Kargow

Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kargow
Kargow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kargow hervorgehoben

Koordinaten: 53° 31′ N, 12° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Seenlandschaft Waren
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 69,08 km2
Einwohner: 679 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17192
Vorwahl: 03991
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 071
Adresse der Amtsverwaltung: Friedensstraße 11
17192 Waren (Müritz)
Website: www.amt-slw.de
Bürgermeister: Manfred Schlüter
Lage der Gemeinde Kargow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
BrandenburgLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-ParchimBeggerowBorrentinHohenbollentinHohenmockerKentzlinKletzinLindenberg (Vorpommern)MeesigerNossendorfSarowSchönfeld (bei Demmin)SiedenbrünzowSommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)UtzedelVerchenWarrenzinDatzetalFriedlandGalenbeckBasedow (Mecklenburg)Basedow (Mecklenburg)FaulenrostGielowKummerow (am See)MalchinNeukalenAlt SchwerinFünfseenGöhren-LebbinMalchow (Mecklenburg)Nossentiner HüttePenkowSilz (Mecklenburg)WalowZislowMirowPriepertPeenehagenWesenberg (Mecklenburg)Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte)Blankensee (Mecklenburg)BlumenholzCarpinGodendorfGrünow (Mecklenburg)HohenzieritzKlein VielenKratzeburgMöllenbeck (bei Neustrelitz)Schloen-DratowSchloen-DratowUserinWokuhl-DabelowBeseritzBlankenhofBrunn (Mecklenburg)NeddeminNeuenkirchen (bei Neubrandenburg)NeverinSponholzStavenTrollenhagenWoggersinWulkenzinZirzowAnkershagenKucksseePenzlinMöllenhagenAltenhof (Mecklenburg)BollewickBuchholz (bei Röbel)BütowEldetalFinckenGotthunGroß KelleKieveLärzLeizenMelzPribornRechlinRöbel/MüritzSchwarz (Mecklenburg)SietowStuerSüdmüritzGrabowhöfeGroß PlastenHohen WangelinJabelKargowKlinkKlocksinMoltzowMoltzowTorgelow am SeeVollrathsruheBurg StargardBurg StargardCölpinGroß NemerowHolldorfLindetalPragsdorfBredenfeldeBriggowGrammentinGülzow (bei Stavenhagen)IvenackJürgenstorfKittendorfKnorrendorfMölln (Mecklenburg)RitzerowRosenowStavenhagenZetteminAltenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)AltentreptowBartow (Vorpommern)BreesenBreestBurowGnevkowGolchenGrapzowGrischowGroß TeetzlebenGültzKriesowPripslebenRöckwitzSiedenbollentinTützpatzWerder (bei Altentreptow)Wildberg (Vorpommern)WoldeGroß MiltzowKublankNeetzkaSchönbeckSchönhausen (Mecklenburg)VoigtsdorfVoigtsdorfWoldegkDargunDemminFeldberger SeenlandschaftNeubrandenburgNeustrelitzWaren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Kargow ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Seenlandschaft Waren mit Sitz in der Stadt Waren (Müritz) verwaltet.

GeografieBearbeiten

Das Gemeindegebiet Kargows im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte liegt zu großen Teilen im Müritz-Nationalpark. Südöstlich von Waren (Müritz) gelegen, umfasst das Gebiet weite Wälder, Moore und Seen, von denen der Hofsee, der Specker See und der Priesterbäker See hervorzuheben wären. Das teils hügelige Gelände erreicht im Käflingsberg mit 100,2 Metern ü. NN den höchsten Punkt. Nur wenige hundert Meter westlich des Dorfes Kargow entspringt die Ostpeene, in der Nachbargemeinde Ankershagen befindet sich die Havelquelle.

Zu Kargow gehören die Ortsteile Damerow, Federow, Godow, Rehhof, Schwarzenhof und Speck.

GeschichteBearbeiten

Kargow: Hügelgräber aus der Bronzezeit deuten auf eine frühe Besiedlung im Bereich nordöstlich der Müritz. Die ursprünglich von Slawen besiedelten Ortschaften Kargow und Federow bestehen seit dem 13. Jahrhundert.
Neben der traditionell dominierenden Landwirtschaft prägt der Nationalpark-Tourismus zunehmend das Bild der Orte in Kargow. 1998 wurde das Nationalpark-Informationsgebäude in Federow eröffnet.

