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Schönbeck

Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Schönbeck führt kein Wappen
Schönbeck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönbeck hervorgehoben
Koordinaten: 53° 35′ N, 13° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Woldegk
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 24,33 km2
Einwohner: 450 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17349
Vorwahl: 03968
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 130
Adresse der Amtsverwaltung: Karl-Liebknecht-Platz 1
17348 Woldegk
Website: windmuehlenstadt-woldegk.de
Bürgermeister: Detlef Penseler
Lage der Gemeinde Schönbeck im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Schönbeck ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland). Sie wird vom Amt Woldegk mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Schloss Rattey mit Weinhang

Die Gemeinde Schönbeck liegt etwa 25 Kilometer östlich von Neubrandenburg und 15 Kilometer nördlich von Woldegk. Im bewaldeten Osten des Gemeindegebiets liegt die mit 153,1 m NHN höchste Erhebung der Brohmer Berge. Durch den Ort Schönbeck fließt der Mühlenbach, der Anfang der 1970er Jahre verrohrt und später renaturiert wurde. Er fließt nördlich in Richtung Brohmer Stausee. Im Südwesten der Gemeinde befindet sich das Naturschutzgebiet Eichhorst im Schönbecker Wald. In Schönbeck befinden sich zwei artesische Brunnen, einer am ehemaligen Pfarrhaus und ein zweiter zirka 800 Meter in Richtung Nordwesten. Das Wasser ist sehr eisenhaltig und sehr schmackhaft.

OrtsteileBearbeiten

  • Charlottenhof
  • Neu Schönbeck
  • Poggendorf
  • Rattey
  • Schönbeck

GeschichteBearbeiten

Rattey: 1690 verlieh Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow das Gut an Georg-Henning von Oertzen. Bis 1775 blieb Ratthey an die Familie von Manteuffel verpachtet. Die Oertzenschen Erben, welche das Gut für reichlich zweieinhalb Jahrhunderte besessen haben, wurden im Zuge der Bodenreform im Herbst 1945 enteignet.[2] Das Klassizistische, sanierte, zweigeschossige, Herrenhaus von 1806 war nach 1945 Flüchtlingsheim, dann Kindergarten, Post, LPG-Küche und ist seit 1998 Hotel. Besondere Bedeutung für die mecklenburgische Sozialgeschichte erlangte Rattey 1851, als das Gutsbesitzerehepaar Adolph von Oetzen (1797–1867) und Bertha, geb. von Pentz (1813–1885) hier aus eigenen Mitteln ein Rettungshaus Bethanien als Erziehungsanstalt für verwahrloste Knaben (1872 nach Neubrandenburg verlegt) sowie ein Rettungshaus Bethlehem für Mädchen gründeten.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Der Ortsteil Rattey ist Deutschlands nördlichster Weinort und bildet zusammen mit Burg Stargard das seit 2004 im Weingesetz anerkannte Weinbaugebiet Stargarder Land.

Die Bundesstraße 197 verläuft nordwestlich der Gemeinde. Über die Landesstraße 281 ist die etwa 4 km entfernte Anschlussstelle Friedland i. M. an der Bundesautobahn 20 zu erreichen. Der nächste Bahnhof befindet sich in Oertzenhof und ist sieben Kilometer von Schönbeck entfernt.

PersönlichkeitenBearbeiten

SchönbeckBearbeiten

  • Ernst Sauer (1799–1873), Orgelbauer, gründete in Schönbeck seine Firma und baute hier die ersten Orgeln
  • Wilhelm Langbein (1801–1840), deutscher Philologe und Gymnasiallehrer
  • Wilhelm Pfitzner (1814–1905), deutscher Philologe und Gymnasialprofessor
  • Wilhelm Sauer (1831–1916), Orgelbauer, verlebte seine Kindheit in Schönbeck
  • August Milarch (1786–1862), regionale Leitfigur der Deutschen Befreiungskriege 1813/1815, Pastor in Schönbeck
  • Wolf-Dietrich Drevs (1916–2008), schleswig-holsteinischer Landespolitiker und leitender Angestellter der Wohnungsbaukreditanstalt

RatteyBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schönbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2017 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Landeshauptarchiv Schwerin: LHAS 6.11-16 Ministerium für Land- und Forstwirtschaft Nr. 2859. --- Vgl. auch Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. 3 Bände [Hier Bd. 2]. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2009. ISBN 978-3935749-05-3. S. 751. --- Die Angabe, die Familie hätte das Gut 1944 an die Gemeinde verkauft, da Hans-Ulrich von Oertzen maßgeblich am Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt war, ist unbelegt und wahrscheinlich falsch.
  3. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 750–756.
  4. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017