Melz

Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern

Melz ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Melz führt kein Wappen
Melz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Melz hervorgehoben

Koordinaten: 53° 20′ N, 12° 35′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Röbel-Müritz
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 17,94 km2
Einwohner: 338 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17209
Vorwahl: 039923
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 097
Adresse der Amtsverwaltung: Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Website: www.gemeinde-melz.de
Bürgermeister: Martin Haulsen
Lage der Gemeinde Melz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Melz am Melzer See liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte, zwischen Röbel/Müritz und dem oberen Eldetal. Das leicht hügelige Gelände um Melz erreicht 76 m ü. NHN. Die Stadt Röbel/Müritz ist etwa acht Kilometer entfernt, Priborn etwa drei Kilometer.

Umgeben wird Melz von den Nachbargemeinden Röbel/Müritz im Norden, Südmüritz im Nordosten, Priborn im Osten, Buchholz im Südosten, Kieve im Südwesten sowie Bollewick im Westen und Nordwesten.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Augusthof, Friedrichshof, Karbow und Melz.

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet von Melz war schon zu Beginn der Bronzezeit vor etwa 3800 Jahren besiedelt. Hierauf weisen die Stabdolch-Funde der Ausgrabungen von 1970 hin. 1298 taucht Melz erstmals in einer Urkunde auf. Zu den Besitzern der Güter in Melz gehörten unter anderem die Familien von Werle, von Hahn, von Knuth[2] und zuletzt (von 1732 bis 1945) von Ferber. Das nach 1810 errichtete Gutshaus wurde im Mai 1945 durch Brandstiftung zerstört.

PolitikBearbeiten

Wappen, Flagge, DienstsiegelBearbeiten

Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE MELZ“.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Dorfkirche Melz aus Backstein von 1816; der Vorgängerbau vom Ende des 13. Jahrhunderts wurde dabei abgerissen.

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Melz

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Melz ist heute ein modernes Dorf mit zahlreichen neuen Eigenheimen. Die Landwirtschaft sowie kleine Handwerksunternehmen prägen die Gemeinde, die ihre Einwohnerzahl im Gegensatz zum Trend in Mecklenburg weitgehend konstant gehalten hat.

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 198 von Plau am See nach Neustrelitz führt durch das Gemeindegebiet. Die Autobahn-Anschlussstelle Röbel der Bundesautobahn 19 (Berlin–Rostock) ist etwa zwölf Kilometer entfernt, der nächste Bahnhof zirka 16 Kilometer und liegt in Mirow.

VereineBearbeiten

Der 2005 gebildete Förderverein Dorf-Kirche-Melz, der 2008 bereits 50 Mitglieder zählte, setzt sich für die Sanierung der Dorfkirche, die Verbesserung der Wasserqualität des Melzer Sees, die Würdigung einer historischen Persönlichkeit von Melz, des Architekten Hermann Willebrand, und die Beteiligung an der Gestaltung des Dorflebens ein.

LiteraturBearbeiten

  • Harry Wüstemann: Die Dolche und Stabdolche in Ostdeutschland. Prähistorische Bronzefunde. Abteilung VI Bd. 8, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1995.

WeblinksBearbeiten

Commons: Melz – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Friedrich Ludwig Anton Hörschelmann: Friedrich Ludwig Anton Hörschelmann's genealogische Adelshistorie, erster Teil des ersten Bandes, Erfurt 1772, S. 103 f.
  3. Hauptsatzung § 1