Guri Melby

norwegische Sprachwissenschaftlerin und Politikerin
Guri Melby (2016)

Guri Melby (* 3. Februar 1981 in Orkdal) ist eine norwegische Sprachwissenschaftlerin und Politikerin der sozialliberalen Partei Venstre. Seit März 2020 ist sie die Bildungs- und Integrationsministerin ihres Landes.

LebenBearbeiten

Ausbildung und BerufBearbeiten

Nach dem Abschluss der weiterführenden Schule im Jahr 2000 begann sie an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) nordische Sprachen zu studieren. 2007 erzielte sie ihren Masterabschluss. Anschließend begann sie als Lehrerin zu arbeiten, von 2008 bis 2011 war sie Dozentin an der Hochschule Sør-Trøndelags, die heute auch zur NTNU gehört. In der Zeit zwischen 2009 und 2011 war sie zudem als Beraterin des nationalen Zentrums für Schreibforschung und -didaktik tätig. Anschließend arbeitete sie bis 2012 als Beraterin des Bildungsministeriums. 2012 nahm sie eine Stelle an der Hochschule Oslo und Akershus an. Melby stand von 2016 bis 2018 dem Rat für Norwegische Sprache (Språkrådet) vor.

Politischer WerdegangBearbeiten

Zwischen 1999 und 2007 war Melby Mitglied im Kommunalparlament ihrer Heimatgemeinde Orkdal und anschließend bis 2011 im Stadtrat von Trondheim. Innerparteilich ist sie seit 2010 im Vorstand der Venstre vertreten. Melby war in den Jahren 2013 bis 2015 Mitglied in der Osloer Stadtregierung, also sogenannter Byråd. Dabei war sie für den Bereich Umwelt und Verkehr zuständig. Im Jahr 2015 zog sie in den Stadtrat von Oslo ein.

Bei den Parlamentswahlen 2013 und 2017 verpasste sie jeweils den direkten Einzug ins Storting und wurde Vararepresentantin für den Wahlkreis Oslo, also Ersatzabgeordnete. Als solche kam sie ab dem 17. Januar 2018 zum Einsatz, da die Osloer Parteikollegin Trine Skei Grande Mitglied in der Regierung wurde und als solches ihr Mandat ruhen lassen musste. Melby wurde Mitglied im Bildungs- und Forschungsausschuss des Parlaments. Am 13. März 2020 wurde sie als neue Bildungs- und Integrationsministerin vorgestellt. Sie gehört somit der Regierung Solberg an. Der Posten war frei geworden, nachdem Grande ihren Rücktritt von ihrem Ministeramt angekündigt hatte.[1]

WeblinksBearbeiten

Commons: Guri Melby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fredrik Kampevoll: Guri Melby (V) ny kunnskaps- og integreringsminister og Odd Emil Ingebrigtsen ny fiskeriminister. In: NRK. 13. März 2020, abgerufen am 13. März 2020 (norwegisch Bokmål).