Speck: Gutsbesitzer waren u. a. die Familien von Holstein (bis ins 18. Jh.), von Rohr, von Haugwitz und der preußische Staatsrat und Verleger Dr. Kurt Hermann (1929–1945). Das Gutshaus Speck stammt von um 1930, war 1945 sowjetischen Kommandantur, dann Flüchtlingsunterkunft, Sitz der Forstverwaltung ab 1954 Erholungsheim (Grenzpolizei und NVA) und von 1991 bis 1998 Nationalparkamt dann privatisiert.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau ein abgerissener goldener Adlerkopf über zwei schräg gekreuzten goldenen Ähren mit sieben schwarzen Grannen.“[2]

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet. Es wurde zusammen mit der Flagge am 4. April 2005 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 295 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: In dem Wappen soll der Adlerkopf den Müritz-Nationalpark als eines der letzten Rückzugsgebiete für die vom Aussterben bedrohten See- und Fischadler symbolisieren. Die Ähren stehen für die seit jeher bedeutende Landwirtschaft, insbesondere den Getreideanbau.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Blau, Geld und Blau gestreift. Die blauen Streifen nehmen je ein Viertel, der gelbe Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des gelben Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.[3]

DienstsiegelBearbeiten

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE KARGOW“.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Hörspielkirche Federow
  • im Kernort Kargow:
    • Dorfkirche, Ende 13. Jahrhundert, Feldsteinsaal mit Backsteingewänden
    • Gutshaus
  • in Federow:
    • Dorfkirche, 13. Jahrhundert, Feldsteinbau mit Backsteinelementen, seit 2006 als erste deutsche Hörspielkirche genutzt. Den Sommer über gibt es nachmittags Hörspiele für Kinder und am Abend für Erwachsene.[4]
  • in/bei Speck:
    • Käflingsbergturm nahe dem Ortsteil Speck. Die Aussichtsplattform des 55 Meter hohen Turms liegt ca. 70 Meter über dem Spiegel der etwa fünf Kilometer entfernten Müritz.
    • Specker Jagdschloss[5] (in Privatbesitz). Der heutige, im Jahr 1937 durch den Leipziger Großverleger Kurt Herrmann errichtete Bau befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand und kann nicht besichtigt werden.
      • Eiche im Specker Schlosspark mit einem Brusthöhenumfang von 7,38 m (2016).[6]
    • historistische Kirche (erbaut 1876/77).
    • Dorfkrug
    • Schmiede
    • Dorflinde Brusthöhenumfang ca. 9,5 m.
    • Zwei Gräber auf dem Friedhof von polnischen (nach anderen Angaben sowjetischen) Zwangsarbeitern, die nicht gepflegt werden.
  • zwischen den Ortsteilen Federow und Schwarzenhof: Stromleitungsmast mit einem Fischadlerhorst. Eine am Horst installierte Kamera ermöglicht die Beobachtung im Nationalpark-Informationsgebäude in Federow.

InfrastrukturBearbeiten

Kargow liegt 3 km von der Bundesstraße 192 (Waren (Müritz) - Neubrandenburg) entfernt. Landstraßen verbinden die Ortsteile miteinander (der südliche Ortsteil Speck ist ca. 12 km vom Dorf Kargow entfernt). Der Bahnhof liegt an der Bahnlinie von Berlin nach Rostock (Lloydbahn), allerdings halten dort infolge des Ausbaus der Strecke seit September 2011 keine Personenzüge mehr. Tägliche Verbindungen nach Waren bestehen mit Regionalbussen der Personenverkehr Müritz GmbH.

Der Radweg Berlin-Kopenhagen verläuft durch die Gemeinde.[7]

WeblinksBearbeiten

 Commons: Kargow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge produktionsbüro TINUS, Schwerin 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 314/315.
  3. a b Hauptsatzung § 2 (PDF).
  4. Hörspielkirche Federow
  5. Geschichte des Jagdschlosses Speck
  6. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017
  7. Mecklenburgische Etappe | Berlin – Kopenhagen. Abgerufen am 5. April 2017.