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Leichtathletik-Europameisterschaften 2018/100 m Hürden der Frauen

Der 100-Meter-Hürdenlauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 fand am 8. und 9. August im Olympiastadion in der deutschen Hauptstadt Berlin statt.

2018 European Athletics Championships Logo.svg
Disziplin 100-Meter-Hürdenlauf der Frauen
Stadt DeutschlandDeutschland Berlin
Ort Olympiastadion Berlin
Teilnehmerinnen 32 Athletinnen aus 18 Ländern
Wettkampfphase 8. August 2018 (Vorläufe)
9. August 2018 (Halbfinale/Finale)
Medaillengewinnerinnen
Gold Gold Elwira Herman (WeissrusslandWeißrussland BLR)
Silbermedaillen Silber Pamela Dutkiewicz (DeutschlandDeutschland GER)
Bronzemedaillen Bronze Cindy Roleder (DeutschlandDeutschland GER)
Zieleinlauf über 100 Meter Hürden

Es siegte die Weißrussin Elwira Herman. Die Deutsche Pamela Dutkiewicz wurde Vizeeuropameisterin vor ihrer Landsfrau Cindy Roleder.

Inhaltsverzeichnis

RekordeBearbeiten

Weltrekord Vereinigte Staaten  Kendra Harrison 12,20 s Olympische Spiele in London, Großbritannien 22. Juli 2016
Europarekord Bulgarien 1971  Jordanka Donkowa 12,21 s Stara Sagora, Bulgarien 20. August 1988
Meisterschaftsrekord 12,38 s EM in Stuttgart, BR Deutschland (heute Deutschland) 29. August 1986

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Die dreizehn schnellsten Hürdensprinterinnen der Jahresbestenliste – in den Halbfinalresultaten mit ‡ markiert – mussten in den Vorläufen noch nicht antreten. Sie waren automatisch für das Halbfinale qualifiziert und griffen erst dort in den Wettkampf ein.

VorläufeBearbeiten

 
Die Kroatin Ivana Lončarek schied als Fünfte ihres Vorlaufs aus
 
Platz sechs in ihrem Vorlauf reichte der Ukrainerin Hanna Plotizyna nicht für die Teilnahme am Halbfinale
 
Die Deutsche Franziska Hofmann wurde Fünfte ihres Vorlaufs und verpasste damit die nächste Runde

Aus den drei Vorläufen qualifizierten sich die jeweils drei Ersten jedes Laufes – hellblau unterlegt – und zusätzlich die beiden Zeitschnellsten – hellgrün unterlegt – für das Halbfinale.

Lauf 1Bearbeiten

8. August 2018, 10:10 Uhr MESZ
Wind: ±0,0 m/s

Platz Bahn Name Land Zeit (s)
1 5 Ricarda Lobe Deutschland  Deutschland 13,03
2 3 Caridad Jerez Spanien  Spanien 13,19 SB
3 6 Reetta Hurske Finnland  Finnland 13,21
4 7 Luminosa Bogliolo Italien  Italien 13,21
5 8 Ivana Lončarek Kroatien  Kroatien 13,23
6 4 Hanna Plotizyna Ukraine  Ukraine 13,23

Lauf 2Bearbeiten

8. August 2018, 10:18 Uhr MESZ
Wind: −0,1 m/s

Platz Bahn Name Land Zeit (s)
1 7 Solène Ndama Frankreich  Frankreich 12,88 PB
2 4 Elisavet Pesiridou Griechenland  Griechenland 13,10
3 6 Gréta Kerekes Ungarn  Ungarn 13,23
4 2 Annimari Korte Finnland  Finnland 13,31
5 5 Elisa Maria Di Lazzaro Italien  Italien 13,42
6 8 Elin Westerlund Schweden  Schweden 13,42
7 3 Natalia Christofi Zypern Republik  Republik Zypern 13,53

Lauf 3Bearbeiten

8. August 2018, 10:26 Uhr MESZ
Wind: +0,1 m/s

Platz Bahn Name Land Zeit (s)
1 3 Karolina Kołeczek Polen  Polen 12,96 SB
2 5 Beate Schrott Osterreich  Österreich 13,06 SB
3 6 Laura Valette Frankreich  Frankreich 13,16
4 7 Anamaria Nesteriuc Rumänien  Rumänien 13,16
5 8 Franziska Hofmann Deutschland  Deutschland 13,23
5 4 Klaudia Sorok Ungarn  Ungarn 13,93

HalbfinaleBearbeiten

 
Ihr dritter Platz im ersten Halbfinallauf reichte der Griechin Eilisavet Pesiridou nicht für den Finaleinzug
 
Zweiter Halbfinallauf: Elwira Herman (links) – 1. / Eefje Boons – 5., ausgeschieden
 
Drittes Halbfinalrennen (v. l. n. r.): Luca Kozák (5., ausgeschieden), Nadine Visser (2.), Pamela Dutkiewicz (1.)

Aus den drei Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils beiden Ersten jedes Laufes – hellblau unterlegt – und zusätzlich die beiden Zeitschnellsten – hellgrün unterlegt – für das Finale. Die dreizehn Jahresschnellsten – mit ‡ markiert, die automatisch für das Halbfinale qualifiziert waren, griffen jetzt in das Geschehen ein.

