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Leichtathletik-Europameisterschaften 2018/3000 m Hindernis der Männer

Der 3000-Meter-Hindernislauf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 fand am 7. und 9. August im Olympiastadion in der deutschen Hauptstadt Berlin statt.

2018 European Athletics Championships Logo.svg
Disziplin 3000-Meter-Hindernislauf der Männer
Stadt DeutschlandDeutschland Berlin
Ort Olympiastadion Berlin
Teilnehmer 29 Athleten aus 18 Ländern
Wettkampfphase 7. August 2018 (Vorläufe)
9. August 2018 (Finale)
Medaillengewinner
Gold Gold Mahiedine Mekhissi (FrankreichFrankreich FRA)
Silbermedaillen Silber Fernando Carro Morillo (SpanienSpanien ESP)
Bronzemedaillen Bronze Yohanes Chiappinelli (ItalienItalien ITA)

Der Franzose Mahiedine Mekhissi-Benabbad gewann seine fünften Titel als Europameister. Zweiter wurde der Spanier Fernando Carro Morillo. Bronze ging an den Italiener Yohanes Chiappinelli.

RekordeBearbeiten

Weltrekord Katar  Saif Saaeed Shaheen 7:53,63 min Brüssel, Belgien 3. September 2004
Europarekord Frankreich  Mahiedine Mekhissi-Benabbad 8:00,09 min Paris, Frankreich 6. Juli 2013
Meisterschaftsrekord 8:07,87 min EM in Barcelona, Spanien 1. August 2010

VorläufeBearbeiten

 
Ein neunter Platz in seinem Vorlauf reichte dem Deutschen Martin Grau nicht für die Finalteilnahme
 
Der Türke Tarık Langat Akdağ erreichte in seinem Vorlauf nicht das Ziel
 
Der Bulgare Mitko Zenow (links) schied nach Platz neun in seinem Vorlauf aus
 
Nach Rang elf im zweiten Vorlauf erreichte der Niederländer Noah Schutte nicht das Finale

Aus den beiden Vorläufen qualifizierten sich die jeweils fünf Ersten jedes Laufes – hellblau unterlegt – und zusätzlich die fünf Zeitschnellsten – hellgrün unterlegt – für das Halbfinale.

Lauf 1Bearbeiten

7. August 2018, 11:40 Uhr MESZ

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Topi Raitanen Finnland  Finnland 8:28,48 PB
2 Krystian Zalewski Polen  Polen 8:29,11
3 Daniel Arce Spanien  Spanien 8:29,25
4 Fernando Carro Morillo Spanien  Spanien 8:29,63
5 Djilali Bedrani Frankreich  Frankreich 8:29,75
6 Tom Erling Kårbø Norwegen  Norwegen 8:29,90
7 Zak Seddon Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 8:30,00
8 Jamaine Coleman Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 8:33,78
9 Martin Grau Deutschland  Deutschland 8:33,81
10 Justinas Beržanskis Litauen  Litauen 8:36,88 PB
11 Osama Zoghlami Italien  Italien 8:43,92
12 Luca Sinn Osterreich  Österreich 8:44,80 PB
DNF Tarık Langat Akdağ Turkei  Türkei
Emil Blomberg Schweden  Schweden

Lauf 2Bearbeiten

7. August 2018, 11:55 Uhr MESZ

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Yohanes Chiappinelli Italien  Italien 8:28,41
2 Mahiedine Mekhissi-Benabbad Frankreich  Frankreich 8:28,61
3 Yoann Kowal Frankreich  Frankreich 8:28,75
4 Ahmed Abdelwahed Italien  Italien 8:28,80
5 Kaur Kivistik Estland  Estland 8:28,84 NR
6 Napoleon Solomon Schweden  Schweden 8:29,10
7 Sebastián Martos Spanien  Spanien 8:29,67
8 Ole Hesselbjerg Danemark  Dänemark 8:30,44 SB
9 Mitko Zenow Bulgarien  Bulgarien 8:36,39
10 Ieuan Thomas Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 8:40,87
11 Noah Schutte Niederlande  Niederlande 8:45,81
12 Jerwand Mkrttschjan Armenien  Armenien 8:50,35 PB
13 Iwo Balabanow Bulgarien  Bulgarien 8:51,52 PB
14 Johannes Motschmann Deutschland  Deutschland 8:51,65
15 André Pereira Portugal  Portugal 8:54,63

FinaleBearbeiten

9. August 2018, 21:20 Uhr MESZ

Der vierfache Europameister Mahiedine Mekhissi-Benabbad aus Frankreich war der einzige Hindernisläufer aus Europa, der auf Weltniveau gegen die Läufer aus Afrika und den USA konkurrenzfähig war. Er ging hier als klarer Favorit an den Start. Für die weiteren Medaillen kamen vor allem Mekhissi Landsmann Yoann Kowal – EM-Dritter von 2016 / Europameister von 2014 – und der Pole Krystian Zalewski – Vizeeuropameister von 2014 – in Frage. Zu rechnen war aber auch mit den Läufern aus Spanien, die mit drei Teilnehmern in diesem Finale standen.

Das Rennen begann in einem Bummeltempo, die 1000-Meter-Zwischenzeit lautete 3:02,31 min. Auf dem zweiten Streckendrittel wurde es zwar flotter, aber auch 2:49,31 min für den zweiten Kilometer waren kein Toppwert. An dieser Stelle führte der Italiener Yohanes Chiappinelli, der im Vorlauf die schnellste Zeit vorgelegt hatte. Es lief also alles auf ein Spurtrennen hinaus. Am Ende war Mahiedine Mekhissi-Benabbad nicht zu schlagen und gewann mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung seinen bereits fünften EM-Titel. Vizeeuropameister wurde der Spanier Fernando Carro Morillo. Yohanes Chiappinelli sicherte sich etwas überraschend die Bronzemedaille vor Yoann Kowal. Der Brite Zak Seddon wurde Fünfter, der Spanier Daniel Arce belegte Rang sechs vor Krystian Zalewski und dem Finnen Topi Raitanen.

Platz Athlet Land Zeit (min)
  Mahiedine Mekhissi-Benabbad Frankreich  Frankreich 8:31,66
  Fernando Carro Morillo Spanien  Spanien 8:34,16
  Yohanes Chiappinelli Italien  Italien 8:35,81
4 Yoann Kowal Frankreich  Frankreich 8:36,77
5 Zak Seddon Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 8:37,28
6 Daniel Arce Spanien  Spanien 8:38,12
7 Krystian Zalewski Polen  Polen 8:38,59
8 Topi Raitanen Finnland  Finnland 8:40,11
9 Kaur Kivistik Estland  Estland 8:40,32
10 Djilali Bedrani Frankreich  Frankreich 8:41,83
11 Tom Erling Kårbø Norwegen  Norwegen 8:42,91
12 Napoleon Solomon Schweden  Schweden 8:43,66
13 Ahmed Abdelwahed Italien  Italien 8:44,77
14 Sebastián Martos Spanien  Spanien 8:46,76
15 Ole Hesselbjerg Danemark  Dänemark 8:48,48

Weblinks und QuellenBearbeiten