Staaten  Mike Taylor

KlubkulturBearbeiten

FanklubBearbeiten

Seit der erste Saison des Vereins (2014/15) gibt es einen Fanklub. Im Sommer 2015 wurde er als Hamburg Towers Supporters Club als Verein eingetragen, Anfang 2016 dann als Hamburg Towers Fanclub e.V. weitergeführt.[67]

DJ und StadionsprecherBearbeiten

DJ Direction legt während der Heimspiele Musik auf[68], wie zum Beispiel den Einlaufsong Hamburg City Intro von Eißfeld[69]. Er veröffentlichte 2015 das Hamburg Towers City Mixtape[70]. Andreas Lindemeier ist Stadionsprecher der Towers.[71]

StadionzeitungBearbeiten

Zu jedem Heimspiel erscheint eine neue Ausgabe der Stadionzeitung #Towerful mit Informationen zu Spielern, Gegnern, Aktionen und Veranstaltungen.[72] Zur Spielzeit 2018/19 wurde zusätzlich ein 82-seitiges Saison-Magazin veröffentlicht.[73]

CheerleadingBearbeiten

Das Hamburg Towers Dance Team sorgt bei den Heimspielen für gute Stimmung. Bei der Cheerleading-Europameisterschaft 2018 erreichte es den zweiten Platz, bei der Weltmeisterschaft 2019 den siebten.[74] Einige der Tänzerinnen sind im Team der Nationalmannschaft.[75] Außerdem gibt es ein Junior Dance Team, das aus Tänzerinnen im Alter von 14 bis 18 Jahren besteht.

Lucky ShotBearbeiten

Bei jedem Heimspiel versucht ein zufällig ausgewählter Zuschauer, beim Lucky Shot den Ball von der Mittellinie in den Korb zu werfen. Im März 2019 gelang erstmals in der Vereinsgeschichte einem Towers-Fan der erfolgreiche 14-Meter-Wurf. Er gewann 13.000 Euro.[76]

FanshopBearbeiten

Im Sommer 2019 eröffnete der ersten Fanshop der Towers im Mundsburg-Center in Hamburg-Uhlenhorst. Zusammen mit edel.optics, Namenssponsor der Spielstätte, werden dort Brillen und Towers-Fanartikel verkauft.[77]