Lauf 1Bearbeiten

9. August 2018, 19:25 Uhr MESZ
Wind: +0,2 m/s

Platz Bahn Name Land Zeit (s)
1 3 Cindy Roleder Deutschland  Deutschland 12,83
2 4 Alina Talaj Weissrussland  Weißrussland 12,96
3 2 Elisavet Pesiridou Griechenland  Griechenland 13,00 SB
4 5 Isabelle Pedersen Norwegen  Norwegen 13,04
5 8 Luminosa Bogliolo Italien  Italien 13,09
6 6 Andrea Ivančević Kroatien  Kroatien 13,16
7 7 Gréta Kerekes Ungarn  Ungarn 13,23
8 1 Caridad Jerez Spanien  Spanien 15,34

Lauf 2Bearbeiten

9. August 2018, 19:32 Uhr MESZ
Wind: +0,2 m/s

Platz Bahn Name Land Zeit (s)
1 4 Elwira Herman Weissrussland  Weißrussland 12,76
2 6 Solène Ndama Frankreich  Frankreich 12,77 PB
3 7 Ricarda Lobe Deutschland  Deutschland 12,90 PB
4 5 Eline Berings Belgien  Belgien 12,94
5 3 Eefje Boons Niederlande  Niederlande 12,94
6 8 Klaudia Siciarz Polen  Polen 13,12
7 1 Reetta Hurske Finnland  Finnland 13,20
8 2 Beate Schrott Osterreich  Österreich 13,23

Lauf 3Bearbeiten

9. August 2018, 19:39 Uhr MESZ
Wind: +0,3 m/s

Platz Bahn Name Land Zeit (s)
1 4 Pamela Dutkiewicz Deutschland  Deutschland 12,71
2 5 Nadine Visser Niederlande  Niederlande 12,84
3 8 Karolina Kołeczek Polen  Polen 12,94 SB
4 3 Nooralotte Neziri Finnland  Finnland 12,94
5 6 Luca Kozák Ungarn  Ungarn 12,96
6 2 Laura Valette Frankreich  Frankreich 13,22
7 1 Anamaria Nesteriuc Rumänien  Rumänien 13,26
8 7 Stephanie Bendrat Osterreich  Österreich 13,43

FinaleBearbeiten

9. August 2018, 21:50 Uhr MESZ
Wind: −0,5 m/s

Zum Favoritenkreis gehörten unter anderem die beiden deutschen Hürdensprinterinnen Cindy Roleder und Pamela Dutkiewicz. Dutkiewicz war die WM-Dritte von 2017, Roleder hatte bei den Weltmeisterschaften 2015 den zweiten Platz gelegt und war darüber hinaus die Europameisterin von 2016 und EM-Dritte von 2014. Starke Konkurrenz kam aus Weißrussland. Elwira Herman hatte im Halbfinale nur fünf Hundertstelsekunden hinter Dutkiewicz die zweitschnellste Zeit erzielt. Alina Talaj war die WM-Dritte von 2015, EM-Zweite von 2016 und die Europameisterin von 2012. Im Halbfinale hatte auch die Französin Solène Ndama mit der drittschnellsten Zeit einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen.

Im Finale konnte sich zunächst keine Athletin absetzen. Sehr gut lagen Dutkiewicz, Roleder, Ndama und die Polin Karolina Kołeczek. Ganz knapp dahinter folgten Talaj und Ricarda Lobe, die dritte Deutsche in diesem Rennen. Im letzten Drittel fand Herman immer besser ihren Rhythmus. Hauchdünn führte sie zusammen mit Roleder vor Dutkiewicz und der Niederländerin Nadine Visser, während die weiteren Konkurrentinnen nicht mehr ganz Schritt halten konnten. Es blieb knapp bis ins Ziel hinein. Elwira Herman setzte sich schließlich durch und wurde Europameisterin mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung vor Pamela Dutkiewicz. Weitere fünf Hundertstelsekunden zurück gewann Cindy Roleder die Bronzemedaille. Nadine Visser belegte Rang vier vor Ricarda Lobe und Karolina Kołeczek. Sowohl Solène Ndama als auch Alina Talaj traten in die vorletzte Hürde und wurden disqualifiziert.

Platz Bahn Athletin Land Zeit (s)
  3 Elwira Herman Weissrussland  Weißrussland 12,67
  6 Pamela Dutkiewicz Deutschland  Deutschland 12,72
  5 Cindy Roleder Deutschland  Deutschland 12,77 PB
4 8 Nadine Visser Niederlande  Niederlande 12,88
5 1 Ricarda Lobe Deutschland  Deutschland 13,00
6 2 Karolina Kołeczek Polen  Polen 13,11
DSQ 4 Solène Ndama Frankreich  Frankreich IAAF Rule 168.7b – in die
vorletzte Hürde getreten[1]
7 Alina Talaj Weissrussland  Weißrussland

Weblinks und QuellenBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wettkampfregeln der IAAF, Seite 93 (PDF), abgerufen am 17. Januar 2019