Marit Berger Røsland

norwegische Juristin und Politikerin

Marit Berger Røsland (* 21. September 1978) ist eine norwegische Politikerin der konservativen Partei Høyre. Von Oktober 2017 bis Januar 2018 war sie die Europaministerin ihres Landes.

Marit Berger Røsland (2016)

Politische KarriereBearbeiten

Røsland war zwischen 1997 und 2000 Abgeordnete im Fylkesting der ehemaligen Provinz Akershus. In den Jahren 1998 bis 2000 war sie Vorsitzende der Jugendorganisation ihrer Partei, Unge Høyre, in Akershus und anschließend bis 2002 stellvertretende Vorsitzende auf Landesebene. Im Jahr 2001 verpasste sie den Einzug in das norwegische Parlament, das Storting. Von 2003 bis 2005 arbeitete Røsland als politische Beraterin im Außenministerium und von 2003 bis 2007 war sie Stadträtin in Oslo.[1][2]

2006 erlangte sie einen Abschluss für ihr Jura-Studium an der Universität Oslo. Zwischen 2006 und 2014 war sie als Anwältin tätig.[1][3]

Im Oktober 2014 begann sie zunächst als Staatssekretärin in der Kanzlei der Ministerpräsidentin, also dem norwegischen Pendant zum Bundeskanzleramt, zu arbeiten. Sie wechselte im Dezember 2015 als Staatssekretärin ins Justizministerium und im September 2016 ins Außenministerium.[2] Am 20. Oktober 2017 wurde Røsland zur Ministerin für EWR- und EU-Angelegenheiten, ein im Außenministerium angesiedeltes Amt, ernannt. Diesen Posten behielt sie jedoch nur drei Monate, da zum 17. Januar 2018 das Amt aufgelöst und wieder in den Aufgabenbereich des Außenministers eingegliedert wurde.[4]

Nach dem Ende ihrer Amtszeit als Ministerin begann sie in der juristischen Abteilung der Gas- und Ölfördergesellschaft Equinor zu arbeiten. Im Juni 2019 wurde sie vom Vorstand des norwegischen Parlament, dem Storting, zur Vorsitzenden des norwegischen Instituts für Menschenrechte gewählt.[5] Dies rief bei der Oppositionspartei Sosialistisk Venstreparti Kritik hervor, da sie als ehemalige Ministerin zu nahe mit der Regierung verknüpft sei. Sie könne somit keine unabhängige Leitung des Instituts sein, das unter anderem auch norwegische Behörden auf die Einhaltung der Menschenrechte hin untersuchen soll.[6]

WeblinksBearbeiten

Commons: Marit Berger Røsland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Espen Alnes: Dette er Marit Berger Røsland. 20. Oktober 2017, abgerufen am 31. Juli 2019 (norwegisch (Nynorsk)).
  2. a b Biografi: Røsland, Marit Berger. 9. März 2008, abgerufen am 31. Juli 2019 (norwegisch).
  3. Knut Are Tvedt: Marit Berger Røsland. In: Store norske leksikon. 17. Januar 2018 (snl.no [abgerufen am 31. Juli 2019]).
  4. Espen Breivik: Røsland ferdig som EU-minister, fekk knapt tre månader. 17. Januar 2018, abgerufen am 31. Juli 2019 (norwegisch (Nynorsk)).
  5. Nytt styre for Norges institusjon for menneskerettigheter. 13. Juni 2019, abgerufen am 31. Juli 2019 (norwegisch).
  6. Ernas eks-statsråd skal lede vaktbikkje: – Det stinker. Abgerufen am 31. Juli 2019 (norwegisch).