DokumentarfilmBearbeiten

Am 30. März 2017 feierte der Dokumentarfilm Starting 5 Premiere. Anhand der Hauptfiguren Hamed Attarbashi (Trainer), Marvin Willoughby (Geschäftsführer und Sportlicher Leiter) sowie der beiden Nachwuchstalente Louis Olinde und Lennard Larysz zeigt das Werk die Entwicklung des Vereins in seiner Anfangszeit und vor allem in der Saison 2015/16.[78] Dafür begleitete Regisseur Milan Skrobanek die Towers zwei Jahre lang.[79]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. hhtowers: Shop | HH Towers. In: hhtowers.wlec.ag. Abgerufen am 27. Oktober 2016.
  2. a b 2. Basketball-Bundesliga | Jan Fischer neuer Geschäftsführer der Hamburg Towers. Abgerufen am 27. Januar 2017.
  3. Rainer Grünberg: Der beschwerliche Weg der Albag Baskets zu einem Team. 26. September 2005, abgerufen am 18. August 2019.
  4. Rainer Grünberg: Basketball-Pokalendrunde ab 2007 in Hamburg? 4. Januar 2006, abgerufen am 18. August 2019.
  5. https://www.schoenen-dunk.de/news_a13268_BBL_TOP4-geht-fuer-5-Jahre-nach-Hamburg.htm
  6. Die reichen Onkel aus Amerika. Abgerufen am 18. August 2019.
  7. Trainieren wie die Profis. In: ETV-Magazin. Hamburg 2008, S. 17.
  8. a b c d e f g #079 Hamburg Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby: Herausforderung Aufstieg. Abgerufen am 18. August 2019.
  9. Basketball wie in München - nur anders sueddeutsche.de, 5. Februar 2013
  10. Hamburg Towers präsentieren Pläne für Basketball Bundesliga- Mannschaft in Hamburg. Hamburg Towers GmbH, 19. September 2013, abgerufen am 17. Februar 2017.
  11. Handelsregisterauszug von Hamburg Towers Basketball-Betreibergesellschaft mbH (HRB 128511). Abgerufen am 2. April 2017.
  12. "Das ist kein FC Rosenkohl" sueddeutsche.de, 19. September 2013
  13. Hamburg Towers wollen in 2. Liga starten rp-online.de, 20. März 2014
  14. Zweitliga-Wildcard für Hamburg Towers rp-online.de, 12. Juni 2014
  15. a b „Wir möchten jedes Jahr zwei Hamburger Jungs für die ProA ausbilden!“ In: sport-id.de. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  16. Achim Leoni: Happy End bei Towers-Premiere in der Zweiten Liga. Abgerufen am 17. Februar 2017.
  17. Rainer Grünberg: Eine gelungene Einweihungsfeier. Abgerufen am 17. Februar 2017.
  18. Hamburger Abendblatt - Hamburg: Hamburg Towers scheitern in den Play-offs an Würzburg. In: www.abendblatt.de. Abgerufen am 13. Juli 2016.
  19. 2. Basketball-Bundesliga | Pascal Roller beendet Tätigkeit als Geschäftsführer bei den Hamburg Towers. Abgerufen am 2. April 2017.
  20. Rollers Rücktritt: Tiefschlag für die Towers (Memento vom 9. Dezember 2015 im Internet Archive) ndr.de, 28. Mai 2015
  21. 160418_News | Hamburg Towers. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.hamburgtowers.de. Archiviert vom Original am 13. Juli 2016; abgerufen am 13. Juli 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburgtowers.de
  22. Alexander Berthold, Rainer Grünberg und Alexander Laux: Karajica: „Die Towers sind eine Herzensangelegenheit“. 20. April 2019, abgerufen am 18. August 2019.
  23. Hamburg Towers Basketball-Betreibergesellschaft mbH, Hamburg. Abgerufen am 18. August 2019.
  24. Hamburger Abendblatt - Hamburg: Die Hamburg Towers sind plötzlich ein Aufstiegskandidat. Abgerufen am 26. März 2017.
  25. Hamburger Abendblatt - Hamburg: Podolski-Club schnappt den Towers die Play-offs weg. Abgerufen am 1. April 2017.
  26. 2. Basketball-Bundesliga | Zuschauerzahlen. Abgerufen am 3. April 2017.
  27. Philipp Simon: Towers-Sportdirektor: Marvin Willoughby: „Wir trauen uns den Aufstieg zu“. In: MOPO.de. (mopo.de [abgerufen am 22. September 2018]).
  28. (Memento des Originals vom 13. Februar 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburgtowers.de
  29. (Memento des Originals vom 24. Mai 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburgtowers.de
  30. Robin Meyer: Zweitliga-Auftakt: Die Hamburg Towers blasen zum Groß-Angriff. In: MOPO.de. (mopo.de [abgerufen am 22. September 2018]).
  31. Patrick Kiefer: „Wir haben äußerst gute Spieler“. In: DIE WELT. 21. September 2018 (welt.de [abgerufen am 22. September 2018]).
  32. Coach Preview 18/19. In: 2. Basketball-Bundesliga. Abgerufen am 22. September 2018.
  33. NDR: Hamburg Towers marschieren Richtung Bundesliga. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  34. VTG WIRD CONNECTING-WORLDS-PARTNER DER TOWERS. In: Hamburg Towers. 24. Januar 2019, abgerufen am 24. Januar 2019.
  35. 2. Basketball Bundesliga | Tabelle ProA. Abgerufen am 30. März 2019.
  36. Hamburger Abendblatt: Sensation! Hamburg Towers steigen in die Bundesliga auf. 30. April 2019, abgerufen am 30. April 2019.
  37. Der 2. Basketball-Bundesliga Liveticker: Chemnitz gegen Hamburg. Abgerufen am 30. April 2019.
  38. FOCUS Online: Erstliga-Aufstieg: Basketball-Ikone Dirk Nowitzki gratuliert den Hamburg Towers. Abgerufen am 2. Mai 2019.
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