Torgelow am See

Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Torgelow am See
Torgelow am See
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Torgelow am See hervorgehoben

Koordinaten: 53° 34′ N, 12° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Seenlandschaft Waren
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 14,28 km2
Einwohner: 452 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17192
Vorwahl: 03991
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 144
Adresse der Amtsverwaltung: Friedensstraße 11
17192 Waren (Müritz)
Website: www.amt-seenlandschaft-waren.de
Bürgermeister: Manfred Kucklick
Lage der Gemeinde Torgelow am See im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Torgelow am See ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Seenlandschaft Waren mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Waren (Müritz) verwaltet.

GeografieBearbeiten

Torgelow am See liegt am gleichnamigen Torgelower See, nordöstlich von Waren-Müritz, südwestlich von Stavenhagen und westlich von Penzlin.

Zu Torgelow am See gehören die Ortsteile Meierei und Schmachthagen.

GeschichteBearbeiten

Torgelow wurde 1218 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Großsteingrab, der sogenannte „Heisterstein“ weist jedoch darauf hin, dass diese Gegend schon länger besiedelt ist. Es wurde in der Zeit von 3000 bis 1800 v. Chr. errichtet.

Von 1784 bis 1945 war Gut Torgelow im Besitz der Familie von Behr(-Negendank). Im Mai 1848 wurde das Herrenhaus im Gefolge der Revolutionsereignisse von aufgebrachten Tagelöhnern gestürmt und niedergebrannt, was zu großer Unruhe im ganzen Land führte. Das neue Herrenhaus stammt von 1904; es wurde ab 1994 zu einem Internatsgymnasium umgebaut.

Am 15. Januar 1996 erhielt die Gemeinde, die bis dahin nur Torgelow hieß, den Namenszusatz am See.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold über einem blauen Wellenschildfuß rechts ein links gewendeter roter Auerochsenkopf mit abgerissenem Halsfell und silbernen Hörnern, links ein grünes Eichenblatt mit schwarzem Stiel, daran zwei grüne Früchte.“[2]

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet. Es wurde zusammen mit der Flagge am 14. Januar 2003 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 273 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: In dem Wappen soll mit dem Auerochsenkopf der bildliche Bezug zu dem aus dem Slawischen stammenden Gemeindenamen hergestellt werden. Der Wellenschildfuß verdeutlicht die Lage der Gemeinde am gleichnamen See. Das Eichenblatt weist auf die waldreiche Umgebung hin.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge ist gleichmäßig längs gestreift von Blau und Gelb. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des blauen und des gelben Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[3]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE TORGELOW AM SEE“.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss in Torgelow am See; heute Internatsgymnasium Schloss Torgelow
  • Schloss Torgelow, nach Plänen von Otto March, wurde 1904 eingeweiht. Das Gebäude wurde ab 1994 zu dem privaten Internatsgymnasium Schloss Torgelow umgebaut und durch mehrere andere Häuser erweitert, die als Unterrichts- und Wohnräume dienen. Im Schloss wohnen Lehrkräfte, Mentoren, die Trägerfamilie und Schüler der Oberstufe.[4][5]
  • Auf dem Schlossgelände ist der trapezförmige Burghügel erhalten, auf dem sich bis etwa zum 15. Jahrhundert die historische Befestigungsanlage befand, von der die neuzeitliche Besiedlung des Ortes ausging.
  • Das Gebiet um den Torgelower See ist ein Landschaftsschutzgebiet vor allem für Wasservögel.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Torgelow am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge produktionsbüro TINUS, Schwerin 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 323/324.
  3. a b Hauptsatzung § 2 (PDF).
  4. Deutsche Internate mit Spitzen-Renommee (Memento vom 6. November 2014 im Webarchiv archive.today), Die Welt World's Luxury Guide, 7. Oktober 2012, abgerufen am 6. November 2014
  5. Elite-Internat Schloss Torgelow: Leistung, Leistung, Leistung, Der Spiegel, 11. Mai 2009, abgerufen am 6. November 2014