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Beggerow

Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Beggerow führt kein Wappen
Beggerow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Beggerow hervorgehoben

Koordinaten: 53° 50′ N, 13° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Demmin-Land
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 29,69 km2
Einwohner: 489 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17111
Vorwahl: 039996
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 008
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Goethestraße 43
17109 Demmin
Website: www.amt-demmin-land.de
Bürgermeisterin: Manuela Anders
Lage der Gemeinde Beggerow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Beggerow ist eine Gemeinde im Norden des im Jahr 2011 geschaffenen Landkreises Mecklenburgische Seenplatte im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde liegt südöstlich von Demmin im pommerschen Landesteil und gehört dem Amt Demmin-Land an, das seinen Verwaltungssitz in Demmin hat. Bis Ende Juni 2004 gehörte Beggerow zum Amt Borrentin.

Geografie und VerkehrBearbeiten

Beggerow liegt etwa zehn Kilometer südlich von Demmin und fünfzehn Kilometer nordöstlich von Stavenhagen. Die Bundesstraße 194 verläuft westlich der Gemeinde. Durch das Gemeindegebiet fließt der Augraben.

OrtsteileBearbeiten

  • Beggerow
  • Buschmühl
  • Gatschow
  • Glendelin
  • Johannenhöhe
  • Kaslin

GeschichteBearbeiten

Beggerow

 
Siegelmarke des Amtsbezirks Beggerow im preußischen Kreis Demmin

Beggerow wird 1279 erstmals urkundlich erwähnt. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert gehörte das ritterschaftliche Gut der mecklenburgischen Familie von von Voß. Ihnen folgte die Familie von Podewils von 1495 bis 1849. Dann wurde es Walzengut, bis es in den 1920er Jahren aufgesiedelt wurde. Es wurden elf Höfe angesiedelt.[2] Von 1874 bis 1945 war Beggerow ein preußischer Amtsbezirk im Landkreis Demmin und führte eine eigene Siegelmarke zur Versiegelung von Briefumschlägen und zur Kennzeichnung von schriftlicher Korrespondenz.

Buschmühl

Der Ort hatte eine Wassermühle, die nicht vom Augraben angetrieben wurde, sondern von einem gefällereichen linken Zufluss (Heute Gewässer L-100-D, Ostseite des Klenzer Mühlbachs, mit längerem Zufluss L-144-D). Sie gab dem Ort den Namen. Später wurde flussabwärts der Mündung auf der anderen Seite des Augrabens die Leistenower Papiermühle errichtet. Das Gut Buschmühl gehörte früher der Familie von Walsleben, die auch das Gut Leistenow besaß. Es folgten die Familien von Bolte, von Heyden – 1825 bis 1945, dazwischen war kurzzeitig die Familie von Neumann-Cosel Besitzer, weil sie zur weiblichen Linie derer von Heyden gehörte. Seit 1936 war dann Bogislaw von Heyden bis zur Bodenreform 1945 Besitzer des Gutes Leistenow, die Güter Buschmühl und Gatschow waren die dazugehörigen Nebengüter.[3]

Kaslin

Der Ursprung des kleinen Dorfes war die Ansiedlung von vier Neubauern durch Friedrich Wilhelm I. um 1732. Die Stämme für die neu errichteten Häuser kamen vom Kummerower See aus über die Peene. Der frühere Landesherr hatte das Land verwahrlosen lassen und wurde zur Strafe enteignet. Kaslin war Anfang der 1930er Jahre der Hauptwohnort der ehemaligen Gemeinde Kaslin. Nebenwohnort war das benachbarte Gehmkow. Kirchenrechtlich gehören beide Orte seit jeher zu Hohenbollentin. Verwaltet wurde die kleine Gemeinde vom preußischen Amtsbezirk Lindenberg und nicht – wie heute – von Demmin aus. Zusammen hatten beide Dörfer damals 313 Einwohner. Heute hat Kaslin ohne Gehmkow noch knapp 60 Einwohner.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Beggerow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 29, ISBN 3-88042-636-8
  3. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 46, ISBN 3-88042-636-8.